Vielleicht hilft Ihnen die nachstehende Anleitung bei
Ihrem Problem. Leider können Sie die Bilder nicht
ansehen in meiner Antwort. Aber benutzen Sie doch den
nachstehenden Link:
http://www.wintotal.de/artikel/artikel-2008/202-sata-
treiber-in-das-installationsmedium-von-windows-2000-xp-
2003-server-integrieren.html
Da ich schon seit Jahren nicht mehr mit Windows-2000
arbeite, kann ich Ihnen nicht anders
weiterhelfen.Windows 2000 ist doch schon sehr in Alter
gekommen und wird nur noch sehr selten in der Praxis
verwendet.
Gruss
A. Weber
SATA-Treiber in das Installationsmedium von Windows
2000, XP, 2003 Server integrieren
Artikel - Artikel 2008
Windows 2000, Windows XP und Windows Server
2003 können bei der Installation mit F6 Treiber für
Massenspeicher wie SATA oder SCSI per Diskette
nachladen. Leider bieten alle drei Systeme - im
Gegensatz zu Windows Vista - keine Möglichkeit, den
Treiber von einer anderen Quelle einzuspielen. Gerade
beim Betrieb des SATA-Controllers im AHCI-(„Advanced
Host Controller Interface“) oder Raid-Modus ist es
daher erforderlich, die Treiber bereits in das
Installationsmedium zu integrieren. Wir erklären, wie
man am einfachsten vorgeht.
SATA und die Probleme
Windows 2000, Windows XP und Windows Server 2003 bieten
auf dem Installationsmedium bereits eine große Menge an
Systemtreibern. Allerdings ist auf neueren Systemen zu
beobachten, dass beim Booten von dem
Installationsmedium das Setup scheitert, da kein
Massenspeicher (sprich keine Festplatte) gefunden
wurde.
Ursache des Problems sind fehlende Treiber für den
Betrieb des SATA-Controllers im AHCI-(„Advanced Host
Controller Interface“) oder Raid-Modus.
Vielleicht fragen sich nun einige Nutzer, wieso sich
auf ihrem System z.B. Windows XP dennoch installieren
ließ, obwohl die Festplatte per SATA mit dem
Motherboard verbunden ist.
Dazu bedarf es etwas Hintergrundwissens:
Im BIOS vieler Mainboards kennt der SATA-Controller
mehrere Betriebsarten:
AHCI
Dieser Modus sollte der Standardbetriebsmodus bei
modernen Mainboards sein. In dieser und in der RAID-
Betriebsart können Festplatten mit Hilfe von NCQ
(Native Command Queuing) die kommenden Lese- und
Schreibbefehle umsortieren, um sie in der optimalen
Reihenfolge auszuführen. Dies erhöht vor allem den
Datendurchsatz und damit die Gesamtperformance des
Systems – zumindest bei sehr festplattenlastigen
Aufgaben (BAPCo SYSmark 2007 bis zu 7 % schneller). Bei
entsprechender Spezifikation ist in dieser Betriebsart
auch Hot-Plugging von Datenträgern möglich.
RAID
Bei der RAID-Betriebsart können mehrere Festplatten im
Verbund benutzt werden, was bei RAID 1 die
Datensicherheit und bei RAID 0 den Durchsatz erhöht
(bzw. RAID 5 beides). Auch im RAID-Modus nutzen moderne
Chipsätze das NCQ-Feature.
IDE (Compatible- & Enhanced-Modus oder Legacy und
Native bezeichnet)
In dieser Betriebsbart verhält sich der SATA-Controller
wie ein „normaler“ Festplattencontroller und wird damit
von den meisten Systemen auch ohne spezielle SATA-
Treiber erkannt. Gerade ältere Betriebssysteme, zu
denen auch Windows XP zählt, können die Platten so ohne
spezielle Treiber ansprechen, müssen dabei aber auch
auf NCQ und Raid-Betrieb verzichten. Zudem können in
diesen Betriebsarten meist nur 4 Laufwerke
angeschlossen werden.
