Hast du noch nie was von XPs Instabilität gehört?
Ich habe davon noch nie etwas gehört, weil XP nämlich absolut
nicht instabil ist.
Kennst du den Nickles PC-Report? Das ist meiner Meinung nach die einzige PC-Lektüre, die was taugt (vielleicht noch die c´t). Wenn du den hast, brauchst du nur im XP-Teil nachlesen, dann weßt du was Sache ist. Was dort veröffentlicht wird, sind Erfahrungswerte, keine „Schnelltests“ irgendeiner Computer-Bild-Zeitschrift.
Findest du,
es ist ein gutes Betriebssystem, wenn du nach der
Neuinstallation erst mal das 150 MB große Servicepack
downloaden musst (ca. 14 Stunden ohne DSL), damit es ein
bisschen brauchbarer wird?
Das SP muss man nicht downloaden. Man kann es bei MS kostenlos
bestellen, es lag bei sehr vielen PC-Magazinen bei und bei
neueren XP-Versionen ist es bereits integriert.
Mir geht es hier vor allem darum: Die Microsoft-Entwickler bauen beim Programmieren Mist und dann muss der Kunde selbst ausbessern, was Microsoft falsch gemacht hat. Eigentlich sollte man doch erwarten, dass man ein Betriebssystem bekommt und das funktioniert.
Musst du sowas bei 98 machen? Nein!
Das Bedrohungspotenzial aus dem Web war damals nicht annähernd
so hoch wie heute. Deshalb muss nachgebessert werden, übrigens
auch bei Software wie Firefox u.ä. Der FF wurde in einem
halben Jahr viermal nachgebessert. Win 98 wird nicht mehr
unterstützt, daher auch nicht mehr weiter abgedichtet, wenn
man mal von den Patches für den IE absieht.
Wenn du keinen IE benutzt kann es dir doch egal sein, Mozilla hat in puncto Sicherheit einiges mehr drauf. Klar, da gibt es auch ständig neue Versionen, die betreffen aber nur den Browser selbst, irgendwelche Patches für weitere Bugs musst du nicht runterladen. Das macht ja die Hauptmasse des Servicepacks aus. Wenn XP bei SCSI-Platten größer als 137 GB „vergisst“, den Cache zu leeren und auf die Scheibe zu schreiben, wenn es in Sandby geht, ist das doch alles andere als amüsant oder? Bei Win98 sin die „Servicepacks“ in Form von neuen DLLs auf der Setup-CD enthalten.
Findest du es in Ordnung, wenn du bloß im Windows-Explorer ein
Verzeichnis öffnest und der Explorer wird beendest?
Da das bei meinen Rechnern bisher nicht aufgetreten ist, kann
es durchaus auch an einem vermurksten System bei dir liegen.
Kannst du nicht von deinem Standpunkt abweichen, dass dein System absolut perfekt ist und wenn bei anderen Fehler auftreten, muss das wohl zwangsläufig an ihrem vermurksten System liegen? Du musst realisieren, dass alle XP-Systeme beihnahe die gleichen Bugs haben. Das äußert sich bei dem einen so, bei dem anderen anders.
Macht es
dir nichts aus, dass XP ständig irgendwelche Programme ohne
Begründung beendet („explorer.exe hat ein Problem festgestellt
und muss beendet werden. Falls sie ihre Arbeit noch nicht
gespeichert hatten, können Daten möglicherweise verloren
gegangen sein“) und deine Daten weg sind?
S.o.
S.o.
Ist es deiner
Meinung nach OK, wenn Microsoft Spionage-Software direkt ins
Betriebssystem integriert (Alexa, Windows Messenger) und
massenweise schwere Bugs hat, die zu Datenverlust führen?
Kannst du ganz einfach abschalten.
Mir ist zwar nicht bekannt wie man Alexa abschalten könnte, Windows Messenger kann man mit Tricks deinstallieren, das weiß ich, aber mein Problem damit ist dieses: Der Otto-Normalverbraucher geht in den Laden und legt sich Windows XP zu. Er installiert es und arbeitet damit. Er hat aber keine Ahnung, dass er ständig ausspioniert wird. Es werden wohl kaum mehr als 10% der Bevölkerung wissen, wie man den Messenger installiert. Un den hat 98 nicht drin. Soviel ich weiß, hat 98 auch kein Alexa drin. Wenn man das abschalten kann, sag mir bitte wie.
(z.B.: schau mal auf der microsoft.com-seite in der
Knowledge-Base in die Artikel mit den Nummern
[…]
Für all das gibt es u.a. das von dir geschmähte SP und andere
Updates und Patches.
Natürlich gibt es dass. Aber ich verweise wieder auf den Otto-Normalverbraucher, der davon nichts weiß.
Findest du dich damit ab, dass sich XP ständig, ohne dass du
was speicherst, installierst oder sonstwas machst aufbläht
(pro Woche ca. 200 MB)?
Das kann ich hier nicht nachvollziehen.
Ich verweise wieder auf Nickles, da steht alles haarklein drin. Für die, die das Buch nicht haben: XP hat viele dynamische Optimierungen drin, es speichert Daten, damit es schneller hochfährt, Programme startet und sowas. Das braucht enorm Speicherplatz.
Das merkt man erst, wenn man eine
kleine Platte hat, aber dann umso schlimmer.
Wirklich kleine Platten gibt’s nicht mehr und die größeren
sind nicht sehr teuer. Auch andere Programme sind größer
geworden, eigentlich fast alle.
Ich hab aber ein kleine Platte und ich seh nicht ein, warum ich eine größere kaufen soll, damit XP genug Platz hat.
Findest du, es ist ein Vorteil von XP, dass alte Programme
dort gar nicht, oder nur sehr instabil laufen? Paradebeispiel:
Office 97 + Office 95.
Office 97 läuft bei mir absolut stabil auf meinem
Zweitrechner, das andere habe ich nicht mehr.
Nachzulesen in Nickles.
Wohlgemerkt hatte 98 auch diverse Bugs, aber die wurden
inzwischen erkannt und ausgebessert.
Und das wurde bei XP nicht gemacht?
Überlege mal: Windows 2000 hatte insgesamt 4 (oder warens 5, ich kenne mich da nicht so aus) Servicepacks. So viele hat XP noch lange nicht. Das heißt, es gibt noch zahlreiche unverbesserte Bugs. Bei 98 wurden diese in der Zeit, in der es nocht Support dafür gab, ausgebessert. Auf einer halbwegs modernen 98-CD sind also wesentlich weniger Fehler drauf, wie auf einer brandneuen XP-CD.
Wie gesagt, kann ich nicht bestätigen, dass XP instabil läuft,
ganz im Gegenteil. Natürlich sollte es, wie jedes andere BS
auch, vernünftig installiert sein.
Viele Grüße
WoDi
Auch wenn nicht alle Argumente mich direkt betreffen, sondern den Otto-Normalverbraucher, habe ich trotzdem gute Gründe für 98.
Auch viele Grüße. Vielen Dank!!