Wenn man sich um eine Arbeitsstelle bewerben möchte, die für einen relatives Neuland ist, obwohl im erlernten Beruf, wie kann/soll man eigentlich ein erwünschtes Gehalt einschätzen?
Oftmals bitten die Unternehmen ja um die Angabe der Gehaltsvorstellung bei Bewerbungen. Frag mich nur eben wie sagen wir mal z. B. ein Arbeitnehmer einer kleinen Hinterhof KFZ-Werkstatt es nun einschätzen soll, wieviel er bei einer Bewerbung bei Porsche „verlangen“ darf.
Habt ihr da besondere Tricks auf lager? Anrufen und nachfragen, wieviel man verlangen darf, wäre ja wohl das denkbar schlechteste
Wenn man sich um eine Arbeitsstelle bewerben möchte, die für einen relatives Neuland ist, obwohl im erlernten Beruf, wie kann/soll man eigentlich ein erwünschtes Gehalt einschätzen?
Zuerst einmal sollte man sich an verfügbaren Indizes der Branche orientieren, es macht keinen Sinn auf eine 22000€ Stelle mit einem Gehaltswunsch von 50000€ anzufragen, nur weil man ach so gut ist.
Frag mich nur eben wie sagen wir mal z. B. ein Arbeitnehmer einer kleinen Hinterhof KFZ-Werkstatt es nun einschätzen soll, wieviel er bei einer Bewerbung bei Porsche „verlangen“ darf.
Dabei gibt es viele Faktoren.
Die Unternehmensgröße spielt tatsächlich ein Gewicht, da ein Kleinunternehmen im Normalfall geringere Spielräume hat.
Tendentiell sollte das Gehalt allerdings primär an diesen Faktoren orientiert werden:
Was ist für diese Position üblich?
Wenn ich einen Bekannten in vergleichbarer Position kenne, und der mir von seiner letzten Gehaltserhöhung auf €37000 erzählt, werde ich wohl mit etwas zwischen €35000 und €38000 nicht schlecht liegen.
Was ist für meine Leistung in dieser Position angemessen?
Bin ich „grundsätzlich qualifiziert“, dann am unteren Ende einsteigen, eher bei 35k denn das Unternehmen investiert ja auch in mich.
Bin ich „Experte/Spezialist“, dann eher am oberen Ende, also €38k denn ich bringe alles mit, was das Unternehmen braucht.
Wie sieht meine derzeitige Situation aus?
Bin ich „vollzeitig arbeitssuchend“ (d.h. arbeitslos), sollte ich kleinere Brötchen backen, denn Not macht erfinderisch. Im Beispiel sollte ich dann evtl. bei 32k anfangen.
Bin ich „auf der Suche nach Perspektiven“ (d.h. fest angestellt) macht ein Wechsel wenig Sinn, ohne mich zu verbessern. Dann wäre das Gleiche, was der Kollege bekommt, der Anreiz… die 37k
Hat der Konzern dringenden Bedarf und mich kontaktiert obwohl ich fest angestellt bin, dann darf ich pokern: 40k sind nicht unverschämt, man läßt ja mit sich reden…
Als Basis gibt es genügend Indizes, wenn es sich um eine Stelle im Tariflohn handelt, dürfte die zuständige Gewerkschaft schon mal ein guter Ansprechpartner sein, bei nicht tariflichen muss man wohl Tante Gugel bemühen