Ich hab im Archiv schon gestöbert, aber leider keine passende Antwort gefunden, daher frag ich nochmal.
Wir ziehen im Oktober in ein älteres Bauernhaus, welches mit einem Holz-/Kohlenofen beheizt wird.
Leider haben wir darin keinerlei Erfahrung, deshalb meine Frage:
Wieviel Meter Holz sollten wir uns kaufen für ein Jahr?
Wie sollte die Aufteilung sein zwischen Holz und Kohle?
Wie die Aufteilung zwischen Hart- und Weichholz?
Hier noch ein paar Daten:
Es handelt sich um einen gängigen (schon älteren) Holz-Kohleofen der zentral alle Heizkörper im Haus versorgt. Das Haus hat eine Wohnfläche von ca. 80 - 90 m², in jedem Zimmer befindet sich ein Heizkörper. Es handelt sich um einen Schwerkraft-Ofen, falls das von Bedeutung sein sollte.
Das Warmwasser wird ebenfalls über den Ofen geheizt, die Vormieter meinten, da reicht es wenn man alle 2 - 3 Tage mal ordentlich heizt.
Leider konnten uns die Vormieter zum Verbrauch nicht wirklich weiterhelfen, sie hatten sich 20 Meter Holz gekauft, davon aber einiges für Zaunbau, Stallungen usw. verwendet. Daher können sie nicht sagen, wieviel sie wirklich verheizt haben.
Mir kommt das auch etwas viel vor - wir hatten gedacht, so zwischen 10 und 15 m Holz zu kaufen und 500 kg Kohlen. Kommt das ungefähr hin?
Generell haben wir es schon gerne warm, wir würden also sicher gut heizen im Winter. Dazu kommt, dass wir beide ganztags berufstätig sind und somit nur morgens, mittags und dann abends halt „nachlegen“ könnten.
man kann nicht so genau sagen wieviel Holz man benötigt.
Kommt immer darauf an wie „warm“ ihr es wollt und wie
der Winter ist.
Also ich heize auch nur mit Holz. Gebe dir mal meine Daten durch.
Wohnfläche ca. 110 qm
Kachelofeneinsatz mit Wasserteil obenliegend durch Rauchgase beheizt.
Haus Baujahr 1958 mit neuen Fenstern aber ohne Dachisolierung
Beide Berufstätig und zwischen 7.30 - 17.00 keine Zuhause
Freundin die es leicht friert!!
Verbrauch in einem Jahr ca. 17 Ster
davon 2/3 Fichte und 1/3 Buche
Diesen Winter hat es super geklappt. Wir legen Abends immer Buche
nach wenn wir ins Bett gehen. In der Früh Fichte drauf und es brennt
weiter. Jetzt im Sommer (Wasserteil heizt Brauchwasser+Heizung)
müssen wir alle 2 Tage anheizen für das warme Brauchwasser. Aber
nur eine kleine Menge.
Wenn du Briketts kaufst - kleiner Tip - wickel sie mit Zeitungspapier
ein. Dann hält die Kohle länder und du hast keine schwarzen Finger
beim nachlegen.
wir haben einst auch in einem sehr alten Haus gelebt.
Geheizt haben wir ausschliesslich mit Holz (3 Öfen im ganzen Haus) und ein wenig Kohle.
Warmwasser haben wir mit einem hydraulischen Durchlauferhitzer (erfordert 380V) erzeugt.
Wieviel ihr tatsächlich braucht, müsst ihr ausprobieren, denn es sind zu viele Parameter (wie fällt der Winter aus, wie ist das Haus isoliert, wie ist die Lage des Hauses, wie ist euer persönliches Bedürfnis, etc).
Wir brauchten (2 Erwachsene, 2 Kleinkinder) grosse als auch kleine Räume) über ein Jahr etwa 6-8 Raummeter Holz (nur Eiche und Buche - auf keinen Fall Weichholz) und zusätzlich etwa 12 Zentner Brikett.
Wieviel ihr tatsächlich braucht, müsst ihr ausprobieren, denn
es sind zu viele Parameter (wie fällt der Winter aus, wie ist
das Haus isoliert, wie ist die Lage des Hauses, wie ist euer
persönliches Bedürfnis, etc).
