Windkraftanlagen-Rotorblätter

Hallo Fachleute-ein Laie fragt:Warum sind die Rotorblätter bei Windkraftanlagen relativ schmal? Bei Lüftungsgebläsen o.ä. relativ breit? Der Laie denkt, dass die Angriffsfläche (Leistung) bei breiten Blättern doch größer sein müßte!
Kann das ein(e)Fachfrau/-mann jemand ohne wissenschaftliche Ausbildung verständlich machen?
Besten Dank für eure Mühe
Gruß Fritz

Hallo Fritz!
Die gesamte Angriffsfläche ist wichtig und die erreicht man dann auch mit der Länge.Aber das hast Du wohl selbst gewußt.
Warum das so ist? Ich denke, der Rotorkopf kann keine Schwingungen ab (kann er natürlich nicht) und mit langen Flügeln ist er ruhiger.
Gruß Werner

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Noch was, wahrscheinlich viel wichtiger!
Das Drehmoment ist so größer. Kraft x Kraftarm = Last x Lastarm.
Gruß Werner

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In der Aerodynamik gibt es so etwas wie die „Streckung“ eines Flügels, das ist das Verhältnis von Länge zu Breite. Gestreckte Flügel sind effektiver. Schau mal Segelflugzeuge an! Selber merkst Du es, wenn Du ein Stück Papier als Tragfläche durch die Luft führst: Der Auftrieb ist im wesentlichen vorne, der hintere Teil trägt (fast) nichts mehr bei, produziert nur noch Reibung, d.h. Verluste.
Gruss Stucki

Bei Lüftern kommt es in erster Linie auf die Laufruhe und Lebenserwartung an. Deshalb haben die Blätter nur eine niedrige Geschwindigkeit. Dann müssen die Blätter eine möglichst große Fläche haben um überhaupt noch etwas Luft zu bewegen.

Jörg

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Hallo,

bei den Windraedern gibt es Schnelllaeufer und Langsamlaeufer.
Die Schnelllaeufer haben weniger Blaetter (im Extremfall nur einen plus Gegengewicht).
Die Langsamlaeufer haben viele Blaetter (zB die Windraeder in Western). Der Vorteil der Langsamlaeufer ist, dass sie bereits bei geringen Windstaerken anlaufen, da die Angriffsflaeche sehr gross ist. Bei hoeheren Windstaerken laesst aber der Wirkungsgrad stark nach, da die Rotorblaetter in den Turbulenzen des davorliegenden Blattes laufen.
Die Schnelllaeufer liefern erst bei etwas hoeheren Windstaerken Energie, koennen dafuer aber auch bei starkem WWind noch arbeiten. Der maximale mechanische Wirkungsgrad moderner zweiblaettriger Rotoren liegt bei ca. 50%, teilweise sogar mehr. Dh dass 50 Prozent der auf die Flaeche des Rotorkreises (nicht der Rotorblaetter) treffenden Windenergie an den Generator weitergegeben wird.

Ausserdem entscheidet bei grossen Anlagen natuerlich auch das Gewicht ueber die Anzahl.

Gruss, Niels