Windeln wechseln...=Kampf

Hallo,

unsere Tochter, bald 16 Monate alt, will partout nicht mehr die Windeln gewechselt bekommen.

Wir denken deshalb schon daran mit ihr anzufangen zu trainieren auf Toilette zu gehen? Aber gehen kann sie noch gar nicht.

Ablenkung beim Windel wechseln mit z.B. Spielzeug, wie früher klappt nicht mehr.

Wir denken einfach, dass sie „erwachsen“ sein will, nur in unseren Augen ein kleines bißchen zu früh?

Habt Ihr irgendwelche Vorschläge, Erfahrungen?

Gruß
Mathias

Hallo Mathias,

was spricht dagegen, sie aufs Töpfchen zu setzen? Denn sitzen kann sie doch bestimmt schon, oder? Und wenn das gut klappt, sie auch anmelden kann (ein sicheres Zeichen, dass ihr Gehirn überhaupt schon dazu in der Lage ist), dann kauft doch diese Windelhöschen zum Lernen, die wie ein richtiger Schlüpfer aussehen.

Viele Grüße
Jana

Hallo,

sitzen kann sie schon, aber das mit dem „anmelden“ weiss ich ehrlich gesagt nicht, ob das klappt. Wir können wohl erkennen wenn sie gerade ihr großes Geschäft erledigt.

Ich habe bloß neulich hier gelesen, dass Kinder erst ab 2-3 Jahren von allein aufs Töpfchen gehen. Bei meiner Tochter kommt mir das alles irgendwie früh vor, gerade weil sie allein noch nicht läuft?

Na, probieren geht über studieren, muss wohl mal ein Töpfchen in der Mittagspause anschaffen.

Besten Gruß
Mathias

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Bereit fürs Töpfchen oder nur Windelhass? :smile:
Hiho,

das Spiel kennen wir. Das hat allerdings nichts damit zu tun, daß das Kind auf’s Töpfchen wollte oder dafür schon bereit wäre.

Diese Windelhass-Phase haben alle Kinder, manche auch mehr als einmal (unser Sohn hatte es in dem Alter Deiner Tochter, und jetzt ein zweites Mal).

Sie werden einfach selbständiger und mögen es nicht mehr, wenn sie auf dem Rücken auf dem Wickeltisch liegen und einfach „gehandhabt“ werden.

Bereit fürs Töpfchen wäre sie, wenn

  • sie zu recht festen Zeiten Kaka macht
  • sie vorher ansagt, ob sie Kaka oder Pipi muß
  • sie sich zum Kaka machen (in die Windel) irgendwo hin zurückzieht, es also nicht einfach beim Spielen etc. macht, sondern sich irgendwo hin begibt und nur das macht.

Gemeinhin können Kinder vor ihrem zweiten Lebensjahr den Schließmuskel einfach physikalisch nicht kontrollieren, es macht also keinen Sinn, das Faß jetzt auf zu machen, sonst macht Ihr euch ein Jahr Streß, bis sie dann richtig trocken und sauber ist, und setzt die Kleine nur unnötig unter Druck. Und im Gegensatz zu meiner Vorrednerin denke ich schon, daß etwas dagegen spricht, sie einfach aufs Töpfchen zu setzen. Wenn sie einfach noch nicht so weit ist, dann tut es ihr nämlich nicht gut, wenn sie auf dem Töpfchen sitzen muß, ohne was damit am Hut zu haben.

Was wir damals gemacht haben: Einfach Augen zu und durch. Manchmal haben wir zu zweit gewickelt. :wink:

Du kannst Windelhosen kaufen und die mal versuchen. Wechsle den ort. Vielleicht will sie einfach nicht mehr auf die Kommode. Wir haben damals (allerdings konnte Joshua schon stehen) Windelhosen genommen und im Stehen gewechselt, wie Unterhosen, das war kein Thema.

