WinDefender per ADM-Template?!

Hallo,

wiue bekomme ich ein WindowsDefender.adm auf meinen Win2003 Server. Kann ich das irgendwo downloaden, oder muss ich erst auf dem Server installieren und dann steht es zur Verfügung. Ich will es per Gruppenrichtlinie im Netzwerk verteilen, es handelt sich also um einen Dom-Controller.
Wieso habe ich lokalauf einem XP Rechner dieses Template- wohl weil ich da WinDefender drauf habe, aber warum ist der Client Deutsch und das Template in englisch?!

Danke!

wewewe

Hallo,

wiue bekomme ich ein WindowsDefender.adm auf meinen Win2003
Server. Kann ich das irgendwo downloaden, oder muss ich erst
auf dem Server installieren und dann steht es zur Verfügung.

Du findest es im Verzeichnis c:\windows\inf des Computers, wo Du den Windefender installiert hast.

Ich will es per Gruppenrichtlinie im Netzwerk verteilen, es
handelt sich also um einen Dom-Controller.

Du musst die .adm Datei über die Gruppenrichtlinienverwaltung als „Administrtive Vorlage“ zu einer Gruppenrichtlinie hinzufügen. Am Besten machst Du Dir dazu eine Eigene Richtlinie, das Hinzufügen zu den Standardrichtlinien „Default Domain Policy“ und „Default Domain Controllers Policy“ ist nicht empfehlenswert, obwohl es natürlich funktioniert. Das Anlegen und hinzufügen kannst Du von einer beliebigen Maschine aus erledigen, die Datei wird automatisch auf alle Domänen-Controller kopiert.

Wieso habe ich lokalauf einem XP Rechner dieses Template- wohl
weil ich da WinDefender drauf habe, aber warum ist der Client
Deutsch und das Template in englisch?!

.adm Templates beinhalten nur Registry-Einstellungen und keine Oberflächenelemente, wenden sich ausschließlich an Administratoren, und man setzt irgendwie voraus dass die des Englischen mächtig sind. Selbst die wenigen Templates, die jemals übersetzt wurden (Windows Standards und Office …) meidet man m.E. besser, weil sie im Englischen voller produktspezifischem Fachchinesisch sind, und die Übersetzer teilweise mangels Produktkenntnissen hanebüchenen Unfug übersetzt haben.

Die englischen Templates sind normalerweise völlig ausreichend, auch für eine deutsche Client-Installation.

…Armin

Soweit so klar, heist also in der Kurzfassung- ich installiere WinDefender auf einen Dom-Controller manuell und habe dann das Template, welches ich dann hinzufügen kann, griffbereit.

Ob es englisch, oder deutsch ist, ist egal!?! Das wurderte mich nur eben…
Danke fürs erneute Feedback…

Danke!

wewewe

Soweit so klar, heist also in der Kurzfassung- ich installiere
WinDefender auf einen Dom-Controller manuell und habe dann das
Template, welches ich dann hinzufügen kann, griffbereit.

Nein! Auch auf dem Domänencontroller würde es unter \Windows\inf landen, und Du müsstest es in jedem Fall über die Gruppenrichtlinie hinzufügen, damit es installiert wird.

Schon klar, aber das Template installiert sich erst mit der Installation- richtig!?! Warum ist es aber in englisch? Wundert mih nur und ich frage mich, ob es Probleme geben könnte…

funz
zwar nur ein kleines privates Netzwerk, aber doch interessiert :smile:

Danach kann ich es über einen WSUS verteilen?!

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Soweit so klar, heist also in der Kurzfassung- ich installiere
WinDefender auf einen Dom-Controller manuell und habe dann das
Template, welches ich dann hinzufügen kann, griffbereit.

Nein! Auch auf dem Domänencontroller würde es unter
\Windows\inf landen, und Du müsstest es in jedem Fall über die
Gruppenrichtlinie hinzufügen, damit es installiert wird.

Schon klar, aber das Template installiert sich erst mit der
Installation- richtig!?!

Die Installation hast Du ja schon auf einem Client erledigt (smile). Und eine Zweite kanst Du natürlich gene machen, aber … wozu? Kopiere einfach die .adm Datei von *irgendeiner* Installation, sie ist immer die selbe. Der Kernpunkt ist: das geht nicht über ein Filecopy, Du musst die Datei über den Gruppenrichtlinien-Editor einbinden, und der kopiert sie dann automatisch an die richtige Stelle. Eine Installation auf dem DC würde nichts bringen, aber natürlich auch nichts schaden, es ist aber definitiv die aufwändigste Methode um an die .adm Datei zu gelangen, wenn man schon eine auf irgendeinem Client hat :smile:

Warum ist es aber in englisch?

Weil MS kein eingedeutschte Version erstellt hat. Sie installieren einfach *immer* die englische Version, basta.

