'Wildes Surfen' kontrollieren

Hallo !

Wir als Eltern haben gewisse Sorgen, weil unsere 3 Kinder am PC „zuviel des Guten“ surfen. Sie sind schon etwas älter (14- 17 J.); sie lassen sich dahingehend nicht mehr viel sagen.
Die Telefon- Rechnung aber ist sehr hoch.
Bei näherem Fragen wissen sie nicht mehr, wer da diese teuren Surf-Gebühren zu verantworten hat.
Deshalb die Frage:
Gibt es Möglichkeiten, das Surfen besser zu kontrollieren beziehungsweise dementsprechend zeitlich zu begrenzen – auch gerade wegen der Virengefahr ?
Und dies Ganze: ohne dass sie es mitbekommen?
Wir möchten nämlich schon wissen, wer jeweils dahinter „steckt“.

Vielen Dank für die umgehende Antwort und das Entgegenkommen in unserem An-liegen.

Mit freundlichen Grüßen
Manni

Hat jeder einen eigenen Rechner oder läuft alles über einen PC?

Es besteht die Möglichkeit, einen Proxy zwischenzuschalten, der alles mitprotokolliert. Ist zwar nicht so die feine englische Art, aber eben das was ihr sucht. Aber eins mag ich Euch vorher nahelegen: Ihr werdet Sachen sehen und lesen, die Ihr später bereut. Es gibt Dinge, die wollen Eltern gar nicht von ihren Kindern wissen. Ich hab zwar (noch) keine Kinder, aber ich war mal eins.

Hallo Manni

Die Telefon- Rechnung aber ist sehr hoch.
Bei näherem Fragen wissen sie nicht mehr, wer da diese teuren
Surf-Gebühren zu verantworten hat.

Nun ja, man kann doch aber sicher gemeinsam gewisse Regeln erarbeiten. Sie sind ja schon einigermassen gross und sollen entsprechend lernen, eine gewisse Verantwortung zu tragen.

Deshalb die Frage:
Gibt es Möglichkeiten, das Surfen besser zu kontrollieren
beziehungsweise dementsprechend zeitlich zu begrenzen –
auch gerade wegen der Virengefahr ?

Also, was die Virengefahr angeht, ist es eigentlich irrelevant, ob Du 5 Minunten online bist oder 2 Stunden. Das meiste kommt via E-Mailattachment oder Download aus unsicherer Quelle.

Wie bereits erwähnt wurde, könnte man einen Rechner als Proxy zwischenschalten. Kommt immer darauf an, wie es bei Dir genau aussieht (hat jeder einen eigenen Rechner? Oder teilt Ihr Euch einen?) und wie Ihr ins Internet geht.

Und dies Ganze: ohne dass sie es mitbekommen?

Lass es besser. Sinnvoller ist es, das gemeinsam festzulegen, was erlaubt ist und was nicht. Damit Du auch erklären kannst, warum Du dieses oder jenes nicht möchtest. Für Argumente sind sie doch sicher zugänglich. Evt. könntest Du auch, wenn Ihr einen zeitabhängigen Tarif habt, festlegen, dass sie einen Teil an die Telefon- bzw. Internetkosten beitragen müssen.

CU
Peter

Hat jeder einen eigenen Rechner oder läuft alles über einen
PC?

Es läuft alles über einen PC. Betriebssystem: WinXp Pro.

Es besteht die Möglichkeit, einen Proxy zwischenzuschalten,
der alles mitprotokolliert.

Wie geht das? Wir sind nicht so „versiert“.

Mfg
Manni

Kinderschutz beim Surfen, Experte gesucht

Es besteht die Möglichkeit, einen Proxy zwischenzuschalten,
der alles mitprotokolliert.

Wie geht das? Wir sind nicht so „versiert“.

Dann ist diese Variante wohl eher nichts für Euch. Es gibt auch „Fertiglösungen“ im bereich Kinderschutz, aber da kenne ich mich nicht aus.

