Hallo,
habe folgendes gelesen:
„Und Gott sprach: Lasset UNS Menschen machen, ein Bild
das UNS gleich sei,…“ (1. Mose 1:26).
Wie ist das denn zu verstehen? Ein Gott oder mehrere?
mfg
Martin
Hallo,
habe folgendes gelesen:
„Und Gott sprach: Lasset UNS Menschen machen, ein Bild
das UNS gleich sei,…“ (1. Mose 1:26).
Wie ist das denn zu verstehen? Ein Gott oder mehrere?
mfg
Martin
hallo Martin,
genauso viele, wie es Kaiser gab: immer nur einen. Und der sprach immer von „unser Wille ist es…“ oder : „kann er uns erklären…“
Doch muss es mehrere geben, denn es heißt: „Du sollst keine anderen Götte neben mir haben“ oder: " ich Dein Gott bin ein eifersüchtiger Gott"
Es gibt noch mehr solche Hinweise, dass es zugeht, wie im griechischem Elysium.
Grüße
Raimund
Wieviele Götter in der Schöpfungserzählung?
„Und Gott sprach: Lasset UNS Menschen machen, ein Bild
das UNS gleich sei,…“ (1. Mose 1:26).
Hallo Martin!
Die Schriften, die im Alten Testament gesammelt sind, sind in einem langen mündlichen und schriftlichen Überlieferungsprozess gewachsen. Altes und Neues (bzw. neu interpretiertes Altes) verbinden sich in dem Buch, so wie es uns vorliegt, keineswegs widerspruchsfrei. Und das ist auch gut so!
Die Pluralform in der von dir zitierten Stelle ist vielleicht ein stehengebliebenes Überbleibsel aus einer älteren polytheistischen Schöpfungsgeschichte (so wie die Gottesbezeichnung „elohim“ eigentlich auch eine Pluralform ist).
In der Glaubensvorstellung des alten Israel waren die anderen Götter (neben JHWH) zum Hofstaat degradiert worden, d.h. ihre Existenz wurde nicht einfach geleugnet, aber sie galten als Mächte, die JHWH zu gehorchen hatten (vgl. Psalm 95,3).
Als Gen.(1.Mose) 1 in der heutigen Fassung aufgeschrieben wurde, hat der Schreiber den Plural vermutlich in dem Sinn verstanden, dass der eine Schöpfergott seine Diener in das Schöpfungswerk einbezieht (so Gerhard von Rad). Dabei hat er nicht darüber reflektiert, ob die „Untergötter“ auch irgendwann erschaffen wurden, und wenn ja, wann. - Das ist allerdings nur eine Hypothese.
Die klassische christliche Deutung sieht in dieser Stelle einen Hinweis auf die Trinität (vgl. Gen.1,2). Wahr daran ist, dass biblisches Denken sich Gott niemals einsam und beziehungslos vorstellen kann.
Gruß,
Pietro
Hallo,
habe folgendes gelesen:
„Und Gott sprach: Lasset UNS Menschen machen, ein Bild
das UNS gleich sei,…“ (1. Mose 1:26).
Da hast Du richtig gelesen. Ich habe zwar meine Hebraica gerade nicht da, bin mir aber sicher, daß es sich um eine wörtliche Übersetzung aus dem Hebräischen handelt.
Wie ist das denn zu verstehen? Ein Gott oder mehrere?
Die Frage´, die Du da anschneidest, wird in der Forschung unter der Fragestellung verhandelt, seit wann es im Israel der biblischen Zeit Monotheismus gibt. Man unterscheidet dabei zwischen „Monolatrie“ (= der Verehrung nur eines Gottes unter Annahme, daß es auch andere gibt) und „Monotheismus“ ( = die Verehrung eines Gottes unter der Annahem, daß es auch keine anderen gibt). Dies ist eine höchst komplexe Geschichte, zumindest kann man sagen, daß es wohl einen strengen Monotheismus nicht immer gegeben hat, sondern eine Entwicklung dahin.
