habe lange überlegt mir hier die Blöße zu geben aber da ich mir die Frage jedesmal stelle wenn ich ein Windrad seh (kommt häufig vor im Norden) und ich sehr neugierig bin frage ich einfach mal: wie funktionieren die Dinger? Also im Innern ist mir das schon recht klar, das dürfte nur wenig anders sein wie z.B. bei Turbinen, die mit Wasserkraft betrieben werden. Was ich gern wissen möchte, wer dreht die in den Wind? Es stehen ja auch nicht immer alle exakt in Windrichtung. Wird das elektronisch, also per Computer gemacht? Und wieviel Wind können die ab? Stellen sich die Windräder vielleicht bei zuviel Wind vielleicht sogar von selbst aus? Und die Säulen auf denen die Windräder stehen, aus welchem Materieal sind die? Ab und zu sehe ich einige auf Gerüsten, die aussehen wie die, der Überlandleitungen.
Ich hoffe, ich frage nicht zuviel auf einmal und bin schon ganz gespannt auf eure Antworten.
einfach mal: wie funktionieren die Dinger? Also im Innern ist
mir das schon recht klar, das dürfte nur wenig anders sein wie
z.B. bei Turbinen, die mit Wasserkraft betrieben werden.
Nein, im Inneren liegt der Generator. Die Wasserkraftturbine sind die Lufträder.
Was
ich gern wissen möchte, wer dreht die in den Wind? Es stehen
ja auch nicht immer alle exakt in Windrichtung. Wird das
elektronisch, also per Computer gemacht?
Durch einen Windrichtungsermittler. Dieser dreht dann den Turbinenkopf in Windrichtung. Was viel Strom kostet.
Und wieviel Wind
können die ab? Stellen sich die Windräder vielleicht bei
zuviel Wind vielleicht sogar von selbst aus?
5 - 6 Windstärken. Ja, sie stellen sich selbst ab und die Flügel in Nullstellung.
Und die Säulen
auf denen die Windräder stehen, aus welchem Materieal sind
die?
Durch einen Windrichtungsermittler. Dieser dreht dann den
Turbinenkopf in Windrichtung. Was viel Strom kostet.
kannst du das mal etwas quantifizieren? Meines Erachtens sind (gute Lagerung vorausgesetzt) nur relativ leistungsschwache Motoren (1-2 kW) dafür nötig. Bei einem Windrad im MW-Bereich würde ich das als eher vernachlässigbar bezeichnen.
Quantifizieren!! Mein Gott, bis jetzt wußte ich gar nicht, dass es dieses Wort gibt.
Na gut! Einmal im Kreis drehen kostet nicht viel Strom, richtig.
Aber - wechselnde Windrichtungen lassen den Drehkopf kaum zur Ruhe kommen. Er wird stündlich mehrmals nachgestellt, was natürlich Strom kostet.
Dazu kommt noch die permante Drehzahlregelung durch Verstellen der Propellerblätter. Auch das kostet Strom.
Dazu kommt noch die große Schwäche dieser Windräder, dass sie nicht allein anlaufen können, sondern immer erst durch einen Elektromotor in Schwung gebracht werden müssen. Das kostet noch viel mehr Strom.
gruß max
Durch einen Windrichtungsermittler. Dieser dreht dann den
Turbinenkopf in Windrichtung. Was viel Strom kostet.
Du hast sicherlich Recht, dafür braucht es Strom. Aber mit Kosten verbinde ich etwas mehr. Man muß es so betrachten: der Wirkungsgrad wird durch die Stellmotoren etwas gesenkt, aber die Energiebilanz ist nach wie vor positiv.
Zum Thema Anfahren weiter unten: Wie ist mit anderen Kraftwerksarten, z.B. es mit einem Atomreaktor?
Zum Thema Anfahren weiter unten: Wie ist mit anderen
Kraftwerksarten, z.B. es mit einem Atomreaktor?
Der Hilfsbetrieb, egal ob Atomkraftwerk oder Kohlekraftwerk, ist auch elektrisch.
Aber Angefahren wird die Turbine nicht mit einer elektr. Hilfskraft, sondern allein durch Dampf, wie jede andere Dampfturbine auch. Ich habe schon genug davon laufen lassen. (Dampfturbinen).
Ein Windrad ist mit einer Dampfturbine überhaupt nicht zu vergleichen.
Max
Dazu kommt noch die permante Drehzahlregelung durch Verstellen
der Propellerblätter. Auch das kostet Strom.
Dazu kommt noch die große Schwäche dieser Windräder, dass sie
nicht allein anlaufen können, sondern immer erst durch einen
Elektromotor in Schwung gebracht werden müssen. Das kostet
noch viel mehr Strom.
leider beantwortet das nicht meine Frage nach dem prozentualen Anteil des Eigenverbrauchs an der gesamten erzeugten Energie.
Das „Anlaufen lassen“ der Windräder ist sicher unerheblich, ähnlich dem Anlasser eines Autos, der zwar auch mächtig Strom frisst, in der gesamten Energiebilanz aber zu vernachlässigen ist (sofern man nicht Fan von Kurzstrecken zum Zigarettenautomaten ist).
Auch die Drehzahlregelung dürfte nicht permanent am rödeln sein, da das Windrad eine gewisse Trägheit besitzt und die üblichen Asynchrongeneratoren nicht zwingend konstante Drehzahl halten müssen.
Das gleiche gilt für die Windnachführung, die nicht jede kurzzeitige Richtungsänderung korrigiert.
Letztlich verbraucht jedes Kraftwerk selber Strom. Ein Kernkraftwerk liegt da bei ein paar Megawatt. Hier schlagen insbesondere die Kühlmittelpumpen zu Buche.
Betrachtet man den deutlich besseren elektrischen Wirkungsgrad eines Windkraftwerkes gegenüber einem thermischen Kraftwerk, so ist ein gewisser Eigenverbrauch sicher zu verschmerzen.