Wild und Hund, lang

So erstmal ein Waidmanns Hallo
dann an alle Jäger hier, nicht sauer sein, ich nutze kaum Waidmannssprache.

Ich möcht kurz von der heutigen Treibjagd Erfahrungen schildern da es hier immer wieder zum Thema Wild und Hund und Freilaufen lassen kommt.

Heute wurde mit Schrot Fasan, Hase und Fuchs gejagt. D.h. alles was auf dem Feld so vorkommt.
Mal ehrlich, wer mir noch einmal sagt, sein Hund würde nicht jagen, und im Feld wären ja keine Hasen mehr oder Rehe oder ähnliches, der war nie draußen mit dabei.

Einen Fall möchte ich hier Beispielhaft beschreiben damit mal begriffen wird wie sich z.B. ein Hase verhält.

Die Schützenreihe hatte gehalten da ein Tier geborgen werden musste-
In diesen ca. 5 Minuten Ruhepause wurde laut und deutlich gesprochen und die führigen Jagdhunde gingen ihrem Trieb auf dem vorher abgesuchten Feld nach, da noch ein Hase als Krankgeschossen vermisst wurde.
Als sich dann wieder weiter bewegt wurde, gab einer der Schützen keine 5 Sekunden später Zeichen wir sollen uns Ruhig verhalten.
Alles wunderte sich. Kaum daß alle aus dem Schusskreis raus waren ging ein Hase hoch und wurde gelegt.
Der Hase hatte die ganze Zeit keine 5 Meter hinter uns gewartet um dann im letzten Moment los zu hetzen.
Mir als Neuling war der Hase nicht aufgefallen. Ich stand keine 10 Meter entfernt. Manch alter Jäger der eigentlich Sicht hatte übersah ihn ebenfalls.
Wäre hier ein jagdtriebiger Haushund unterwegs gewesen, wäre er dem Trieb verfallen und losgehetzt.
Und ein triebiger Hund wie die, welche dabei waren, jagten über ca. 500m-1km!!! flüchtigen Hasen nach wenn Freigegeben.
Ebenso findet man in Äckern jetzt oft Grünflächen mit winterharten Pflanzen die bis zu 50cm hoch werden. Hier steckt oft Rehwild drin wie ich heute selber genug sah! Was wenn der Hund Wind aufnimmt und scheinbar plötzlich loshetzt? Alle Fälle sind Wilderei und führen zu unnötigem Ärger mit Jäger, Polizei und Co.

Daher meine Bitte wiedermal an alle. Wer in obiger Situation seinen Hund nicht sicher im Griff hätte, bitte laßt die Hunde nicht frei!
Nur ein sauber abgerichteter Hund sollte hier freilaufen dürfen.

Für mich bedeutet der Tag heute, Hunde noch intensiver ausbilden und abrichten als bisher! Wer seinen Hund wie ich freilaufen lassen will sollte diesen zu 95% im Griff haben und der Hund auf Pfiff oder Ruf zuverlässig abkommandierbar sein. Sonst, notfalls Leinenzwang bis er es tut oder Schleppleine.

Ich möchte nicht daß alle Hunde an die Leine kommen, aber gerade Jack Russel oder Labrador, oder andere mit üblichem Trieb, bildet sie bitte im Namen von allen bestmöglichst aus damit ihr als Hundehalter nicht irgendwann in die Verlegenheit kommt und meint: Der Jäger sei Schuld… Nein nicht der Jäger, ihr seid Schuld wenn etwas passiert egal was. Aber ich traue weder mir als Anfänger in der Feldjagd noch einem Städter zu, zu sehen wo ein Hase, Fuchs oder ähnliches liegt.

Gruß Steffen

Lieber Steffen

Herzlichen Dank für Deine Ausführungen - sehr informativ, sehr anschaulich, aber eins fehlt mir da noch und das finde ich fast das Wichtigste: Erklär mir doch mal, wie Du Dir vorstellst, dass Hinz und Kunz ihren Bello erziehen sollen, damit dieser in einer derartigen Situation nicht doch dem Hasen nachhetzt?

