Wieviel Bio muß sein?

Hallo,

meine Tochter (7 Monate) bekommt sein einiger Zeit mittags einen Gemüsebrei. Bisher habe ich nur mit Bio-Gemüse gekocht oder wenn es gar nicht anders ging ein Gläschen gegeben.
Einige Mütter aus meinem Bekanntenkreis kochen auch den Brei selbst, aber mit „normalen“ Gemüse aus dem Supermarkt.
Irgendwie bin ich hin und her gerissen.
Das Bio-Gemüse ist schon um einiges teuerer (man merkt es vor allem, wenn nur noch ein Verdienst da ist), aber ist es um so vieles besser für mein Kind?

Fleisch würde ich ihr wirklich nur vom Bio-Bauern geben, aber ist das auch wirklich beim Gemüse so notwendig?

Vielen Dank für Eure Tipps und Ratschläge

Vielen Grüße

Kerstin

P.s. Meine Tochter ist allergiegefährdet

Hi,

in Hamburg und Umgebung gibt es viele Bauern die eine „Grüne Kiste“ anbieten. Die Bauern vermarkten so ihr eigens Obst, Gemüse (zum Teil auch Fleisch und Milchprodukte) zu nahezu den gleichen Preisen wie der „normale“ Supermarkt.

Bei unserem ist es so, dass man eine mindest- Bestellmenge (10,-Euro/Woche) nehmen muss und dann wöchentlich die Produkte aus der jeweiligen Jahreszeit bekommt. Sollte man etwas nicht mögen oder brauchen kann man es gegen andere Produkte austauschen oder ggf. mit den Nachbarn teilen.

So viel zum Thema sparen. Ob es wirklich nötig ist ein Kind mit reinen „Bio-Produkten“ zu ernähren bezweifle ich persönlich schon. Wenn man im Supermarkt ein bisschen aufpasst was man kauft und sich nicht scheut auch mal nachzufragen, dann denke ich ist die Qualität nicht viel besser oder Schlechter wie in vielen Bioläden (schließlich kauft man hier ja nicht nur frische Produkte sonder bezahlt auch für sein gutes Gewissen).

Viele Grüße
Me

Kompromiss
Hi!

meine Tochter (7 Monate) bekommt sein einiger Zeit mittags
einen Gemüsebrei. Bisher habe ich nur mit Bio-Gemüse gekocht
oder wenn es gar nicht anders ging ein Gläschen gegeben.

Finde ich in Ordnung so. Vergiss nicht, etwas Öl mit rein zu geben, damit dein Baby auch alle Vitamine aufnehmen kann. Es eignet sich z. B. Maiskeimöl oder Mandelöl.

Einige Mütter aus meinem Bekanntenkreis kochen auch den Brei
selbst, aber mit „normalen“ Gemüse aus dem Supermarkt.
Irgendwie bin ich hin und her gerissen.

Ich habe meiner Tochter (die Neurodermitis hat und unter anderem keine Kuhmilch verträgt) den Sommer über auch Bio-Gemüse gemacht, allerdings habe ich darauf geachtet, Bio-Produnkte nach Demeter zu kaufen. Kurz gefasst haben die höhere Auflagen, z. B. muss der Boden einige Jahre Erholungspause machen, bevor überhaupt angepflanzt werden darf, ect. Du kannst ja im Net mal bisschen dazu recherchieren. Bei „normalem“ Bio-Gemüse kann es passieren, dass zwar nicht gespritzt wird, aber die Pflanzen im „verseuchten“ Boden wachsen. Im Winter, als der Stand auf dem Markt nicht war, hab ich auch „normales“ Gemüse und Obst gekauft. Ich denke, wichtiger als nur auf Bio zu schauen, ist, auf die Umschlagshäufigkeit zu achten. D. h. ich nehme lieber frisches Obst, das auch so aussieht in einem Laden, wo viel gekauft wird, als Gemüse, das zwar „Bio“ ist, aber schon tagelang rum liegt, weil so wenig danach verlangen.

Das Bio-Gemüse ist schon um einiges teuerer (man merkt es vor
allem, wenn nur noch ein Verdienst da ist), aber ist es um so
vieles besser für mein Kind?

Kenne ich. Ob es um soo vieles besser ist, kann dir wahrscheinlich niemand objektiv sagen. Ich selbst habe ein besseres Gefühl dabei. Deshalb bekommt meine Tochter ÜBERWIEGEND, aber nicht nur Bio-Demeter-Kost.

Fleisch würde ich ihr wirklich nur vom Bio-Bauern geben, aber
ist das auch wirklich beim Gemüse so notwendig?

LG, Iris

Hallo Kerstin!

Ich denke, wenn ein Wochenmarkt mit Produkten aus der eigenen Region in der Nähe ist, würde ich dort zumindest Kartoffeln und saisonales Obst und Gemüse kaufen. Hofläden sind auch eine gute Adresse, dort kommen die Produkte vom Feld auf den Verkaufstisch.

Solange, wie es nicht im Dezember Erdbeeren oder sonstige Exoten sein müssen, darf man m.E. auf die Landwirte in Deutschland vertrauen.

Mir wäre für mein Kind die Frische der Produkte wichtiger, und ob das Obst oder Gemüse kurze Wege hinter sich hat, statt es im Kühl-LKW aus Südeuropa oder sonstwo heranzukarren.

Naja, mal abgesehen von Apfelsinen und Bananen *g*, aber die würde ich zuvor heiß abwaschen und dann erst schälen.

Angelika

nein!
hallo ihr zwei,

Ich denke, wenn ein Wochenmarkt mit Produkten aus der eigenen
Region in der Nähe ist, würde ich dort zumindest Kartoffeln
und saisonales Obst und Gemüse kaufen. Hofläden sind auch eine
gute Adresse, dort kommen die Produkte vom Feld auf den
Verkaufstisch.

„regional“ heißt nicht automatisch „gut“!
ich schreibe dies, weil ich weiß: „kleine örtliche bäckerei“ ist nicht besser als „brotfabrik“.

Solange, wie es nicht im Dezember Erdbeeren oder sonstige
Exoten sein müssen, darf man m.E. auf die Landwirte in
Deutschland vertrauen.

keinesfalls!

Mir wäre für mein Kind die Frische der Produkte wichtiger, und
ob das Obst oder Gemüse kurze Wege hinter sich hat, statt es
im Kühl-LKW aus Südeuropa oder sonstwo heranzukarren.

die kurzen wege unterschreibe ich dir. wobei „kurz“ wirklich die region meint.

Naja, mal abgesehen von Apfelsinen und Bananen *g*, aber die
würde ich zuvor heiß abwaschen und dann erst schälen.

bananen nur bio! orangen ebenfalls, und nur in der saison.

ganz streng :wink:
i.

Hallo Kerstin,

Ich kochte auch nur Gemüse aus dem Bioladen, testete aber mit Nitratstäbchen von Greenpeace. Durch die Düngung mit Schweinemist schnitt das Biogemüse z. T. schlecht ab.

Von Öko-Test gab es ein Büchlein für Kleinkinder. Dort wurde Gläschennahrung getestet. Teilweise war Hipp und Alete besser, als Biogläschen.

Die Gläschen sind sogar recht vitaminreich, da alles sofort nach dem Ernten verarbeitet wird.

Schau mal da rein

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Diphda