Will nur mal meckern

Hallo,

*sauer*

da finde ich heute meinen EKSt Bescheid im Briefkasten und freu mich schon. Aber dann? Die Rückzahlung fällt extrem weniger als in den Vorjahren aus. OK, noch kein Grund zum Aufregen. Ruf doch mal an und frage nach warum das so ist.

*klingel*
„Nein, ich bin nicht Ihre Sachbearbeiterin, ich stell mal durch.“
*wart*
„Da nimmt im Moment keiner ab, versuchen Sie es doch nochmal“.
Das tue ich auch. Nix.
Na zum Glück ist ja heute Sprechstunde bis 18:00 Uhr für Berufstätige im Finanzamt, also hin.

Beim Info-Schalter:
„Nein, da kann ich Ihnen nicht helfen. Ich rufe mal den Sachbearbeiter an.“
*klingel*
„Was, der ist um drei zum Training gegangen? Und die Vertretung? Aha, auch schon weg. Und der Schlüssel für die Aktenschränke? Hat er mitgenommen. Aha.“
„Tja, da müssen Sie dann morgen nochmal anrufen, versuchen Sie es ruhig öfter.“

Da frage ich mich wozu Beratungszeiten überhaupt eingerichtet werden, wenn eh kein Berater da ist. So wie manche Beamte arbeiten, möchte ich mal meinen Urlaub verbringen.

Zudem zeigt das Erstellungsdatum des Bescheides den 14.11.2003. Ich frage mich wie das geht.

Aber logisch, nun ist es klar. Da hat einer an einem Tag den Kalender zweimal abgerissen und der Bearbeiter dachte es ist Wochenende. Na dann…

olli

Hallo!

Nur mal eine Frage: Hast du dir den Steuerbescheid vielleicht auch mal genauer angesehen. Vielleicht wurden ja irgendwelche Dinge nicht anerkannt. Das kann man aber auch herausfinden, ohne gleich beim Finanzamt anzurufen, oder etwa nicht?

Es ist zwar nicht gerade toll, dass du in der Sprechstunde keinen Berater gefunden hast, aber das ist kein Grund hier gleich wieder irgendwelche Vorurteile gegen die Arbeit der Beamten aufzustellen. Du kannst mir glauben, dass die Beamten in den Finanzämtern nicht an Arbeitsmangel leiden. Kannst ja mal hingehen und dich davon überzeugen. Ich bin mir sicher, dass du dir so deinen Urlaub nicht vorstellst.

Viele Grüße
Flo

*klingel*
„Nein, ich bin nicht Ihre Sachbearbeiterin, ich stell mal
durch.“
*wart*
„Da nimmt im Moment keiner ab, versuchen Sie es doch nochmal“.
Das tue ich auch. Nix.

hi olli,
klischee hin oder her, aber irgendwie ist immer jemand „nicht am
platze“ oder „nebenan und ruft gleich zurück“ oder „grad nicht da“
oder auch „im urlaub“.

wo sind die immer alle???

dann die erbarmungswürdigen „zufällig-am -telefon-seienden“:
„ich schau mal nach der akte“, „ich guck mal nach dem kollegen“, „ich
weiß garnicht, wovon sie reden…“, „ich schreib nen zettel, wir
rufen zurück…“…

drei jahre später:
„nein, hier sind sie falsch…ich verbinde
mal…“…„tuuut…tuuuut…, nein, der kollege ist grad raus,
versuchen sie es doch donnerstag zwischen 13.00 uhr, weil da ist
mittag…“

wo sind die immer alle?

*hmpff*
solidarisch,
f.

Moin olli,

ich verstehe deinen Zorn. Sowas passiert wohl nicht nur bei Behörden, siehe „Buchbinder Wanninger“ von Karl Valentin.

Gruß Ralf

Hallo Flo,

Nur mal eine Frage: Hast du dir den Steuerbescheid vielleicht
auch mal genauer angesehen. Vielleicht wurden ja irgendwelche
Dinge nicht anerkannt. Das kann man aber auch herausfinden,
ohne gleich beim Finanzamt anzurufen, oder etwa nicht?

