früher hat man die Kinder schneller sauber bekommen als heute, hauptsächlich dadurch, daß man die Kinder lange getopft hat - so lang, bis eben irgendwas kam - und dann gab es dickes Lob. Dank der segensreichen Forschung der Papierindustrie macht heutzutage ein Windelkind nicht mehr Arbeit als ein Topfkind. Und da es nun für die Entwicklung des Kindes ohnehin egal sein dürfte, läßt man die Kinder von alleine sauber werden, selbst wenn das beim einen oder anderen bis nach dem 3. Geburtstag dauert.
Wenn die Windel morgens genug oft trocken ist, kann das Kind schnell lernen, daß es sich ohne Windel angenehmer schläft - sofern kein Malheur passiert; man sollte dabei auf Rückschläge gefaßt sein.
Hallo zusammen!
Unser Kleiner wird jetzt zwei Jahre alt und meldet sich so
langsam, wenn er die Windeln voll hat- ist ja schonmal was!
-)
Wie habt ihr Eure Kinder „windellos und stubenrein“ bekommen?
Nur so neugierdehalber mal nachgefragt…
Gruß aus Rheinhessen
Hallo,
meine ältere Tochter war erst mit 3 Jahren ohne Windeln unterwegs, die Jüngere hat schon mit 14 Monaten keine mehr gebraucht. Es wird behauptet, dass Kinder , die in Sachen Sauberkeit irgendwelchen Zwängen ausgesetzt werden im späteren Leben geizig und penibel würden, ja klingt doof aber hat mir ne Ärztin gesagt. Auf jeden Fall geht es schneller wenn man im Sommer einfach die Windeln weglässt. Ein Freund von mir hat seinem Sohn immer enge Radlerhosen angezogen, da ist es besonders eklig für das Kind wenns reinmacht. Das hat bei seinem Sohn gut geklappt.
In der Tibetischen Gemeinschaft in der ich in Indien gelebt habe, haben die Mütter die Kinder von Anfang an abgehalten und die wurden dann auch früh sauber.
Also , es gibt viele Tricks. Aber ich glaube die Kinder sind einfach irgendwann soweit und man sollte Geduld haben.
Viel Erfolg, Claudia
bei unserem Sohn hat sich das eigentlich automatisch entwickelt. So im Alter von fast 2 war ihm irgendwie die Windel unbequem und er hat sich immer gemeldet wenn sie voll war. Dann haben wir eine kurze Töpfchenphase gehabt danach wollt er nur noch auf die richtige grosse Toilette. Mit viel Lob machen die Kinder gut mit. Nachts war etwas schwieriger, erst haben wirs probiert mit nachts wecken und dann auf Toilette aber der Nachteil war oft war der Bub danach hellwach oder wir haben ihn nicht aus dem Bett bekommen. Danach vor dem Schlafengehen auf Toilette und 1 mal in der Nacht wecken. Nach ner zeit isses da auch dann so gegangen. Bei unserer Tochter gehts einfacher und unser Sohn zeigt ihr mit Eifer gezeigt wie das alles funktioniert ohne Windel. Nachts braucht sie aber noch eine aber am Tag meldet sie sich oder geht alleine. Nur wenn sie in ein Spiel vertieft ist vergisst sie es noch manchmal. Sie wird nächsten monat 2.
Hallo Weikko,
früher war das einfach - damals hatte noch nicht Pempers und Co. das Monopol sonder die gute alte Baumwollwindel. Da wollten doe Lütten von ganz alleine irgendwann nicht mehr. OK, ist in diesem Fall auch schon wieder 12 Jahre her.
Meine Lütte (übermorgen 2) ist tagsüber völlig trocken (seid ca. 2 Monaten) und das große Geschäft etwa 1½ Monate länger. Beim Mittagsschlaf braucht sie auch keine Windel mehr.
Obwohl sie nach dem Töpfchen die Windel aus dem Schrank holt und um haben will, lassen wir das weg.
