Windows und Linux parallel installieren

Mein vorinstallierter XP-Rechner läuft eigentlich problemlos.
Nun habe ich gehört, daß bei Abstürzen „Linux“ Vorteile gegenüber „MS“ hätte, weil man Linux völlig problemlos von der Linux-CD wieder starten kann.
Gibt es möglicherweise Probleme, auf einen vorinstallierten XP-Rechner, noch zusätzlich Linus zu installieren (Virenscanner,Outook, Internet-Explorer, Anwendungsprogramme allg.).
Ich könnte mir vorstellen, daß Bill Gates sich das nicht gefallen lassen wird und Fallen eingebaut hat.

Gruß Bernst

Mein vorinstallierter XP-Rechner läuft eigentlich problemlos.

Das klingt doch gut.

Nun habe ich gehört, daß bei Abstürzen „Linux“ Vorteile
gegenüber „MS“ hätte,

Also mein Windows 7 ist seit Monaten nicht mehr abgestürzt.

weil man Linux völlig problemlos von der
Linux-CD wieder starten kann.

Das dauert aber erstens ewig und zweitens kannst du auf so einer Linux-CD nichts speichern.

Gibt es möglicherweise Probleme, auf einen vorinstallierten
XP-Rechner, noch zusätzlich Linus zu installieren
(Virenscanner,Outook, Internet-Explorer, Anwendungsprogramme
allg.).

Bei Linux gibt es weder Outlook noch Internet Explorer. Und Programmie installieren ist dort bei weitem nicht so einfach.

Ich könnte mir vorstellen, daß Bill Gates sich das nicht
gefallen lassen wird und Fallen eingebaut hat.

Die Aussage ist natürlich quatsch. Du kannst Linux auch nachträglich installieren, aber die Chance ist gegeben, dass du dadurch dein Windows unbrauchbar machst (durch unsachgemäße Installation).

Hallo,

wenn du ein Linux-Neuling bist, empfehle ich dir UBUNTU 11.x. Das bekommst du heute zu fast jeder PC-Technik-Zeitschrift. Meistens auch als Live-CD, d.h. von CD bootbar ohne installation. da kannst dich mal bisschen austoben und dann entscheiden.

VORTEIL von Live-CD: Dein Win XP bleibt unangetastet

Viel Spaß und Grüße aus Schwaben

Christoph

Hallo

ich gehe mal davon aus, dass du Linux nicht benutzt. Deshalb möchte ich ein paar Sachen richtig stellen

Mein vorinstallierter XP-Rechner läuft eigentlich problemlos.

Das klingt doch gut.

Nun habe ich gehört, daß bei Abstürzen „Linux“ Vorteile
gegenüber „MS“ hätte,

Also mein Windows 7 ist seit Monaten nicht mehr abgestürzt.

Stimmt: Win7 ist mit das absturzsicherste Win überhaupt, allerdings hatte Linux noch nie Probleme mit Abstürzen, es gibt Linux-PCs, die seit Jahren durchgehend und ohne Neuboot laufen. Bei Win eher eine Seltenheit

weil man Linux völlig problemlos von der
Linux-CD wieder starten kann.

Das dauert aber erstens ewig und zweitens kannst du auf so
einer Linux-CD nichts speichern.

stimmt, das ist kein Argument

Gibt es möglicherweise Probleme, auf einen vorinstallierten
XP-Rechner, noch zusätzlich Linus zu installieren
(Virenscanner,Outook, Internet-Explorer, Anwendungsprogramme
allg.).

Bei Linux gibt es weder Outlook noch Internet Explorer. Und
Programmie installieren ist dort bei weitem nicht so einfach.

Falsch: es ist sogar wesentlich einfacher als bei Win und vor allem hinterlässt eine Deinstallation keine Rückstände. Dass ein Mail-Progi oder ein Browser anders heisst, besagt nicht, dass es nicht für alle Win-Progis ein Linux-Pendant gibt.

Ich könnte mir vorstellen, daß Bill Gates sich das nicht
gefallen lassen wird und Fallen eingebaut hat.