Die Bezeichnungen und Funktionen können von Board zu
Board und Chipsatz zu Chipsatz abweichen!
Der aufmerksame Leser würde nun zu dem Schluss kommen,
dass man z.B. Windows XP doch in der „IDE-Betriebsart“
installiert und später – nach Einspielung eines SATA-
Treibers die Betriebsart im BIOS einfach ändert. Davon
müssen wir aber dringend abraten. Mit Änderung der
Betriebsart ändert sich für Windows auch die PCI-ID. Da
für den Bootvorgang hier kein neuer Treiber bekannt
ist, bricht das System mit einem 0x0000007b STOP-Fehler
ab. Den gleichen Effekt kennen Benutzer, welche das
Mainboard mit einem anderen Chipsatz gewechselt haben.
Es gibt zwar einige „Workarounds“, die aber nicht ganz
trivial sind und vor allem nicht mit allen Chipsätzen
funktionieren. Wer sich dennoch daran wagen möchte,
findet im KB-Artikel 314082 eine Hilfestellung, siehe
auch den dazu gehörenden Eintrag im Tipparchiv von
WinTotal.
Die Zeitschrift c`t hat in Ausgabe 23/2005 dazu einen
gesonderten Artikel veröffentlicht und bietet unter
http://www.heise.de/ct/05/23/links/210.shtml ein
Registry-Script sowie Treiber zum Download, um einen
Wechsel im laufenden Betrieb für Intel-Chipsätze zu
ermöglichen. Wie gesagt: Benutzung auf eigene Gefahr!
Die Lösung – Integration ins Installationsmedium mit
nLite
Um all diesen Problemen zu entgehen, sollte man sein
Windows daher am besten gleich im AHCI-Modus mit
entsprechenden Treibern installieren. Natürlich kann
man den Treiber bei der Installation per F6 von
Diskette ins System einspielen. Dumm nur, wenn man
diese Diskette oder gar kein Diskettenlaufwerk hat. In
diesem Fall integriert man die Treiber am besten in das
Installationsmedium, hier mit nLite.
Treiber herunterladen
Für Intel-Chipsätze findet man diesen unter
http://downloadcenter.intel.com/Product_Filter.aspx?
ProductID=2101〈=deu. Laden Sie sich hier die
Diskettenversion "Floppy Configuration Utility for
Intel® Matrix Storage Manager“ für Ihr Betriebssystem
herunter.
Floppy Configuration Utility for Intel® Matrix Storage
Manager
Diese können Sie bequem mit einem Packprogramm
entpacken und die Treiber so freilegen.
Archiv im Packer geöffnet
Klick aufs Bild zum Vergrößern
Sollte der Massenspeicher an einem SATA-Anschluss eines
anderen Herstellers angeschlossen sein (bei Intel u.U.
JMicron), benötigen Sie von diesen Herstellern
entsprechende Treiber, welche bereits im Textmode
funktionieren. Diese erkennen Sie daran, dass dort der
Hinweis „F6 during Windows setup“ oder Ähnliches
vermerkt ist. Ein „normaler“ Windows-Treiber
funktioniert in diesem Fall daher nicht. Weitere
Downloadquellen finden Sie am Ende des Artikels.
Am besten identifizieren Sie den vorhandenen Chipsatz
mit Tools wie CPU-Z, SIV oder SIW.
nLite im Einsatz
Für die eigentliche Integration der Treiber in das
Installationsmedium verwenden wir die Freeware nLite.
Mit diesem kleinen Tool können Sie neben eigenen
Treibern auch Patches oder Service Packs, Addons und
vieles mehr in das Installationsmedium integrieren. Es
gibt noch alternative Tools wie den WinFuture xp-Iso-
Builder, welche wir für diesen Zweck aber nicht
getestet haben.
Die Vorgehensweise mit nLite ist sehr einfach.
Windows CD auf die Festplatte kopieren
Legen Sie die Windows-CD ein und starten Sie dann
nLite. Das Programm verlangt nach dem Pfad des
Datenträgers und meldet dann, dass die CD erst auf die
Festplatte kopiert werden muss. Geben Sie hier den
Zielordner an, worauf nLite mit dem Kopieren beginnt.