Wundert mih nur und ich frage mich, ob es Probleme geben
könnte…

Wenn Du Dich mit angepassten .adm Dateien und er Frage der „verwaltbaren“ und „vollständig verwaltbaren“ Gruppenrichtlinien noch nie beschäftigt hast wird es noch ein wenig kompliziert, nach dem Einspielen der .adm musst Du noch dafür sorgen, dass sie auch sichtbar werden :smile:

funz
zwar nur ein kleines privates Netzwerk, aber doch interessiert

-)

Danach kann ich es über einen WSUS verteilen?!

WSus verteilt die Software und Dienste in Standardeinstellung, die .adm sorgt für die Verteilung angepasster Einstellungen. Technisch sind das zwei völlig verschiedene Aufgaben und Wege, aber wenn sowohl die Software auf dem Client, als auch die .adm über die Gruppenrichtlinie auf den Client übertragen wurden, funktioniert die Clientsoftware mit den gewünschten Einstellungen. Solange die .adm Einstellungen noch fehlen, läuft die Software auf dem Client trotzdem, aber eben mit Standardeinstellungen.

Es wäre übrigens ein Fehler zu glauben, dass die .adm die Einstellungen beinhaltet. Die .adm ist nur eine Anweisung für die Gruppenrichtlinien, wie die Einstellungen einzugeben sind, also eigentlich definieren die .adm Dateien nur eine Bildschirmmaske für den Gruppenrichtlinien-Editor, die eigentlichen Einstellungen musst Du dann selber noch in einem weietren Arbeitsschritt in die Gruppenrichtlinie eintragen. Tust Du es nicht, läuft der Client auf Standardeinstellungen, mit oder ohne .adm Datei. Mich wundert, dass Microsoft die Datei überhaupt auf den Client kopiert, eigentlich ist sie da völlig sinnlos, solange man sie nicht mit dem Gruppenrichtlinien-Editor in eine Gruppenrichtlinie einbindet.

Sicherheitshalber die Bitte: öffne die .adm Datei mit dem Editor und schau die obersten paar Zeilen (ab CLASS User oder CLASS Machine) an. Eventuell hat MS ja die alte Endung .adm für etwas völlig Anderes neu vergeben, und dann führe ich Dich eventuell auf eine völlig falsche Fährte. Wenn es sich um eine „richtige“ .adm handelt so wie ich sie vermute sieht man das sofort, wenn man ihre ersten paar Zeilen gelesen hat, da stehen dann ein Haufen Class, Category, Policy und Keyname Anweisungen.

…Armin

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Hallo,

so sieht es aus:

CLASS MACHINE

CATEGORY !!WindowsComponents
CATEGORY !!AntiSpyware

POLICY !!DisableAntiSpyware
#IF VERSION >= 5
SUPPORTED !!WindowsXP
#ENDIF
KEYNAME „Software\Policies\Microsoft\Windows Defender“
EXPLAIN !!DisableAntiSpyware_Explain
VALUENAME „DisableAntiSpyware“
VALUEON NUMERIC 1
VALUEOFF NUMERIC 0
END POLICY

POLICY !!DisableUnknownRTP
#IF VERSION >= 5
SUPPORTED !!WindowsXP
#ENDIF
KEYNAME „Software\Policies\Microsoft\Windows Defender\Real-Time Protection“
EXPLAIN !!DisableUnknownRTP_Explain
VALUENAME „EnableUnknownPrompts“
VALUEON NUMERIC 1
VALUEOFF NUMERIC 0
END POLICY

POLICY !!CheckForSignaturesBeforeRunningScan
#IF VERSION >= 5
SUPPORTED !!WindowsXP
#ENDIF
KEYNAME „Software\Policies\Microsoft\Windows Defender\Scan“
EXPLAIN !!CheckForSignaturesBeforeRunningScan_Explain
VALUENAME „CheckForSignaturesBeforeRunningScan“

Sollte also passen?

Danke Dir schon mal! Also sehe ich es richtig, dass ich die Gruppenrichtlinie mit Hilfe dieser ADM Datei erstelle (das es englisch ist ist also egal?) und dann mit dem WSUS verteilen kann? Alleine will der WSUS nämlich nicht, benötigt laut Goooooooooogle eine Gruppenrichtlinie…

Danke!

wewewe

Ganz gespannt- dachte es sich so, aber wenn es nun nochmal bestätigt wird, fühle ich mich ebenfalls bestätigt

*Sternchen geb! :smile:*

Hallo,

so sieht es aus:

CLASS MACHINE

Yep, das ist *definitiv* eine Gruppenrichtlinienvorlage für den Gruppenrichtlnien-Editor.

Danke Dir schon mal! Also sehe ich es richtig, dass ich die
Gruppenrichtlinie mit Hilfe dieser ADM Datei erstelle (das es
englisch ist ist also egal?)