Die Aussage ist natürlich quatsch. Du kannst Linux auch
nachträglich installieren, aber die Chance ist gegeben, dass
du dadurch dein Windows unbrauchbar machst (durch unsachgemäße
Installation).

quatsch: Linux reserviert sich eine Partition, ansonsten wird Win nicht beeinflusst. Der Bootmanager von Linux bindet Win problemlos ein

lg
Seni
der im Büro mit Win, privat eher mit Linux arbeitet

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ich gehe mal davon aus, dass du Linux nicht benutzt. Deshalb
möchte ich ein paar Sachen richtig stellen

Das ist falsch.

Also mein Windows 7 ist seit Monaten nicht mehr abgestürzt.

Stimmt: Win7 ist mit das absturzsicherste Win überhaupt,
allerdings hatte Linux noch nie Probleme mit Abstürzen, es
gibt Linux-PCs, die seit Jahren durchgehend und ohne Neuboot
laufen. Bei Win eher eine Seltenheit

Also ich hab bei meinen diversen Linux-Versuchen auch schon Abstürze erlebt.

Bei Linux gibt es weder Outlook noch Internet Explorer. Und
Programmie installieren ist dort bei weitem nicht so einfach.

Falsch: es ist sogar wesentlich einfacher als bei Win und vor
allem hinterlässt eine Deinstallation keine Rückstände. Dass
ein Mail-Progi oder ein Browser anders heisst, besagt nicht,
dass es nicht für alle Win-Progis ein Linux-Pendant gibt.

Ich habe es nie als einfacher erlebt, im Gegenteil. Allein schon immer dieser Abhängigkeitsmist und um 'ne .jar-Applikation auszuführen muss man in die Konsole…

quatsch: Linux reserviert sich eine Partition, ansonsten wird
Win nicht beeinflusst. Der Bootmanager von Linux bindet Win
problemlos ein

Schön wäre es. Ich habe schon erlebt, dass ein Linux Partitionsmanager absoluten Mist angestellt hat.

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Hallo Bernst,

Mein vorinstallierter XP-Rechner läuft eigentlich problemlos.

Glückwunsch, warum also wechseln?

Nun habe ich gehört, daß bei Abstürzen „Linux“ Vorteile
gegenüber „MS“ hätte, weil man Linux völlig problemlos von der
Linux-CD wieder starten kann.

Dieses Argument läuft etwas ins Leere, weil Linux äußerst selten abstürzt, und wenn, dann ist in der Regel keine Linux-CD notwendig, um die Kiste wieder hochzufahren.
Wenn Du allerdings mit „problemlos von der LINUX-CD wieder starten“, eine notwendige Neuinstallation meinst, dann habe ich solch eine Notwendigkeit noch nie erlebt. Aber gut, man hat schon Pferde direkt vor der Apotheke kotzen sehen :wink: In solch einem ziemlich unwahrscheinlichen Fall ist bei richtiger Vorbereitung (z.B. Backups der Partitionen-Images) Linux und Windows wahrscheinlich gleich schnell wiederhergestellt.
Aber warum nicht neugierig sein, ich empfehle dir, ebenso wie Christoph, probiere Linux einfach erstmal mit einer Live-CD aus. Meiner Meinung nach muß es nicht zwingend Ubuntu sein, aber das wäre trotzdem eine gute Wahl.
Wenn Olaf sagt, „es gibt kein Outlook und keinen Internet-Explorer“, so ist das zwar richtig, aber kein Argument. Es gibt viele andere Mail-Programme und Browser, so daß nicht einzusehen ist, wozu Du Outlook und Co. brauchst. Wenn natürlich dein Herz an solchen Windowsprogrammen hängt, und Du keine Lust, keine Zeit und/oder kein Interesse hast, etwas anderes kennenzulernen, dann hat Olaf recht und Du solltest die Finger von Linux lassen und bei XP bleiben.
Aber seinen Satz „Programme installieren ist dort bei weitem nicht so einfach“ kann ich so nicht akzeptieren. Du wählst aus einer Riesenliste z.B. das Programm foo aus, klickst auf „Installieren“ und lehnst dich zurück. Was ist daran schwierig? Schwierig, wenn man es denn so nennen will, ist höchstens sich an die Umstellung zu gewöhnen, seine Programme nicht mehr selbst irgendwo im Internet zu suchen und von dort runterzuladen, sondern dies alles dem Linux-eigenen Paketmanager zu überlassen.
Natürlich gibt es auch hier Ausnahmen und es wird Programme geben, die Du dir z.B. selbst compilieren müsstest. Aber erstens kommt dies tatsächlich äußerst selten vor und zweitens ist es meist nicht so kompliziert, wie man sich das vorstellt. Meistens genügt die Eingabe von ca. drei Befehlen. Aber klar, man darf keine Angst davor haben, ein Terminal aufzumachen und z.B. die Befehle

