Hallo,
folgender Fall wurde gestern unter Nachbars besprochen.
Es gibt eine ca. 80 Jahre alte demente Mutter und drei Brüder. Einer der Brüder wohnt im Ausland, kann seine Mutter also nicht zu sich nehmen. Der zweite Bruder verdient sehr gut, hat eine größere Wohnung ist aber aufgrund seiner Arbeit so gut wie nie zuhause. Der dritte Bruder hat eine Ehefrau, einen Jugendlichen und ein kleines Haus.
Nun wollen die beiden Brüder die entweder wegen Ausland oder wegen der Arbeit die Mutter nicht zu sich nehmen können, dass der letzte Bruder sie aufnimmt. Aber vorhanden sind. 18 qm Wohnzimmer, 9 qm Küche, 16 qm Zimmer für den Jugendlichen (inkl. eingebauter Toilette) auf dem Dachboden ausgebaut, die Eltern schlafen getrennt, Schlafzimmer einmal 10 qm einmal 9 qm. Also jedes Zimmer für ein Doppelbett und Schrank zu klein.
Die Brüder möchten nun, dass das Ehepaar das 10 qm Zimmer bezieht und die Mutter im 9 qm Zimmer aufnimmt.
Das Ehepaar hält das nich für zumutbar.
Daher, wieviel Fläche steht einer Person zu?
Das Haus selber ist wirklich klein, mit Treppenhaus nur rund 85 qm. Das Haus ist alt, der Keller nicht wirklich ausbaubar und die Mutter sollte ja nicht im Keller wohnen müssen, ebenso nicht der Jugendliche. Die Zimmer sind auf 3 Stockwerke verteilt (mit Keller auf 4).
Wie seht ihr denn Fall. Bitte keine Kommentare zur sozialen Ebene, der Fragesteller hat keine Eltern mehr. Es geht mir rein darum, ob Brüder so etwas verlangen könnten.
Grüße Ute
Hallo,
Wie seht ihr denn Fall. Bitte keine Kommentare zur sozialen
Ebene, der Fragesteller hat keine Eltern mehr. Es geht mir
rein darum, ob Brüder so etwas verlangen könnten.
natürlich nicht. Wieso nimmt nicht einer der anderen Brüder die Verwandschaft zu sich?
Gruß
S.J.
Hallo,
wie soll das denn gehen?
Die zwei Brüder stellen die Oma vor die Türe und gehen einfach?
Keiner kann dazu gezwungen werden!!
Außerdem stellt sich doch die Frage ob die Pflege der dementen Frau überhaupt gewährleistet werden kann? Irgendwann kann sie keine Treppen mehr gehen, oder kann nicht mehr in die Dusche. Kann/ will man das Haus behinderten gerecht ausgebaut werden?
Oder ist es nicht einfach sinnvoller die Oma in eine Pflegeeinrichtung zu geben?
Wenn das drei Brüder mit Zuschuss der Krankenkasse das Heim bezahlen, wird das auch nicht teurer wie wenn einer komplett für die Oma aufkommt.
Gruß Lulea
Hallo Steve,
ich kanns dir nur so weitergeben wie es mir ausgerichtet wurde. Also einer der Brüder wohnt im Ausland. Der andere Kann es beruflich nicht vereinbaren. Er hätte dann ja einen Vollzeit-Pflegedienst beantragen müssen …
Ich war auch der Meinung, dass es nicht verlangt werden kann, dass einer die Mutter aufnehmen muss, wurde bei dem Gespräch gestern allerdings beleert, dass dies es ab einer gewissen qm-Zahl zumutbar ist. Irgendwie kann ich das nicht glauben. Daher auch meine Frage, wenn es zumutbar ist, wieviel qm stehen einer Person zu.
Die betreffende Seniorin hatte dann allerdings einen Oberschenkelhalsbruch und konnte alleine deshalb gar nicht mehr in dem 3-Stöckigen Gebäude untergebracht werden.
Also irgendwo hat mich dieses Gespräch gestern verwirrt.
Danke Ute
Hallo Lulea
wie soll das denn gehen?
Die zwei Brüder stellen die Oma vor die Türe und gehen
einfach?
Keiner kann dazu gezwungen werden!!
So habe ich das bis gestern auch gesehen, zumal ich denke es muss sich ja auch jemand auskennen und zutrauen können.
Außerdem stellt sich doch die Frage ob die Pflege der dementen
Frau überhaupt gewährleistet werden kann?
Ich kanns nicht beantworten. Beim Gespräch gestern viel der Satz man lernt es automatisch.
Irgendwann kann sie
keine Treppen mehr gehen, oder kann nicht mehr in die Dusche.
Kann/ will man das Haus behinderten gerecht ausgebaut werden?
In dem genannten Haus mit Sicherheit nicht.
