Vorab: Ich meine die Frage ernst!!!
Also denn, liebe Bank-Experten, hier kommt Frage 1:
Darf eine seit Jahren in Kolumbien lebende Person mit deutscher Staatsbürgerschaft in Deutschland ein Konto eröffnen?
Wenn nein, warum nicht - und was muss diese Person ändern?
Wenn ja: Was muss man beachten.
Wer jetzt noch nicht genug hat, herzlich willkommen zu Frage 2:
Darf diese Person hier auch ein Depot eröffnen?
Und wer hier noch weiterliest, gehört zu den Hartgesottenen, für die Frage 3 bestimmt ist:
Kann als Referenzkonto des deutschen Depots der kolumbianischen Person ein Konto in Panama fungieren?
Und nochmal: Ich meine die Frage ernst. Ich habe keinen blassen Schimmer über die Regelwerke und Möglichkeiten in diesem Bereich.
Frank Wilke
Darf eine seit Jahren in Kolumbien lebende Person mit
deutscher Staatsbürgerschaft in Deutschland ein Konto
eröffnen?
Man muss nur seinen ständigen Wohnsitz in Deutschland haben. Sprich ne Meldebescheinigung und nen gültigen Lichtbildausweis.
Wenn nein, warum nicht - und was muss diese Person ändern?
Wenn ja: Was muss man beachten.
Keinen Ahnung was Sie genau meinen! Wenn die Bank in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit der Kundin gemacht hat wirds schwer! Schlechte Schufa ist aber bei Sparkassen in der Regel kein Problem.
Wer jetzt noch nicht genug hat, herzlich willkommen zu Frage
2:
Darf diese Person hier auch ein Depot eröffnen?
Und wer hier noch weiterliest, gehört zu den Hartgesottenen,
für die Frage 3 bestimmt ist:
Kann als Referenzkonto des deutschen Depots der
kolumbianischen Person ein Konto in Panama fungieren?
Auch hier warum nicht! Nur mit dem Verrechnungskonto das dürfte bei keiner Bank funktionieren! Bei einigen hat man schon nen Problem wenn das Verrechnungskonto nicht bei der selbigen ist.
Darf eine seit Jahren in Kolumbien lebende Person mit
deutscher Staatsbürgerschaft in Deutschland ein Konto
eröffnen?
Man muss nur seinen ständigen Wohnsitz in Deutschland haben.
Sprich ne Meldebescheinigung und nen gültigen
Lichtbildausweis.
Tja… da muss ich mal fragen… keine Ahnung ob das der Fall ist. Kann man die Deutsche Staatsangehörigkeit haben, wenn man gar nicht in Deutschland gemeldet ist? Schon, oder?
Wenn nein, warum nicht - und was muss diese Person ändern?
Wenn ja: Was muss man beachten.
Keinen Ahnung was Sie genau meinen! Wenn die Bank in der
Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit der Kundin gemacht hat
wirds schwer! Schlechte Schufa ist aber bei Sparkassen in der
Regel kein Problem.
Das ist nicht das Problem. Ich dachte eher an sowas wie den Wohnsitz, Korrespondenzadresse für Schriftverkehr, Bevollmächtigte Person im Inland.
Kann als Referenzkonto des deutschen Depots der
kolumbianischen Person ein Konto in Panama fungieren?
Auch hier warum nicht! Nur mit dem Verrechnungskonto das
dürfte bei keiner Bank funktionieren!
Hmmm… hab mich falsch ausgedrückt. Es soll ein Depot werden und das Verrechnungskonto ist auch bei der Bank in D, nur das Referenzkonto für Überweisungen soll halt im Ausland sein.
Bei einigen hat man
schon nen Problem wenn das Verrechnungskonto nicht bei der
selbigen ist.
Danke schonmal!
Frank Wilke
P.S.: Wäre es theoretisch möglich, eine Person in D zu bestimmen, die auf fremde Rechnung das Konto eröffnet?
Hallo Frank,
Darf eine seit Jahren in Kolumbien lebende Person mit
deutscher Staatsbürgerschaft in Deutschland ein Konto
eröffnen?
Das geht sicherlich. Es ist nicht zwingend erforderlich in Deutschland zu wohnen, um hier ein Konto zu unterhalten. Auf jeden Fall kann man auch eine deutsche Staatsbuergerschaft haben, ohne in Deutschland gemeldet zu sein.
Darf diese Person hier auch ein Depot eröffnen?
Auch das ist moeglich.
Kann als Referenzkonto des deutschen Depots der
kolumbianischen Person ein Konto in Panama fungieren?