(Hehe, ich hoffe auf laaaaaaaaange Ausführungen, die wir dann diskutieren können!)

Lieben Gruss,

Semiramis

Hi Semiramis
na wieder in der alten Heimat? Oder noch im Exil?

Im Ernst. Ich spreche nicht Hinz und Kunz primär an. Aber ich spreche alle an die mit Hunden arbeiten und ihr Wissen weitergeben.
Mich eingeschlossen muss ich sagen daß ich die letzten 10 Jahre oft verflucht blauäugig war.
Auch ich dachte… hey des paßt scho so. Und in dem Acker findest du eh kein Wild. Sind ja soviele Köter scho drüber gerannt… da isch nix mehr… Denkste.
Daher kann ich nur jedem raten der Hunde ausbildet. Fragt beim örtlichen Jäger an ob ihr als Treiber mit auf eine Treibjagd oder Drückjagd gehen könnt um live zu erleben wo die Viecher sich überall verstecken. Erst dann wenn man begriffen hat wo und wie sich Wild versteckt kann man einen Hund wirklich gegen das Jagen ausbilden.
In der Theorie ohne es erlebt zu haben glaubst du es eh nicht wenn der Jäger sagt… im Acker sind genug Hasen und Füchse, Wachteln und z.B. Fasan oder Co. Du siehst die Biester nicht. Damit ist Training ohne Kenntnis der Materie in jeder Form Schwachsinn.
Und ein sauberes Training weg von der Jagd, muss mit harten Strafen erlaubt sein. Sorry wenn ich es so deutlich sage, aber solange wir soviele Strassen haben kann es nicht sein daß ein Hund unkontrolliert jagd.
Die Hunde gestern waren 10km Fussmarsch, also ca. 30km für den Hund unterwegs über matschigem Acker, sie waren nicht müde!
Im Gegenteil.
Dies alles muss einem mal ins Hirn rein, wenn man einen solchen Hund führt und als Haustier hält.
Mein Fiffy jagd nicht… klar und ich mag keine Schokolade :smile:

Notfalls frei nach Ziemen. Steinschleuder mit Stahlkugel und draufhalten. Er muss lernen daß ein Befehl auszuführen ist.
Auch wenn ich gegen Teletak bin… manchmal wär mir lieber ein Hund hätte es dran als daß er gen Autobahn prescht(gestern hatte einer es dran und er rannte gen A5… das Tele überzeugte ihn nicht weiter zu laufen). Nein das war keine Tierquälerei sondern notwendiger Schutz vor Unfällen… Für sowas ist das Zeug gut für alles andere Schwachsinn.
Daher… Ausbildung= So fair wie möglich, aber im Trieb so hart wie nötig.

Gruß Steffen

Mein lieber Schwan (ähh… Steffen)!

Jaja, bin wieder brav zurückgekehrt und weile wieder in den heimischen Landen.

Weisst Du was, ich finde das eigentlich eine grossartige Idee, den Jäger zu fragen, ob man mal mit darf. Eigene Hunde natürlich nicht dabei oder bestens gesichert. Müsste unseren Wildhüter mal anfragen, ob ich da mal mitdürfte.

Ach weisst Du, bevor uns die Erfahrung nicht klüger macht, sind wir doch alle sehr blauäugig und behaupte nicht, dass Dus jetzt nicht mehr seist. Ich habe auch mal geglaubt, bei jedem Hund Schema F anwenden zu können… dabei lernt man, dass je mehr man wirklich weiss, desto komplizierter die Dinge eigentlich werden. Hatte gerade jemanden bei mir, dessen Hund ein ausgebuchter Jäger ist - nicht mal so n’bisschen Katzen oder Rehen nachrennen, sondern der schafft es leider die Viecher einzuholen… hat schon zweimal einen lebendigen Fuchs gebracht. Na herzlichen Dank auch. Die Besitzer dachten sich dann, mit Schleppleine dran sei das Problem im Nu erledigt, habe man ihnen so gesagt. Nur hat „man“ dabei offenbar vergessen zu erwähnen, dass die Schleppleine anfangs in der Hand zu bleiben hat. Hund war also weg im Nu und blieb 4 geschlagene Stunden verschollen… bis sie ihn nach ebensolanger Suche völlig verheddert irgendwo weit weg wieder gefunden haben…