Gen 1, 26, die Stelle, um die es Dir geht, ist übrigens Teil des 1. Schöpfungberichtes (Gen 2,4 fängt der zweite an), dessen Quelle man allgemein „Priesterschrift“ nennt. Der erste Satz des Schöpfungsberichtes (und der Bibel), „Im Anfang schuf Gott Himmel und Herde“ enthält übrigens auf den ersten Blick eine ähnliche Irritation: Das Subjekt - elohim - steht im Plural (was absolut üblich ist), jedoch das dazugehörige Verb - bara (?) - steht im Singular.
Gerade dieser erste Satz, bei dem Gott als alleiniger Schöpfer postuliert wird, wird teilweise sogar als „implizierter Monotheimus“ der Priesterschrift gedeutet. Die Stelle Gen 1,26, die einzige dieser Art in der Priesterschrift, wird dann als plural deliberationis, d.h. ein Selbstgespräch zur Kundgabe des weiteren Tuns, verstanden.
Du kannst also beruhigt sein, die katholische Kirche kennt nur einen Gott, das Judentum auch, und die übrigen christlichen Konfessionen ebenso…
Grüße,
Taju
‚der‘ elohim
Hi Martin
Wie schon von Taju erwähnt, ist bereshit (= 1. Mos.) 1.26 die einzige Stelle in der torah, in der der Gott im Plural mit sich selbst spricht. Der Gott, der hier als Schöpfer dargestellt wird, wird auf hebr. elohim bezeichnet, und wegen der Endung -im, also eine Pluralendung, ist das schon seit alters her als Plural aufgefaßt worden.
Nun ist allerdings el oder il eine Gottesbezeichnung, die allgemein-semitisch ist. Sie findet sich in kanaanäischen, altsyrischen, assyrischen, babylonischen, akkadischen, Religionen und sogar in der sumerischen (die aber nicht semitisch ist). Es besteht die starke Vermutung, daß el aber nicht ein Eigenname ist, sondern ein Gattungsbegriff, also in dem Sinne, daß auch z.B. Kumarbi ein el ist.
Speziell im hebräischen hat el die Form eloah (aramäisch alaha, arabisch ilah), zu dem elohim tatsächlich der Plural sein könnte. Aber es gibt auch die von vielen vertretene Ansicht, daß es einfach eine Beichnungs variante ist, also kein Plural. Es wäre demnach die korrekte Bezeichnung: „der“ elohim und nicht „die“ elohim. Dafür spricht, wie schon erwähnt wurde, daß ein zu elohim dazutretendes Verb immer im Singular steht.
Davon abtrennen muß man die (religionshistorisch betrachtete) Tatsache, daß zwar spätestens seit der Moseszeit, in der der jhwh-Kult eingeführt wurde(*), in Israel ein eindeutiger Ein-Gott-Glaube vertreten wurde, daß aber andere Götter (nämlich die der benachbarten, ebenfalls semitischen, Völker) durchaus als existent gedacht wurden. Damit hat aber das elohim-Problem nichts zu tun.
Die von dir zitierte Stelle könnte ein Überbleibsel aus früheren altsyrischen Kosmogonien sein, in denen die Weltschöpfung von einem Götter-Gremium nach langen Diskussionen gemeinsam beschlossen wurde.
(*) siehe hierzu den Artikel „Aton & Amun“
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
Gruß
Metapher
Links (Meinungen)
Hallo Martin,
ich will nicht eingreifen in die Diskussion, nur einige Beispiele von Interpretationen bringen:
http://www.multimania.com/siecleavenir/German/Gindex…
http://www.lza.de/thema/feministische_theologie.html
http://www.google.de/search?q=cache:smiley:UBgriIiAWYC:www…
Es läuft meiner Meinung nach auf Dreieinigkeit hinaus.
Herzliche Grüße
Thomas Miller
Einer
Hallo,
ich möchte nur zwei Dinge sagen (dürfen):
Das Buch „Genesis“ (1. Mose) gehört zu den heiligen Schriften von allen Christen und allen Juden. Die Frage nur mit der Katholischen Kirche zu verbinden, finde ich merkwürdig (und diskriminiert alle anderen Religionsgemeinschaften, die das Buch „Genesis“ als heilige Schrift ansehen.
