Will mal Eure Meinung hören

Hallo Leute,

wenn ich mit meinem 5jährigen Sohn einkaufen gehe, darf er sich gelegentlich etwas aussuchen. Das wird dann schon zu Hause vereinbart. Und zwar im Wert von höchstens 2 Euro. Da er noch nicht lesen kann, schaut er sich mittlerweile die Preisschilder an und weiß, dass er sich ein Teil aussuchen darf, wenn eine „1“ vor dem Komma steht und zwei Teile, wenn eine „0“ davor steht.

Was mir nun auffällt ist, dass er sich eigentlich immer zwei Teile aussucht, egal ob er dies wirklich mag, egal, ob sein Herz an einem anderen Teil mit einer „1“ davor hängt. Mit viel Herzschmerz legt er also die „1“ zurück, nur damit er zwei Teile bekommt, die er eigentlich gar nicht so gerne mag.

Ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt.

Habt ihr ein solches Verhalten auch erlebt. Finde es natürlich nicht schlimm, wundere mich nur etwas.

Wäre nett, wenn ihr eure Gedanken mitteilt.

Gruß
L

Guten Morgen!!
Na ja, zwei ist halt mehr als eins, vielleicht ist es das?
Ungewöhnlich finde ich das nicht. Machen andere Kinder auch so(wenn sie sich bei mir z.B. aus der Geburtstagskramkiste was aussuchen dürfen, da gibt es ein großes Teil oder zwei kleine Teile. Die meisten nehmen zwei kleine…
Hast du ihn achon mal gefragt??
Fragt Allu

Ich finde das gar nicht so ungewöhnlich sondern ziemlich pfiffig.
Unser Sohn hätte wahrscheinlich genauso gehandelt. In diesem Alter war ihm auch kleines Klimpergeld - also 1, 2 und 5 Cent-Stücke - mehr wert, als 1 Euro-Stück.

Wir haben unserem Sohn immer erlaubt, sich ein Teil auszusuchen. Einen Preis hatten wir ihm nicht genannt. Da musste Muttern dann schonmal nachbessern, weil Sohnemann zu etwas teurem gegriffen hat. Aber das war kein Problem.

Andrea

Moin,

Habt ihr ein solches Verhalten auch erlebt.

Das erlebe ich täglich wenn ich sehe, wie sich leuter literweise ziemlich miese Kaffeeplörre reinziehen, obwohl es ein paar Meter weiter wirklich guten Kaffee gibt, nur ist der 50 Cent die Tasse teurer.

Wäre nett, wenn ihr eure Gedanken mitteilt.

Willst du deinen Sohn zu Qualität erziehen?

Gruß
Marion

Hallo,

Willst du deinen Sohn zu Qualität erziehen?

Hintergedanke war eigentlich der, dass er - wenn er mal etwas Besonderes (und teureres) will - dafür auf etwas Anderes eben verzichten muss.

Grad fällt mir aber ein, ich hab es genau so gemacht. Ich bekam von meinem Großvater 30 Pfennige für ein Eis. Dafür bekam man drei Kugeln Eis und eine „gut schmeckende“ Waffel. Ich aber habe mir drei Eis mit jeweils einer Kugel gekauf, obwohl mit die Waffel für das „10er Eis“ eigentlich nicht schmeckte.

Na ja, der Apfel fällt scheinbar tatsächlich nicht weit vom Stamm.

Gruß
L

Hallo,

das ist, wie Marion schon schrieb, auch bei vielen Erwachsenen so. Hauptsache viel - Qualität kommt später.

Da ist Dein Sohn genauso ‚erwachsen‘ wie viele Erwachsene auch.

Gandalf

Hallo,

also ich finde das nicht so ungewöhnlich. Ich denke, dass es auch noch nicht altersgerecht ist, wenn ein 5jähriger „Qualität“ beurteilen soll.

Mein Sohn hat damals (waren noch DM-Zeiten) auch so seine Probleme gehabt. Ihm waren zwei 50er lieber als 1-DM Stück, obwohl das ja der gleiche Wert war. Und (ich glaube, das ist schon so lange her) ein 10Pfennig Stück war größer, als eine 50-Pfennigmünze. Da war ihm die Münze mit dem kleineren Wert lieber. Ich denke, dass Kinder da noch in anderen Maßstäben denken.

Wie wäre es denn, wenn Du ihm sagst, dass er ein Stück für höchstens 1 Euro auswählen darf. Oder gib ihm den Euro. Wenn er ihn spart, hat er das nächste mal zwei.

Ich kann mich noch erinnern, wenn mein Sohn etwas wünschte, das z.B. 9,99 DM kostete und ich sagte, nein, das sei zu teuer, das kostet ja 10 DM. Da meinte er ganz entrüstet, nein, das kostet doch nur 9,99 DM. Dass der eine Pfennig nicht wirklich viel ausmacht, hat er erst später begriffen.

Grüße

Sarah

Hallo,

laß ihn mal machen und probieren - er wird seine eigenen Schlüsse daraus ziehen und etwas lernen.
Ich lasse meine Kinder grundsätzlich mit ihrem Geld seblst umgehen (O.K. - ausgenommen Süßigkeiten), alles andere können sie selbst entscheiden. Wenn sie mich fragen, sage ich ihnen meine Meinung dazu, aber was sie machen ist ihre Sache. Schlechte Erfahrungen haben sie natürlich auch schon gemacht und abgespeichert.
Bislang haben beide ganz gut gelernt, mit ihrem Geld umzugehen und sie hören auch schon mal auf Ratschläge.
Kurz, ich habe bislang den Eindruck, dass das machen lassen und Erfahrungen sammeln lassen´ gut funktioniert und die Kinder dabei wirklich ein Gespühr für ihre Bedürfnisse und die dafür zu zahlenden Preise bekommen. Sie sagen auch oft Nee, das ist mir zu viel, das gebe ich nicht aus.´ und verzichten dann eben auf einen bestimmten Artikel.

Gruß, Anne