In der Theorie ohne es erlebt zu haben glaubst du es eh nicht
wenn der Jäger sagt… im Acker sind genug Hasen und Füchse,
Wachteln und z.B. Fasan oder Co. Du siehst die Biester nicht.
Damit ist Training ohne Kenntnis der Materie in jeder Form
Schwachsinn.

Gut, als Schwachsinn würde ich es nicht bezeichnen, schliesslich tue ich genau das auch :stuck_out_tongue: Aber Du hast natürlich völlig Recht, dass je mehr Kenntnis da ist, desto besser, weil gezielter, trainiert werden kann. Du richtest ohne Kenntnis der Materie den Fokus einfach auf Dich und Deinen Hund, ohne Dich darum zu kümmern, ob das, was da gerade die Aufmerksamkeit Deines Vierbeiners auf sich gelenkt hat eine Katze, ein Hase, ein Fuchs oder ein Reh ist. Du kümmerst Dich nicht darum, ob Du Dich im Quartier (Katzen, anderes Kleingetier) bewegst oder eben im Wald und auf den Feldern (was eben da so kreucht und fleucht).

Und ein sauberes Training weg von der Jagd, muss mit harten
Strafen erlaubt sein. Sorry wenn ich es so deutlich sage, aber
solange wir soviele Strassen haben kann es nicht sein daß ein
Hund unkontrolliert jagd.

Hm. Theoretisch meine ich da: JA. Praktisch finde ich das schwierig. Es gibt eine grosse Anzahl von Hunden, die „nur“ aus Langeweile und nicht aus purem Jagdtrieb fixieren und dann hetzen. Viele lassen sich „relativ einfach“, eben mit ein bisschen Schleppleinentraining und Beschäftigungstherapie gerne davon ablenken und finden dann das, was der Mensch so zu bieten hat, plötzlich viel attraktiver als Nachbars Katze, die man sowieso nie eingeholt hat. Bei diesen Hunden finde ich es völlig fehl am Platze mit derart harten Methoden arbeiten zu wollen. Da reicht es meiner Meinung nach den Hund an kritischen Orten an die Leine zu nehmen.

Die Hunde gestern waren 10km Fussmarsch, also ca. 30km für den
Hund unterwegs über matschigem Acker, sie waren nicht müde!
Im Gegenteil.

Haha, ich kenn da noch so ein paar, die danach garantiert noch nicht müde gewesen wären… nimmst Du die mir das nächste Mal ab? :wink:

Notfalls frei nach Ziemen. Steinschleuder mit Stahlkugel und
draufhalten. Er muss lernen daß ein Befehl auszuführen ist.
Auch wenn ich gegen Teletak bin… manchmal wär mir lieber
ein Hund hätte es dran als daß er gen Autobahn prescht(gestern
hatte einer es dran und er rannte gen A5… das Tele
überzeugte ihn nicht weiter zu laufen). Nein das war keine
Tierquälerei sondern notwendiger Schutz vor Unfällen… Für
sowas ist das Zeug gut für alles andere Schwachsinn.
Daher… Ausbildung= So fair wie möglich, aber im Trieb so
hart wie nötig.

Gut, das Teletakt ist bei uns sowieso verboten, da kommt höchstens noch das Sprayhalsband in Frage… beeindruckt einen WIRKLICH jagenden Hund nicht weiter. Wer aber soll dann so ein Teletakt-Gerät haben und vor allem damit arbeiten dürfen? Der Schuss kann nämlich wirklich nach hinten losgehen… im wahrsten Sinne des Wortes.