Ich weiß, dass man es nicht genau sagen kann, das Problem ist halt, dass wir nicht mal eine ungefähre Richtlinie haben - da wie gesagt: absolut keine Erfahrung mit Holzöfen!
Daher werden wir uns nach Erfahrungswerten richten müssen - ich will nur nicht zu wenig kaufen, nicht dass wir dann die 2. Hälfte des Winters frieren müssen
Wir brauchten (2 Erwachsene, 2 Kleinkinder) grosse als auch
kleine Räume) über ein Jahr etwa 6-8 Raummeter Holz (nur Eiche
und Buche - auf keinen Fall Weichholz) und zusätzlich etwa 12
Zentner Brikett.
Das würde ja in etwa dementsprechen, was wir uns gedacht hatten.
Warum kein Weichholz?
Habe da nun schon einige Meinungen gehört und die meisten empfahlen mir hauptsächlich Weichholz und ein wenig Hartholz zum Halten der Wärme. Wobei ich dachte, dass man das mit den Kohlebriketts auch erreicht…?
wenn ihr Weichholz verheizt, setzt sich innen im Brennraum und auch im Kamin ein Belag ab (ich weiss nicht, wie die Fachleute = Kaminkehrer oder Ofenbauer sowas nennen) und die Heizleistung geht zurück. Hartholz (Eiche oder Buche) hat einen erheblich höheren Heizwert.
Die Kohlen braucht ihr nur nachts - um die Wärme zu halten und morgends wieder leichter anfeuern zu können. Vielleicht mal ab und zu ein Brikett mit dazu geben aber sonst vorwiegend nachts.
Ihr werdet ein wenig experimentieren müssen - bis ihr das mit dem richtigen Heizen auf die Reihe bekommt.
Wir haben sogar mit einem alten Herd gekocht (zusätzlich zum Elektroherd). Das hat was und macht Spaß.
man kann nicht so genau sagen wieviel Holz man benötigt.
Kommt immer darauf an wie „warm“ ihr es wollt und wie
der Winter ist.
Das ist natürlich individuell, das versteh ich schon. Wir suchen einen ungefähren Richtwert, damit wir uns nicht völlig verschätzen.
Kachelofeneinsatz mit Wasserteil obenliegend durch Rauchgase
beheizt.
Ok, und was ist da genau der Unterschied zu meinem Etagen-Holzofen? Also vom Verbrauch her?
Verbrauch in einem Jahr ca. 17 Ster
davon 2/3 Fichte und 1/3 Buche
Diese Aufteilung habe ich nun schon öfter gehört. Denkst du es ist notwendig Hartholz zu kaufen, wenn wir mit Kohlebriketts dazu heizen? Hartholz und Kohle erfüllen ja im Grunde die selbe Aufgabe, nämlich die Wärme zu halten - oder liege ich da falsch?
Jetzt im Sommer (Wasserteil heizt
Brauchwasser+Heizung)
müssen wir alle 2 Tage anheizen für das warme Brauchwasser.
Aber
nur eine kleine Menge.
Benutzt ihr dazu Weichholz?
Wenn du Briketts kaufst - kleiner Tip - wickel sie mit
Zeitungspapier
ein. Dann hält die Kohle länder und du hast keine schwarzen
Finger
beim nachlegen.
wenn ihr Weichholz verheizt, setzt sich innen im Brennraum und
auch im Kamin ein Belag ab (ich weiss nicht, wie die Fachleute
= Kaminkehrer oder Ofenbauer sowas nennen) und die
Heizleistung geht zurück. Hartholz (Eiche oder Buche) hat
einen erheblich höheren Heizwert.
Ah ja, danke - man lernt nicht aus.
Die Kohlen braucht ihr nur nachts - um die Wärme zu halten und
morgends wieder leichter anfeuern zu können. Vielleicht mal
ab und zu ein Brikett mit dazu geben aber sonst vorwiegend
nachts.
Gibt es hier einen zeitlichen Rahmen, in dem es nicht nötig ist, Briketts dazuzugeben?
Ich weiß nicht, ob wir untertags ebenfalls Briketts dazugeben sollen, wenn wir außer Haus sind. Das wären vormittags ca. 6 Stunden, mittags hab ich die Möglichkeit nachzulegen, nachmittags sind wir dann nochmal 4-5 Stunden weg. Muss ich in dieser Zeit keine Briketts hinzugeben - wenn ich mit Hartholz heize?