Genau so ist es. Es ist eine Vorlage zur Erstllung von Gruppenrichtlinien. Einzubinden unter „Administrative Vorlagen“. Danach erscheinen dort neben den Standards (die übrigens auch aus -adm dateien stammen die MS per Default vorinstalliert) weitere Unterkategorien.

und dann mit dem WSUS verteilen
kann? Alleine will der WSUS nämlich nicht, benötigt laut
Goooooooooogle eine Gruppenrichtlinie…

Wenn beide da sind, sollte es klappen. Du könntest übrigens auch Software per Gruppenlinie verteilen, wozu der WSUS nützlich sein soll ist mir ehrlich gesagt schleierhaft. Eventuell ist er nur zusändig für die Verteilung der Virensignatur-Updates?

…Armin

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Hallo,

ich verteile über den WSUS ja auch die 1000 Win Updates- dafür ist er schon okay. Danke noch mal!

Auch wenn es nicht hier hingehört- kann man kurz erklären wie eine Gruppenrichtlinie Software verteilen kann. An welchem Punkt kann ich eine MSI-Datei (…) mitgeben. Nur mal in ganz kurz.

funz

Danke- war schon auf dem richtig Weg und wurde nun bestätigt! Abend gerettet :smile:

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Auch wenn es nicht hier hingehört- kann man kurz erklären wie
eine Gruppenrichtlinie Software verteilen kann. An welchem
Punkt kann ich eine MSI-Datei (…) mitgeben. Nur mal in ganz
kurz.

Mach ich doch gerne :smile: Grundvoraussetung: die Software liegt als .msi Paket vor. Microsoft unterstützt kein anderes Format. Dann zu bedenken: die eigentliche Verteilung erledigt der Microsoft Installer auf dem Client, es ist also ein reines „Pull“ System. Die Gruppenrichtlinie hat nur die Aufgabe, dem Microsoft Installer auf dem Client einen Netzwerkpfad zu nennen wo der sich das msi Paket abholen soll.

Also ist Deine erste noble Aufgabe, auf einem Server ein Verzeichnis anzulegen und freizugeben (z.B. Software$ - Hidden Shares sind gut geeignet), und das msi samt eventuellen Hilfsdateien (.cab) da rein zu kopieren. Berechtigungen sinnvoller Weise: „Authentifizierte Benutzer: Lesen, Admins: Full Control“. Du kannst der Übersicht halber innerhalb von Softare$ gerne Unterverzeichnisse anlegen für die einzelnen Pakete.

Dann erstellst Du eine Gruppenrichtline. Jede Richtlinie hat wie Du weißt eine User- und eine Computersektion. Packst Du die Software in die User Sektion, kanst Du mit weiteren Optionen einstellen, dass die Software beim User-Login automatisch installiert wird, oder nur „bereitgestellt“ wird, dan kann (muss …) der User die Installation selber anschubsen sobald er die Software benutzen will. Packst Du die Software dagegen unter den Computer wird sie automatisch installiert, bevor der Anmeldeschirm erscheint.

Die eigentliche Eingabemöglichkeit für die Installationsdefinition findest Du also in der Unterkategorie „Software“ sowohl in der Benutzer- aus auch in der Computersektion der Gruppenrichtline. Wenn Du eine von Beiden in der Gruppenrichtlinien-Konsole anklickst erscheint rechts eine Liste von Installations-Softwarepaketen, die erst mal leer ist. Rechtsklick „Software hinzufügen“, und dann zeigst Du ihm das freigegebene msi, und zwar so wie er es vom Client aus sehen muss, also im Format \Server\Software$\blablabla\blablabla.msi. Das wars dann schon.

Um es schnell zu probieren weise eine fette Software (Office …) in der Computersektion zu, aktiviere die Gruppenrichtlinie und gib auf einem Computer mit XP den Befehl gpupdate /force ein. Nach kurzer Zeit meint der, dass alles OK sei, und Du sollst neu starten. Beim nächsten Neustart kanst Du dann sehen, wie er sich die Software vor dem Erscheinen des Anmeldeschirms reinzieht. Bei kleinen msis geht das so schnell dass Du es kaum bemerkst, an Office hat er eine Weile zu nagen.

Ohne GpUpdate kann ein XP Client 2, manchmal sogar 3 Boots brauchen bis er eine Softwareverteilrichtlinie zur Kenntnis nimmt.

Fragen zu de (spärlichen) Optionen beantwortet die Windows Hilfe, und bei Vergleichen mit „richtigen“ Softwareverteilsystemen wie Netinstall kann die Verteilung mit Gruppenrichtlnien schnell nicht mehr mithalten, weil sie nur die allernotwendigsten Grundfunktionen bereitstellt und daher ganz schnell an die Grenzen stößt. Aber für simple Aufgaben reicht es.

…Armin

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Danke- danke- danke!