Es besteht die Möglichkeit, einen Proxy zwischenzuschalten,
der alles mitprotokolliert.

Wie geht das? Wir sind nicht so „versiert“.

Dann ist diese Variante wohl eher nichts für Euch.

Wieso? Ein bisschen kenne ich mich schon aus- so ist das nicht.
Mit WinXp Pro ists doch nicht so schwer…
Vielleicht wärs gut, du könntest es kurz beschreiben.

Es gibt auch „Fertiglösungen“ im bereich Kinderschutz, aber da kenne
ich mich nicht aus.

wo müssten wir da nachschaun?

mfg
Manni

Wie immer, ist Google Dein bester Freund, wie Du gleich sehen wirst… :smile:

Wieso? Ein bisschen kenne ich mich schon aus- so ist das
nicht. Mit WinXp Pro ists doch nicht so schwer…
Vielleicht wärs gut, du könntest es kurz beschreiben.

Kurz ist gut. Mit dem Betriebssystem allein ist es ja nicht getan.

Weiterhin ist meiner Meinung nach zwingend, den Proxy auf einen zweiten Rechner auszulagern. Denn ansonsten kriegen Deine Kids das ganz schnell spitz. Und wenn sie technisch etwas versiert sind oder Freunde haben, die sich auskennen, dann ist der Proxy ruckzuck ausgeschaltet oder umgangen.

Auch bedeutet ein Proxy Probleme. Es kann gut sein, daß nicht mehr jede beliebige Software auf das Internet zugreifen kann.

Allgemeine Informationen zum Proxy findest Du bei Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Proxy_%28Rechnernetz%29

Solltest Du Dich dennoch zur Installation entschließen, kannst Du bei google mit Sicherheit massenweise Softwarelösungen finden.

Es gibt auch „Fertiglösungen“ im bereich Kinderschutz, aber da kenne
ich mich nicht aus.

wo müssten wir da nachschaun?

Bei jemandem, der sich auskennt?
Also ich hab mal gegoogelt und direkt auf Anhieb einen Treffer gefunden. Leider geht man dort aber nicht auf spezielle Software-Lösungen ein:
http://www.bsi-fuer-buerger.de/kinder/index.htm

Wenn man speziell nach Software googelt:
http://www.google.de/search?hl=de&q=kinderschutzsoft…

Nachtrag

Wenn man speziell nach Software googelt:
http://www.google.de/search?hl=de&q=kinderschutzsoft…

Ganz besonders zu empfehlen auch die dort gefundenen Diskussionen hier bei wer-weiss-was.

Wenn man speziell nach Software googelt:
http://www.google.de/search?hl=de&q=kinderschutzsoft…

Ganz besonders zu empfehlen auch die dort gefundenen
Diskussionen hier bei wer-weiss-was.

Nur nutzen die nichts, wenn die mit einer Live CD den Rechner hochbooten.
Es gibt Rooter wie z.B die Fritz Box, die eine Kindersicherung integriert haben.
Diese dürfte für die Kinder wesentlich schwerer zu knacken sein.
Abgesehen von den technischen Mitteln mittels SW oder HW , werdet ihr eher damit was erreichen, denen einfach mal die Kosten mittels Beteiligung daran zu präsentieren.

So lernen sie wenigstens noch, das alles etwas kostet :wink:

Pinguin

Hallo Manni,

als Vater von vier Kindern, die auch gern surfen und chatten:

Ihr solltet euch die Einrichtung einer Flatrate überlegen. Dann ist die Höhe der Telefonkosten kein Thema mehr. Und, wie bereits gesagt - Viren kann man auch als Wenigsurfer einfangen.

Alles Gute

Felix

Abgesehen von den technischen Mitteln mittels SW oder HW ,
werdet ihr eher damit was erreichen, denen einfach mal die
Kosten mittels Beteiligung daran zu präsentieren.