Eben nicht. Natürlich habe ich versucht den Grund rauszufinden. Aber leider bin ich nicht so klug. Ich habe leider nur Mikrobiologie und Verfahrenstechnik studiert, nicht Verwaltungslogik. War wohl ein Fehler. :wink:

Es ist zwar nicht gerade toll, dass du in der Sprechstunde
keinen Berater gefunden hast, aber das ist kein Grund hier
gleich wieder irgendwelche Vorurteile gegen die Arbeit der
Beamten aufzustellen.

Um gerade KEINE Vorurteile aufzustellen, schrieb ich ja auch „MANCHE“. Es tut mir leid wenn Du Dich in Deiner Berufsehre angegriffen fühlst.

Du kannst mir glauben, dass die Beamten
in den Finanzämtern nicht an Arbeitsmangel leiden. Kannst ja
mal hingehen und dich davon überzeugen.

*kicher* Das habe ich ja versucht. Genau deswegen war ich doch gefrustet.

Ich bin mir sicher,
dass du dir so deinen Urlaub nicht vorstellst.

Bürorafting? :wink:)

Alles Gute für Dich

olli

Hallo,

Es ist zwar nicht gerade toll, dass du in der Sprechstunde
keinen Berater gefunden hast, aber das ist kein Grund hier
gleich wieder irgendwelche Vorurteile gegen die Arbeit der
Beamten aufzustellen.

also wenn Sprechstunde ist, hat gefälligst jemand da zu sein. Die Leute kommen teilweise aus Kilometer weit entfernten Orten (in meinem Fall 15 km) dorthin und das in ihrer Freizeit. Allerdings ruft man in solch einem Fall natürlich vorher an, ob nicht irgendwelche Umstände die Sprechstunde unmöglich machen.

Zur Ehrenrettung der Finanzbeamten: Ich habe noch nie Probleme gehabt. Immer freundliche Beamten, immer jemand am Telefon. Allerdings habe ich auch nur 3 oder 4mal direkt Kontakt aufgenommen.

Gruss, Niels

Hallo,

*sauer*

da finde ich heute meinen EKSt Bescheid im Briefkasten und
freu mich schon. Aber dann? Die Rückzahlung fällt extrem
weniger als in den Vorjahren aus. OK, noch kein Grund zum
Aufregen. Ruf doch mal an und frage nach warum das so ist.

Hallo,

Ich will auch mal meckern:

Warum wohl ist das so mit der niedrigen Erstattung? Weil die das so ausgerechnet haben. Vergleiche die eigenen Angaben mit denen, die das Finanzamt zur Berechnung angesetzt hat.

*klingel*
„Nein, ich bin nicht Ihre Sachbearbeiterin, ich stell mal
durch.“

So soll es sein. Sie kennt den Vorgang nicht, und wenn sie Dir irgendetwas erzählt, bist Du nachher stinksauer.

*wart*
„Da nimmt im Moment keiner ab, versuchen Sie es doch nochmal“.
Das tue ich auch. Nix.

Wie oft hast Du es denn versucht ?

Na zum Glück ist ja heute Sprechstunde bis 18:00 Uhr für
Berufstätige im Finanzamt, also hin.

Wenn der zuständige Sachbearbeiter schon telefonisch nicht erreichbar ist, wie soll er dann noch für Publikum zu sprechen sein ?

Beim Info-Schalter:
„Nein, da kann ich Ihnen nicht helfen. Ich rufe mal den
Sachbearbeiter an.“
*klingel*
„Was, der ist um drei zum Training gegangen? Und die
Vertretung? Aha, auch schon weg. Und der Schlüssel für die
Aktenschränke? Hat er mitgenommen. Aha.“

Na gut, scheiß (sorry) Vertretungsregelung. Hilft nur Beschwerde (schriftlich)

„Tja, da müssen Sie dann morgen nochmal anrufen, versuchen Sie
es ruhig öfter.“

Da frage ich mich wozu Beratungszeiten überhaupt eingerichtet
werden, wenn eh kein Berater da ist. So wie manche Beamte
arbeiten, möchte ich mal meinen Urlaub verbringen.

Wieso, Herr Mikrobiologe, ist Bakterien zählen kein Urlaub ?