In der römisch-katholischen Konfession gibt es einen Gott in drei „Formen“: Gottvater, Christus und den Heiligen Geist.
Danke.
Gruß,
Oliver
an alle
diese ganzen Interpretationen (übrigens: eine schöner als die andere) zeigt mir eines: die Religionen werden von Menschen erfunden.
Auch die jüdische Religion war also eine Vielgottreligion (wie die griechische, die römische, die aztekische…), die schrittweise zu Eingottreligion entwickelt wurde.
Die alten Götter wurden erst mal in der Hirarchie auf andere Plätze gesetzt und anschleißend zu seinen Heerscharen (Engeln) abgewandelt.
Bei aller philosophischer Qualität der jüdisch/christlichen Religion: es ist eine menschliche Erfindung, die mit einer evtl. existierenden göttlichen Existenz nichts zu tun hat.
Grüße
Raimund
du kannst ja auch „let’s go!“ sagen, also „laßt UNS gehen“, wenn du mit dir selber redest. ebenso naase adam… „machen wir also einen menschen!“ das kann eine person zu sich selber durchaus sagen. daß gott mit sich selber redet kann ich nachvollziehen. mußte ja verdammt einsam gewesen sein so lange ewigkeiten ganz allein im universum 
elohim ist sicher kein plural, zumindest ist keiner gemeint, weil das verb immer im singular steht. der plural von el (kraft, gott) ist elim und nicht elohim. auch in der anrede adonai sagt man eigentlich „meine herren“ und nicht „mein herr“. „meine damen und herren“ heißt aber wieder ganz anders, also ist auch adonai nicht wirklich ein plural.
andere pluralwörter dagegen wie „leben“, „himmel“, „wasser“ sind tatsächliche plurale, weil auch verben und adjektive sich danach richten.
ps: was hat das mit der katholischen kirche zu tun? als das geschrieben wurde, gabs die noch lange nicht.
lehitraot.
Hallo Raimund
genauso viele, wie es Kaiser gab: immer nur einen. Und der
sprach immer von „unser Wille ist es…“ oder : „kann er uns
erklären…“
Doch muss es mehrere geben, denn es heißt: „Du sollst keine
anderen Götte neben mir haben“ oder: " ich Dein Gott bin ein
eifersüchtiger Gott"
Wie wahr, wie wahr! Genau mein Gedanke.
Übrigens zähle ich mal in der Bibel, ohne darin herum blättern zu müssen vier Götter, mal so salopp!
Ich gehe jetzt mal davon aus, daß alles was angebetet wird, etwas göttliches ist, also Gott!
Da ist Maria, die Mutter (Muttergöttin?), gleichgestellt mit ihr ist die irische (heidnische) Brigit. Dann Jesus, der Sohn Gottes. Jehoves (Name richtig?).
Und dann…weil ja alles im Gegensatz stehen muß…unser kleines Teufelchen, der ja zumindest von den dunklen Mächten angebetet wird. (somit dann ja eine Handvoll.)
Außerdem habe ich irgendwo mal gelesen, daß der Ursprung aller Glaubensrichtungen (bezogen auf die fünf Weltreligionen), der indoeuropäische ist. Dieser ist aber heidnisch und es gab ihn vor der christlichen Religion.
Das Licht, sowohl die Dreieinigkeit wurden aus dem Heidentum übernommen. Und daß alles umfassende, große Ganze (das System selbst) wurde zu Gott ernannt (es gab/ gibt nun mal Menschen, die einen Herdenführer brauchen, weil sie sich nicht vorstellen können, daß etwas im Verbund funktionieren kann).
Dann sind da noch unsere kirchlichen Feste, auch heidnischen Ursprung, nur umbenannt. (außer Weihnachten natürlich!)
und…
nichts für ungut,
lieben Gruß,
Fionny
Hallo,
diese ganzen Interpretationen (übrigens: eine schöner als die
andere) zeigt mir eines: die Religionen werden von Menschen
erfunden.
Auch die jüdische Religion war also eine Vielgottreligion (wie
die griechische, die römische, die aztekische…), die
schrittweise zu Eingottreligion entwickelt wurde.