Sei erfinderisch. :wink:

Liebe Grüße,
Nike

etwas o.t.
hallo mathias,

ich kann jetzt sicher nicht mitreden, denn meine windelwickelerfahrungen sind mittlerweile mind. 25 jahre her, aber ich wundere mich immer, wie lange heutzutage kleinkinder mit windeln rumlaufen.
hat das einen bestimmten grund? hat das pampers so propagiert?
ne, kein angriff auf dich, ich wills wirklich mal mal wissen.

ich hab meine kinder damals aufs töpfchen gehen lassen, sobald sie laufen konnten (so ab 12 monaten also). zuerst wann sie wollten, dann übergehend zu bestimmten zeiten. sie waren dann auch recht schnell sauber - ohne jeglichen druck!

man stelle sich doch mal vor, daß man in vollgeschissenen hosen rumlauf muß. das ist doch unangenehm!
naja, ok, damals gab es aber auch die ganze chemie in den windeln nicht, die jedes stinkepipi in lieblich duftendes gel verwandelt.
aber ob das die menschheit wirklich braucht???

für antworten dankbar
ann

Hallo Ann,

ich denke auch, dass man den Kindern heute mehr Zeit lässt mit dem
sauber werden. Und das hat mit Sicherheit mit den Windeln zu tun.
Wenn man jeden Tag die Sch*** aus einem halben Dutzend Windeln
waschen muss, dann bemüht man sich möglichst früh darum, dass das
Kind auf’s Töpfchen geht. Heutzutage gibt es sogar Windeln, die wie
eine Unterhose einfach nur raufgezogen werden. Das ist einfacher und
bequemer, als sich mit dem Töpfchengehen herumzuplagen … So war
jedenfalls mein Eindruck bei meiner Schwägerin. Deren Sohn hat’s erst
lernen müssen, als er (mit 3) in den Kindergarten sollte und sie ihn
„unsauber“ nicht nehmen wollten.
Die tollen Pampers machen es aber auch dem Kind in gewisser Hinsicht
schwerer. Wenn alle Flüssigkeit gleich absorbiert wird, merken die
Kinder m.E. oft nicht mal, dass sie reinpieseln. Wie sollen sie dann
lernen, rechtzeitig Bescheid zu geben? Die Aufmerksamkeit /
Wahrnehmung ist einfach nicht da.
Mein kleiner Bruder musste schon mir 9 Monaten (aus einer
Notsituation heraus) auf’s Töpfchen, da er auf einer ungeplanten,
längeren Autofahrt plötzlich Durchfall bekam und keine Windeln zur
Hand waren. Aber von dem Tag an hatte er’s ziemlich geschnallt
(behauptet meine Mutter). Kinder sind halt unterschiedlich.

Viele Grüße,
Sibylle

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Hallo Mathias,

ich kann nur aus meinem Babysitter- und Tanten-
Erfahrungsschatzkistchen plaudern. Der einzige, der nie Terror
gemacht hat beim Windelnwechseln, war der kleine Junge, der beim
Wickeln auf dem Fensterbrett stehen und auf die Straße hinausschauen
durfte … (Die Wohnung hatte sehr niedrige Fenster mit breiten
Fensterbrettern). Das ging natürlich nur, wenn er nicht hineingekackt
hatte. Aber das hat mir gezeigt, dass sich die Kinder wehren, weil
sie sich langweilen. Billige Ablenkung mit Spielzeug zieht bei Deiner
Tochter vielleicht nicht mehr, aber kannst Du sie denn nicht anders
ablenken? Erzähl Ihr eine Geschichte, sing mit ihr ein Lied, gib ihr
ein Bilderbuch und sprich mit ihr darüber, was es da alles zu sehen
gibt … Mit 16 Monaten will sie sicher, dass Du Dich mit ihr
beschäftigst; sie will nicht „alleine spielen“. Bei meinen
Babysitter-Kindern, Neffen und Nichten habe ich damit schon oft
Erfolg gehabt.

Viel Glück!

Sibylle aus M

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Hallo auch,

hm, Windelerfahrung hab ich gar keine…mal von meinem kleinen Cousin abgesehen.

Meine Mutter hatte mich damals auch sehr früh sauber (Stoffwindeln und keine Waschmaschine!!) und heutzutage scheint es so lang zu dauern. Vielleicht liegt das auch einfach nur daran, dass ich keine Ahnung hab.

Hier bei uns gibt’s aber so komische Töpfchen-Training-Windeln, gibt’s die in Deutschland auch? Hab se bisher nur in der Werbung bewundern dürfen. Irgendwelche Kindern, deren Universum verschwindet, wenn sie sich nass machen (Muss man sowas Kindern echt erzählen?? Ich hätte da höchstens Panik bekommen.). Allerdings verstehe ich die wohl nicht richtig. Welche Kinder rennen denn den ganzen Tag nur in Windeln (ohne Hose) rum und merken, dass sie sie nass gemacht haben, sobald die Bildchen verschwunden sind? Wenn man was drüber hat, sieht man die Bildchen doch eh nicht. *wunder*

Ausserdem noch welche, die Kinder absichtlich nass sein lassen. Damit sie das Gefühl kennen lernen, weil normalerweise wird ja alles gleich in Gel oder sonstwas verwandelt.

