Wieso nur noch antibiotikum ?

hallo

komme gerade vom arzt. habe ein schweren husten und als genesungsmittel bekamm ich, mal wieder, antibotika verschrieben.

wieso wird eigentlich nur noch alles mit antibotikum behandelt ? meine letzten 4 wehwehchen wurden allesamt mit antibotikum behandelt ( meist schwere grippe ).

gibts sonst keine mittel mehr ? kann doch nicht gesund sein immer nur das zeug zu schlucken.

ich mein es hilft ja immer, aber irgendwie muss es doch andere sachen geben.

früher , ohne antibotika, ging es doch auch

mfg

Hallo!

Es gibt soooooo viele andere Medikamente, ausser Antibiotikum.
Ich würde mal den Arzt wechseln.
Das ist auf Dauer absolut nicht gut!

LG!

Hi,

meine Oma sagt immer: Eine Grippe dauert mit Medikamenten eine Woche und ohne sieben Tage.

Die Menschen sind in unserer heutigen Leistungsgesellschaft einfach nicht mehr in der Lage, sich einfach mal eine Woche hinzulegen, Tee zu trinken und abzuwarten. Stattdessen rennt jeder sofort zum Arzt, damit der einen so bald wie möglich wieder aufpäppelt.

Bei Husten schone ich mich immer und trinke abends etwas Hustensaft, um den Hustenreiz für die Nacht zu unterdrücken, damit ich ruhig schlafen kann.

Einfach mal ein bisschen ausspannen ; )

Grüße
Liete

sowas sagte ich meine arzt auch immer.

aber dieser meint das die gefahr des verschleppens oder das es chronisch wird, auf die lunge geht oder am ende aufs herz riesengross ist.

ein „altmodisches“ ausheilen hilft hier kaum noch.

das antibotikum sorgt dafür das alle keime und bakterien sterben und so wieder alles ok wird.

klingt logisch, aber bei jeder krankheit nur noch antibotika ?

wundermittel
hallo

einer meiner freunde studiert medizin.

er meinte mal das antibiotikum ein „wundermittel“ ist.

es ist gegen alles einzusetzen und hilft auch dagegen. es reinigt den körper von allem ( bakterien, leider aber auch die guten ).

es sollte eigentlich nur in ausnahmefällen verschrieben werden.

wenn dein arzt das so oft tut würd ich darauf bestehen was anderes zu bekommen. oder eine andere meinung einholen.

laut meinen freund sollte ein mensch in seinem leben vielleicht 10 mal mit antibiotika behandelt werden, aber nicht andeuernd.

die gefahr des immun werdens besteht halt immer.

dann bringt auch das wundermittel nichts mehr

dein arzt hat recht !
duch eine verschleppte bronchitis hat sich bei mir mal ein asthma aufgepfropft - dann lieber ne woche antibiotikum und gut ist !

Hi

Ist doch Unsinn, das was im Volksmund Grippe heißt sind meist Virusinfektionen und da hilt Antibiotikum absolut gar nicht, sondern schwächt durch die negative Wirkung auf Darm etc. evtl. sogar noch.

Antibiotika sollten nur verschrieben werden wenn wirklich ein bakterieller Infekt vorliegt und nicht als giftiges Placebo!

lg
Kate

Mh,

meine Oma sagt immer: Eine Grippe dauert mit Medikamenten eine
Woche und ohne sieben Tage.

bist du sicher? Das sagt man über den grippalen Infekt, und das ist eine banale Erkältung. Eine richtige Grippe muss behandelt werden, u.a. mit Antibiotika, damit man zum Beispiel eine Lungenentzündung behandelt bzw. vermeidet.

