Windkraft warum nicht?

hallo
warum haben Häuserbesitzer in ihrem Garten
keine klite kleine Winkraftanlage

zur Selbstversorgung stehen?
danke
Friedrich

Weil sie für die Hausversorgung ganz schön groß (die Generatoren)sein müßen und dann die meisten Einwohner in der Klappsmühle landen würden.
Da sind Solarzellen entschieden besser!!

Gruß Max.

warum haben Häuserbesitzer in ihrem Garten keine kleine : Windkraftanlage zur Selbstversorgung stehen?

Hallo Friedrich,

Windkraftanlagen sind ohne weiteres nicht zur autarken Versorgung geeignet, wenn man auf eine kontinuierliche Stromversorgung angewiesen ist. Schließlich braucht man auch bei Windstille noch Strom. Ein Energiespeicher (Akkus) könnte theoretisch helfen, der Aufwand ist aber beträchtlich. Deshalb macht es mehr Sinn, die Windkraftanlage in das öffentliche Netz einspeisen zu lassen. Einen Mast, hoch genug, um den Rotor nicht gefährlich werden zu lassen, braucht man in jedem Fall. Hinzu kommt einige Technik, um überhaupt ins Netz einspeisen zu können. Je größer die Anlage, desto eher rechnet sie sich. Gleichzeitig aber sinkt die „Nachbarschaftsverträglichkeit“. Solche Anlagen arbeiten nämlich keineswegs geräuschlos. Abgesehen davon ist längst nicht jeder Standort hinsichtlich der Windverhältnisse geeignet.

Es gab Prototypen und zusammen mit einer FH in Norddeutschland durchgeführte Optimierungsarbeiten, mit dem Ziel, kleine und
dennoch wirtschaftlich arbeitende Windkraftanlagen zu bauen. Ob und was daraus geworden ist, habe ich leider nicht weiter verfolgt.

Der von einem Vorredner gemachte Vorschlag, lieber Solarstrom zu erzeugen, ist in Deutschland weit ab von jeder Wirtschaftlichkeit. Bedingt durch den Wandlungswirkungsgrad erhält man bei optimaler Ausrichtung maximal 100 W/m². Mit mehr als 1000 Sonnenstunden kann man in D nicht rechnen. Solche Anlagen werden trotz der hohen Einspeisevergütung bestenfalls zur wirtschaftlichen Nullnummer. Realistisch ist eher ein Verlustgeschäft, weil die Berechnungen völlig irreal von jahrzehntelangem, wartungs- und ausfallfreiem Betrieb ausgehen.

Wirtschaftlicher Betrieb, also angemessene Verzinsung des eingesetzten Kapitals, gilt trotz niedriger Einspeisevergütung für Windkraftanlagen >100 kW als gesichert.

Gruß
Wolfgang

Hallo,

Der von einem Vorredner gemachte Vorschlag, lieber Solarstrom
zu erzeugen, ist in Deutschland weit ab von jeder
Wirtschaftlichkeit.

Da spricht der alte Atomstrom-Lobbyist … :smile:

Bedingt durch den Wandlungswirkungsgrad
erhält man bei optimaler Ausrichtung maximal 100 W/m².

Man erhält bei optiamler Ausrichtung und besseren Modulen 200 Wp/m^2, im Schnitt sind es aber eher 150Wp/m^2. 100Wp/m^2 ist schon lange veraltet.

Mit
mehr als 1000 Sonnenstunden kann man in D nicht rechnen.

Sag mal, wo hast Du denn Deine Statistik her? Schau mal gelegentlich ins statistische Jahrbuch (gibts in jeder Bibliothek). Da wirst Du sehen, dass es ungünstigstenfalls 1300 h/Jahr sind. In den sonnigeren Regionen (an der Ostseeküste und südlich des Mains) aber durchaus 1800h/Jahr. Um den Bodensee herum sogar über 2000h/Jahr (die Glücklichen :smile:

Wichtiger ist aber nicht die Sonnenscheindauer, sondern die Strahlungsleistung am Boden. Denn nur ein Teil davon kann ja genutzt werden. Sie beträgt im Bundesdurchschnitt 1000kWh/m^2. Wieder die sonnigen Regionen betrachtet bekommt man im Sonner dann pro Tag durchschnittlich 5kWh/m^2 (Peak 8kWh/m^2), im Winter sinkt der Wert auf bis zu 0,5kWh/m^2.

Eine Solaranlage rechnet sich recht wohl und wird deshalb auch staatlich gefördert (zumindest in den sonnigeren Bundesländern). Natürlich ist diese Förderung ein Pickel dessen, was in die Kernernergie geflossen ist, aber immerhin.

Mich würde in dem Zusammenhang mal eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung von anderen Kraftwerksarten interessieren. Betrachtet sollte dann alles werden, von der Produktion bis zur Entsorgung des evtl. anfallenden Abfalls.

Ich glaube, dass die alternativen Energiequellen da nicht schlecht abschneiden würden.

Deinen Ausführungen zur Windkraft stimme ich aber zu :smile:

Das tolle ist, dass Deutschland auf dem Gebiet – den ewiggestrigen Ökos sei dank – weltweit führend ist und diese Anlagen weltweit mir großem Erfolg exportiert.

Gruß

Fritze

ich denke weil es nicht viel gesehen ist, traut man die Technik nicht, und es ist in viele fallen nicht moglich gut zu installieren.
ich habe letzte woche ein windmolen gebaut, ein Radio und ein Lamp brennt an es. es ist von muhlunterteilen gebaut, mit ein schrittenmotor als Dynamo, und ein elco als accu. leider lauft es erst bei hohere windgeschwindigkeiten an :frowning: (es ist ein experiment)
ich gehe jetzt ein micro hydro plat bauen, mit ein pkw dynamo, in einen Bach neben mein haus. (200 liter/sec, 40 cm hohe)