Ach je…ich glaub ich lass mir noch etwas Zeit mit dem Kinderkriegen. :smile:

Kel

ich kann jetzt sicher nicht mitreden, denn meine
windelwickelerfahrungen sind mittlerweile mind. 25 jahre her,
aber ich wundere mich immer, wie lange heutzutage kleinkinder
mit windeln rumlaufen.
hat das einen bestimmten grund? hat das pampers so propagiert?
ne, kein angriff auf dich, ich wills wirklich mal mal wissen.

Hallo Ann,

meine Eltern verstehen auch nicht, warum meine Tochter (2 1/4) noch nicht sauber ist. Ich war’s angeblich mit 12 Monaten. methode: Kind aufs Töpfchen und nicht eher aufstehen, bis was drin ist. Notfalls wurde ich am Tischbein angebunden, damit ich nciht aufstehen kann. Okay. ich habe davon keinen psychischen Schaden davongetragen, aber mein Zwerg soll aus eigenem Wollen sauber werden, so dass sie das auch als eigene leistung versteht und stolz drauf sein kann (ich kann nicht auf was wirklich stolz sein, wozu mich andere zwingen…). Ab und zu klappts schon gut mit dem Töpfchen, manchmal gibt’s einen Rückfall - ich sehe das recht gelassen. Natürlich zeigen wir der Lütten immer wieder, dass wir auch auf’s Clo gehen - schließlich soll sie ja auch wissen, was da eigentlich passiert. Ich denke, durch unser Vorbild und ihre Reifung ergibt sich das irgendwann von fast ganz alleine.
Allerdings habe ich auch ziemliches Verständnis für die Mütter der „Vor-Pampers-Generation“. Meine Mama musste die Windeln in einem Topf auf dem Ofen auskochen - Waschmaschine hatten wir nicht. Und unter solchen Umständen kann ich schon verstehen, dass sie ihre Kids so bald wie möglich sauber haben wollte.

Grüßle Teddy

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Hallo Kel

Hier bei uns gibt’s aber so komische
Töpfchen-Training-Windeln, gibt’s die in Deutschland auch? Hab
se bisher nur in der Werbung bewundern dürfen. Irgendwelche
Kindern, deren Universum verschwindet, wenn sie sich nass
machen (Muss man sowas Kindern echt erzählen?? Ich hätte da
höchstens Panik bekommen.). Allerdings verstehe ich die wohl
nicht richtig. Welche Kinder rennen denn den ganzen Tag nur in
Windeln (ohne Hose) rum und merken, dass sie sie nass gemacht
haben, sobald die Bildchen verschwunden sind? Wenn man was
drüber hat, sieht man die Bildchen doch eh nicht. *wunder*

Davon habe ich noch nichts gehoert, aber es klingt ganz stark nach einem Produkt, das ausschliesslich bei der Umsatzsteigerung helfen kann.

Viele Gruesse Thea

Hallo Mathias,

sitzen kann sie schon, aber das mit dem „anmelden“ weiss ich
ehrlich gesagt nicht, ob das klappt. Wir können wohl erkennen
wenn sie gerade ihr großes Geschäft erledigt.

Das Anmelden klappt so früh - wenn überhaupt - auch nur beim großen Geschäft. Mein Vorschlag mit dem Töpfchen bezog sich auch weniger aufs Sauberwerden (meiner Ansicht nach illusorisch in diesem Alter, auch wenn Mädchen meist ein halbes Jahr früher „stubenrein“ sind als Jungs). Aber bei meinem Sohn war das damals so, dass er so sein wollte wie die Großen und erst Ruhe gab, als er diese Lernhöschen anziehen durfte (in denen die Kleinen eher merken, dass die Hose nass ist, weil sie nicht so saugfähig sind) und eben aufs Töpfchen gehen…

Mein Sohn war übrigens mit ungefähr zwei Jahren am Tage sicher sauber. Nachts hat es noch sehr lange gedauert.

Für das Töpfchen noch ein Tipp: Es gibt transparente Modelle, man sieht also gleich, wenn es einen Treffer gab.

