Wilhelm der Eroberer

Hallo Leutz!

Hastings 1066: Harolds Truppen versperren Wilhelms Truppen gewissermaßen seinen Siegeszug nach London. Die Truppen stehen einander gegenüber und es werden über den Tag vier Angriffe geführt, während des Letzten wird Harold samt Garde und Standartenträger schwer verwundet. Harold stirbt auf dem Schlachtfeld.

Was mich interessiert ist aber Wilhelms Verfassung nach dem zweiten bzw. dritten Angriff am Mittag. Ich habe schon einige Male aufgeschnappt, Wilhelms sei bei diesen Angriffen auch nicht ganz komplett zurückgekehrt sprich Pferd verloren.
Falls dies wirklich der Wahrheit entspricht, bietet sich hier ein schönes Szenario für kontrafaktische Spekulationen (Was-Wäre-Gewesen-Wenn…).
Detailtreuer Experte für Mittelalter und angelsächsische bzw. normannische Geschichtsschreibung samt Quellenverweisen gesucht!

Danke für Eure Mühe Leute!

Lawrence

Dear Lawrence,

der Teppich von Bayeux berichtet nichts dergleichen.

Szene 53 zeigt zwar einige gefallene Pferde, doch daß Wi8lhelms Pferd darunter gewesen sei, ist nicht erkennbar.
In Szene 55 wird gezeigt und erzählt, wie Wilhelm, den man verwundet glaubte, sein Visier öffnet und sich zu erkennen gibt.

Gruß - Rolf

Dear Lawrence,

ich bins nochmal:

Wenn Du Dir den Teppich anschauen möchtest, hier ist er in einzelnen Bildern:

http://www.uni-muenster.de/ZIV/Mitarbeiter/BennoSues…

Gruß - Rolf

Link zum Teppich von Bayeux
Hallo allerseits,

hierzu

Szene 53 zeigt zwar einige gefallene Pferde, doch daß
Wi8lhelms Pferd darunter gewesen sei, ist nicht erkennbar.
In Szene 55 wird gezeigt und erzählt, wie Wilhelm, den man
verwundet glaubte, sein Visier öffnet und sich zu erkennen
gibt.

gbt es den passenden Link:

http://www.uni-muenster.de/ZIV/Mitarbeiter/BennoSues…

(Der braucht bei mir ein bisschen zum Laden…)

So long

MainBrain

1er!!!
*lach*

Hallo Lawrence,

Falls dies wirklich der Wahrheit entspricht, bietet sich hier
ein schönes Szenario für kontrafaktische Spekulationen
(Was-Wäre-Gewesen-Wenn…).

Hier wird die was-wäre-wenn-Frage beantwortet:

http://www.amazon.de/342627325X

Viele Grüße,
Andreas

Leider funktioniert der Link nicht.
Ist aber gut zu wissen, dass sich noch für jedes Thema Leute zu finden scheinen die sich „was-wäre-wenn“ Gedanken machen.

Denn was-wäre-wenn es diese Menschen nicht mehr gäbe die sich Schritt für Schritt eine alternative Menschheitsgeschichte zusammen basteln.

In diesem Sinne: Der Konjunktiv siegt immer!

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Was mich interessiert ist aber Wilhelms Verfassung nach dem
zweiten bzw. dritten Angriff am Mittag. Ich habe schon einige
Male aufgeschnappt, Wilhelms sei bei diesen Angriffen auch
nicht ganz komplett zurückgekehrt sprich Pferd verloren.
Falls dies wirklich der Wahrheit entspricht, bietet sich hier
ein schönes Szenario für kontrafaktische Spekulationen
(Was-Wäre-Gewesen-Wenn…).

Beim ersten Reiterangriff, ging Wilhelm mit seinem Pferd zu Boden, wodurch es zu einer Panik beim linken Flügel der Bretonen kam, da das Gerücht umging der König sei dabei umgekommen. Diese Panik drohte auf das ganze Heer überzuspringen, so das Wilhelm sich ohne Helm seinen Leuten zeigen musste, um eine Niederlage zu verhindern und seine Truppen neu zu formieren.

Was-wäre-Gewesen-Szenarien sind müßig.
Was wäre gewesen wenn die Invasion zu seinem eigentlich geplanten Zeitpunkt stattgefunden hätte, und Wilhelm auf einen voll gerüsteten Harold getroffen wäre, so hatte er das Glück erst recht spät auf England übersetzen zu können, und auf einen Harald zu treffen, der nicht auf seine volle Truppenstärke zurückgreifen konnte und zusätzlich noch durch eine Schlacht kurz vorher geschwächt war.

Was wäre gewesen wenn die oben erwähnte Panik von Harold energisch mit einem Gegenangriff ausgenützt worden wäre.

Was wäre gewesen wenn die Brüder des Königs Harold nicht beim ersten Angriff gefallen wären.

usw. usw.

Die Schlacht ist nunmal so verlaufen - Spekulationen kann man sich sparen.

Detailtreuer Experte für Mittelalter und angelsächsische bzw.
normannische Geschichtsschreibung samt Quellenverweisen
gesucht!

Es gibt zu diesem Ereignis nur drei einigermaßen zuverlässige Quellen, alle aus normanischer Sicht.

  1. Das „Carmen de Hastingae Proelio“ (Das Lied von der Schlacht von Hastings) wird dem Bischof Guido von Amiens zugeschrieben, wurde noch vor dem Mai 1068 verfasst.

  2. Das „Gesta Willelmi ducis Normannorum et regis Anglorum“ (Die Taten Wilhelms, des Herzogs der Normannen und König der Engländer) von Wilhelm von Poitiers.

  3. Der „Teppich von Bayeux“

aus angelsächsischer Sicht gibt es keine umfassenden Quellen.
Die angelsächsische Chronik http://omacl.org/Anglo/ erwähnt zwar die gewonnenen Schlachten Harolds ausführlicher, auf die Schlacht von Hastings geht sie aber nicht ein.

Gruß
Armin