Das einzige Problem an der Sache ist, daß sie manchmal die Stunde 4-5 mal angeblich müssen und dann nichts kommt. Ist halt in der Anfangsphase Stress. Es kommt auch mal vor, daß Sie mitten in der Nacht wach wird und pullern gehen möchte - gut da muß man dann eben mal durch.
Aber bei der Gelegenheit, wie bringt man denen bei, beim Abhalten zu pullern? Wir versuchen es jetzt immer schon mal im Garten, denn wenn wir in Urlaub fahren haben wir bei Ausflügen sicherlich keinen Topf bei und trotz Windel meldet Sie sich ja, wenn sie muß.
Keine Ahnung, aber beim Abhalten kommt nix.
Gruß Dobbs
*stöhn*
Beim ersten Kind war ich noch…übereifrig.
Ich hörte auf meine Freundinnen, deren Kinder alle angeblich schon mit 18 Monaten sauber waren. Meine Tochter war 2 einhalb und von sauberwerden keine Spur!! Ich war schwer frustriert…was mache ich falsch?? … ALLE Kinder sauber bloss meins natürlich nicht!!
Also … mit zuckersüßen lächeln meiner Tochter noch einal (zum 3456. mal) die Vorzüge des windelfreien Daseins geschildert … beschlossen ab heute brauchen „wir“ keine mehr! Jawohl! So geht das.
Nach 3 Stunden war ich etwas angenervt weil wir keine einzige trockene Unterhose mehr im Schrank hatten. Alles drehte sich nur noch um „pipi“ … alle 10 minuten aufs Klo…ein paar tröpfchen pinkeln … um dann beim Unterhose hochziehen den Rest in die frische Unterhose zu lassen … So ging das 3 Tage - dann hab ich aufgegeben. Ich glaube heute, sie wollte sich einfach nicht von mir diktieren lassen wann sie sauber zu sein hat. *lacht* Der Clou war - genau drei Wochen später kam meine Tochter zu mir und erklärte mir mit wichtigem Gesicht, sie wäre jetzt „gross“ und bräuchte keine Windel mehr. Von Stund an war das Kind sauber, Tag und Nacht.
Beim zweiten Kind, Jahre später, habe ich mir geschworen, nicht denselben Fehler nochmal zu machen. Klar ist es schöner ohne Windeln aber nicht um jeden Preis. Ich hatte die Idee, mein Kind, mit den Erfahrungen die ich gemacht hatte, selbst entscheiden zu lassen ab wann er keine Windeln mehr braucht.
Nun, die Zeit kam, mein Sohn wurde 2 einhalb … nichts. Vorsichtige Anfragen wurden empört zurückgewiesen - er braucht seine Windel noch!
Um es kurz zu machen. Mein Sohn ist ein vollkommen anderer Typ als die Tochter und fand das Leben mit Windel so klasse, daß er auch mit 3 keinerlei Anstalten machte davon zu lassen. Klar ging er mal auf die Toilette pipi, aber die Windel musste trotzdem sein. Kurz - irgenwann nach seinem dritten Geburtstag wurde es mir zu blöde. Heimlich hab ich die Windeln ausgehen lassen und keine mehr gekauft. Es waren einfach keine mehr da. Am Tag x war natürlich Geschrei als er hörte wir haben keine Windeln mehr - aber dann lief es problemlos. Am nächsten Tag genauso. Genauer gesagt - ich habe ihn zu seinem Glück gezwungen (pädagogisch wertvoll oder nicht) und er hat nie wieder nach einer Windel gefragt.
Moral von der Geschicht *L* Jedes Kind ist anders, was beim einen wirkt hilft beim anderen gar nicht. Einfach ausprobieren!
unser erster kriegte mit 2 1/2 die Windpocken. Da haben wir aus Mitleid die Windel weggelassen, und oh Wunder - er war sauber. Die Windpocken vergingen, und er blieb sauber. Also sozusagen „höhere Gewalt“.
