Wildschwein allein, und nun?

Hallo,
vielleicht habt ihr eine Idee. Ich habe seit 7Jahren Schweine, ursprünglich ein männliches Geschwisterpäärchen Wildschweine. Nach einigen Wechseln in der Schweine-WG ist nun nur noch einer der beiden Brüder da, allein, da er die anderen Neuen nach dem Tod seines Bruders immer sehr schlecht behandelt hat. Naja, er hat mit ihnen gelegen, geschlafen etc, aber sie eben nicht wirklich an „sein“ Futter gelassen. Da er ordentliche Hauer hat, waren die Wunden der Anderen nicht unerheblich. Nun habe ich selber Nachwuchs und möchte nicht immer Angst haben, dass er vielleicht doch mal ausbricht und meine Tochter erwischt. Er soll also weg. Der Tip, ihn schlachten zu lassen, ist tabu, dafür habe ich ihn viel zu lieb. Er hört auf seinen Namen, liebt es, gekrault zu werden und gehört für mich zur Familie. Nur ist sein Alleinsein kein guter Dauerzustand, und mein Mann weigert sich aus Sicherheitsgründen und den bisherigen Erfahrungen mit neuen Vergesellschaftungen auf dem Revier des Schweins, es nochmal mit einem neuen Kumpel hier zu probieren.
Jetzt meine Frage: wer kennt einen Tierpark oder einen Privatmensch, der eine große Rotte besitzt oder aber eine gründen möchte und Lust hat, meinen Eber zu übernehmen. Er ist kastriert, gleich als Frischling, sieht aus wie die Schweine bei Asterix und Obelix und ist schon menschenbezogen, aber kein Schmuser.
Vielleicht hat aber auch jemand eine andere Idee, die mir noch nicht gekommen ist.
Danke für eure Gedanken!
Lieben Gruß,
motte-s

hallo motte,

tierparks gib es in brandenburg ja reichlich. telefoniere doch mal rum: http://brandenburg.rz.fhtw-berlin.de/park1.html.
persönlich kenne ich allerdings nur den http://www.zoo.eberswalde.de/index.php?id=3 (und der letzte besuch ist auch eine zeit her).

schöne grüße
ann

Hallo Motte,

da fällt mir spontan das Wisentgehege Springe ein.

http://de.wikipedia.org/wiki/Saupark_Springe

Wisentgehege Springe
Saupark
31832 Springe, Deister
Tel.: (05041) 5828
Fax: (05041) 640765

Wenn die deinen Keiler nicht nehmen, wissen sie vielleicht fachlichen Rat oder eine andere Adresse.

Gruß Steffi

Hallo,

die Stadt Hildesheim unterhält einen „offene“ Wildpark, also eine Ansammlung von Gehegen und Käfigen, die frei zugänglich ist. U.a. gibt es auch ein Wildschweingehege, welches bei meinem letzten Besuch leer zu sein schien. Normalerweise werden dort nur verunfallte oder erkrankte Tiere aus der Gegend untergebracht, die in freier Wildbahn nicht überleben würde. Aber wenn es momentan keine sonstigen Wildschweine gibt, nehmen sie vielleicht auch deinen Eber. Versuch macht kluch.

Gruß vom Wiz

Hallo,

vielleicht kann auch das örtliche oder nächstgelegene Tierheim mit Adressen / Ansprechpartnern aushelfen.
Manchmal wissen auch Tierärzte sowas.

Gruß Carolin

Hallo Motte,

google mal unter Zoo, bzw. Kleinzoo!

Gibt eine Menge Adressen!

Tiervermittlung wäre auch eine Möglichkeit.

Gruß, Nemo.

wenn ich das so lese,stelle ich fest,dass du KEINE ahnung von schweine haltung hast–der behandelnde tierartz,der die wunden des futterneids unterlegenen tieres hoffentlich behandelt hat,hätte einschreiten MÜSSEN und dir das erklären müssen,dass beim fressen die schweine,jedenfalls die grösseren GETRENNT werden MÜSSEN.
wenn ich als landwirt und schweinehalter mit so einer geschichte in eine kontrolle des veterinäramtes geraten würde,dann würden die mir nicht nur die ohren lang ziehen.