Ihr werdet ein wenig experimentieren müssen - bis ihr das mit
dem richtigen Heizen auf die Reihe bekommt.
Ja, das vermute ich auch…
Wir haben sogar mit einem alten Herd gekocht (zusätzlich zum
Elektroherd). Das hat was und macht Spaß.
wenn wir für länger (also mehr als 3-4 Stunden) das Haus verliessen, legten wir ein Brikett nach (hielt die Wärme im Ofen und vereinfachte das schnelle wieder anheizen mit Holzscheiten).
Bei längerer Abwesenheit oder auch nachts wickelten wir das Brikett in eine Blatt Zeitungspapier (nicht nass machen!). Dies verhinderte, dass das Brikett zuviel Zugluft im Ofen bekam und zu schnell verglühte. Das ist ideal um die Glut im Ofen zu halten.
Ansonsten, wenn es ein guter Ofen ist, hält auch eine Holzglut ziemlich lange.
Ich würde ein paar Euronen ausgeben und einen Ofenbauer aus der Nähe mal nach dem Stück sehen lassen (jetzt im Sommer). Dieses Geld ist gut investiert. Er inspiziert den Ofen auf einen ordentlichen und intakten Brennraum und auch auf den Abzug (ein unzureichender Abzug kann lebensgefährlich werden). Dann vor Beginn der Heizsaison den Kaminkehrer (bzw. Bezirksschornsteinfeger) kommen lassen. Kostet zwar auch nochmal ein paar Euronen aber dann seid ihr auf der sicheren Seite vor der Heizsaison. Diese Fachleute erzählen euch auch gerne worauf ihr bei eurem Ofen achten müsst und geben auch schonmal den einen oder anderen wirklich wertvollen Tip.
Bei dem alten Herd: Man kann nie genug Herdringe haben. Und es lohnt sich das Schiffchen neu bauen zu lassen - wenn das alte nichts mehr taugt.
Unterschied Brennleistung Hartholz vs. Kohlebriket
Noch eine Frage:
Nun wurde mir von versch. Leuten gesagt, Hartholz bräuchte man zum Halten der Wärme, damit man nicht andauernd nachlegen muss.
Dieselbe Aufgabe erfüllen aber doch auch Kohlebriketts, oder?
Was ist dann der Unterschied (abgesehen vom Preis)? Wann verwende ich was?
man kann nicht so genau sagen wieviel Holz man benötigt.
Kommt immer darauf an wie „warm“ ihr es wollt und wie
der Winter ist.
Das ist natürlich individuell, das versteh ich schon. Wir
suchen einen ungefähren Richtwert, damit wir uns nicht völlig
verschätzen.
Kachelofeneinsatz mit Wasserteil obenliegend durch Rauchgase
beheizt.
Ok, und was ist da genau der Unterschied zu meinem
Etagen-Holzofen? Also vom Verbrauch her?
Das kann ich nicht sagen - ich weiß nicht was du für einen
Ofen hast bzw. wie ihr heizt. Etagenofen kenne ich nicht.
Verbrauch in einem Jahr ca. 17 Ster
davon 2/3 Fichte und 1/3 Buche
Diese Aufteilung habe ich nun schon öfter gehört. Denkst du es
ist notwendig Hartholz zu kaufen, wenn wir mit Kohlebriketts
dazu heizen? Hartholz und Kohle erfüllen ja im Grunde die
selbe Aufgabe, nämlich die Wärme zu halten - oder liege ich da
falsch?
Also du kannst anstatt Buche auch Kohle nehmen. Kohle hat halt
mehr Asche, ist aber besser zum lagern.
Jetzt im Sommer (Wasserteil heizt
Brauchwasser+Heizung)
müssen wir alle 2 Tage anheizen für das warme Brauchwasser.
Aber
nur eine kleine Menge.
Benutzt ihr dazu Weichholz?
Zur Zeit heize ich was noch vom letzten Winter da ist. Also
Buchenholz. Bei „meinem Ofen“ ist Weichholz besser. Da es eine
höhere Flamme abgibt und das Wasserteil besser aufgeheizt wird.