Ich bekomme gerade Antibiotike gegen Bronchitis - hab ich einmal ohne versucht und bin in die Lungenentzündung gerutscht. Da hab ich die dann aber ganz flott genommen. Erst hatte ich nur Husten - da würd ich auch nix nehmen. Aber wenn der nicht weggeht, tiefer wird und eben zur Bronchitis wird …

Gruß
Cess

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Versteh ich nicht:

wieso wird eigentlich nur noch alles mit antibotikum behandelt
? meine letzten 4 wehwehchen wurden allesamt mit antibotikum
behandelt ( meist schwere grippe ).

schwere Grippe bezeichnest du als Wehwehchen? Du scheinst häufiger schwere Infekte zu haben, die werden halt in der Regel mit Antibiotike behandelt, um Schlimmeres zu vermeiden und Bestehendes zu behandeln. Hast du jetzt wirklich „nur“ einen Husten oder hat der sich schon zur Bronchitis ausgeweitet? Was genau hat dein Arzt gesagt?

gibts sonst keine mittel mehr ? kann doch nicht gesund sein
immer nur das zeug zu schlucken.

Sicher nicht, man sollte mal an die Ursache ran, warum dein Immunsystem im Eimer zu sein scheint.

ich mein es hilft ja immer, aber irgendwie muss es doch andere
sachen geben.
früher , ohne antibotika, ging es doch auch

Nein, ging es nicht. Guck dir mal die Sterberaten z.B. zur Grippe vor Antibiotika an.

Gruß
Cess

Danke für diesen Beitrag, du sprichst mir aus der Seele.

Gern werden sogenannte Breitbandantibiotika verschrieben, die machen so ziemlich alle Bakterien platt.
Häufig ist eine gezielte Antibiose sinnvoll, bei der zunächst ein Abstrich genommen wird, dieser auf die Keimart untersucht wird und dann kann man diese Erreger recht speziell bekämpfen. Das ist aber praktisch - aus welchen Gründen auch immer - nicht immer umzusetzen.

Die Angabe der zehn Antibiotikaeinnahmen im gesamten Leben halte ich für unkorrekt. Wenn man sie braucht, sollte man sich nicht scheuen, sie zu nehmen. Natürlich darf man sie nicht ständig zu sich nehmen wie die Cornflakes zum Frühstück…

Für den UP: Wenn du nun schon angefangen hast, sie zu nehmen, musst du die Therapie auch wie verordnet zu Ende führen. Dem Therapievorschlag deines Arztes werde ich mich gewiss nicht entgegenstellen.

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Mh,

meine Oma sagt immer: Eine Grippe dauert mit Medikamenten eine
Woche und ohne sieben Tage.

bist du sicher? Das sagt man über den grippalen Infekt, und
das ist eine banale Erkältung. Eine richtige Grippe muss
behandelt werden, u.a. mit Antibiotika, damit man zum Beispiel
eine Lungenentzündung behandelt bzw. vermeidet.

Da der UP über „Wehwehchen“ klagte, lag der Verdacht nahe, dass hiermit der volksmündlich gebrauchte Begriff der Grippe genannt war, also der grippale Infekt.

Ich bekomme gerade Antibiotike gegen Bronchitis - hab ich
einmal ohne versucht und bin in die Lungenentzündung
gerutscht. Da hab ich die dann aber ganz flott genommen. Erst
hatte ich nur Husten - da würd ich auch nix nehmen. Aber wenn
der nicht weggeht, tiefer wird und eben zur Bronchitis wird

Ich habe nie davon gesprochen, den Arztbesuch auszusetzen. Wenn man sich nicht sicher ist, ob man ernsthaft erkrankt ist oder nicht, sollte man selbstverständlich Rücksprache mit einem Mediziner halten.

Grüße
Liete

Hallo,
manches hört sich hier ein wenig unscharf an.
Das wurde hier schon zig mal erklärt, aber seis drum noch mal:

Antibiotika werden gegen Bakterien eingesetzt. Sie helfen selbstverständlich nicht „gegen alles“, noch nicht mal gegen alle Bakterien.

Gegen eine Grippe bringen sie gar nichts. Manchmal werden Antibiotika auch bei viralen Infekten wie Grippe gegeben, um eine nicht seltene zusätzliche bakterielle Infektion zu vermeiden. Bei Menschen mit bestimmten Herzfehlern wird dies fast regelmäßig gemacht.

