wir wollen nun unsere Abizeitung drucken lassen, und eine der Druckereien möchte uns Pagemaker für die Zeit zur Verfügung stellen, damit die Daten eben in diesem Format bei ihnen eintreffen.
Nun interessiert mich: Wieviel ist mit Pagemaker machbar? Ich habe schon eine Menge Erfahrungen gesammelt, mit herkömmlichen Vektor-Progs (Corel, Freehand) et cetera, nur nicht mit solchen Layout-Programmen. Was kann damit also angestellt werden? Inwiefern sind - wenn denn - kreativen Ergüssen Grenzen gesetzt?
Eine konkrete Frage: Kann man ein festes Seiten-Layout definieren, welches auf alle Seiten (bzw. immer einer Auswahl von Seiten) zugewiesen werden kann? Steht individuelle Seitennummerierung zur Verfügung?
Nun interessiert mich: Wieviel ist mit Pagemaker machbar? Ich
habe schon eine Menge Erfahrungen gesammelt, mit herkömmlichen
Vektor-Progs (Corel, Freehand) et cetera, nur nicht mit
solchen Layout-Programmen. Was kann damit also angestellt
werden? Inwiefern sind - wenn denn - kreativen Ergüssen
Grenzen gesetzt?
Vorsicht, vergleiche ein DTP-Programm nicht mit Zeichen- oder Malprogrammen. Die Aufgabe und dementsprechend die Moeglichkeiten sind ganz anders. In Pagemaker werden die Elemente gesammelt, zu einem Layout zusammengefuegt und fuer die Druckvorstufe vorbereitet. Alles, was nicht Text ist (ausser ein paar Linien oder so) kommen von anderen Programmen, z.B. Corel, Illu, Photoshop usw.
Dabei stellt sich dann auch die Frage, wie die Dateien angelegt werden, um sie problemlos in Pagemaker zu benutzen. Ich nehme EPS bei Vektorgrafiken und TIFs bei Bitmaps. Vorher schon in CMYK wandeln (falls farbig).
Eine konkrete Frage: Kann man ein festes Seiten-Layout
definieren, welches auf alle Seiten (bzw. immer einer Auswahl
von Seiten) zugewiesen werden kann? Steht individuelle
Seitennummerierung zur Verfügung?
Pagemaker bietet „Standardseiten“. Alles was auf diesen Seiten liegt, erscheint auf allen zugewiesenen Seiten. Es sind mehrere unterschiedliche Standardseiten moeglich, diese koennen beliebig zugewiesen werden.
Was meinst du mit „individueller Seitennummerierung“? In einem Dokument sind alle Seiten fortlaufend nummeriert, die erste Seite kann festgelegt werden (z.B. Seite 10, 11, 12 …). Ist das nicht gewuenscht, wird ueblicherweise mit unterschiedlichen Dateien gearbeitet, die zu einem „Buch“ in Pagemaker zusammengefasst und verwaltet werden koennen („kapitelweise“ arbeiten).
Falls eure Zeitung nicht aus 50 individuellen Postern besteht, ist ein Layoutprogramm die richtige Wahl, wobei Pagemaker passend ist, da es erstens von eurem Drucker empfohlen wurde und zweitens schneller zu lernen ist, als einige andere DTP-Programme (die evtl. aber „besser“ sind).
Mit dem Pagemaker ist alles möglich, was man in einer Abi-Zeitung braucht. Pagemaker ist das Pendant zu X-Press, das zu 95% in der Welt von Apple der Standard ist. Wir in der Werbeabteilung eines großen Industrieunternehmens arbeiten als Grafiker seit 12 oder 13 Jahren mit Pagemaker (die IT-Abteilung hat uns zu PCs verknackt wegen Hardware-Rochaden und Firewall usw.), mit dem wir Farbbroschüren mit Feindaten für die Druckereien vorbereiten. Wir positionieren Word-Dokumente, EPS aus Corel, Tiff-Bilder aus Photoshop, JPGs aus Digitalkameras … Alles in professioneller Qualität.
Was anderes: Habe in meinem Umfeld schon die tollsten Publikationen mit 32 oder mehr Seiten gesehen, die mit Corel hergestellt waren (als Grundlage für Copyshops z.B.). Pagemaker kostet nämlich ein bisschen mehr im Vergleich zu Corel - dürfte der Grund für die häufige Nutzung von Corel zum Publishing sein. Das ist mir doch glatt entgangen, dass Corel in einer aktuelleren Version (8.0 oder so) inzwischen auch schon ein Publishing-Programm ist und nicht nur für die Herstellung von Vektorgrafiken taugt. (Falls Du keine Zeit oder Lust vor dem Abitur hast, den Pagemaker zu lernen und Corel schon kennst - und die Druckerei mit Corel beim Ausbelichten keine Probleme hat.)
PageMaker ist zwar ein Auslaufmodell von Adobe (Nachfolger ist InDesign), die Software ist jedoch immer noch für alle gängigen Jobs tauglich (ich arbeite bis heute damit auf PowerMacintosh). Feste Seiten-Layouts (Basisseiten) sowie individuelle Paginierung sind möglich. Für kreative Designs benötigst Du jedoch zusätzlich ein echtes Grafikprogramm (Freehand). Dies gilt aber auch für alle anderen ähnlichen Softares (InDesign, Quark Xpress): Ein Ganzseiten-Layoutprogramm besitzt immer nur grafische Basisfunktionen, spezielle Designs müssen extern erstellt und z. B. als EPS-Files importiert werden. Für Fotos benötigst du zusätzlich ein Bildverarbeitungsprogramm (idealerweise Adobe Photoshop). WICHTIG: Ohne Handbuch / ohne fundamentale Vorkenntnisse im Desktop Publishing wirst Du auch beim relativ einfach gestrickten PageMaker schnell ins Chaos stürzen. Spätestens bei der Filmbelichtung in der Druckerei treten mit Sicherheit gravierende Probleme auf: PostScript-Fehler am laufenden Band, besonders unter Windows. Deshalb unbedingt Handbuch mitgeben lassen!!!
