Danke für deine Antwort, die sehr gut ausgeführt ist.
Allerdings, weiss ich genau, weshalb ich Atheist bin und ich
möchte auch behaupte, dass ich die Bibel besser als 99% der
Christen in unserer Gesellschaft kenne (wurde streng
christlich erzogen, Bibel mehrmals gelesen,…).
Sehr gut. Dann weißt du, wovon du sprichst. Viele geben es nämlich nur vor.
Ich habe die Bibel übrigens auch gelesen, obwohl ich überhaupt nicht religiös erzogen worden bin.
Allerdings ist es falsch, den Kommunismus mit Atheismus
gleichzusetzen, auch wenn Stalin Atheist war (aufgrund seiner
sehr streng christlichen Erziehung!?). Der Kommunismus ist
genauso dogmatisch gewesen und hat keine Kritik zugelassen wie
beispielsweise die Kath. Kirche.
Natürlich. Kammunismus besteht aus vielen Teilen, Atheismus ist nur eins davon. Ich wollte nur sagen, dass der Atheismus an sich eine Person nicht zu einem moralischen Übermenschen macht und dass Fanatismus auch von Personen gelebt werden kann, die ganz und gar nicht religiös sind.
Allerdings wurden keine
Verbrechen verübt, weil jemand Atheist war und dadurch
motiviert war, was im umgekehrten Fall (religiös motivierte
Verbrechen, Greueltaten,…) schon ganz anders aussieht.
Das muss auch so sein. Ein politischer Mord wird auch nicht von jemandem verübt, der total unpolitisch ist.
Mann kann nur eine Sache gebrauchen(missbrauchen), die man hat. Atheismus ist aber genau das Nichthaben jeglicher religiöser Empfindungen.
Ich persönlich finde, dass die meisten religiösen Vereinigungen versagt haben, sie haben die Welt nicht verbessert, sondern verschlechtert.
Ich möchte das aber nicht dem Konzept der Religiösität anlasten, dafür gibt es keinen zwingenden Grund, sondern deren Ausübung.
Vielleicht haben wir nach einer „guten“ Religion ja nicht fleißig genug gesucht?
Das ist auch eines der größten Probleme, die ich mit solchen
Religionen (abrahamistische Religionen habe): Sie lassen sich
für ziemlich alles deuten, weil sie keine klaren Richtlinen
vorgeben. Im Christentum, wurde der Sklavenhandel im Süden der
USA durch die Bibel gerechtfertigt, genauso Hexenverbrennung,
Inquisition, Kreuzzüge,… , genauso wie im Islam
Selbstmordattentate durch den Koran bestätigt werden können.
Das sind ungeheuere Verbrechen. Viel zu oft von viel zu vielen begangen, unter dem Deckmantel der Religion.
Das sagt aber alles nichts über die Existenz eines Gottes aus. Ihre Verbrechen machen die Religion unsympatisch, sagen aber nichts darüber aus, ob es eine höhere Macht gibt, genausowenig wie eine randalierende Schulklasse nicht zwangsläufig bedeutet, es gäbe keinen Lehrer, oder gar der Lehrer würde dieses Verhalten gutheißen.
Wie gesagt, ich bin alles andere als ein Anhänger der Kirchen. Konsequenterweise muss man aber anerkennen, dass das kirchliche Verhalten kein Argument für die Richtigkeit des Atheismus darstellt, lediglich für seine Sympatie.
Und diejenigen, die sowas aus diesen Büchern herauslesen,
müssen nicht unbedingt Geistlich Beschränkte sein, sondern
können in anderen Bereichen im Leben sogar Genies sein,
allerdings verblendet von ihrem Glauben.
Ich stimme dir zu.
Und die Bibel als Leitfaden für Moral zu nehmen ist auch alles
andere als fragwürdig, da ich in 5 Minuten ein moralischeres
Buch schreiben könnte bzw. eine menschenfreundlichere Religion
erfinden könnte.
Auch ein Buch, dass ganze Kulturen Jahrtausende lang prägte?
Und ja, es ist nunmal so, dass religiosität negativ mit der
Intelligenz korreliert (statistisch erwiesen, sogar bei uns in
D.)
Ich würde mir gerne die Statistik ansehen. Was für eine Methode muss man anwenden, damit das Ergebnis diese Aussage rechtfertigt? Kann ich das irgendwo nachlesen?
[ es bleibt auch zu bedenken, dass ich hier von einem
personalisiertem Gott rede] und auch bei den
Naturwissenschaftlern glauben die meissten nicht an so einen
personalisierten Gott, sondern benützen das Wort Gott eher für
„Natur“ oder „Universum“
Das stimmt wohl. Allerdings wird das Wort Gott ganz bewußt eingesetzt. Mit der kirchlichen Aufassung hat das Bild jedoch wenig gemein.
Letztendlich ist aber das, was zuersteinmal vielleicht verwunderlich erscheint. Wissenschaftler, die sich mit dem tatsächlichen Aufbau der Welt befassen, die die Richtigkeit ihrer Aussagen durch Experimente nachweisen können und für alles eine logische auf Gesetzen der Physik beruhnde Antwort haben, glauben öfter an einen Gott, als Wissenschaftler, die meistens nicht über Vermutungen und Behauptungen hinausgehen können (aufgrund der Beschaffenheit ihrer Wissenschaftsdisziplin).
Segmentkoppler