Idealerweise sollte vor dem Einsatz eines Antibiotikums der Erreger bestimmt werden, da dies aber einige Zeit dauert, wird oft auch auf Verdacht behandelt.

Gruß
Werner

Hallo,
es gibt ja auch sohne Ärzte und solche :wink:
Ich kenne ebenfalls Ärzte, die bei jedem Infekt Antibiotika verschreiben, und auch welche, die erstmal andere Therapien ausprobieren, denn nicht jeder Infekt hat Bakterien dabei.

Ich benutze als „Antibiotikum-Ersatz“ Propolis zur Eigentherapie, seitdem habe ich keinen Arzt mehr zur Infektbehandlung benötigt.

Beatrix

Hi,

muss an deinem Arzt liegen. Ich würde mir ehrlich gesagt einen anderen suchen, denn es ist tatsächlich nicht so sonderlich gut ständig Antibiotika zu schlucken. Erstens geht das auf den Magen und zweitens besteht die Möglichkeit, dass es mit der Zeit immer schwieriger wird ein Antibiotikum zu finden, was bei dir auch anschlägt.

Gruß

Samira

Hallo

Ich vermute als Laie, das Deine letzten 4 „Wehwehchen“ nicht alle eine echte schwere Grippe waren, sondern höchstens grippale Infekte.

Wenn Du einen starken Husten hast und Du deswegen zum Arzt gehts, solltest Du Antibiotika akzeptieren. Die Nebenwirkungen sind meist nicht so stark und man denke auch daran, das Viren und Bakterien zusammen eine stärkere Wirkung haben können.
Sollte man Probleme mit der Darmflora haben, gibts auch gute Mittel, um das dann neue Problem zu beheben.

Für die Anwendungen, für die es Antibiotika gibt, gibt es keine anderen Mittel. Früher hatte man ohne Antibiotika zwar auch etwas gemacht, aber es hat nicht so geholfen und früher sind auch viele Leute an Sachen wie TBC und heute harmlos gewordenen Infektionen gestorben.

Bei grippalen Infekten kann man mit manchen Mitteln die Symptome unterdrücken und so die Atemwege frei machen, bzw. auch den Schleim dünnflüssig machen oder auch Kopfschmerzen behandeln. Es gibt auch noch entzündungshemmende Mittel auf Enzymbasis und fiebersenkende Mittel.
Wenn Dein Arzt jedoch sicher gehen möchte, gibts eben Antibiotika, und der Arzt wird auch Deine Lunge bzw. Bronchien einmal abgehört haben.

Als Tip habe ich noch, einmal darauf zu achten, ob es nicht irgendwo eine Entzündungsquelle gibt.
Das wären insbesondere schlechte oder schlecht geflickte Zähne.
Die Hausärzte können die Zähne einfach nicht so überprüfen wie die Zahnärzte und ein schlechter Zahn ist ein enormer Bakterienherd.

Es könnte auch sein, das sich jemand schlecht ernährt und etwas mehr Vitamine gebrauchen kann.
Die gesamte Konstitution, also Durchblutung und Kreislauf z.B. spielt eine Rolle.
Milieubedingt kann man sich auch immer wieder eine Erkältung holen.
Allzu trockene Luft, Menschenansammlungen, infektiöse Stäube und dergleichen fallen mir als mögliche Ursache ein.

Wenn Du glaubst, bei Dir ist aber alles in Ordnung, und Du müßtest eventuell mehr Widerstandskräfte aufbauen, dann kannst Du ja warten, bis Du Fieber hast, oder der Husten recht stark wird, und dann erst zum Arzt gehen. In diesem Fall hast Du etwas Zeit, um Antikörper zu bilden und kannst auch noch zum Arzt gehen, wenn es nicht mehr geht.
Allerdings könnte es Mitmenschen auf die Nerven gehen, ständig angehustet zu werden. Das letzte ist aber nur meine Vermutung.

MfG
Matthias