Das wird nicht moeglich sein. 1. Wird die Bank pruefen wollen, ob fuer Transaktionen die erforderliche Deckung vorhanden ist. Dies kann am besten erfolgen, wenn das Referenzkonto bei der depotfuehrenden Bank besteht. 2. Sehe ich Schwierigkeiten mit dem Geldwaeschegesetz. Mir ist zu Ohren gekommen, dass Kolumbien ein Land ist, in dem Drogen kein Fremdwort ist. Daher will keine Bank in irgendwelche Geldwaesche eingezogen werden und wird hier ein besonderes Auge auf diese Konten werfen.
Aber abschliessend sehe ich hier kein Problem, solange alles mit rechten Dingen zugeht.
Gruss,
Alfred
Hallo Frank,
Also denn, liebe Bank-Experten, hier kommt Frage 1:
Darf eine seit Jahren in Kolumbien lebende Person mit
deutscher Staatsbürgerschaft in Deutschland ein Konto
eröffnen?
Ja, darf er.
Die übliche Legitimationsprüfung muss eben beachtet werden.
Wär ja noch schöner wenn man nur Konten im eigenen Land haben dürfte 
Darf diese Person hier auch ein Depot eröffnen?
Aber sicher.
Und wer hier noch weiterliest, gehört zu den Hartgesottenen,
für die Frage 3 bestimmt ist:
Kann als Referenzkonto des deutschen Depots der
kolumbianischen Person ein Konto in Panama fungieren?
Klares kommt drauf an.
Es bietet sich nicht an, da so kaum Käufe und Verkäufe abgewickelt werden könnten. Auch die Gutschrift von Erträgnissen dürfte sich schwierig gestalten.
Sollte es sich um einen institutionellen Kunden - am besten gar eine Bank handeln - und deswegen ein entsprechender SWIFT Anschluss vorhanden sein, wäre es wiederum (im Rahmen eines entsprechenden Custody Mandates) möglich.
Aber für Privatpersonen halte ich dies für eher unmöglich.
Gruss Ivo
Hallo Frank,
Tja… da muss ich mal fragen… keine Ahnung ob das der Fall
ist. Kann man die Deutsche Staatsangehörigkeit haben, wenn man
gar nicht in Deutschland gemeldet ist? Schon, oder?
Selbstverständlich. Das eine hat mit dem anderen nix zu tun.
P.S.: Wäre es theoretisch möglich, eine Person in D zu
bestimmen, die auf fremde Rechnung das Konto eröffnet?
Mit entsprechender Vollmacht sollte auch das möglich sein, aber da kenne ich mich nicht aus.
Ralph
Hallo Frank,
Depot in D für in Kolumbien lebende Menschen ist nach meinen Erfahrungen kein Problem. Falls es in Deinem Umfeld nicht geht, schicke mir mal ne E-mail.
Nur US-Bürger und dort lebende Menschen sind ein Problem.
Referenzkonto geht bei meiner Quelle nur in D.
Insgesamt würde der Vorgang sicher vereinfacht, wenn die Person ein Konto in D hätte.
Auf fremde Rechnung geht wohl theoretisch, ist aber praktisch unerwünscht… .
Gruß Schorsch
Hallo,
Und nochmal: Ich meine die Frage ernst. Ich habe keinen
blassen Schimmer über die Regelwerke und Möglichkeiten in
diesem Bereich.
Auf jeden Fall sollte man sich mit dem Doppelbesteuerungsabkommen zwischen den Ländern befassen, um eben eine doppelte Besteuerung der (hoffentlich reichlichen) Erträge möglichst zu vermeiden.
Wer Deutscher ist, ist übrigens im Grundgesetz §116 http://www.juraforum.de/gesetze/GG/Art.116/Art.116_G… geregelt. Da steht nichts vom Wohn- oder Aufenthaltsort. Aberkannt kann die Staatsangehörigkeit auch nicht werden, außer man nimmt eine andere an.
Cu Rene
Das ist nicht das Problem. Ich dachte eher an sowas wie den
Wohnsitz, Korrespondenzadresse für Schriftverkehr,
Bevollmächtigte Person im Inland.
Also Wohnsitz und Korrespondenzadresse in einem nicht EU-Land werden einige Banken nicht gerne sehen und daher das ganze verweigern. Zumindest der Schriftverkehr sollte über eine deutsche Adresse, z.B. den Bevollmächtigten laufen.
Hmmm… hab mich falsch ausgedrückt. Es soll ein Depot werden
und das Verrechnungskonto ist auch bei der Bank in D, nur das
Referenzkonto für Überweisungen soll halt im Ausland sein.
