Hallo Andreas,
zu den Tips meiner Vorredner (Zimmer abdunkeln hilft m.E. wirklich) möchte ich nur noch eins hinzufügen:
Besser, Ihr beschneidet nicht seinen Mittagsschlaf. Der hat qualitativ und quantitativ nichts mit dem Nachtschlaf zu tun und ist in jeder Hinsicht wichtig für’s Kind.
Die ältere Schwester meines patenkindes (8 Jahre) hält immer noch nach der Schule Mittagsschlaf. Ich selbst habe Mittags geschlafen, bis ich fast 10 war. Danach habe ich eine Weile ausgesetzt (weil das „was für Babies“ war), und von 14 bis 18 habe ich wieder relativ regelmäßig Mittags geschlafen.
Schlafbedürfnis ist sehr unterschiedlich. Aud einer URL über Schlaf fand ich folgenden Text:
_"Kinderärzte werden häufig mit den Klagen der Eltern über Schlafstörungen ihrer Kinder konfrontiert. Manche Mutter und noch mehr Väter glauben tatsächlich, ein Kind müsse auf Befehl einschlafen können. Nicht jeder ist so ehrlich, wie die Mutter, die in einer Sprechstunde gefragt wurde, warum ihr Sohn unbedingt abends um acht eingeschlafen sein müsse. Ihre Antwort: „Aber um acht gucken wir die Tagesschau!“ („Und da wollen wir ungestört sein“, hätte sie hinzufügen können.)
Wenn ein Kind zur einer vorgeschriebenen Zeit nicht schläft, ist das selten auf Unartigkeit oder Störrigkeit zurückzuführen, sondern auf seine biologische Uhr, die zu der von den Eltern gewünschten Zeit noch nicht auf Schlaf eingestellt ist. Oder auf falsche Erwartungen der Eltern. Wer beispielsweise ein sechsjähriges Kind nachmittags zwei oder drei Stunden schlafen läßt und es abends vor um acht ins Bett steckt, darf sich nicht beschweren, wenn es ihn am Sonntagmorgen noch vor um sechs weckt.
Etwa ab dem zehnten Lebensjahr bildet sich der Schlaf des Erwachsenen heraus mit rund acht Stunden Nachtschlaf und der oben geschilderten Phasenfolge. Vorher, beim Kleinkind, dauert der REM-Schlaf wesentlich länger, bis zu 50 Prozent der Schlafzeit. Kleine Kinder träumen daher sehr viel"._
[Quelle: http://www.berlinx.de/ego/699/art2.htm]
Auch Kinder haben ihren Schlafrhythmus. Da muß man sie eben lassen. Was Du beschreibst, ist mit Sicherheit keine Schlafstörung, also würde ich Dir raten, das Zimmer zu verdunkeln - und ansonsten Augen zu und durch.
Noch ein kleiner Lesetip:
„Gute Nacht, mein Schatz“: Eine Broschüre mit 22 Kinderschlaftips für die Eltern im Verlag „Leben & Erziehen“ (Redaktion: Steinerne Furt, 86128 Augsburg, erschienen 08/99).
Gute Nacht wünsche ich Euch!
Nike