Zudem zeigt das Erstellungsdatum des Bescheides den
14.11.2003. Ich frage mich wie das geht.

Da hat sich der Beamte an den PC gesetzt und den gesamten Bescheid samt Layout, mit geändertem Datum, nochmals per Hand eingegeben, da er wusste, dass Du dann hier was zum meckern hast

Aber logisch, nun ist es klar. Da hat einer an einem Tag den
Kalender zweimal abgerissen und der Bearbeiter dachte es ist
Wochenende. Na dann…

olli

Gruss :smile:

Andreas

??
Hallo Andreas,

vielen Dank für Deine Antwort.

Ich will auch mal meckern:

Warum wohl ist das so mit der niedrigen Erstattung? Weil die
das so ausgerechnet haben. Vergleiche die eigenen Angaben mit
denen, die das Finanzamt zur Berechnung angesetzt hat.

Kein Problem, ich wollte ja auch nur wissen warum das dort so gerechnet wurde.

So soll es sein. Sie kennt den Vorgang nicht, und wenn sie Dir
irgendetwas erzählt, bist Du nachher stinksauer.

Nein. Ich war sauer, weil extra von der Behörde Beratungszeiten eingerichtet wurden und dann kein Berater verfügbar war.

Wie oft hast Du es denn versucht ?

oft genug.

Wenn der zuständige Sachbearbeiter schon telefonisch nicht
erreichbar ist, wie soll er dann noch für Publikum zu sprechen
sein ?

Weil er in einem anderen Gespräch ist?
Weil es gerade Pause hat?
Weil er gerade mal für kleine Verwaltungsangestellte ist?

Na gut, scheiß (sorry) Vertretungsregelung. Hilft nur
Beschwerde (schriftlich)

Wieso, Herr Mikrobiologe, ist Bakterien zählen kein Urlaub ?

So schnell, wie die sich verdoppeln muss man schon sehr fix sein beim Zählen.

Zudem zeigt das Erstellungsdatum des Bescheides den
14.11.2003. Ich frage mich wie das geht.

Da hat sich der Beamte an den PC gesetzt und den gesamten
Bescheid samt Layout, mit geändertem Datum, nochmals per Hand
eingegeben, da er wusste, dass Du dann hier was zum meckern
hast

Das kann ich mir weniger vorstellen, da ich ja sauer über Seine Abwesenheit war. Die Sache mit dem vorgezogenem Datum wollte ich nur mal erklärt haben.

Aber logisch, nun ist es klar. Da hat einer an einem Tag den
Kalender zweimal abgerissen und der Bearbeiter dachte es ist
Wochenende. Na dann…

Gruss :smile:

Auch an Dich ein Gruss

olli

Hallo Olli,

da finde ich heute meinen EKSt Bescheid im Briefkasten und
freu mich schon. Aber dann? Die Rückzahlung fällt extrem
weniger als in den Vorjahren aus. OK, noch kein Grund zum
Aufregen. Ruf doch mal an und frage nach warum das so ist.

Versuche jeden Eintrag in deiner Steuererklärung im Bescheid wiederzufinden und ob der gleiche Betrag übernommen wurde. Schaue auch nach, ob sich im Bescheid ein Erläuterungstext zu Abweichungen findet.

Hilft gar nichts, kannst du Einspruch einlegen und genau das schreiben, was du wissen willst: Wurden alle Angaben übernommen, warum ergab sich eine niedrige Erstattung?
-Das ist zwar eine „doofe“ Frage, aber im Regelfall wird sie einigermaßen beantwortet. Zumindest wird der Fall nochmals durchgecheckt, ob Übertragungsfehler vorliegen.

*klingel*
„Nein, ich bin nicht Ihre Sachbearbeiterin, ich stell mal
durch.“
*wart*
„Da nimmt im Moment keiner ab, versuchen Sie es doch nochmal“.
Das tue ich auch. Nix.

Kommt immer mal vor, dass einer Pipi macht, im Urlaub oder krank ist.

Na zum Glück ist ja heute Sprechstunde bis 18:00 Uhr für
Berufstätige im Finanzamt, also hin.