Solange das Referenzkonto für Gutschriften und Belastungen bei der Bank in D ist, wird es der Bank recht egal sein von wo oder wohin das Guthaben überwiesen wird.
P.S.: Wäre es theoretisch möglich, eine Person in D zu
bestimmen, die auf fremde Rechnung das Konto eröffnet?
Wie schon gesagt nur theoretisch möglich! Wird aber keine Bank machen!
Hi,
Die übliche Legitimationsprüfung muss eben beachtet werden.
Und die dürfte den potentiellen Kunden im Gegensatz zum Postident einiges Kosten…
Es bietet sich nicht an, da so kaum Käufe und Verkäufe
abgewickelt werden könnten. Auch die Gutschrift von
Erträgnissen dürfte sich schwierig gestalten.
Ich glaube, er meinte das Konto, auf das vom bankinternen Depotverrechnungskonto überwiesen wird, da dieses ja oft außer dem vorher festgelegten Auszahlungskonto keinen Zahlungsverkehr zuläßt. Werden Depots überhaupt ohne internes Verrechnungskonto geführt? Wäre mir, zumindest für Privatkunden, absolut neu.
Sofern die Bank die Eröffnung nicht ohnehin wegen dem bei dieser Konstellation zu erwartenden Geschiss ohne weitere Begründung ablehnt, sollte man als Kunde viel Geduld und Verständnis haben, wenn einige Schwierigkeiten auftreten (Überweisung nach Panama nicht online möglich, Verwaltung des Gebietsfremdenstatus, steuerliche Behandlung, etc.). Für das Massengeschäft passt man da nicht so ganz ins Raster und kann Pech haben, nie an einen Betreuer zu geraten, der dem ganzen gewachsen ist 
Gruß
Nils
Die übliche Legitimationsprüfung muss eben beachtet werden.
Und die dürfte den potentiellen Kunden im Gegensatz zum
Postident einiges Kosten…
Stimmt, hab ich gar nicht bedachte. Was macht man da? Notar?
Es bietet sich nicht an, da so kaum Käufe und Verkäufe
abgewickelt werden könnten. Auch die Gutschrift von
Erträgnissen dürfte sich schwierig gestalten.
Ich glaube, er meinte das Konto, auf das vom bankinternen
Depotverrechnungskonto überwiesen wird, da dieses ja oft außer
dem vorher festgelegten Auszahlungskonto keinen
Zahlungsverkehr zuläßt.
Genau richtig! Ein Depot mit Verrecnungskonto hier. Referenzkonto für Überweisungen vom Verrechnungskonto irgendwo in der Wildnis.
Frank Wilke
Hallo niles
Habe ich bis zu diesem Abschnitt irgend etwas anderes geschrieben als du
Sofern die Bank die Eröffnung nicht ohnehin wegen dem bei
dieser Konstellation zu erwartenden Geschiss ohne weitere
Begründung ablehnt,
Na ja… kommt wohl drauf an n welche Kundenkathegorie man fällt.
Es könnte sich ja vom Anlagevolumen auch um einen potentiellen Key-Client handeln. Da sagt wohl keine Bank nein.
sollte man als Kunde viel Geduld und
Verständnis haben, wenn einige Schwierigkeiten auftreten
(Überweisung nach Panama nicht online möglich, Verwaltung des
Gebietsfremdenstatus, steuerliche Behandlung, etc.).
Wieso gerade nach Panama? Hab ich was überlesen? Und so ein Akt ist der Rest den du aufzählst nun auch wieder nicht. Er bietet sogar weiteres Ertragpotential wenn ich z.B. an ein Steuerrückforderungsmandat denke…
Für das
Massengeschäft passt man da nicht so ganz ins Raster und kann
Pech haben, nie an einen Betreuer zu geraten, der dem ganzen
gewachsen ist 
Stimmt. Aber die Masse … wer sucht da schon ein Konto hier.
Gruss Ivo
Lösung gefunden
Moin, moin Leute.
Danke für die zahlreichen und sogar hilfreichen Antworten (ist ja nich bei allen Threads hier so).
Glücklicherweise hat sich eine Lösung gefunden: Depot, Verrechnungskonto und Fremdwährungskonto bei einer Bank, Legitimation ist geklärt, Geldtransfer auch.
Ehrlich gesagt: Ich bin überrascht, was so alles geht - vor allem in Deutschland.
Was mich aber noch mehr wundert: Habe letztens ein Konto in Frankreich eröffnet. Eröffnungsunterlange, selbstgemachte Kopie des Persos und eine Telefonrechnung als Beweis(!) dass man an der Adresse auch lebt … Fertig!!!
Frank Wilke