Automatische Kopie der Dateien auf die Festplatte
Klick aufs Bild zum Vergrößern
Alternativ können Sie die Inhalte der Windows-CD auch
selbst auf die Festplatte kopieren. Damit Sie auch beim
folgenden Kopiervorgang alle Dateien erfassen, sollten
Sie darauf achten, dass Sie im Arbeitsplatz oder
Explorer auch wirklich alle Dateien sehen und damit
kopieren können. Sie finden die notwendigen
Einstellungen zur Ansicht aller Dateien im Arbeitsplatz
oder Explorer unter Extras -> Optionen. Geschützte
Systemdateien sollten sichtbar sein und versteckte
Dateien und Ordner angezeigt werden.
Alle Dateien anzeigen lassen
Treiber einbinden
Im 2. Schritt bietet nLite dann mehrere Möglichkeiten
an, von denen wir „Treiber“ wählen.
Treiber einbinden
Klick aufs Bild zum Vergrößern
Hier geben Sie nun die Treiber oder den Treiberordner
an, in den Sie die Treiber zuvor heruntergeladen und
entpackt haben (hier f6fply32 von Intel). Wichtig ist
den Textmode-Treiber bei „Modus“ zu aktivieren. Mischen
Sie hier auch keine 32- und 64-Bit-Treiber.
Treiber einbinden
Klick aufs Bild zum Vergrößern
Neue CD erstellen
Wenn die Integration der Treiber und weitere
Einstellungen abgeschlossen sind, modifiziert nLite
beim Klick auf „Weiter“ die Inhalte im Windows-Ordner
und bindet die neuen Treiber direkt ein.
Einbindung abgeschlossen
Klick aufs Bild zum Vergrößern
Neue CD brennen
Im letzten Schritt brennen Sie den gesamten Inhalt
(siehe Hinweis bei Punkt 1) auf einen Datenträger.
Damit die CD wieder bootfähig wird, sollten Sie eine
bootfähige CD brennen (keine Emulation, Anzahl der zu
ladenden Sektoren 4) und das Boot-Image für Windows XP
nehmen. Für andere Windows-Versionen können Sie mit dem
BBIE - Bart’s Boot Image Extractor das Boot-Image vom
Original-Datenträger extrahieren. Eventuell
funktioniert aber auch das Windows XP Bootimage. Wir
haben es nicht getestet. Zudem ist im Programmordner
von Nlite ein weiteres „boot.bin“ enthalten, welches
wir aber nicht getestet haben.
Boot-CD mit Nero
Klick aufs Bild zum Vergrößern
Eine ausführliche Brennanleitung finden Sie Sie im
Artikel zur Integration des Service Pack 3 in das
Bootmedium von Windows XP.
Erfolgskontrolle
Im Idealfall bootet das System von der erstellten
Windows-CD und erkennt bei der Installation nun die
angeschlossene Festplatte ohne weitere
Treiberinstallationen.
Welchen Treiber und damit welche Betriebsart das System
verwendet, kann man im Gerätemanager unter IDE
ATA/ATAPI-Controller und hier unter den Treiberdetails
des jeweiligen Controllers nachprüfen. Der „normale“
IDE-Modus verwendet die Treiber atapi.sys und
pciide.sys sowie pciidex.sys. Im AHCI-Betrieb dagegen
wird für einen Intel-Controller der Treiber iastor.sys
verwendet.
SATA-Treiber wird verwendet
Weiterführende Links
Integration of the Intel SATA AHCI or SATA RAID drivers
by using nLite
German-nlite.de
German-nlite.de: Intel-Sata-und-Raid-Treiber-einbinden
WinFuture XP-ISO-Builder Forum
WinFuture xp-Iso-Builder: Integration der Intel Sata-
und Raid-Treiber (mit Downloadmöglichkeit von Textmode-
Treibern)
WinFuture xp-Iso-Builder: Integration der NVidia Sata-
und Raid-Treiber (mit Downloadmöglichkeit von Textmode-
Treibern)