Gruss,

Semiramis

Huhu,

ich mische mich jetzt mal als Normalhundehalterin ein.
Ich finde es auch nicht gut, wenn einfach jeder seinen Hund freilaufen lässt, auch wenn man weiß, dass der Hund nicht hört. = unverantwortlich.
Aber bitte, lieber Steffen, bedenke: Stromgeräte sind verboten und andere Erziehungsmethoden wo Hunde verletzt werden, sind UNMENSCHLICH.

Wenn dein Kind nicht hört, beschiesst du es doch auch nicht mit Stahlkugeln! Der Hund ist ein Lebewesen!!!
Meinetwegen brummt diesen Leuten, die das Wild gefährden, Geldstrafen auf und so weiter, aber bitte nicht die Hunde bestrafen!!
Der Hund kann nichts dafür!!!

Und wenn ich jetzt mal ehrlich sein darf: Ich bin gegen Jäger! Es gibt in der heutigen Gesellschaft nur allzu viele Jäger, die zum Spaß das Wild hetzen, abballern und sich daran erfreuen. Wenn ich das höre, dann werd ich richtig sauer!
Manche schiessen dann aus reiner Absicht Hunde ab!
Sowas ist doch pervers! Allein aus der Lust zu töten!

Viele, etwas empörte Grüße,
Coolcat

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Da du ein Kind bist und Dinge noch lernen musst, enthalte ich mich eines weiteren Kommentars. Wart mal ab… in 15 Jahren triffst du einen Jäger in den du dich verliebst und dann…

Sorry daß ich es deutlich sage… ich arbeite länger mit Hunden als du Alt an Jahren bist…

Steffen

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Auch huhu!

Stromgeräte sind verboten
und andere Erziehungsmethoden wo Hunde verletzt werden, sind
UNMENSCHLICH.

Es geht nicht darum, Hunde zu verletzen, es geht darum, einen Hund, der gerade waaahnsinnig fasziniert von etwas ist, daran zu hindern, sich zu verletzen!!!
Wenn Du Deinem Kind 1000x gesagt hast, es darf nicht auf den Eisenbahnschienen spielen, weil das tödlich sein kann, und es nicht auf Dich hört - läßt Du es dann weiter da spielen, weil eine harte Strafe unmenschlich ist?
Nein - Du strafst Dein Kind, weil Du es liebst und sein Leben retten willst.
Ich finde es bedauerlich, daß Teletakt-Geräte verboten sind. In den richtigen Händen, nach der richtigen Ausbildung, können sie eine große Hilfe sein für Hunde, die ZU gerne jagen gehen. Ich bin nicht dafür, daß Hinz und Kunz damit ihre Fiffis auszubilden versuchen - aber das klappt auch gar nicht! Erstens sind die Geräte schweineteuer und zweitens kannst Du einem Hund damit nur beibringen etwas zu LASSEN was Du NICHT WILLST und nicht, etwas zu TUN, das Du willst.
Und nebenbei - viele der „humanen“ Geräte sind zwar schmerzfrei, aber ungleich grausamer. Z.B. die Spraygeräte mit Zitronenaroma - da läuft der Hund noch Stunden später mit Gestank im Fell und unter der Nase rum; und wenn ein anderer Hund in seiner Nähe bellt, kriegt er gleich noch einen drauf - ohne daß er was falsch gemacht hätte.
Pferde und Schafe werden regelmäßig mit E-Zäunen eingezäunt - da brüllt keiner wegen Unmenschlichkeit. Allerdings laufen auch die meisten Hunde, die einmal mit einem E-Zaun in Berührung gekommen ist, nicht auf so eine Koppel - sie gehen am Rand entlang, schnuppern an den Pfosten und hüten sich, dem Draht zu nahe zu kommen. Der Lerneffekt ist unmittelbar und bei den meisten Hunden nachhaltig.

Wenn dein Kind nicht hört, beschiesst du es doch auch nicht
mit Stahlkugeln! Der Hund ist ein Lebewesen!!!
Meinetwegen brummt diesen Leuten, die das Wild gefährden,
Geldstrafen auf und so weiter, aber bitte nicht die Hunde
bestrafen!!
Der Hund kann nichts dafür!!!