Der zweite hatte mit 3 1/2 immer noch die Windeln. Da hatten wir keine Lust mehr und haben ihm kurzentschlossen wieder die Baumwollwindeln umgetan. Die waren ihm sehr lästig, und bereits am nächsten Tag war er sauber…
Der dritte ist jetzt 19 Monate und macht im Moment noch keine Anstalten…
also ich glaube die aussage der Ärztin , das Kinder , die man zu früh
„saubermacht“ , später Probleme haben, ist eine aussage von freud, aufgrund von
Nichtausleben der Analen Phase.
Kann man jetzt dran glauben oder nicht, ich finde es sollte den Kindern selbst
überlassen werden, wenn sie bereit sind kommen sie dann schon, meistens weil sie
dann stolz sind, schon soooo gross zu sein .
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Unser großer war mit zwei ‚sauber‘, was folgendes meint:
Nachts brauchte er keine Windeln mehr, tags eigentlich auch nicht, aber der Herr wollte nur in die Windel kacken.
Spürte er den Drang, mußte er eine Windel kriegen, sonst lief gar nicht. Irgendwann kriegte er ziemliche Bauchweh, aber keine Lust auch den Topf oder das Klo. Das kleine Geschäft war überhaupt kein Problem.
Das ging so lange, bis ein Freund zu besuch war, der sich wohl darüber lustig machte (beide waren gut 2 1/2) und siehe da, von Stund an brauche Mössjö keine Windeln mehr.
Der zweite ließ sich Zeit bis er gut 2 1/2 war, dann war er aber von jetzt auf gleich sauber (Windeln sind blääääh).
Zwischenzeitlich ging es einige mal wieder ins Bett und er wollte selber(!) wieder über Nacht eine Windel, aber das ist mittlerweile auch überstanden.
also windellos und stubenrein ist unser Sonnenschein (im August 2) zwar noch nicht, aber wir sind auf gutem Weg und mußten seit über einem halben Jahr nur in Ausnahmefällen eine vollgekackte Windel säubern (wofür ich in anbetracht der Mengen die sich teilw. im Töpfchen finden ausgesprochen dankbar bin).
Wir stellten irgendwann fest, daß der Kleine i.d.R. nach dem Essen sich seiner Reste entledigt hat. Wir fingen also an, ihn nach dem Essen aufs Töpfchen zu setzen. Allerdings ohne Zwang (höchstens gesteigerte Überredungsversuche) und wenn er nicht wollte, mußte er auch nicht. Er tront dann, umringt von Spielekisten und einen Schemel vor sich, in Buch oder Spiel versunken eine schöne Zeit lang…
Im Laufe der Zeit entwickelte unser Sonnenschein offensichtlich ein immer besseres Gespür für seinen Körper und mittlerweile ist er soweit, daß er sich teilw. selbst meldet. Und da wir ihn naturgemäß sehr gut kennen, fragen wir ihn bei Verdacht (Gesichtsausdruck, Gang ect.) ob er aufs Töpfchen muß - auf seine Antworten kann man sich blind verlassen.
Ob das Ganze das „Sauberwerden“ verzögert, fördert oder ohne Einfluss ist, ist uns dabei ziehmlich egal - allein die Tatsache keinen „bis oben vollgesch…“ Sohn mehr säubern zu müssen ist eine unglaubliche Erleichterung - und glaube mir, weder die handelsüblichen Fertigwindeln noch die von uns (außer nachts und unterwegs) genutzten Stoffwindeln wären in der Lage seine Ausscheidungen aufzunehmen. Manchmal frage ich mich, ob ich einen Elefanten großziehe…
Gruß Stefan
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Meine Söhne waren deutlich später sauber als andere. Severin verbrachte den dritten Geburtstag bei den Großeltern mit der großen Cousine. Hochsommer, nackig durch den Garten toben und irgendwann wollte er eine Windel, weil er mal müsse. Kommentar der 10 Jahre älteren Cousine: „Wenn du das doch weißt, dann geh doch auf’s Klo.“ Und von Stund an war Sohn Nr. 1 tagsüber und nachts sicher trocken - ohne auch nur einmal „rückfällig“ zu werden. Lauritz hingegen war 5 Jahre und acht Monate alt, bis er tagsüber sicher trocken war, nachts hat es bis fast zum sechsten Geburtstag gedauert. Organisch war alles in Ordnung, also hab ich in Absprache mit dem Kinderarzt einfach abgewartet. Allerdings mit dem leuchtenden „P“ in den Augen, weil er zwei Monate vor dem sechsten Geburtstag eingeschult wurde - und ein Pamperskind in die Grundschule? Nun ja. /c: Er hat diese Zeit gebraucht - in vielen Dingen ein Blitzstarter war das Sauber- und Trockenwerden für ihn schlicht unwichtig und jeder Versuch, das zu beschleunigen hätte unweigerlich mit Tränen, Streß und Frust auf Mutter- und Kind-Seite geendet.
