Wieviel Geld schenken?

Hallo

wir sind am WE auf ner Hochzeit eingeladen bei guten Freunden. Nun ist es so, das wir eine sehr weite Anreise haben (400km) und auch eine Übernachtung in einer Pension bevorsteht. Einige Gäste haben abgesagt weils denen zu weit zum fahren ist. Dazu kommen auch Kosten für etwas neue Kleidung die wir uns angeschafft haben. Das ganze wird also nicht gerade billig für uns.

Nun zur eigentlichen Frage. Ich bin der Meinung das 50 Euro als Hochzeitsgeschenk absolut ausreichend sind (sind immerhinn 100 Mark). Meine Freundin denkt das sei zu wenig und es sieht geizig aus.

Was meint Ihr?

Grüße vom schuh

PS. die beiden sind keine „Geldgeier“

Hallo,

ich finde auch das das ausreichend ist, vielleicht 60€ und gut ist.
Da ihr noch die Anreise und die Kosten der Pension übernehmen müßt ist das ok.
Viel Spass Manu

Hi schuh,

naja, das mit dem „richtig“ ist immer so ne Sache :wink: Es ist einfach ein Unterschied ob Ihr als Millionenerben bei Armschlucks zu Gast seid (dann würde „mehr“ erwartet) oder ob Ihr als Armschlucks zu Millionärs kommt (dann würde „weniger“ erwartet). Seid Ihr finanziell etwa gleichgestellt und es gibt auch keine Vergleichswerte (was also die Euch zur Hochzeit geschenkt haben *fg*) und gibt es auch kein „besonderes“ Verhältnis (Familie, Trauzeuge, Taufpate oder sonstwas) würde ich die goldene Regel von meiner Mama anwenden „Man schenkt das, was man auch verbraucht“. Also für den Imbiss am Dönerstand vielleicht weniger als für die dreitägige Luxusparty im Edelschloss :wink: Aber gehen wir mal vom „normalen“ Abend aus würde ich 25 Euro pro Nase doch für eher knapp rechnen…

*wink*

Petzi

Umstandsabhängig
Hallo,

Das hängt natürlich und vor Allem davon ab, wieviel du dir leisten kannst !!! (Wenn du zB Arbeitslos bist, können 10€ auch schon viel sein).
Ohne deine Situation zu kennen, würde ich mal behaupten, 50€ sind völlig ausreichend.

Gruß
Sticky

Servus,

würde
ich die goldene Regel von meiner Mama anwenden „Man schenkt
das, was man auch verbraucht“. Also für den Imbiss am
Dönerstand vielleicht weniger als für die dreitägige
Luxusparty im Edelschloss :wink: Aber gehen wir mal vom
„normalen“ Abend aus würde ich 25 Euro pro Nase doch für eher
knapp rechnen…

Genau das hätte ich auch geraten!

25 Euro pro Nase… Je nach dem was geboten ist, ist das wirklich recht knapp.
Was ihr sonst noch an Kosten habt, Anreise, neue Klamotten etc. ist eurer „Privatvergnügen“. Immer beachten: ihr seid nicht verpflichtet auf die Hochzeit zu gehen!
Rechne mal zusammen was geboten wird: nach der Trauung Sektempfang? Mittagessen? Nachmittags Kaffee & Kuchen? Abends Buffet? Getränke? Mitternachtsimbiss?
Vielleicht als Rechengrundlage: Was lasst ihr liegen wenn ihr zu zweit mal so in aller Ruhe schön Essen geht? Falls Mittagessen UND Abendessen bei der Hochzeit dabei sind das ganze mal zwei.

Meine eigene Hochzeit ist zwar schon etwas her (14 Jahre), aber 50 Mark pro eingeladene Nase hat selbst damals nicht ausgereicht. Und wir hatten garantiert keine Nobelhochzeit!

Anders sieht es natürlich bei knappen Einkommen / Arbeitslosigkeit etc. aus…

Grüße von
Tinchen

Hallo

ich denke ich werde etwas mehr geben als ursprünglich geplant. Es wird ne Menge zu essen un dzu trinken geben. Außerdem feiern sie in nem mächtig feinen Schuppen. Ach was solls, das Geld muss unter die Leute :smile:

Danke für Eure Statements

tschö vom schuh

Servus Schuh,

ich mach jetzt grad mal den advocatus pauperum:

Da denk ich jetzt grade an die insgesamt bloß drei Hochzeitsfeiern, die mir (als Gast) in dauerhafter Erinnerung geblieben sind. Bei allen dreien gab es in den jeweiligen Festlokalen eine „freie Bühne“. Bei zweien davon haben wir nicht besonders wertvoll geschenkt - eine davon war mit der Anreise von Mainz nach Orange (Südfrankreich) verbunden, bei der anderen wars grade ziemlich eng in der Kasse. Bei diesen beiden haben wir zugesehen, einigermaßen sorgfältig erarbeitete Bühnenbeiträge zu bieten.

Bei den Franzosen (1) waren wir erstmal baff, wie da von abends achte bis morgens einse durchgehend Programm ausschließlich von Gästen gestaltet wurde und dachten erst, unsere kleine Moritat (ein französisches Volkslied zum Refrain-Mitsingen, umgetextet auf die Vorgeschichte der Brautleute) wäre unter „ferner liefen“ untergegangen. Es ward aber höchlich ästimirt, dass es sich um den einzigen deutsch-französischen Beitrag handelte, und beim zweiten Sohn wär ich beinah Pate geworden - er heißt Matthias, nach Matthias Erzberger.

Bei den Gerresheimern (2) trugen die Gesänge, Moritaten etc. von der durch die „Gegenschwieger“ vorher als etwas verknöchert-intellektuell angesehenen May-Sippe wesentlich zur allgemeinen Verschwisterung morgens um fünfe bei. Und siehe, jegliche Berührungsängste waren verflogen und die Feier hatte ihren Zweck erfüllt.

Bloß bei der dritten Feier, wo wir etwas teurer geschenkt haben und uns nichts Ordentliches für die Gestaltung des Abends haben einfallen lassen, hab ich hinterher ein blödes Gefühl gehabt.

Moral: Ich denke, alle, die eine Hochzeit ausrichten, wissen, dass das ungefähr so wirkt wie ein Volltreffer durch eine 20-Zentner-Bombe. Aber sie wollen es ja auch so. Wenn andererseits ein mehr oder weniger bedeutender Teil dazu beigetragen wird, dass das Fest wircklich ein Rauschendes wird, so ist das, meine ich, „immateriell“ ein paar Fuffies wert.

Schöne Grüße

MM

Klarer Fall:

Geldgeschenk erst danach an der „Abendkasse“ eintüten :smile:

würde
ich die goldene Regel von meiner Mama anwenden „Man schenkt
das, was man auch verbraucht“.

Notfalls würde ich mir noch die Ausgaben belegen lassen, bevor ich das Couvert verschließe *duckundweg*

®_ichard_

Hallo,

da ich gerade aus demselben Anlass „beschenkt“ wurde, hier meine Erfahrungswerte: von guten Freunden gab es 50 EUR pro Nase, und das, obwohl wir gar nicht gefeiert haben. Nein, wir sind keine Millionärs und kennen auch keine.

Wenn dort groß gefeiert wird, sind 50 EUR für 2 Leute etwas wenig. Wenn Ihr nicht so viel habt, werden sich Eure Freunde natürlich sicher auch über 50 EUR freuen, aber wenn es ums Prinzip geht, würde ich 50 EUR pro Person empfehlen.

Gruß,

Myriam