Die Konsequenz Deines Appells wäre, daß viele Leute dauernd ihre Hunde an der Leine halten müßten - das ist keine Strafe für den Hund? Bei diesem Wetter mit Schleppleine laufen - das ist keine Belastung und Strafe (für den Halter übrigens auch)? Geldstrafen helfen den Leuten auch nicht, die Gefahr abzubauen. Steffens Bericht ging doch gerade in die Richtung, daß wir jagdlichen Laien - und auch viele Fachleute - gar nicht jedes Stück Wild sehen, daß irgendwo liegt. Konsequenz daraus ist, daß ich entweder meinen Hund zuverlässig ausgebildet haben muß - und es gibt Fälle, wo es ohne die Hilfe des Teletakt-Gerätes praktisch nicht geht - oder ich muß ihn IMMER an der (Schlepp-)Leine haben. Und wenn ich meinen Hund mit Teletakt-Gerät daran hindern kann, auf die Autobahn oder die Schnellstrasse zu rennen, dann ist das eine lebensrettende Maßnahme. Ich weiß nicht, ob Du Tiere oder Kinder hast - aber würdest Du auf die Impfung verzichten, weil sie weh tut? Der kurze Pieks bringt lebenswichtigen Schutz! Und manchmal muß ich halt eine unangenehme Konsequenz ziehen, weil es nicht zu tun viel grausamer wäre.

Und wenn ich jetzt mal ehrlich sein darf: Ich bin gegen Jäger!
Es gibt in der heutigen Gesellschaft nur allzu viele Jäger,
die zum Spaß das Wild hetzen, abballern und sich daran
erfreuen. Wenn ich das höre, dann werd ich richtig sauer!
Manche schiessen dann aus reiner Absicht Hunde ab!
Sowas ist doch pervers! Allein aus der Lust zu töten!

Und ohne Jäger gäbe es haufenweise verhungerndes Rehwild, überfahrene Wildschweine, verwüstete Äcker und zerrissene Hunde.
(Ich hatte gerade vor ein paar Wochen einen übel zu gerichteten Border Collie in der Praxis, der nur kurz ins Gebüsch gehuscht und dort offensichtlich mit einem Wildschwein in Kontakt gekommen war. Der Hund hatte mehr Glück als Verstand und hat’s überlebt - hätte auch anders ausgehen können.)
Viele Jäger sind nette und verantwortungsbewußte Schützer von Natur und Wildtieren. Und die „Hetzerei“ ist notwendig, weil es heute so viel Wild gibt, daß die „Ansitzjagd“ nicht mehr ausreicht, die Population zu kontrollieren. Außerdem gibt es Untersuchungen, daß die s.g. „Drückjagden“, 1-2x im Jahr durchgeführt, weniger Streß unter den Tieren verursachen als Ansitzjagd über die ganze Jagdsaison.
Und natürlich gibt es unter den Jägern auch fiese Hunde und schwarze Schafe - aber die werden früher oder später aussortiert und ihren Jagdschein los.

Viele, etwas empörte Grüße,
Coolcat

Liebe Grüße

Archie (der gerne mal Wild ißt und keine Schwarz-weiß-Malerei mag)

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Hi
nur Drei Ergänzungen zu Archie aus der Praxis um zu hinterfragen was besser oder schlechter ist.
Tele ist verboten… ok.

Aber! Wer weis was ein Deutsch Drahthaar ist… schon mal so einen Brocken in gut 1,5m Höhe aus einer Dickung fliegen sehen? Bauch offen, Därme raus? Der Jäger der ihn führte tötete vor Ort mit Fangschuss.Der Hund geriet an einen wütenden rund 100kg Keiler…

Willst du das oder nicht lieber zur Vorsorge hier bei einen vergleichbaren Hund im Vorfeld dies durch Tele verhindern?

