Hallo Olli,
da finde ich heute meinen EKSt Bescheid im Briefkasten und
freu mich schon. Aber dann? Die Rückzahlung fällt extrem
weniger als in den Vorjahren aus. OK, noch kein Grund zum
Aufregen. Ruf doch mal an und frage nach warum das so ist.
Versuche jeden Eintrag in deiner Steuererklärung im Bescheid wiederzufinden und ob der gleiche Betrag übernommen wurde. Schaue auch nach, ob sich im Bescheid ein Erläuterungstext zu Abweichungen findet.
Hilft gar nichts, kannst du Einspruch einlegen und genau das schreiben, was du wissen willst: Wurden alle Angaben übernommen, warum ergab sich eine niedrige Erstattung?
-Das ist zwar eine „doofe“ Frage, aber im Regelfall wird sie einigermaßen beantwortet. Zumindest wird der Fall nochmals durchgecheckt, ob Übertragungsfehler vorliegen.
*klingel*
„Nein, ich bin nicht Ihre Sachbearbeiterin, ich stell mal
durch.“
*wart*
„Da nimmt im Moment keiner ab, versuchen Sie es doch nochmal“.
Das tue ich auch. Nix.
Kommt immer mal vor, dass einer Pipi macht, im Urlaub oder krank ist.
Na zum Glück ist ja heute Sprechstunde bis 18:00 Uhr für
Berufstätige im Finanzamt, also hin.
Die Servicezentren sind mit extra Personal ausgestattet, was zur Folge hat, dass man keinen Kontakt mit seinem Sachbearbeiter bekommt. Wegen der obigen Frage, wäre das auch zu viel verlangt. Veranlagungssachbearbeiter arbeiten im Akkord ohne jeglichen Kundenkontakt. Die schriftliche Anfrage kommt aber auf den Tisch des Sachbearbeiters, da er den Bescheid erzeugt hat. Also der bequeme Weg der Kontaktaufnahme.
Beim Info-Schalter:
„Nein, da kann ich Ihnen nicht helfen. Ich rufe mal den
Sachbearbeiter an.“
*klingel*
"Was, der ist um drei zum Training gegangen? Und die
Vertretung? Aha, auch schon weg.
Gleitzeit mit Stechuhren sind eingerichtet, Kontakt mit Kunden ist nicht mehr vorgesehen s.o.
Und der Schlüssel für die
Aktenschränke? Hat er mitgenommen. Aha."
„Tja, da müssen Sie dann morgen nochmal anrufen, versuchen Sie
es ruhig öfter.“
Selbst wenn der Schlüssel da gewesen wäre, hätte der Angerufene wohl keine Antwort gegeben, weil es ja der Sachbearbeiter gemacht hat. Dass ein Dritter nachschaut ist weniger sinnvoll.
Da frage ich mich wozu Beratungszeiten überhaupt eingerichtet
werden, wenn eh kein Berater da ist.
Servicezentren sind immer besetzt, aber der Sachbearbeiter kommt sowieso nicht dorthin
So wie manche Beamte
arbeiten, möchte ich mal meinen Urlaub verbringen.
Danke, das lasse ich jetzt mal so stehen. Speziell im Finanzamt ist die Arbeit straff durchorganisiert.
Zudem zeigt das Erstellungsdatum des Bescheides den
14.11.2003. Ich frage mich wie das geht.
Die Bescheide werden zentral erstellt und vordatiert wegen den Transportzeiten. Normalerweise werden sie so zur Post gegeben wie aufgedruckt, da war aber einer vom Versand wohl zu früh fleißig. Bescheide gelten erst am dritten Tag nach Aufgabe zur Post als bekanntgegeben.Ab dann läuft die Einspruchsfrist.
Aber logisch, nun ist es klar. Da hat einer an einem Tag den
Kalender zweimal abgerissen und der Bearbeiter dachte es ist
Wochenende. Na dann…
Na, etwas verständlicher???
und nicht vergessen, Beamte sind auch Menschen 
Viele Grüße
Cirwalda