Wieviel muss man sich gefallen lassen?

Hallo Leute
Ich arbeite seit 5 Jahren in einem zahnärztlichen Betrieb.
Ich komme mit alles ech sehr gut aus. Nur in letzter Zeit habe ich Probleme mit der Frau meines Chefes.
Letzte Woche ist sie (wieder mal) ausgeflippt und beschuldigte mich, ich sei nicht freundlich. (Ich wusste im Moment wirklich nicht wovon sie redet)
Sie hat herumgeschrien und gemeint jeder sei ersetzlich, sie bekommt im Jahr 5 Bewerbugen und es sei ihr doch egal, ob ich hier sitze oder eine andere.
Sie arbeitet im Betrieb eigendlich gar nicht richtig mit, sie kommt eigenlich nur zum Kontrollieren.
Wieviel muss man sich den gefallen lassen??
Vielleicht weiss jemand von Euch Rat

DANKE ALEX andra

hi alex,

ich finde das hört sich ja echt heftig an, was deine chefin so vom stapel lässt.
ich glaube aber kaum, dass es irgendwelche richtlinien oder vorschriften gibt, wie die frau des chefs sich mit den angestellten zu unterhalten hat.
trotz allem, ist das verhalten deiner chefin natürlich nicht in ordnung. ich würde an deiner stelle ein persönliches gespräch mit ihr suchen, um zu klären, warum sie scheinbar gerade dich (oder macht sie das auch mit kollegen/innen?) immer drauf hat.
einen versuch ist es doch wahrscheinlich wert oder meinst du nicht?
also, halt die ohren steif

gruß
manuela

Hi Alexandra!
Sicherlich ist der Ton von der Frau nicht ganz angebracht. Ich kenne nicht die Umstände des Betriebes und das Klima. Sicherlich kannst Du auf einige Punkte rechtliche Schritt einleiten. Doch solltest du dich fragen, in wiefern DIr das was bringt! Solltest Du von Deinem Recht gebrauch machen, so würde sich das so oder so gegen Dich wenden. Du bist Angestellte und mußt dich den Regel des Chefs anpassen! SIcherlich ist das, was du schilderst nicht sehr angenehm. Verusch deine Probleme, sofern das möglich ist, mit der Frau und deinem Chef zusammen zu besprechen. Sei ruhig und selbstbewußt. Schildere deine Probleme. Sollte isch daraus nichts ergeben, solltest du schon den Betrieb wechseln!
MfG

bevor Du Magengeschwür bekommst, wechsle den Verein. Es ist ohnehin die Frage, ob sie überhaupt was zu sagen hat. Darüber nachzudenken, bringt aber nicht viel, auch wenn das formale Recht meint, nichtfachkundige Ehefrauen von Ärzten, Apothekern und sonst. speziell zugelassenen Berufen, haben in den Betrieben nichts zu melden. Im Ehebett ist schon manche Entlassung entschieden worden. Weine dich, aber vorsichtig, beim Chef aus. Wenn er unter dem Pantoffel steht, dann hast schlechte Karten!

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hallo alexandra,
nu muss ich auch noch was dazu schreiben :o)

ich finde es eigentlich sehr wichtig, dass du dir darüber im klaren sein musst, dass es dir in der nächsten firma ganz genauso passieren kann. fast in allen firmen gibt es jemanden, mit dem du dich nicht so recht „kannst“. ist ja auch klar, denn man kann es zum einen nicht jedem recht machen und zum anderen will man das ja manchmal auch nicht.
leider ist aber auch so, dass in vielen firmen die person, die dir das leben schwer macht, in der eindeutig besseren position steht. wie bei dir. gut, jetzt hast du dich dafür entschieden und würdest den betrieb (die praxis) wechseln. dein jetziges problem bist du damit los, aber das nächste problem, wovon du evtl. noch nichts ahnst sitzt bereits in deinem zukünftigen büro (bzw. praxis).was dann ?

ich bin auszubildende und ganz klar in DER situation, dass ich im prinzip keinem etwas zu sagen hätte, hier in meinem betrieb. ich habe davor eine ausbildung im arbeitsamt abgeschlossen und dort nuur nette menschen kennen gelernt. ich war tatsächlich verwöhnt von netten menschen. als ich die ausbildung in dieser firma begann, hatte ich lange mit einer mitarbeiterin zu kämpfen. es hatte auch nichts mit mir persönlich zu tun, denn sie testet die neuen und du musst eine sehr harte start-probe bestehen um von ihr akzeptiert zu werden. so manche abende sass ich zu hause und weinte bitterlich.

meine mutter ist meine beste freundin und ich erzählte ihr alles haarklein. von der situation, dass mich diese mitarbeiterin vor kunden zusammenschrie, mir nur echt schwere arbeiten gab und mich nicht akzeptieren wolle.
ich fand es unfair, nicht akzeptabel und vor allem ( ich meinte damals bereits behaupte zu können, dass ich etwas auf mich halten kann *wichtigfüreinselbst*) nagte es unheimlich an meinem selbstbewusstsein.

meine mutter sagte nur:
lisa, was hast du davon, wegzurennen. stelle dich der situation. sei feinfühlig, beobachte deinen „gegner“ und „schlage“ sie mit ihren eigenen waffen.

ich schaute erst sehr sparsam. hatte die mitarbeiterin denn nun wirklich MICH persönlich fertig machen wollen, oder war ich eine von vielen.
was hätte sie doch gewonnen, wenn ich gegangen wäre.

ich beobachtete sie. ich lernte ihre fehler kennen. ich versuchte klar zu stellen, was sie erwartet von ihren mitarbeitern und wo sie prioritäten legt.
mittlerweile arbeite ich sehr gerne mit ihr. ich bin im dritten lehrjahr und habe aus der situation in sofern gelernt, dass ich meine, in jeder anderen situation auch mit so einem gefecht klar zu kommen.
flucht ist eigentlich selten eine möglichkeit. und es hilft dir auch nicht.
du wirst in deinem leben noch so einige situationen kennen lernen, wo du absolut keine chance hast zu flüchten. und einige dinge kannst du auch nicht ändern, sie SIND einfach so. hättest du (rein hypothetisch)damit ein problem, dass die sonne morgens aufgeht und abends wieder unter…was könntest du anderes machen, als zu lernen damit umzugehen. du kannst ja nix dran ändern.

ich weiss, das ist bitter mit der frau deines arbeitgebers. und sicherlich ist es unfair. aber versuch erst dieses problem zu lösen. denn auch wenn du da weggehst, du wirst immer mit einem unwohlen gefühl an der praxis vorbei gehen (geschweige denn dassu da reingehst) und dir sagen…oh weeh hoffenltlich hat mich die ehefrau nicht gesehen.

kann auch sein, dass ich falsch liege. aber erst DANN solltest du darüber nachdenken, die firma zu wechseln. kaum jemand hat die möglichkeit wie markus, eine eigene firma aufzumachen.
mein cousin hat es auch gemacht. mein cousin ist aber auch absolut kein mensch, dem man was sagen kann. eher würde ich es selber machen. er kann nur sein eigener chef sein. aber viele viele menschen haben halt keine eigene firma und die sind halt weisungs-gebunden. tja, wir beide gehören halt auch dazu :o)

Liebe grüsse und kopf hoch

Lisa