Zweiter Fall: Was macht ein Dachs mit einem Teckel, Beagle und Co im Bau? 50% Überlebenschance für den Hund, soll der Hund da nicht lieber vorher fals er auf Normale Art nicht horcht lieber mit Tele o.ä. von einem Fachmann! gearbeitet werden statt evtl. zu sterben? Ein Dachs beißt immer in die Schnauze und hält fest! Nase ab ist noch das harmloseste.

3.Ergänzung zum Schienenbeispiel:
Wer will daß ein Hund über eine viel befahrene Landstrasse/ Bundesstrasse rennt, dort einen Unfall herbeiführt und dabei Menschen sterben?
Sollte da nicht lieber vorher im Fall eines Falles mit Tele o.ä. gearbeitet werden?

Tele und Co haben in Laienhänden nix zu suchen, daher ging fals du alles gelesen hast mein Ursprung eher an die Trainerfraktion hier als an den Normalofraktion.

Und zu Jägern oder nicht… es gab einen Fall im Großraum Stuttgart… Jäger wurden von Tierschützern als Mörder bezeichnet.
Kaum wurden deren Vorgärten durch Sauen zerstört rief man nach den Jägern!
Wer über Jagd redet sollte sich informieren und nicht einfach plaktative Aussagen aus irgendwelchen vermeintlichen Fachzeitungen von Peta und Co hier raushauen.

Stelle mich gerne der Diskussion wenn die Mods es erlauben und wünschen.

Doch so lange… ich schimpf nicht über Andersdenkende, Hobbyausübende.

Erwarte dies aber auch von allen anderen

Steffen

Ich finde es bedauerlich, daß Teletakt-Geräte verboten sind.
In den richtigen Händen, nach der richtigen Ausbildung, können
sie eine große Hilfe sein für Hunde, die ZU gerne jagen gehen.
Ich bin nicht dafür, daß Hinz und Kunz damit ihre Fiffis
auszubilden versuchen - aber das klappt auch gar nicht!

Hallo Archie,
und genau bei Hinz und Kunz liegt das Problem. In Amiland scheinen die Dinger legal zu sein und auf Youtube findet man haufenweise Videos von irgendwelchen Idioten, die versuchen ihren Hunden mit Hilfe des Teletakts Sitz, Platz und Komm beizubringen…

Erstens sind die Geräte schweineteuer und zweitens kannst Du
einem Hund damit nur beibringen etwas zu LASSEN was Du NICHT
WILLST und nicht, etwas zu TUN, das Du willst.
Und nebenbei - viele der „humanen“ Geräte sind zwar
schmerzfrei, aber ungleich grausamer. Z.B. die Spraygeräte mit
Zitronenaroma - da läuft der Hund noch Stunden später mit
Gestank im Fell und unter der Nase rum; und wenn ein anderer
Hund in seiner Nähe bellt, kriegt er gleich noch einen drauf -
ohne daß er was falsch gemacht hätte.
Pferde und Schafe werden regelmäßig mit E-Zäunen eingezäunt -
da brüllt keiner wegen Unmenschlichkeit. Allerdings laufen
auch die meisten Hunde, die einmal mit einem E-Zaun in
Berührung gekommen ist, nicht auf so eine Koppel - sie gehen
am Rand entlang, schnuppern an den Pfosten und hüten sich, dem
Draht zu nahe zu kommen. Der Lerneffekt ist unmittelbar und
bei den meisten Hunden nachhaltig.

Ich hab mal ein Teletakt an mir selbst ausprobiert (bis Stufe 8 :smile:) und ich denke auch, dass ein Sprayhalsband viel unangenehmer ist. Bis Stufe 6 habe ich sowieso nur ein Kribbeln gemerkt und Stufe 7 und 8 (von 9 möglichen Stufen) fühlt sich schon eher an wie ein kleiner Schlag, aber nicht schmerzhaft und überhaupt nicht vergleichbar mit einem Elektrozaun. Elektrozaun tut weh - Teletakt erschreckt mehr.