Die alten Götter wurden erst mal in der Hirarchie auf andere
Plätze gesetzt und anschleißend zu seinen Heerscharen (Engeln)
abgewandelt.
Bei aller philosophischer Qualität der jüdisch/christlichen
Religion: es ist eine menschliche Erfindung, die mit einer
evtl. existierenden göttlichen Existenz nichts zu tun hat.
„Religion ist ein kulturelles Zeichensystem, das Lebensgewinn durch Entsprechung zu einer letzten Wirklichkeit verheißt.“, so der Neutestamentler Theißen in seinem neuesten Werk. Kulturelle Zeichensysteme sind per definitionem menschlich bestimmt. Du kannst aber systematisch nicht die Existenz des Transzendenten von dessen menschlichen Verbalisierungen abhängig machen. Was Religionen tun ist, tatsächlich das Transzendente voraussetzen (ob nun aufgrund von Offenbarung, Erkenntnis etc) und sich diesem entsprechend verhalten. Ob dies nun einer transzendenten Wahrheit entspricht, wird keiner wirklich wissen, die Christen nennen das „eschatologischer Vorberhalt“.
Es ist sicherlich richtig und wichtig, die historische Bedingtheit religiöser Erscheinungsformen zu bedenken, aber warum müssen immer gleich die Ebenen vermischt werden? Über das eine kann man mit jedem Dialogwiligen diskutieren, das andere aber steht außerhalb jeglicher Diskussion. Auch das Postulat einer Nichtexistenz einer letzten Wahrheit ist eine letzte Wahrheit…
Grüße,
Taju
Christliche Feiertage
Hallo, Fionny
Dann sind da noch unsere kirchlichen Feste, auch heidnischen
Ursprung, nur umbenannt. (außer Weihnachten natürlich!)
Schon mal 'was vom Jul-Fest gehört??? - Wenn schon christliches Fest ohne heidnischen Ursprung, dann doch bitte den 52. Tag nach Karfreitag (bzw. 50. nach Ostern) = Pentecoste oder auf Deutsch: „Pfingsten“.
Allerdings war dieser Festtag auch bereits zu Zeiten des A.T. bekannt. Lehitraot wird sicher mehr darüber sagen können, was es mit dem Tag der Gesetzgebung auf sich hat, bzw. mit dem jährlichen Fest im dritten Monat (Sivan?) an dem der heilige Geist in sichtbarer Weise über die Apostel ausgegossen wurde. (Nach christlicher Lehrmeinung, der ich mich anschließe).
Ebenfalls nix für ungut!!
Herzliche Grüße
Fr.-Chr.
hallo Taju,
ich zweifele nicht das Vorandensein einer höheren Existenz an. Das kann ich nicht. Das kann ich frühestens nach meinem Tod. entweder weiß ich es dann, weil existent… oder es ist halt aus. Ich werde zu dem, was ich mal war: zu Energie. Verloren geht nichts.
Doch nun zu den Religionen mit der Alleinvertretung für Wahrheit.
Alle Religionen scheinen eines gemeinsam zu haben: sie sind als naturreligion entstanden, haben sich weiterentwickelt (neue Ideen hinzugefügt) zu einer Vielgötter-Religion. Irgendwann hat man die menschliche Lebensweise ihnen (den Göttern)übertragen: die Hirarchie (ein Boss, viele Tributpflichtige). Dieses Modell wurde vereinfacht, verschlankt und dem Oberboss noch mehr Macht gegeben. Dazu muss man ihm allerdings das menschliche nehmen. Sonst kann der einzelne vielleicht auf die Idee kommen, eine Palastrevolution zu machen. Als Reste der alten Götterfamiliengeschichten bleiben dann die Engel und deren Fehlbarkeiten (einige dieser jüdisch/christlichen Engel haben sich ja geschlechtlich mit den Menschenfrauen vergnügt: so eine Art Sodomie), z.B. die Revolution von Luzifer.
Irgendwann wird dann die Religion so weit sein, dass auch diese nicht mehr existieren und nur noch eine Existenz voranden ist, allmächtig, allgegenwärtig, ohne Engelshilfen.
