Hallo zusammen!
Nachdem meine finanziellen Reserven völlig aufgebraucht und überschritten sind, wende ich mich an Euch. Ich (40 Jahre) arbeite als Abrufkraft und erhalte je nach Auftragslage zwischen 500 € und , wie in diesem Monat, 200 € netto.
Weiter unterstützt mich eine Verwandte mit 100 € monatlich.
D.h: Einkommen zwischen 300 € und 600 € im Monat
Kosten. Miete ca. 310 € ( Iinklusive Heizung, Strom und
Wasser)
Telefon und Lebensmittel kommen noch hinzu
Nachdem ich auf all meine Bewerbungen Absagen erhielt und von meinen Geld nicht mehr leben kann, habe ich folgende Fragen:
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Habe ich rechnerisch Anspruch auf Sozialhilfe ?
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Wieviel Sozialhilfe erhalte ich, wenn ich meinen Job behalte ?
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Angenommen ich behalte meinen Job und damit meinen uneinheitlichen Verdienst: Heißt das, das (falls die Sozialhilfe für meine Miete,oder einen Teil der Miete aufkommt) mir ca. 300 € für Lebensmittel und den alltäglichen Bedarf im Monat bleiben ?
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Übernimmt das Sozialamt neben Kaltmiete auch Wasser, Strom und Heizung ?
Ich wende mich an Euch, weil ich mit dieser Thematik nicht vertraut bin und die Zeit , bzw. das Geld drängt. Außerdem ist mein Fall wohl recht speziell, weil ich ein Einkommen habe, das extrem schwankt, und im Endeffekt nicht ausreicht.
Über jede Antwort freue ich mich
Viele Grüße
Steffan
Hallo Steffan,
Schau mal unter www.tacheles-sozialhilfe.de Dort findest Du neben allerlei hilfreichen Infos ein Programm, mit dem Du die Höhe der Dir zustehenden Sozialhilfe berechnen kannst. Ich denke, das wird die meisten Deiner Fragen beantworten.
Viele Grüße
Jens
hi steffan,
ich glaube schon, dass du hilfe vom sozialamt bekommen kannst. die zahlen so ungefähr dann, wenn dein einkommen unter dem sozialhilfesatz liegt. an details traue ich mich als juristischer laie nicht ran- aber jens hat dir schon eine gute quelle genannt, da kannst du dich schonmal weiter informieren (plus: sozialhilfe.org)
ansonsten lies mal holgers antwort auf bkleene etwas weiter unten, da findest du auch einige wichtige tipps- vor allem lass dich unabhängig beraten: die von holger erwähnten beratungsvereine sind eine gute adresse.
und behördlich mein tipp: auf alle fälle schonmal wohngeld beantragen- die sind oftmals etwas lockerer als das sozialamt. und wenn dir wohngeld bewilligt wird, tut sich das sozialamt manchmal leichter.
also: gründlich informieren und beraten lassen!
greetings
bernd
Hallo Steffan,
so selten ist dein Problem nicht. Viele Selbständige und Freischaffende bekommen Sozialhilfe.
Da wird der Monatsbedarf ausgerechnet (Wohnung, Leben, Zuschlag für Erwerbstätigkeit) und jeden Monat das erziehlte Einkommen abgezogen.
Die Differenz bekommst du ausgezahlt, ausserdem bei Bedarf einmalige Beihilfen für Heizung, Kleidung, Möbel usw.
Gruß
Heidi
Hallo!
Erstmal vielen Dank für Eure Anworten! Ich möchte nochmal betonen, das
ich nicht selbständig bin, sondern je nach Bedarf von einen Unternehmen eingestellt werde und zwischen 200 € und 500 € im Monat verdiene.Der Kernpunkt meiner Frage war:
Wenn ich meinen Job behalte und einen schlechten Monat erwische und
eben nur 200 € verdiene: Gleicht dann das Sozialamt die finanzielle
Lücke (Miete, Lebensmittel) aus?
Ich stelle mir das mit der Abrechnung und Zahlung ziehmlich kompliziert vor. Ist sowas von seitens des Sozialamts machbar, das
ich rechtzeitig meine Miete zahlen kann?
Viele Grüße
Steffan