Wenn du Briketts kaufst - kleiner Tip - wickel sie mit
Zeitungspapier
ein. Dann hält die Kohle länder und du hast keine schwarzen
Finger
beim nachlegen.
Super Tipp, danke!!
Grüße!
Sandra
Kauf lieber zuviel Holz. Es wird immer knapp am Winterende.
Es ist auch egal ob du es ein Jahr früher oder später heizt.
P.S.: Wir haben noch eine neuere Ölheizung im Keller. Diese
haben wir aber noch nie gebraucht.
Das kann ich nicht sagen - ich weiß nicht was du für einen
Ofen hast bzw. wie ihr heizt. Etagenofen kenne ich nicht.
Nun, das ist ein Holzofen mit Kamin, steht in der Küche, mit 'ner „Kochplatte“ oben drauf. So ein typischer alter Ofen. Heizt aber alle Heizkörper im Haus, wie eine Zentralheizung. Angetrieben wird er durch Schwerkraft (Wasserbehälter oben am Dachboden, funktioniert irgendwie über’s Verdampfen, frag mich nicht genau…). Weiß leider nicht, wie man so was genau nennt.
Also du kannst anstatt Buche auch Kohle nehmen. Kohle hat halt
mehr Asche, ist aber besser zum lagern.
Wie läuft das genau mit der Asche? Wie oft muss ich die rausmachen? Ist vielleicht 'ne blöde Frage, aber wir haben da wirklich keine Ahnung. Die Erfahrung mit Heizen bezog sich bisher auf: Heizkörper an und warm wird’s.
Kauf lieber zuviel Holz. Es wird immer knapp am Winterende.
Es ist auch egal ob du es ein Jahr früher oder später heizt.
Natürlich, das hab ich mir auch gedacht. Ist aber eben auch 'ne Kostenfrage.
also das mit der Asche ist auch so eine Gefühlsfrage.
Wenn der Ofen voll ist und er nicht mehr genügend
Luft von unten bekommt - dann Asche raus.
Asche im Ofen ist eher ein Vorteil. Da der Glutstock
nicht so schnell auseinanderfällt.
Die genauen Ascheanteile hab ich nicht mehr so genau
im Kopf — aber ca. Fichte 1,5 % Ascheanteil
und Kohle 5 %.
Wir haben früher in einem Geschäft 25 Ster Holz
verheizt und es waren am Ende so ca. 1,5 Badewannen voll
Asche.
Aber keine Angst du wirst das mit dem Ofen schon lernen.
Zu den Kosten kann ich sagen (Bekannter ist Holzbauer)
ich zahle für ein Jahr ca. 450 € für das Holz.
Die Vormieterin (Haus gehört jetzt uns) hat im Jahr 1.700 ltr
Öl benötigt. Sie hat sehr wenig geheizt und es war in zwei
Räumen Schimmel.
Wir haben letztes Jahr umgebaut inkl. alle Wände verputzen
(Wasser ins Haus gebracht). Es ist kein einziger Schimmel
zurückgekommen. Das Wohnklima ist super (Schwiegervater will
nicht mehr gehen wenn er da ist).
Holz bekommt man auch immer geschenkt (mit Arbeit verbunden)
Fahr einfach mal zu einem Supermarkt oder Spedition die
sind froh wenn die Holzpaletten weg sind. Die Nägel mußt du
halt dann sortieren.
Also viel Spaß mit dem Ofen und du wirst ihn genießen.
wenn das nicht völlig trocken ist und die Luftführung nicht optimal, kann es zur Bildung von sog. Glanzruß kommen. Wenn Du Pech hast, wirst Du dann irgendwann Kunde der Feuerwehr.
Nun wurde mir von versch. Leuten gesagt, Hartholz bräuchte man
zum Halten der Wärme, damit man nicht andauernd nachlegen
muss.
Dieselbe Aufgabe erfüllen aber doch auch Kohlebriketts, oder?
ich selber hab keine Erfahrung, aber meine Großtante heizt immer noch mit Feststoffen. Wenn sie schnelle Wärme braucht nimmt sie Holz, braucht sie Dauerbrand nimmt sie Briketts (Klütten). Abends legt sie einige Briketts in ihren Ofen, damit sie morgens noch einigermaßen warm hat.