So lernen sie wenigstens noch, das alles etwas kostet :wink:

Das wäre wirklich zu empfehlen. Das haben meine Eltern bei mir leider versäumt. Und so habe ich dann ziemlich dumm geguckt, als ich eines Tages ausgezogen bin und alles selber zahlen musste. Da habe ich dann erst mal gemerkt, was ich bei meiner vorherigen Rechnung nicht alles vergessen hatte.

Aber das gehört wohl eher in ein anderes Brett… :smile:

Wenn man speziell nach Software googelt:

Nur nutzen die nichts, wenn die mit einer Live CD den Rechner
hochbooten.

Kenn ich.

Es gibt Rooter wie z.B die Fritz Box, die eine Kindersicherung
integriert haben.
Diese dürfte für die Kinder wesentlich schwerer zu knacken
sein.

Wir haben nur ISDN… DSL ist leider überhaupt NICHT MÖGLCH (blöde Telekom).

Abgesehen von den technischen Mitteln mittels SW oder HW ,
werdet ihr eher damit was erreichen, denen einfach mal die
Kosten mittels Beteiligung daran zu präsentieren.

Vielen Dank
Manni

Soziale Probleme technisch lösen…
mal wieder das alte Problem. Geht nicht. Find Dich damit ab.

Die Kinder werden Dir technisch immer einen Schritt voraus sein.
Die Kinder werden technische Schranken im besten Fall als Herausforderung, im ungünstigen Fall als unwillkommene und böse Überwachung oder Spionage empfinden.

So lange es noch kein „Suchtverhalten“ ist, würde ich den Kindern das Surfen erlauben. Drüber reden, Vernunft und Verantwortung anmahnen, aber trotzdem nicht technische Hindernisse verwenden. Aber bei der Kindererziehung sollte jeder selbst entscheiden, also bitte nicht obiges als Kritik auffassen.

So bald das Surfen wie eine Sucht wird, ist allerdings der Spaß vorbei. Dann ist auch Totalsperre des Computers oder andere „Strafmaßnahmen“ legitim. Allerdings ists dann eigentlich viel zu spät zum Handeln.

Nick

Was ich tun würde …
Hallo,

soweit ich es verstanden habe surfen alle über einen PC.
Da die technischen Möglichkeiten eure Fähigkeiten übersteigen würde das
a) zu kontrollieren und b)unbemerkt durchzuführen, würde ich folgendes machen.

Ich würde mit den drei reden und folgendes Modell einführen:

Festsetzen einer finanziellen Obergrenze der Surfkosten
Bei Überschreiten dieser wird die überschrittene Summe vom Taschengeld, anteilsmäßig von allen drei einbehalten. Sollen Sie es doch untereinander ausmachen wer wann für wieviel gesurft hat.
Punkt Ende Aus

Sollen halt lernen das es nun mal nicht kostenlos ist.

Sollte das nicht fruchten, ISDN Karte aus dem Rechner raus.

Gruß
Robert

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo !

Wir als Eltern haben gewisse Sorgen, weil unsere 3 Kinder am
PC „zuviel des Guten“ surfen. Sie sind schon etwas
älter (14- 17 J.); sie lassen sich dahingehend nicht mehr viel
sagen.

Nun, Du kannst nur dasselbe Konzept machen, das auch Firmen machen müssen, um ihre Rechner vor unzulässigen Eingriffen durch Mitarbeiter zu sichern.

  1. Grundregel: physikalische Sicherheit. Es darf nicht möglich sein, den Betriebssystemstart zu sabotieren. Das heißt: booten von anderen Medien als der Festplatte unterbinden (BIOS), BIOS mit einem Passwort sichern, Gehäuse sichern (Vorhangschloss, notfalls eine Schraube raus und eine Popniete rein). Sonst finden die Kids irgendwann den Schraubenzieher und die Prozedur für BIOS Passwort-Recovery. BIOS überprüfen, ob es ein BIOS Backdoor hat, und ggf. ein Update einspielen das das nicht mehr hat.