Trotz aller hochgezogenen Augenbrauen und wohlmeinender Kommentare unserer Umwelt bin ich bis heute fest davon überzeugt, daß das Warten richtig war.
Ha! Lang ists her, aber bei uns war es genauso. Nachts keine Windel mit zwei Jahren, tagsüber fürs große Geschäft auf Anforderung eine solche, aber das bis dreieinhalb! Unser Filius stellte sich dann mit hochrotem Gesicht in irgendeine Zimmerecke und ließ sich dann entsorgen wie ein Baby. Wir schoben es damals auf die kleine Schwester (zwei jahre jünger) und haben mitgespielt. Von einem Tag auf den anderen dann war es vorbei. Aber den Zeitpunkt haben nicht wir bestimmt. Bei der Kleinen war alles mit etwa drei Jahren erledigt. Das war übrigens der einzige Erziehungsratschlag meiner Mutter, den ich aus vollem Herzen übernommen und befolgt habe. Nicht zu früh angehen, das Thema, sagte sie. Alles, was man mit anderthalb oder zwei Jahren schon ohne Windel geregelt kriegt, ist entweder Glück oder Dressur. Mit drei Jahren reichts aber auch. Und dann geht es weitgehend streßfrei. Sie hatte recht.
Heute - 10 Jahre später - ists ohne Händi schwieriger als mit drei ohne Windel…
Gruß
Aia
Hallo Robert,
dieser Schluß liegt nahe, muß im Einzelfall aber nicht stimmen. Meine (Jg. 87 und 89) haben auch noch teilweise Stoffwindeln gehabt, was sie aber nicht gehindert hat, erst relativ spät mit dem Windelthema fertig zu sein. Der Verlauf war bei beiden aber recht unterschiedlich. Ich glaube, heute wäre ich nicht mehr so geduldig…
ich könnte mir auch vorstellen, dass - unabhängig von pädagogischen Überlegungen und Konzepten pro und contra Toilettengangzwang - auch die Eltern früher dieses Thema schneller vom (Wickel-)Tisch haben wollten und deshalb motivierter an der Windelfreiheit der Kinners arbeiteten.
Kanns sein das es an den guten Windeln liegen kann das die
kleinen eventuell später trocken werden, als vorhergende
Generationen??
unsere Kinder (und auch der Großteil der uns bekannten Kinder) wurden mit Papierwindeln gewickelt, bei zwei Familien unseres Freundeskreises deren Kinder mit Stoffwindeln.
Sauber wurden die +/- mehr oder weniger zur gleichen Zeit.
Hier würde ich, aus der zwar sicher nicht signifikanten Stichprobe, ableiten, daß es nicht unbedingt damit zusammenhängt
ich könnte mir auch vorstellen, dass - unabhängig von
pädagogischen Überlegungen und Konzepten pro und contra
Toilettengangzwang - auch die Eltern früher dieses Thema
schneller vom (Wickel-)Tisch haben wollten und deshalb
motivierter an der Windelfreiheit der Kinners arbeiteten.
Aus der Sicht des Elternteils habe ich das Ganze so noch garnicht betrachtet
Also haben letztendlich beide „WickelParteien“ Interesse daran das diese Zeit so kurz wie möglich gehalten wurde