Ich lebe in einer sehr wildreichen Gegend, sehe eigentlich täglich Rehe, Füchse, Schweine, Hasen usw. beim spazieren gehen oder beim reiten. Mir scheint, dass der Wildbestand in den letzten Jahren hier extrem zugenommen hat, was wohl auch an den milden Wintern liegt. Hier gibt es zwar reichlich Jagdtourismus, aber anscheinend bringt es nicht viel. Sonst würden mir ja nicht täglich diese ganzen Viecher begegnen. Die Tiere werden auch immer zahmer. Im Nachbardorf gibt es ein inzwischen zahmes Rudel Rehe (sie sind über die Jahre wohl immer näher ans Dorf gekommen), was sich munter lustig und ohne Scheu durch die Straßen und Wohngebiete bewegt. Ist ja eigentlich sehr niedlich, aber ist das normal? Durch diese explodierte Wildpopulation ist es hier kaum möglich mit dem Hund spazieren zu gehen ohne Wild zu begegnen. Ich hab schon einen recht guten Blick, aber hier bei uns fällt man im Herbst im Wald regelrecht über die Tiere. Im Mai war ich mit einer Freundin und unseren Hunden im Wald spazieren und ein Rehbock hat uns fast über den Haufen gerannt…unsere Hunde waren so verdutzt, dass sie noch nicht mal mehr einen Gedanken daran verschwendet haben, das man da jetzt evtl. mal versuchen könnte hinterher zu laufen…Ich kann mich Steffens und deiner Meinung nur anschließen: Jagen muss man einem Hund unbedingt abgewöhnen, wenn man ihn ohne Leine ausführen möchte. Zur Not auch mit härteren Mitteln, denn die Gefahr, dass irgendwann ein Unglück passiert ist zu groß.

Gruß, Maja

Also ich will mich jetzt mal nicht diskriminiert fühlen, okey?
Bloß weil andere in meinem Alter sich nicht für solche Dinge interessieren!

Mir geht es in diesem Moment darum, dass es wirklich gut ist, das Tele verboten ist. In falschen Händen geht es in 70 % der Fälle schlecht für den Hund aus.
Und es gibt im Fachhandel meist niemanden, den es interessiert ob du mit solchen Mitteln umgehen kannst oder nicht.

Und ja, ich finde Spray Halsbänder und Haltis und sonstige „Erziehungsmittel“ auch nicht tiergerecht.
Da wird in jder Form die Mimik und Gestik des Hundes gestört.

Zum Thema Jäger: Es gibt zu viele schwarze Schafe um sagen zu können, das Jagen ein gutes Gewerbe ist.
Lasst die Jäger doch mal weg, setzt wieder Wölfe aus und lasst die Bauern mehr auf ihre Schafe aufpassen.
Mit der Zeit regelt sich das alles wieder ein.
Es gibt weniger Wild, weil der Wolf die kranken Tiere tötet, er vergreift sich nicht an privatem Wild, weil er genug im Wald hat.
Er wird nicht gestört und die Natur kann wieder ins Gleichgewicht zurückkehren.

Diese ganzen Probleme git es doch eh nur, weil der Mensch eine schreckliche Rasse ist, die es nicht verdient hat zu leben.
Welches Tier würde seinen Lebensraum selbst und eigenhändig kaputt machen??

Ach ja, und selbst wenn ich mich in einen Jäger verlieben sollte, heißt das noch lange nicht, dass ich das gut finde, was er macht!!