Doch diese ganze Evolution zeigt deutlich, dass das alles Erfindungen des Menschen sind. Erklärungsversuche seiner Umwelt, die er nicht begreift. Und da er Ordnung liebt, erfindet er etwas, das ihm diese Ordnung bietet.
Grüße
Raimund
Ein äquivalentes Beispiel
Hallo Raimund
Das folgende Beispiel ist als Analogon auf Deine Aussage zu werten
diese ganzen Interpretationen (übrigens: eine schöner als die
andere) zeigt mir eines: die Religionen werden von Menschen
erfunden.
Die Gravitation wird von den Menschen gemacht.
Auch die jüdische Religion war also eine Vielgottreligion (wie
die griechische, die römische, die aztekische…), die
schrittweise zu Eingottreligion entwickelt wurde.
Die alten Götter wurden erst mal in der Hirarchie auf andere
Plätze gesetzt und anschleißend zu seinen Heerscharen (Engeln)
abgewandelt.
Erst hat man gar nicht darüber nachgedacht, daß es Gravitation gibt. Dann hat man angenommen, daß im gesamten Universum dieselbe das „Unten“ definiert. Dann hat man ein Newtonsches Gesetz formuliert und schliesslich es zu dem Effekt einer Raumkrümmung gemacht
Bei aller philosophischer Qualität der jüdisch/christlichen
Religion: es ist eine menschliche Erfindung, die mit einer
evtl. existierenden göttlichen Existenz nichts zu tun hat.
Das zeigt bei aller Komplexität der Theorie: Gravitation ist eine rein menschliche Erfindung, die mit einer möglicherweise vorhanden Kraft nichts zu tun hat.
Gruß
Thomas
Du verwechselst Wissen (Glaube) mit Forschung.
Beides hat nichts miteinander zu tun.
Eine wirkliche Religion, also eine Lehre des obersten Wesens, ist von Anfang an richtig oder nie.
Wenn die Griechen damals diesen Missionseifer und den Masochismus gehabt hätten wie die Christen, wäre heute die allein seelig machende Religion diese griechische.
Doch wäre es nie dazu gekommen. Denn eine Religion braucht Massen (die die Religionsgründer ernähren). Diese findest Du nur bei den Frustrierten. Das waren damals die Sklaven und die unterste Bevölkerungsschicht. Und die waren die ersten Christen. Der Gebildete, der Wohlhabende hatte kein Interesse an dieser plebejischen Masochistenreligion.
Das war der Grund, warum das Christentum siegte. Denn irgendwann kam der Zeitpunkt, wo der größte Anteil der Bevölkerung christlich war. Irgendwann fand man auch einen Regierenden, der einen Religionswahn hatte und brachte ihn dazu, diese anzunehmen: Marc Aurel. Als Dank nannte man ihn dann „der Große“ Bald darauf wurde die Geschichte dieser Religion blutig. Jeder der nicht parierte wurde möglichst grausam getötet. Ließ er sich aus Angst schnell taufen, tötete man ihn trotzdem: damit er nicht in den Irrglauben zurück fallen konnte. Die nächste Steigerung waren Ausrottungskriege gegen Andresgläubige. Es wurde ein Primitiv-Religion. In Ansätzen ist sie das noch heute.
Stellen wir die jüdische dagegen: (hier ist mein Wissen nicht asusreichend) ein Beispiel, wie aus einer blutgierigen eine friedliche werden kann.
Die fortgeschrittenste Religion (eigentlich nur eine Philosophie) ist der Buddhismus.
aber das hat jetzt wirklich nichts mehr mit dem Ursprungsthema zu tun.
Dein Beispiel mit der Gravitation ist die Pseudologik und Rhetorik einiger Sekten. Oberflächlich logisch. Hinterfragt man sie, merkt man, dass das Beispiel unlogisch, themenfremd ist.
Grüße
Raimund
dito
Hi Raimund
diese ganzen Interpretationen (übrigens: eine schöner als die
andere) …
du meinst vermutlich „schön“ ironisch: dann stimme ich dir zu. Die ursprüngliche Frage ist nämlich überhaupt keine Frage der Interpretation, sondern allein eine der religionshistorischen Forschung (in diesem Sinne habe ich meinerseits ja auch geantwortet).