Die Servicezentren sind mit extra Personal ausgestattet, was zur Folge hat, dass man keinen Kontakt mit seinem Sachbearbeiter bekommt. Wegen der obigen Frage, wäre das auch zu viel verlangt. Veranlagungssachbearbeiter arbeiten im Akkord ohne jeglichen Kundenkontakt. Die schriftliche Anfrage kommt aber auf den Tisch des Sachbearbeiters, da er den Bescheid erzeugt hat. Also der bequeme Weg der Kontaktaufnahme.

Beim Info-Schalter:
„Nein, da kann ich Ihnen nicht helfen. Ich rufe mal den
Sachbearbeiter an.“
*klingel*
"Was, der ist um drei zum Training gegangen? Und die
Vertretung? Aha, auch schon weg.

Gleitzeit mit Stechuhren sind eingerichtet, Kontakt mit Kunden ist nicht mehr vorgesehen s.o.

Und der Schlüssel für die

Aktenschränke? Hat er mitgenommen. Aha."
„Tja, da müssen Sie dann morgen nochmal anrufen, versuchen Sie
es ruhig öfter.“

Selbst wenn der Schlüssel da gewesen wäre, hätte der Angerufene wohl keine Antwort gegeben, weil es ja der Sachbearbeiter gemacht hat. Dass ein Dritter nachschaut ist weniger sinnvoll.

Da frage ich mich wozu Beratungszeiten überhaupt eingerichtet
werden, wenn eh kein Berater da ist.

Servicezentren sind immer besetzt, aber der Sachbearbeiter kommt sowieso nicht dorthin

So wie manche Beamte

arbeiten, möchte ich mal meinen Urlaub verbringen.

Danke, das lasse ich jetzt mal so stehen. Speziell im Finanzamt ist die Arbeit straff durchorganisiert.

Zudem zeigt das Erstellungsdatum des Bescheides den
14.11.2003. Ich frage mich wie das geht.

Die Bescheide werden zentral erstellt und vordatiert wegen den Transportzeiten. Normalerweise werden sie so zur Post gegeben wie aufgedruckt, da war aber einer vom Versand wohl zu früh fleißig. Bescheide gelten erst am dritten Tag nach Aufgabe zur Post als bekanntgegeben.Ab dann läuft die Einspruchsfrist.

Aber logisch, nun ist es klar. Da hat einer an einem Tag den
Kalender zweimal abgerissen und der Bearbeiter dachte es ist
Wochenende. Na dann…

Na, etwas verständlicher???
und nicht vergessen, Beamte sind auch Menschen :wink:

Viele Grüße
Cirwalda

Moin Olli,

Deinen Beitrag habe ich mit einem breiten Grinsen gelesen und ich muss immer noch kichern, wenn ich ihn mir erneut durchlese.

Du hast wirklich ein gewisses satirisches Talent - hast Du Dir schonmal überlegt, damit Geld zu verdienen? :smile:

Beamte kenne ich aus eigener Erfahrung auch, und genaugenommen war ich selbst einer. Allerdings auf Widerruf, da ich nur eine Ausbildung machen durfte und danach nicht von der Landesbibliothek übernommen wurde.

Jetzt mein persönlicher Witz an der Geschichte:
Obwohl ich vor dem Staat (!) meine Prüfung abgelegt habe, wird diese nun vom Arbeitsamt nicht anerkannt, da die Ausbildung nur 1,5 Jahre dauerte. Eine anerkannte Ausbildung dauert aber mindestens 2 Jahre :smile:
In den Augen des Arbeitsamtes bin ich also ungelernt.

Nun denn…
Glücklicherweise habe ich die Finanzämter, mit denen ich bisher zu tun hatte, immer als freundlich, engagiert und hilfsbereit kennengelernt.

Und an denjenigen, der sich angegriffen fühlte (wie hieß er? Flo?), kann ich auch noch einen kleinen Tipp schicken: Immer, wenn Du Dich in Deiner Berufsehre angegriffen fühlst, wirf einen Blick auf Deinen Kontoauszug. Finanzbeamte verdienen meines Wissens nämlich besser als viele andere von uns. Ein bisschen Neid darf uns „Armen“ also doch wohl wirklich gegönnt sein, oder? :wink:

LG,
Melanie