Oder ist es nicht einfach sinnvoller die Oma in eine
Pflegeeinrichtung zu geben?
Wäre auch so mein Eindruck gewesen, durch einen Oberschenkelhalsbruch kam es dann auch so weit, Treppensteigen ging nicht mehr.
Wenn das drei Brüder mit Zuschuss der Krankenkasse das Heim
bezahlen, wird das auch nicht teurer wie wenn einer komplett
für die Oma aufkommt.
Gut, das kann ich nicht vergleichen, da ich weder weiss was ein Pflegeheim kostet (gestern wurden so um die 3000 Euro genannt) noch was eine Pfege zuhause kosten könnte.
Aber unten schon gesagt, das Gespräch gestern hat mich verwirrt und irgendwie mein Weltbild auf den Kopf gestellt.
Grüße Ute
Hallo,
ich kanns dir nur so weitergeben wie es mir ausgerichtet
wurde. Also einer der Brüder wohnt im Ausland. Der andere Kann
es beruflich nicht vereinbaren. Er hätte dann ja einen
Vollzeit-Pflegedienst beantragen müssen …
die zwei Brüder suchen einen Dummen, der sich kümmert. So sieht es wohl aus.
Gruß
S.J.
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Hallo Steve,
danke für deine Antwort. Da die betreffende Person ja eh nicht mehr in dem Haus untergebracht werden kann, haben sie ihn ja nicht gefunden.
Grüße Ute
Hallo,
Außerdem stellt sich doch die Frage ob die Pflege der dementen
Frau überhaupt gewährleistet werden kann?
Ich kanns nicht beantworten. Beim Gespräch gestern viel der
Satz man lernt es automatisch.
Wer auch immer das gesagt hat, möge doch mal eine demente Person über mehrere Wochen pflegen. Die kann man nicht (mit gutem Gewissen) alleine im Haus lassen (wenn man sie nicht verbotenerweise - so lange das kein Richter erlaubt - einsperrt oder festbindet) und zwar NIE - also jeden Tag rund um die Uhr!
Es gibt aber Kurse der Krankenkassen/Pflegekassen (eine Einstufung in eine Pflegestufe ist ja hoffentlich schon da oder beantragt), in denen man das lernen kann und auch beim Umbau der Wohnung können die Zuschüsse geben, das ist nicht das schwierigste dabei, wenn man denn will. Aber jemanden dazu zu „zwingen“ es zu machen, ist eine ganz andere Sache.
Was die Heimkosten angeht, sind Heime außerhalb der Städte meist günstiger.
Cu Rene
OT: den Erbteil vom Vater haben die Brüder aber schon eingesteckt?
Außerdem stellt sich doch die Frage ob die Pflege der dementen
Frau überhaupt gewährleistet werden kann?
Ich kanns nicht beantworten. Beim Gespräch gestern viel der
Satz man lernt es automatisch.
Klar, wer braucht schon eine Ausbildung zur Krankenschwester oder Altenpflegerin? Die machen sich doch eh nur wichtig.
Was macht man, wenn die Oma nicht mehr trinken kann? Wenn sie nachts schreit, weil sie so wirr ist? Wenn sie aggressiv wird und niemanden mehr erkennt? Was wenn sie wunde Stellen bekommt und nicht mehr aufstehen kann? Wer macht sie sauber wenn sie eingestuhlt hat?
Irgendwann kann sie
keine Treppen mehr gehen, oder kann nicht mehr in die Dusche.
Kann/ will man das Haus behinderten gerecht ausgebaut werden?
In dem genannten Haus mit Sicherheit nicht.
Dann hat sich das eh schon erledigt. Wie soll sie den geduscht werden, wenn sie in diese nicht rein kommt? Das Haus muss mind. Behinderten gerecht umgebaut werden können.
Wenn das drei Brüder mit Zuschuss der Krankenkasse das Heim
bezahlen, wird das auch nicht teurer wie wenn einer komplett
für die Oma aufkommt.
Gut, das kann ich nicht vergleichen, da ich weder weiss was
ein Pflegeheim kostet (gestern wurden so um die 3000 Euro
genannt) noch was eine Pfege zuhause kosten könnte.
Ja 3000 darf man rechnen. Je nach Pflegestufe. Vielleicht bekommt die Oma Rente, oder sie hat Privatvermögen. Wenn Pflegestufe vorhanden, dann bekommt sie auch Geld von der Krankenkasse.
Die Oma zuhause pflegen wollen, nur weil man Geld sparen will, dann rechnet man echt falsch. Pflege ist anstrengend, kostet sehr viel Zeit und erfordert Geduld und Wissen.
Eine so kranke Frau zu betreuen ist echt anstrengend. Persönliche würde ich nicht ohne Hilfe meine Angehörigen zuhause Pflegen, obwohl ich selber Krankenschwester bin!!
Grüße Ute
Gruß Lulea
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