Hallo,
Meine Frage: ist es denkbar einen Wingeschwindigkeitmesser mit
Hilfe eines Drucksensors zu bauen?
Ja, natürlich kann man den Staudruck mit einem Drucksensor messen.
Es gibt dabei aber Randbedingungen, die beachtet werden sollten.
Ich stelle mir vor daß der
Wind auf eine Fläche trifft (evtl. 20 x 20 cm) und über die
Hebelwirkung gegen eine Rückstellfeder auf einen Drucksensor
Kraft ausübt.
Das wird sehr ungenau, zuviele Effekte, wie Reibung, die
Strömungdynamik, aber auch durch Temperaturschwankungen werden
die Anordnung stören/beeinflussen.
Gibt es dafür eine Rechnengrundlage um aus dem Druckwert gegen
die Feder eine Windgeschwindigkeitswert in Meter/sec. zu
bekommen?
Ist zu stark von der Konstruktion abhängig.
Deshalb nutzt man dafür eine strömungstechnisch sinnvollere
Anordnung wie z.B. Pitotrohr bzw. Prandtlrohr.
http://de.wikipedia.org/wiki/Prandtlrohr
Da steht auch die Staudruckformel für’s Prandtlrohr.
Beachte, daß der Staudruck quadratisch mit der Windgeschw.
zunimmt. In Folge dessen muß der Drucksensor eine gewaltige
Dynamik haben, wenn man von sehr kleinen bis zu sehr großen
Windgeschw. messen will. Der Wirkdruck für die sehr kleinen
Windgeschw. ist auch so winzig, daß es nur mit sehr hochwertigen
Sensoren möglich ist, diese ohne Nullpunktfehler hinreichend
genau zu messen.
(Der Sensor wird mit einem Mikrocontroller ausgewertet).
Der Drucksensor an sich ist das Problem. Um unter 1m/s zu kömmen,
muß man im Bereich von hunderstel mbar genau messen. Das ist
sehr anspruchsvoll.
Danke, für Vorschläge die ich in ein C-Programm umsetzen
könnte.
Wie so oft, kann man mit Programmen keine Sensoren basteln.
Vorher ist die Physik zu beackern.
Aber mit einem Prandtlrohr, das auch zur Bestimmung der
Fluggeschwindigkeit von Flugzeugen genutzt wird, wird der
Staudruck in dem in Strömungsrichtung gerichteten Rohr nach
dem Gesetz von Bernoulli in eine Geschwindigkeit umgerechnet.
Bloß, daß diese bei leichten Lüftchen eben kaum noch klappt.
Dadurch erreicht man hinreichend genaue
elativgeschwindigkeitsmessung bezüglich der umgebenden Luft.
Für hohe Strömungsgeschw. ist das rel. einfach.
Für eine Messung der Strömungsgeschwindigkleit also recht gut
geeignet.
Nur wenn man die Randbed. beachtet. In diesem Fall eher nicht.
Da würde ich ein „Windrad“ (Flügelannemometer eher empfehlen).
Gruß Uwi