Wildhecke?

Hallo.

Wir wollen unseren Garten nach Westen, zum Wald hin, durch eine Wildhecke abschließen. Also eine Hecke, die nicht geschnitten wird und ruhig so 3-4m hoch werden kann.

Holunder, Haselnuss, Schlehdorn, Vogelbeere (Eberesche), Brom- und Himbeere soll da rein und was weiß ich, was noch. Wenn noch jemand was einfällt, gerne!

Nun die Frage, wann pflanzt man das am besten, jetzt im Herbst, oder besser im Frühjahr? Einiges kann man sich ja im Wald holen.

In dem Bereich steht ein ziemlich großer Walnussbaum, den jedes Jahr die Eichhörnchen abernten. (Ist mir egal, ich kann mir ja Walnüsse kaufen.) Aber nun habe ich gelesen, dass dieser Baum wuchshemmende Stoffe absondert. Wird unsere Hecke also von Anfang an zum Scheitern verurteilt sein?

Mit freundlichem Danke,

Nemo.

Wildhecke!
Moin!
Du solltest genügend Breite einplanen, sonst hast Du keinen Spaß (mind. ebenfalls 3-4m)

so 3-4m hoch werden kann.

Holunder, Haselnuss,

Werden beide wesentlich höher als 3-4m, aber können problemlos alle paar Jahre auf 0 zurückgesetzt werden.

Schlehdorn,

vermehrt sich durch Ausläufer, regelmäßiges Rasenmähen davor ist angesagt :smile:

Vogelbeere (Eberesche)

sehr schön.

Brom-

beere: Das würde ich mir doch überlegen…

und Himbeere soll da rein und was weiß ich, was noch. Wenn

Ist es dort sonnig?

Nun die Frage, wann pflanzt man das am besten, jetzt im
Herbst, oder besser im Frühjahr?

Von Oktober an bis der Boden gefroren ist. Oder im zeitigen Frühjahr vor dem Austrieb.

Einiges kann man sich ja im
Wald holen.

Sag das nicht zu laut hier, ist gaaaar nicht erlaubt.

In dem Bereich steht ein ziemlich großer Walnussbaum, den
jedes Jahr die Eichhörnchen abernten. (Ist mir egal, ich kann
mir ja Walnüsse kaufen.) Aber nun habe ich gelesen, dass
dieser Baum wuchshemmende Stoffe absondert. Wird unsere Hecke
also von Anfang an zum Scheitern verurteilt sein?

In der Tat ist das so, wie du gelesen hast. Ich mein: die Pflanzen werden ja nicht so teuer, direkt unter den Nussbaum würde ich sie nicht einpflanzen (schadet ja auch dem Baum) und dann siehst Du schon, was dort wächst.

Zu den Arten: ich würde heimische bevorzugen, solche mit essbaren Früchten für Mensch und Tier und solche mit Dornen als Brutplatzangebot für Vögel. Und schöne auch.
Stand das Pfaffenhütchen schon auf Deiner Liste (fällt unter „schön, aber giftig“).

Nähere Informationen gibt es zuhauf im Internet, auch Artenlisten heimischer Gehölze (wobei ich z.B. einen Sanddorn in Süddeutschland nicht als heimisch ansehen würde :wink: ), z.B. vom NABU

Zur langfristigen Pflege: Ich würde die gesamte Hecke dann und wann auf den Stock setzen, ähnlich wie die Knicks in Norddeutschland.

Grüße
kernig

Servus,

Oktober/November ist deswegen günstiger als Frühjahr, weil dann bei normalem Wetter einige Monate guter Bodenfeuchtigkeit bevorstehen, das ist fürs Einwurzeln recht gut - die meisten der aufgezählten Büsche schlafen den ganzen Winter über kaum besonders tief.

Schlehe und Brombeeren zeichnen sich durch ausgesprochene Wanderlust aus. Ich würde sie in einer Hecke, an und um die man nicht viel machen wird, nicht pflanzen - mein Kampf gegen die Schlehe in meinem Garten erinnert stark an Pat Garrett vs. Billy the Kid; mit dem Unterschied, dass keiner von uns beiden endgültig den Kürzeren ziehen wird.

Blüten, Vogelschutz und Früchte sind bei Hundrosen und allem aus der Gegend Hartriegel/Weißdorn auch da, und die sind alle nicht so heftig mit Ausläufern dabei.

Holzapfel, Holzbirne, Felsenkirsche, Kornelkirsche passen noch gut dazu: Die nehmen es nicht übel, wenn man nicht großartig daran herumschneidet, aber bei Überborden in Höhe oder Breite ruhig einmal heftiger darangeht. Im Gegenteil, sie verzweigen dann dichter, und mit Glück ist das dann nicht bloß für Zaunkönige attraktiv.

Ja, und natürlich auch der Faulbaum.

Schöne Grüße

Dä Blumepeder

Man pflanzt besser im Herbst, damit die Pflanzen über den Winter schon mal einwurzeln können. Dadurch haben sie im Frühjahr einen besseren Start, als wenn sie gleichzeitig Wurzeln und Blätter machen müßten. Mit etwas Pech vertrocknen einem die Pflanzen im Frühjahr eher, vor allem wenn man solche Ecken an der Grundstücksgrenze nicht ganz so regelmäßig gießt.

Wenn du selbst ausgräbst, warte den Laubfall ab. Ist der Baum/Strauch nackig, kannst du ausbuddeln und neu pflanzen. ;o)

Himbeeren und Brombeeren kannst du dir sparen. Die kommen im Laufe der Jahre von selbst durch Vogelkot in den Garten.
Stattdessen kann man ein paar Wildrosen setzen.
Verschiedene Baumschulen wie z.B. Eggert bieten eine fertige Hecken-Mischung als Paket an. Dort kann man sich gut inspieren lassen und auch wegen des Walnußbaums nachfragen.

lg