Hallo!
Ich bin einem Reh ausgewischen, daß ging jedoch kräftig in die Hose.
Kam ins Schleudern und erst im Graben auf dem Dach zum stehen.
Hatte zwei Zeugen im Auto. Der Schaden ist gemeldet und warte nun auf die Entscheidung.
Ich kenne die Rechtslage und weiß das dies
ein heikler Fall ist.
Würde mich interessieren, ob jemand ein ähnlichen Fall erlebt hat und wie da die Versicherung entschieden hat.
so heikel ist der Fall nicht. Nach § 62, 63 Versicherungsvertragsgesetz (VVG) kannst Du den Dir entstandenen Schaden als Rettungskosten geltend machen. Voraussetzung ist allerdings, daß es sich um ein größeres Reh gehandelt hat, sodaß Deine Ausweichreaktion im Verhältnis zu den möglichen Folgen eines Zusammenstoßes angemessen war.
Hallo Walter, ich halte also „voll drauf“: Das Reh schleudert auf die Motorhaube, zerschmettert die Frontscheibe und fliegt in den Fahrgastraum des Wagens … - dieses Risiko ist auch nicht unbeträchtlich …
Was sagt die Versicherung dazu?
w-w-w-Grüsse Dieter
Ich denke, Du hast schon verstanden, wie ich das „voll drauf“ (warum habe ich das wohl in Anführungszeihen gesetzt!?) gemeint habe.
Aus regulierungstechnischer Sicht gibt es für den Versicherungsnehmer weit weniger Probleme, wenn eine „Feindberührung“ stattgefunden hat, als ohne eine solche.
Und was die §§ 62, 63 VVG betrifft, da äussern fachlich weitaus qualifiziertere Leute als ich es bin starke Bedenken.
Schau Dir doch einmal die Seiten an, zu denen ich URL’s angegeben habe. Da kannst Du einiges dazu finden.
Damit wollte ich Heinz-Harald eine Hilfestellung geben und keinen Anreiz für eine Grundsatzdiskussion "was alle passieren kann’, wenn … schaffen.
Das sollten wir uns hier ersparen; das Risiko beim Autofahren insgesamt ist nicht unbeträchtlich.
Vielleicht äussert sich Heinz-Harald ja mal dazu, ob die Seiten für ihn informativ sind/waren oder nicht.
Mal allgemein gefragt:
Das Brett ‚Versicherungen‘ versetzt mich häufig in Erstaunen.
Warum werden häufig diejenigen, die hier wirklich qualifizierte Hilfestellung geben (und davon gibt es einige), zum Opfer der Kritik?
Warum gibt es hier fast mehr Kritik-Postings als Hilfestellungen?
Warum tun (glauben) viele Leute so, als hätten sie vom Versicherungsfach mehr Ahnung, als all diejenigen, die den Beruf gelernt haben und/oder langjährig ausüben?
Die ganze Welt scheint voller selbsternannter Versicherungsexperten zu sein, nur mit deren fachlicher Qualifikation scheint es oft nicht weit her zu sein.
Da könnte einem schon manchmal die Lust vergehen … aber als Versicherungsfritze habe ich ja einen breiten Buckel.
Hallo Walter, sorry, ich wollte Dir nicht auf den Schlips treten. Ich halte mich nicht für einen Versicherungsexperten noch bin ich es (siehe auch die nicht enden wollende Grundsatzdiskussion über die KLV) noch war es meine Absicht, pauschalierend auf die Versicherungsgesellschaften, ihre Vertreter, Sachbearbeiter usw. einzudreschen.
Daß die Beweisführung, ohne Tierhaare auf der Haube, erschwert wird, ist schon einleuchtend; aber instinktiv reagiert man als Autofahrer dann doch anders, auch ohne den Aufkleber „Ich bremse auch für Tiere“.
Schönes Wochenende
w-w-w-Grüsse Dieter