… zeigt mir eines: die Religionen werden von Menschen erfunden.
Das „Gravitations“-Argument (unten) ist natürlich voll daneben, aber die Fragestellung hätte eine andere Analogie: In der Philosophie der Mathematik wird z.B. gefragt (dito unbeantwortbar!) ob mathematische Gestzmäßigkeiten Erfindungen oder Entdeckungen sind. Ferner kann man in der Psychoanalyse(-Geschichte) z.B. fragen, ob Freud mit dem (bzw. seinem) Begriff des Unbewußten eine Erfindung oder eine Entdeckung gemacht hat (ebenfalls unentscheidbar).
Wie in den meisten philosophischen Fragestellungen führt es eher zu Erkenntnissen, sie immer weiter zu präzisieren, als sie salopp zu beantworten.
Auch die jüdische Religion war also eine Vielgottreligion … die
schrittweise zu Eingottreligion entwickelt wurde.
Also: die jüdische(!) Religion war immer monotheistisch! Jedoch führt die Vorgeschichte der israelitischen(!) Religion in Epochen zurück, in denen es, wie in allen anderen semitischen Religionen ein Götterpantheon gab.
Denn eine Religion braucht Massen (die die Religionsgründer ernähren).
Kannst du mir einen einzigen Religionsgründer nennen, der von Massen ernährt wurde?
Immer wieder dieselben irreführenden Diskussionen entstehen aus der unsachlichen Verwechslung von „Religion“ (je eine bestimmte R. oder R. überhaupt) mit „Konfession“ bzw. mit „Institutionalisierte Religionsgemeinschaft“: Eine Religion braucht überhaupt keine Massen (man könnte vielleicht sogar sagen: es genügt ein einziger Mensch) - Massen werden allerdings von (religiösen) Institutionen benötigt, aber auch dies nur dann, wenn diese Institution Machtinteresse haben und ihre Macht aus dem polemischen Kontrast gegen andere Denkweisen fundieren.
Auch sich ausschließlich polemisch gebährdende sog. Religionskritik ist ein Massenphänomen.
Die alten Götter wurden erst mal in der Hirarchie auf andere
Plätze gesetzt und anschließend zu seinen Heerscharen (Engeln)
abgewandelt.
sorry, Raimund, aber das ist Phantasie pur!
-)
Grüße
Metapher
Hallo Raimund
Und Du verwechselst Forschung mit Wissen.
Ich lasse Deine Argumentation zu Religion mal stehen, sie ist auf Vermutungen aufgebaut, die nicht sinnlos sind, aber trotzdem Vermutungen.
Aber mein Einwand zur Gravitation war durchaus ernst gemeint und keineswegs Pseudologik. Wer sich mit Naturwissenschaft beschäftigt, der erkennt, daß sie wenig mit „Wissen“ zu tun hat. Naturwissenschaft hat etwas mit Modellbildung zu tun.
Das bedeutet, man macht sich ein Modell von Vorgängen und vergleicht dieses mit Daten. Solange Daten und Modell einigermassen übereinstimmen und es kein konkurierendes Modell gibt, wird man annehmen, daß das Modell die Wirklichkeit so beschreibt, wie sie ist, auch wenn die Philosophen hier schon Zeter und Mordio schreien.
Mit fortschreitender Fähigkeit, Modelle zu bilden und Daten zu sammeln, werden sich die Modelle ändern, manchmal auch sehr krass, wie im Beispiel der Gravitation. Deine Art der Argumentation läuft darauf hinaus zu behaupten, die Wirklichkeit würde sich verändern, nur weil sich die Modelle ändern. Es ist aber eine Grundannahme der Naturwissenschaft, daß dies nicht der Fall ist.
Mit diesen Augen des Naturwissenschaftlers sehe ich auch Gott. Menschen machen sich Modelle von Gott und das nennt man Religion. Es gibt verschiedene konkurierende Modelle und ein bestimmtes Modell verändert sich mit der Zeit. Das heisst aber nicht, daß Gott nicht die Ganze Zeit derselbe ist.