Der Pagemaker ist ein glücklicherweise „wiederbelebtes“ Auslaufmodell. Ich kenne Druckereien, Lithoanstalten usw., die sich alle sofort das Indesign zugelegt haben, um für Kundenaufträge gewappnet zu sein - gekommen ist großteils noch nicht ein einziger Auftrag in Indesign. Liegt z.T. daran, dass veränderungsunwillige Apple/Xpress-Nutzer nicht - wie von Adobe geplant - auf Indesign umgestiegen sind. Auch ist ziemlich schnell die Version 1.5 nachgereicht worden, weil die Basisversion offensichtlich nicht ganz ausgegoren war.
Für Pagemaker 6.5 gibt es - und das ist der Beweis für das Weiterleben-Dürfen - nun sogar die neue Rechtschreibung (mit Fehlern in der Art wie „Ans-tand“ - weil man ja jetzt st trennen darf - , die man auch im „Spiegel“ und anderen renommierten Zeitungen zu sehen bekommt). Ich werde den Pagemaker bis zur letzten Stunde nutzen - mehr als der kann, brauche ich nicht! (Letzte wichtige Schritte waren stufenlos drehbare Elemente, freie Umriss-Gestaltung über Kreis und Viereck hinaus und Vorbereitung für Belichtungsunternehmen, wo alle Verknüpfungen wie Grafiken, Bilder und Schriften automatisch dazugespeichert werden im Zielordner.)
Naja, wenn die Druckerei Pagemaker möchte, dann werden wir das schon hinbekommen. Noch einmal zur Seitennummerierung: Ich stelle mir vor, die Nummerierung speziell zu formatieren und die Ziffern an eine bestimmte Stelle zu bekommen. Ist DAS möglich? Eines noch: Die Software kommt doch wohl damit zurecht, dass die Seiten rechts und links jeweils ein ‚anderes‘ Grundlayout benötigen, oder?
BTW wie steht es um Einheit der Schriftformatierung und den Rahmen und Abstand beim Einbauen von Bildern in den Text (dass sich die Zeilen drumherum legen)?
Naja, wenn die Druckerei Pagemaker möchte, dann werden wir das
schon hinbekommen. Noch einmal zur Seitennummerierung: Ich
stelle mir vor, die Nummerierung speziell zu formatieren und
die Ziffern an eine bestimmte Stelle zu bekommen. Ist DAS
möglich?
Ja, du setzt das Paginierungszeichen auf die Standardseite, weisst das gewuenschte Format zu, und auf allen Seiten erscheint dann die Seitenzahl…
Eines noch: Die Software kommt doch wohl damit
zurecht, dass die Seiten rechts und links jeweils ein
‚anderes‘ Grundlayout benötigen, oder?
Klar
BTW wie steht es um Einheit der Schriftformatierung und den
?
Rahmen und Abstand beim Einbauen von Bildern in den Text (dass
sich die Zeilen drumherum legen)?
Falls du das meinst, fuer jedes Objekt (ausser „freiem“ Text)kann die Konturenfuehrung (also das Umfliessen durch Text) frei definiert werden.
Naja, wenn die Druckerei Pagemaker möchte, dann werden wir das
schon hinbekommen. Noch einmal zur Seitennummerierung: Ich
stelle mir vor, die Nummerierung speziell zu formatieren und
die Ziffern an eine bestimmte Stelle zu bekommen. Ist DAS
möglich? Eines noch: Die Software kommt doch wohl damit
zurecht, dass die Seiten rechts und links jeweils ein
‚anderes‘ Grundlayout benötigen, oder?
Du definierst die entsprechende Anzahl von Seiten beim Erstellen einer neuen Datei und Einzelseiten oder Doppelseiten. Dann erscheint unten links L und R, das sind die Standardseiten, auf denen Du jede für sich mit Standardelementen bestücken kannst. Du kannst auch Spaltenhilfslinien für links und rechts getrennt einstellen. Auf diesen Standardseiten kannst Du auch links LS hinschreiben, und rechts RS. Wenn Du diese LS bzw. RS in der Texteditierfunktion dunkel markierst und dann Steuerung/Hochstell/3 drückst, machst Du aus diesen zwei Buchstaben die Paginierung, wie Du auf den Seiten 1 bis … siehst. Diese Paginierung kann in allen möglichen und unmöglichen Formen definiert werden - nur die Drei-Tasten-Kombination musst Du einmal drüberlassen.
BTW wie steht es um Einheit der Schriftformatierung und den
Rahmen und Abstand beim Einbauen von Bildern in den Text (dass
sich die Zeilen drumherum legen)?
Du kannst unter Schrift, Textformate definieren die häufigsten Schriftarten und -größen definieren und mit Namen versehen. Unter Fenster, Schriftformate kannst Du das Formatfenster auf den Desktop rauslegen und jeden dunkel markierten Textblock (in der T-Funktion) mit Klick auf das entsprechende Format anpassen, ohne Schriftart, Schriftgröße, Blocksatz, schräg usw. jedesmal neu einzustellen. Unter Einstellung, Konturführung kannst Du einen markierten Rahmen mit verschiedenen Konturfunktionen ausstatten, damit die Schrift drumherumläuft