configure
make
make install

einzugeben.
Ein tatsächliches Problem kann es aber geben. Es kann dir durchaus passieren, daß dein neues Multifunktionsgerät unter Linux durchaus nicht zu überreden ist, Faxe zu versenden oder dein Scanner einfach den Dienst verweigert. Manchmal findet sich dafür eine Lösung, aber manchmal gibt es tatsächlich keine. Deshalb der Tipp mit der Live-CD, da siehst Du, ob deine Geräte alle unter Linux funktionieren, wie sie sollen, oder eben nicht.
Was die Partitionierung betrifft, so ist es ebenfalls nicht so schlimm, wie Olaf es befürchtet. Ja, wenn während der Partitionierung deine Katze den Netzstecker rauszieht oder Du ganz flink auf eine zu löschende Partition klickst und hinterher feststellst, daß es doch die falsche war, ja, dann wird es ziemlich eng, wenn Du vorher kein Backup gemacht hast. Und ja, keine Software ist 100%-ig sicher und fehlerfrei, aber bei bedachtsamen Umgang und dem schon oft erwähnten vorherigen Backup kann eigentlich nichts schief gehen. Eine Paritionierung (bzw. Betriebssystem-Installation) sollte man auf keinen Fall mal rasch zwischen Tür und Angel machen und sich vorher auch zumindest in Grundzügen informieren, was so alles wie abläuft. Dieser Artikel ist z.B. dafür geeignet:
http://www.zentralplan.de/?120

Gibt es möglicherweise Probleme, auf einen vorinstallierten
XP-Rechner, noch zusätzlich Linus zu installieren

Wie gesagt, nein, aber ich wiederhole mich in dem Fall gern, mach ein Backup vorher.

Ich könnte mir vorstellen, daß Bill Gates sich das nicht
gefallen lassen wird und Fallen eingebaut hat.

Na, die Fallen möchte ich sehen. Aber trotzdem, ich habe mal einen Artikel über gelegentliche Probleme mit Windows 7 gelesen. Worum es genau ging, weiß ich nicht mehr, weil ich eh kein Windows 7 benutze, aber das war auf Windows 7 bezogen und nicht auf XP.

Viele Grüße
Marvin

Diese Antworten haben alle ein „Sternchen“ verdient.
Ich danke Euch Alle für die qualifizierte Auskunft!!

Gruß Bernst

Hallo Bernst,

Gibt es möglicherweise Probleme, auf einen vorinstallierten
XP-Rechner, noch zusätzlich Linus zu installieren
(Virenscanner,Outook, Internet-Explorer, Anwendungsprogramme
allg.).

das „größte“ Problem, das ich dabei sehe, ist der Arbeitsaufwand. Du solltest zunächst ein Backup deiner Festplatte anlegen, weil es keinen Sinn macht, ein Linux auf einer NTFS-Partition zu installieren (falls das überhaupt funktioniert) und du dafür neue Partitionen anlegen musst, was Datenverlust verursachen kann.