Den einzigen Nachteil, den Religion gegenüber der Naturwissenschaft hat, ist, daß die Datenerhebung nicht objektiv, sondern subjektiv ist. Ein Experiment ist unabhängig von Personen, eine Gotteserfahrung aber nicht. Und daher ist es so viel schwieriger bzw. unmöglich, konkurierende Religionsmodelle auszuschliessen.
Gruß
Thomas
Hallo Franz- Christian
Schon mal 'was vom Jul-Fest gehört??? - Wenn schon
christliches Fest ohne heidnischen Ursprung, dann doch bitte
den 52. Tag nach Karfreitag (bzw. 50. nach Ostern) =
Pentecoste oder auf Deutsch: „Pfingsten“.
Du hast recht, die Entstehung des Glaubensbuch wird hier gefeiert. Allerdings bin ich mir sicher, irgendwo schon eine Verbindung gelesen zu haben! Ich kann es im Moment nur nicht finden. Dafür aber muß ich meine Aussage *außer Weihnachten*, dank Dir , zurück nehmen.
Auf der Suche bin ich auf Yule gestoßen. (Alban Arthuan- Mittwinter- Wintersonnenwende). Beginn 21.12, Höhepunkt 25.12. Fest der Wiedergebuert des Sonnengottes, Rückkehr von Licht und Leben.
Das Haus wurde mit grünen Zweigen, Misteln, roten Beeren der Stechpalme etc. geschmückt, Kerzen und Lichter aufgestellt, Bäume geschmückt, Geschenke und Gastmähler gegeben.
Auch den Weihnachtsmann (Thor) gab es schon (ein älterer, stämmig gebauter Mann mit langem, weißem Bart. Er war herzlich und freundlich, fuhr mit einem Wagen und kam aus dem Nordland. Sein Element war das Feuer, seine Farbe Rot. Sein Platz in jedem Haus war die Feuerstelle und sein Gastmahl war der 25.12.
Allerdings war dieser Festtag auch bereits zu Zeiten des A.T.
bekannt. Lehitraot wird sicher mehr darüber sagen können, was
es mit dem Tag der Gesetzgebung auf sich hat, bzw. mit dem
jährlichen Fest im dritten Monat (Sivan?) an dem der heilige
Geist in sichtbarer Weise über die Apostel ausgegossen wurde.
(Nach christlicher Lehrmeinung, der ich mich anschließe).
Das erwachen des Geistes wird auch im Heidentum gefunden. Es ist Ziel jeder religiösen Lehre!
lieben Gruß
und nochmals Dank
,
Fionny
*hint hint*
hallo!
es mit dem Tag der Gesetzgebung auf sich hat, bzw. mit dem
jährlichen Fest im dritten Monat (Sivan?) an dem der heilige
Geist in sichtbarer Weise über die Apostel ausgegossen wurde.
an schawuot wird nix ausgegossen, vielmehr wird die übergabe der tora gefeiert. das fest findet nach gezählten 50 tagen nach pesach statt. an lag ba’omer, einem feiertag in der zeit dazwischen, gibt es traditionell lagerfeuer. jetzt dürfte es wohl klingeln… pentecosta… 50… feuer…
grüße
lehitraot.
es mit dem Tag der Gesetzgebung auf sich hat, bzw. mit dem
jährlichen Fest im dritten Monat (Sivan?) an dem der heilige
Geist in sichtbarer Weise über die Apostel ausgegossen wurde.an schawuot wird nix ausgegossen, vielmehr wird die übergabe
der tora gefeiert. das fest findet nach gezählten 50 tagen
nach pesach statt. an lag ba’omer, einem feiertag in der zeit
dazwischen, gibt es traditionell lagerfeuer. jetzt dürfte es
wohl klingeln… pentecosta… 50… feuer…
Sorry - ich habe mich wohl falsch ausgedrückt: Ich hätte schreiben müssen: „…, an dem aus christlicher Sicht der heilige Geist …“
Ausdrücken wollte ich lediglich, dass auch dieser Feiertag keine Erfindung des Christentums ist, sondern dass das Pfingstfest auf einen schon lange bestehenden jüdischen Feiertag (nämlich Schawuot) fällt.
So okay?? Dann liebe Grüße
Fr.-Chr.