Monopolstellungen sind nicht immer verboten. In Österreich gibt es zum Beispiel eine Regelung, die Monopole bestehen lässt, wenn sich daraus ein gesellschaftlicher Vorteil ergibt - so wie es bei Medikamenten ja durchaus der Fall ist.
Wenn der Monopolist Aussicht auf höhere Gewinne hat, wird er viel mehr daran setzen, die Entwicklung des Medikaments voranzutreiben. Und weil davon die gesamte Öffentlichkeit profitiert (durch neue, bessere Meds), sind Monopole hier erlaubt (bzw. geduldet).
Der Staat hat dabei nachträglich noch die Möglichkeit zur Regulierung - indem er einfach einen Höchstpreis für ein Medikament festsetzt. Der darf allerdings nicht so niedrig sein, dass das Unternehmen Verluste macht und die Forschung einstellt. Andererseits sollen die Konsumenten auch nicht zu viel bezahlen müssen. Ideal gesetzt, wenn ich mich richtig erinnere, ist der Regulierungspreis bei den Durchschnittskosten des Unternehmens für die Produktion des Medikamentes.
Zu der ursprünglichen Fragestellung - diesmal aus volkswirtschaftlicher Sichtweise:
ob die Nachfrage nach einem Medikament elastisch oder unelastisch ist, hängt - wie bereits von jemandem vor mir erwähnt - davon ab, ob es Substitute (also gleichwertige Meds mit ähnlicher Wirkung) am Markt gibt.
Ist die Nachfrage unelastisch (sprich: es gibt KEINE ähnlichen Meds), liegt eine Monopolstellung vor.
Der Monopolist wird aber den Preis nicht unbegrenzt in die Höhe treiben können. Wenn er zu viel verlangt, wird niemand mehr das Medikament kaufen (auch nicht wenn die Nachfrage sehr preisunelastisch ist und man es unbedingt benötigt), weil er es sich schlicht und einfach nicht leisten kann. Die Bank gibt irgendwann keinen Kredit mehr, man ist pleite, was auch immer.
Jetzt gehe ich mal von der Sicht des Monopolisten aus:
ich habe ein Medikament, dessen Entwicklung mich viel gekostet hat. Logischerweise will ich es teuer verkaufen, aber nicht so teuer, dass es niemand mehr kauft. Das Problem lautet also: wie teuer darf ich es verkaufen, damit ich den maximalen Gewinn mache?
Daher muss der optimale Preis und die optimale Menge bestimmt werden, mit denen der Gewinn maximiert wird.
Der Gewinn ist dort am größten, wo die Grenzkosten dem Grenzerlös entsprechen.
Grenzkosten…Die Kosten, um eine weitere Einheit des Medikaments zu produzieren. Entspricht der ersten Ableitung der Kostenfunktion.
Grenzerlös…Den Erlös, der mit dem Verkauf einer zusätzlichen Einheit erzielt wird.
Die Nachfragefunktion entspricht hier dem Durchschnittserlös (Erlös durch die Menge). Das heißt, man muss wieder mit der Menge multiplizieren, um zum Erlös zu gelangen.
Der Grenzerlös ist dann die erste Ableitung daraus.
So, ich hoffe, das war jetzt nicht zu ausführlich 