Vg

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Hi
das Problem ist nicht daß du dich nicht damit auseinandersetzt
sondern daß dir im Alter von 12-13 Jahren(Kinder meiner derzeitigen Lebensgefährtin sind gleich alt) der Überblick über die Zusammenhänge von Jagd, Tierschutz, etc. fehlen und du nur das Töten in Verbindung mit Jägern bringst.
Du erwähnst den Wolf… frag mal meine Kollegen der Wolfsforschung in der Lausitzerheide nach was da gerade abgeht… Und ein Wolf ist kein echter Feind des Jägers. Das ist so nicht nachgewiesen.
In meiner Gegend streift ein Luchs umher. Warum nicht. Laß ihn streifen. Wüssten aber die Menschen in den Orten daß er da wäre… was wär dann los. Panik und Angst. Und erwähn blos nicht daß es Bären gibt!
Jäger bauen im Jahr auf eigene Rechnung Seen in Größe des Bodensees in Deutschland in die Kulturlandschaft. Jedes Jahr werden Hecken die eine Länge von 40Tsd km erreichen für den Staat kostenfrei gesetzt und erneuert. Der Deutsche Jagdverband ist das größte zahlende Mitglied im deutschen Tierschutzbund! Jeder Jäger zahlt pro Jahr alleine an Tierschutzgeld für seinen Jagdschein um die 20€. Bei rund 0,5Mio Jägern rechne mal durch was Jäger alleine da an Beiträgen bringen. Von Steuern auf erlegtes Wild, Mehrwertsteuer bei allen Ausgaben mal ganz zu schweigen. Jeder Schuss kostet bei guter Munition um die 1-2€. Im Jahr wird grob pro Jäger grob geschätzt um die 100€ Munition gekauft und mehr… Jagen bringt dem Staat verflucht viel Geld ein.
Fasane und Hasen, Rackelwild und Birkwild, Auerwild und Wildkatze wären längst von der Bildfläche verschwunden wenn nicht Jäger hier viel privates Geld reinstecken würden um sie auszuwildern, zu füttern, Lebensraum zu erschaffen, um dann im Herbst die Menge die zuviel ist zu schießen damit sie damit neues Futter und Co kaufen können um diesen Tieren eine Chance zu bieten.
Jeder Wildschaden im Acker eines Bauern zahlt der Jäger aus eigener Tasche weil er lt. Staat nicht genug gejagt hat.
Bei zu starkem Verbiss von Jungen Bäumen zahlt der Jäger nicht der Förster oder sonst wer. Hat nicht genug gejagt.
Also versteh bitte wenn ich dies mal so für dein Alter verständlich versuche zu schreiben und dir versuche klar zu machen daß dir eine Menge an Informationen fehlt um die Wahrheit zu verstehen.

Daß ein Reh erst nach Abschuss dem Jäger gehört, er aber für das Revier Unmengen an Jagdpacht zahlen muss, im Raum Stuttgart werden bis zu 10Tsd Euro pro Jahr verlangt für ein normales Revier, daher aber Rehe nur pro Kilo rund 6-8 Euro bringen… wieviel Miese macht er wohl?
Jagd rechnet sich nicht. Jagd ist eine Leidenschaft wie Schach oder Motorradfahren. Die Jagd ist nicht für jeden und das ist gut so.
Aber wer sie ausübt, hat sicher keinen Spaß am Töten wie immer behauptet wird. Die meisten Jäger mit eigenem Revier sehen beim Anblick einer Wildsau wieviel Schaden sie macht und daß sie Geld rein bringt wenn sie Tod ist.
Heutzutage wird idR. ich leg nicht für alle Jäger meine Hand ins Feuer, Naturnah geschossen. Heißt, das Jungwild wird abgeschöpft, zuviele männliche Tiere aussortiert und damit eine gesunde Balance für die Kulturlandschaft in der du lebst gesorgt. Ohne Jäger gäbe es sie in dieser Form nicht mehr. Das muss du begreifen und dir keinen Bären aufbinden lassen.
In England verbot man eine weile die Jagd auf den Fuchs weil man ausging die Population würde sich selber regulieren. Nach 2 Jahren riefen selbst die Tierschützer nach den Jägern.

Bitte nochmal. Dir fehlt der Einblick in ein modernes Ökosystem welches nie wieder so werden wird wie es vor 500 Jahren war.
Aber wenn wir es erhalten wollen wie es ist, brauchen wir vernünftige Jäger um eine möglichst große Artenvielfalt zu erhalten

Steffen

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