Hallo Hans,

bezüglich der Mastschweinehaltung, wie sie heut so ist, hast du absolut recht. Schweine die auf solch engem Raum und absolut unnatürlich leben, sind sehr schnell geneigt den Nächsten umzubringen.
Das sieht bei „frei“ lebenden (Wild-) Schweinen z.B. in Wildparks schon wesentlich anders aus. Naürlich gibt es auch da Rivalität ums Futter, aber auch Ausweichmöglichkeiten, so daß die Futterzeit nicht gleich zum Gemetzel wird. Schweine sind Rudeltiere. Leben sie halbwegs unter natürlichen Bedingungen arangieren sie sich innerhalb des Rudeln um sich nicht selbst auszurotten.

Wieviel Platz Mottes Wildschweine haben wissen wir nicht. Allerdings haben sich 7 Wildschweine bei dem Platzangebot offenbar gut leben können, daß es zu keinen besonderen Zwischenfällen kam. Wenn nun dieser letzte Keiler aggressiv zu Neuankömmlingen ist, liegt das wahrscheinlich nicht an der Fläche oder daran, daß man sie nicht auseinander sperrt, sondern eher daran, daß der Neue eben fremd ist.

Wenn das Problem wirklich nur beim Füttern auftritt, wäre es eine Möglichkeit Fressstände zu schaffen (wie man es bei Pferden macht), so daß jedes Tier während des Fressens geschützt in einer engen Box steht.

Wollte man wirklich für die Schweine etwas tun, müßte man sie aus der Massenhaltung entlassen. Die Aggression durch Trennung zu vermeiden ist nur ein Bekämpfen der Symptome, ein Zudeckeln der Massenhaltungsproblematik. Ich weiß, daß sich das nicht so einfach umsetzen ließe, wie es gesagt ist. Doch die landwirtschaftliche Haltung mit einem Wildscheingehege zu vergleichen ist wie ein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen. Alles Obst / alles Schweine.

Gruß Steffi

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Hallo Hans,

bezüglich der Mastschweinehaltung, wie sie heut so ist, hast
du absolut recht. Schweine die auf solch engem Raum und
absolut unnatürlich leben, sind sehr schnell geneigt den
Nächsten umzubringen.

das stimmt nicht–es werden immer die futterstellen entsprechend der anzahl der tiere eingebaut

Das sieht bei „frei“ lebenden (Wild-) Schweinen z.B. in
Wildparks schon wesentlich anders aus. Naürlich gibt es auch
da Rivalität ums Futter, aber auch Ausweichmöglichkeiten, so
daß die Futterzeit nicht gleich zum Gemetzel wird. Schweine
sind Rudeltiere. Leben sie halbwegs unter natürlichen
Bedingungen arangieren sie sich innerhalb des Rudeln um sich
nicht selbst auszurotten.

es geht doch gar nicht um wildschweingehege.

Wieviel Platz Mottes Wildschweine haben wissen wir nicht.

doch,offensichtlich zu wenig–verletzungen beim fressen.

Allerdings haben sich 7 Wildschweine bei dem Platzangebot
offenbar gut leben können, daß es zu keinen besonderen
Zwischenfällen kam.

das weisst du doch gar nicht.

Wenn nun dieser letzte Keiler aggressiv zu

Neuankömmlingen ist, liegt das wahrscheinlich nicht an der
Fläche oder daran, daß man sie nicht auseinander sperrt,
sondern eher daran, daß der Neue eben fremd ist.

das stimmt auch nicht–es ging doch nur um futterneid.

Wenn das Problem wirklich nur beim Füttern auftritt, wäre es
eine Möglichkeit Fressstände zu schaffen (wie man es bei
Pferden macht), so daß jedes Tier während des Fressens
geschützt in einer engen Box steht.

genau,sag ich doch.

Wollte man wirklich für die Schweine etwas tun, müßte man sie
aus der Massenhaltung entlassen. Die Aggression durch Trennung
zu vermeiden ist nur ein Bekämpfen der Symptome, ein Zudeckeln
der Massenhaltungsproblematik. Ich weiß, daß sich das nicht so
einfach umsetzen ließe, wie es gesagt ist.

genau,wer würde das bezahlen.

Doch die

landwirtschaftliche Haltung mit einem Wildscheingehege zu
vergleichen ist wie ein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen.
Alles Obst / alles Schweine.

stimmt wieder nicht–es ging hier um futterneid beim schwein.
schwein ist schwein.

Gruß Steffi

hast du mal in letzter zeit einen vollspaltenmaststall angesehen.
würde dir das empfehlen.

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