„Sachverständiger“ darf sich ja jeder nennen und wenn man dann noch ein abgeschlossenes Studium in Architektur oder Bauingenieurwesen hat, könnte man doch ohne weiteres Immobilienwertgutachten anbieten.
Es wird unheimlich gut bezahlt im Verhältnis dazu, wieviel Arbeit es, 90 % der Gutachten ist nur Fleißarbeit und dann ein bisschen Berechnung. Ich frage mich also, bzw. euch hier, wieso das dann nicht mehr Leute anbieten.
Gibt es irgendwelche Risiken oder Nachteile, die ich nicht erkenne? Bitte klärt mich doch mal auf!
Was soll die Frage?
Meines Wissens gibt es freie Sachverständige und öffentlich bestellte.
Freie Sachverständige gibt es allerdings schon etliche, und hier gilt wie überall, dass sich das Angebot an der Nachfrage ausrichtet.
Gibt es irgendwelche Risiken oder Nachteile, die ich nicht
erkenne? Bitte klärt mich doch mal auf!
Wenn sich jemand „Sachverständiger“ nennt und dann auch noch Gutachten erstellt, für die er ein Honorar bekommt, muß er für das Ergebnis gerade stehen und bei Fehlern dafür haften. Vielleicht ist das der Grund.
Es wird unheimlich gut bezahlt im Verhältnis dazu, wieviel
Arbeit es, 90 % der Gutachten ist nur Fleißarbeit und dann ein
bisschen Berechnung.
Es erscheint mir nicht ganz so einfach wie es hier dargestellt wird…
Ich frage mich also, bzw. euch hier,
wieso das dann nicht mehr Leute anbieten.
Sozusagen als „Lizenz zum Gelddrucken“?
Gibt es irgendwelche Risiken oder Nachteile, die ich nicht
erkenne? Bitte klärt mich doch mal auf!
Ich will es versuchen. „Die Leute“ zahlen nicht gerne für etwas, was einfach erscheint und dann verhältnismäßig viel Geld kostet, also wird versucht, möglichst kostenlos an diese Informationen zu kommen. (Nicht umsonst gibt es auch hier sehr viele Anfragen zu diesem Thema.)
Außerdem wird es von der Anzahl her nur verhältnismäßig wenig Situationen zu geben, in denen ein Wertgutachten benötigt wird.
Somit scheint sich der Markt über die Nachfrage zu regeln.
„Sachverständiger“ darf sich ja jeder nennen und wenn man dann
noch ein abgeschlossenes Studium in Architektur oder
Bauingenieurwesen hat, könnte man doch ohne weiteres
Immobilienwertgutachten anbieten.
Genau von diesen „Sachverständigen“ gibt es schon zuviele. Glauben sich aus zu kennen, nur weil sie ein paar Zahlen addieren und irgendwelche Sachwerte ermitteln „können“.
Sobald jemand ein Gutachten erstellt und dieses auch so nennt, ist dieser jemand voll haftbar. Und hier liegt enormes Potential - für die Kunden des Sachverständigen. Weil…
… wer will ein Gutachten und bezahlt dafür? Der der Verkauft um ein positives Verhandlungsargument zu haben! Was wenn der Markt das nicht hergibt und sich kein Käufer zum Gutachterwert findet? Evtl Haftung!!! Noch besser, die Immo wird zum Gutachterwert verkauft und es stellt sich raus, dass der Markt hier mal locker 30 oder 50 Tsd. drüber liegt. Da wird die Luft für den Gutachter „eng“.
Die meisten Archtiketen oder Bauing. machen deshalb nur sogenannte Wertschätzungen … das ist dann schon was anderes (und bei den Preisen natürlich auch)
Nur weil sich jemand „Sachverständiger“ nennt, laufen einem die Kunden nicht die Tür ein! Hier muss sich erst am Markt bewiesen werden. Siehe Pkt. 1.
Ebenso wird eine entsprechende Qualifikation von Kunden auch schon hinterfragt.
Kaum ein Kunde ist bereit die Mondpreise eines angeblichen SV zu zahlen.
Ich freue mich jedes mal wenn die „Gutachten“ für Finanzierungsanfragen genutzt werden sollen. Die meisten sind übel und keinen Preis wert. Das kann ein Eigentümer mit ein bisschen Recherche meist sogar besser - weil er das Umfeld eher kennt!
Es kann nicht jeder einfach ein rechtverbindliches Gutachten erstellen. Wertgutachten werden zum Beispiel für Zwangsversteigerungen als wesentliche Grundlage für die Verhandlungsbasis benötigt. Das darf keiner machen, der einfach nur bauingenieurwesen oder Architektur studiert hat.
Es gibt einen so genannten Gutachterausschuss, der beim Kreis bzw. bei der kreisfreien Stadt sitzt, der das bestimmt, wer Gutachten erstellen darf, welche öffentlichen Glauben genießen.
Und so wenig Arbeit ist es wirklich nicht. Eine Schätzung (von wegen m² Wohnfläche multipliziert mit dem Durchschnittswert) ist da etwas ganz anderes und viel einfacher.
Ich weiss nicht, ob du dir mal ein solches Wertgutachten durchgelesen hast, und mal darauf geachtet hast, was alles berücksichtigt wird?! Baulasten, Belastungen des Grundstücks, Bebaubarkeit des Grundstücks, Lagenzuschlag oder Nachlass, Art der Baustruktur, Schäden, Erschließungszustand, Begünstigungen für das Grundstück, und und und… Jetzt versuch mal als Anfänger alle Zeugnisse dafür zu beantragen. Wer verwaltet was? Es ist wirklich nicht so einfach, wie es scheint. Und vor allem ist es aufwändig.
Ich frage mich also, bzw. euch hier,
wieso das dann nicht mehr Leute anbieten.
Weil diese Gutachten den Käufern und Verkäufern nichts bringen (Ausnahmen im Bereich ZV und einige wenige Bankgeschäfte sind gegeben).
Kein Käufer, der noch bei Trost ist, lässt sich von einem Wertgutachten beeindrucken, wenn er um die Ecke das gleiche Haus für 20% weniger bekommt.
Kein Verkäufer, der noch bei Trost ist, lässt sich von einem Wertgutachten beeindrucken, wenn seine Käufer um die Ecke das gleiche Haus für 20% weniger bekommen.
etc.pp.
Oft tauchen diese Gutachten mit schöner Regelmäßigkeit bei verzweifelten Verkaufsversuchen als Rechtfertigung für einen zu hohen Preis auf. Schön blöd, wer darauf hineinfällt.
Im Prinzip richtig.
Lediglich zur Stellung des Gutachterausschusses wäre anzumerken, dass dieser lediglich die Bodenrichtwerte und andere statistische Werte ermittelt. Ansonsten hat er mit dem Spiel nichts zu tun. Er ist auch nichts anderes als ein staatl. zugelassener Gutachter. http://de.wikipedia.org/wiki/Gutachterausschuss