Probiert es einfach, der Topf kostet ja nicht die Welt. Vor der Toilette haben die Kleinen oft große Angst. Aber vielleicht reicht es auch schon, wenn ihr die Kleine auf den Fußboden legt zum Wickeln…

Viele Grüße
Jana

Hallo Nike

Hiho,

das Spiel kennen wir. Das hat allerdings nichts damit zu tun,
daß das Kind auf’s Töpfchen wollte oder dafür schon bereit
wäre.

Diese Windelhass-Phase haben alle Kinder, manche auch mehr als
einmal (unser Sohn hatte es in dem Alter Deiner Tochter, und
jetzt ein zweites Mal).

Sie werden einfach selbständiger und mögen es nicht mehr, wenn
sie auf dem Rücken auf dem Wickeltisch liegen und einfach
„gehandhabt“ werden.

Bereit fürs Töpfchen wäre sie, wenn

  • sie zu recht festen Zeiten Kaka macht
  • sie vorher ansagt, ob sie Kaka oder Pipi muß
  • sie sich zum Kaka machen (in die Windel) irgendwo hin
    zurückzieht, es also nicht einfach beim Spielen etc. macht,
    sondern sich irgendwo hin begibt und nur das macht.

Also unsere kleine erfüllt keine deiner Punkte und geht trotzdem schon aufs Töpchen! Wir haben damit angefangen als sie gepinkelt hat sobald man die Windel öffnet! Kann also schon mit acht Monaten sein! Umso früher um so besser so lernen die kleinen nähmlich das es unangenehm is ein nasses Höschen zu haben! Um so länger man wartet um so schwiriger wirds weil sie sich ja daran gewöhnen und is ja auch praktisch jeder zeit und überall zu machen! Sicher sauber is sie auch jetzt mit 16 Monaten noch nicht sicher aber sie macht regelmÄssig aufs Töpchen und nur sehr selten in die Windel und ohne Windel eigendlich nie ausser auf dem Topf!

Gemeinhin können Kinder vor ihrem zweiten Lebensjahr den
Schließmuskel einfach physikalisch nicht kontrollieren, es
macht also keinen Sinn, das Faß jetzt auf zu machen, sonst
macht Ihr euch ein Jahr Streß, bis sie dann richtig trocken
und sauber ist, und setzt die Kleine nur unnötig unter Druck.
Und im Gegensatz zu meiner Vorrednerin denke ich schon, daß
etwas dagegen spricht, sie einfach aufs Töpfchen zu setzen.
Wenn sie einfach noch nicht so weit ist, dann tut es ihr
nämlich nicht gut, wenn sie auf dem Töpfchen sitzen
muß, ohne was damit am Hut zu haben.

Man soll das Kind ja auch nicht unbedingt zwingen aber ob das mit dem Schliessmuskel so sttmmt wage ich zu bezweifeln da meine kleine wie gesagt nur noch in die Windel macht wenn wir unterweg sind und sie nicht auf Töpchen gesetzt wurde! Und ich ebenfalls schon mit 18 Monaten sauber war kein Wunder bei stoffwindeln!
Frag mich ob das mit dem Schliessmuskel nich auch ein gerücht aus der Windelindustie ist um den Eltern ein gutes gefühl zu geben die Kinder bis in dritte lebensjahr windeln tragen zu lassen!

Was wir damals gemacht haben: Einfach Augen zu und durch.
Manchmal haben wir zu zweit gewickelt. :wink:

Du kannst Windelhosen kaufen und die mal versuchen. Wechsle
den ort. Vielleicht will sie einfach nicht mehr auf die
Kommode. Wir haben damals (allerdings konnte Joshua schon
stehen) Windelhosen genommen und im Stehen gewechselt, wie
Unterhosen, das war kein Thema.

Sei erfinderisch. :wink:

Liebe Grüße,
Nike

Gruss Isa

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Merci
Hallo und danke an alle,

die Beiträge waren zum Teil inspirativ und z.B. Kommunikation während des Wechselns - statt Spielzeug in die Hand drücken - erwies sich als erfolgreich.

Ich denke auch, dass wir langsam Alternativen anbieten können, die sie dann lernt wahrzunehmen.

Das hat auch bei anderen Dingen schon gut geklappt.

Besten Gruß
Mathias

Diesen Vorschlag hätte ich auch gemacht.

Ich habe meinen Kindern während des Wickelns die Klassiker der deutschen Literatur nahegebracht und außer Kinderreimen auch Schiller-Balladen rezitiert. Hat ihnen nicht geschadet.