  2. Gundregel: eingeschränkte Accounts anlegen. Dazu brauchst Du ein Betriebssystem aus der NT Schiene (2000/XP/Vista). Und jedes Kind braucht einen eigenen Account, und es muss ihnen klar gemacht werden, dass sie keinesfalls ihre Passwörter an Andere, auch nicht an ihre Geschwister, weitergeben dürfen.

1 und zwei dienen nur dazu, Schritt 3 sinnvoll zu machen: protokollieren. Jeden Zugriff aufs Internet, und am besten auch auf alle Dateien des Rechners. Und zwar in Protokolle, die nur der Administrator (Du …) löschen kann. Du kannst auch noch andere Software (Stichwort: „Parental Control“) zusätzlich anschaffen. Ich denke allerdings nicht, dass es da im Freeware-Bereich was gibt.

Und dann musst Du Dir die Mühe machen, die Protokolle von Zeit zu Zeit zu filzen, und Übeltätern auf der Stelle drastisch die Ohren lang zu ziehen.

Wie ich zu der Ansicht komme? 3 Erkenntnisse:

1.) Technische, austomatisierte Schutzmaßnahmen sind bisher nie von Dauer gewesen, der Aufwand, sie zu intallieren steht in keiner Relation zu der Zeit, bis sie geknackt werden, vor allem wenn es sich um Maßnahmen handelt, die auf der selben Plattform laufen wie der „bewachte“ Benutzer.

2.) Ehrlichkeit ist eine Frage des Risikos, erwischt zu werden, und eine Frage der Konsequenzen, die drohen, wenn man erwischt wird.

3.) Auf einen Jugendlich „vernünftig“ einzureden ist - Ausnahmeeltern mögen sich jetzt beglückwünschen - so aussichtsreich wie eine Diesellok in voller Fahrt durch Blasen zum Stehen zu bringen.

Also musst Du die Wahrscheinlichkeit, erwischt zu werden, und die Konsequenzen Deinen Kids angepasst in den Computer einpflanzen. Du musst dazu die Benutzer voneinander unterscheiden können, Manipulationen am Rechner und am Betriebssystem unterbinden und jeden Zugriff protokollieren, die Protokolle regelmäßig durchsehen (das ist der mühsame Teil!) und dann ein zwei Mal ein Exempel statuieren.

Dann gehen sie die „bösen“ Sachen außer Haus bei den Rechnern von Freunden machen.

Wenn Du letzteres ein wenig verhindern möchtest, machst Du alles wie oben, liest die Protokolle, redest aber nicht drüber und statuierst auch keine Exempel. Dann weißt Du immerhin in etwa, wo Deine Kids im Moment stehen und kannst die Notbremse ziehen wenn notwendig.

…Armin

Wenn man speziell nach Software googelt:
http://www.google.de/search?

hl=de&q=kinderschutzsoftware&revid=653992206&sa=X&oi=revisions_inline&resnum=0&c
t=broad-revision&cd=1

Ganz besonders zu empfehlen auch die dort gefundenen
Diskussionen hier bei wer-weiss-was.

Nur nutzen die nichts, wenn die mit einer Live CD den Rechner
hochbooten.

Das läßt sich ja wohl leicht vermeiden - BIOS entsprechend einstellen und mit
einem PW versehen.

Abgesehen von den technischen Mitteln mittels SW oder HW ,
werdet ihr eher damit was erreichen, denen einfach mal die
Kosten mittels Beteiligung daran zu präsentieren.

So lernen sie wenigstens noch, das alles etwas kostet :wink:

Das lernen viel nie. Selbst Erwachsene gehen erstaunlich leichtfertig mit Dingen
um, wenn sie - zumindest sie - nichts kosten.

Pinguin

vgm