Mein vorinstallierter XP-Rechner läuft eigentlich problemlos.
Nun habe ich gehört, daß bei Abstürzen „Linux“ Vorteile
gegenüber „MS“ hätte, weil man Linux völlig problemlos von der
Linux-CD wieder starten kann.

Also ich nutze nun auf meinem Notebook seit 3 Jahren täglich Ubuntu und kann nicht sagen, dass es häufiger oder seltener abgestürzt ist als mein Windows XP Rechner. Sicher gibt es Linux-Rechner, die seit einer halben Ewigkeit stabil laufen aber da muss man auch bedenken, dass es extra Distributionen gibt, bei denen die Stabilität im Fokus liegt, auf Kosten der Aktualität der Programme. Der Privatnutzer möchte es lieber aktuell haben und darunter leidet die Stabilität, daher würde ich diese Aussage eher skeptisch betrachten.

Auch wenn ich mich schon als Ubuntu- und OpenSource-Fan betrachten würde, möchte ich an dieser Stelle los werden, dass du Linux nicht ausprobieren solltest, wenn du mit Windows XP zufrieden bist und nur aufgrund des Arguments mit den Abstürzen einen Wechsel erwägst. Wenn du natürlich aus Prinzip Interesse dran hast, um mal etwas neues auszuprobieren, würde ich es empfehlen. Aber dann erst mal mit einer Live CD Erkundungen anstellen.

Ich könnte mir vorstellen, daß Bill Gates sich das nicht
gefallen lassen wird und Fallen eingebaut hat.

Also anfangs hatte ich auch Windows XP und Ubuntu parallel installiert (das funktioniert natürlich problemlos) aber in der Praxis hat sich heraus gestellt, dass man normalerweise nur eines von beiden benutzt, weil es einfach umständlich ist, immer umzubooten, wenn man auf Windows Programm X hat und auf Linux Programm Y. Meiner Meinung nach ist der bessere Weg, sich für eines von beiden dauerhaft zu entscheiden und das System der zweiten Wahl in einer virtuellen Maschine zu betreiben (sofern die Hardware kräftig genug ist) – für die Programme, für die es keine Alternativen gibt.

ich gehe mal davon aus, dass du Linux nicht benutzt. Deshalb
möchte ich ein paar Sachen richtig stellen

Das ist falsch.

Laut deinen Aussagen denkt man das aber. Nur ein Linux zu benutzen heisst aber auch nicht, dass man es bedienen kann :wink:

Also mein Windows 7 ist seit Monaten nicht mehr abgestürzt.

Stimmt: Win7 ist mit das absturzsicherste Win überhaupt,
allerdings hatte Linux noch nie Probleme mit Abstürzen, es
gibt Linux-PCs, die seit Jahren durchgehend und ohne Neuboot
laufen. Bei Win eher eine Seltenheit

Also ich hab bei meinen diversen Linux-Versuchen auch schon
Abstürze erlebt.

Ich bringe dir auch jedes System zum Absturz, kann aber auch viele Gründe haben. Der Zusammenhang zwischen Hard- und Software, welche Linuxdistribution, hast du die Pakete selbst gebaut…

Bei Linux gibt es weder Outlook noch Internet Explorer. Und
Programmie installieren ist dort bei weitem nicht so einfach.

Falsch: es ist sogar wesentlich einfacher als bei Win und vor
allem hinterlässt eine Deinstallation keine Rückstände. Dass
ein Mail-Progi oder ein Browser anders heisst, besagt nicht,
dass es nicht für alle Win-Progis ein Linux-Pendant gibt.

Ich habe es nie als einfacher erlebt, im Gegenteil. Allein
schon immer dieser Abhängigkeitsmist und um 'ne
.jar-Applikation auszuführen muss man in die Konsole…

Quatsch! Je nach Window-Manager einen Rechtsklick auf die Datei und dann dort den Befehl als Standard einmal hinterlegt und schon reicht ein Doppelklick auf die Datei. Google hilft…

quatsch: Linux reserviert sich eine Partition, ansonsten wird
Win nicht beeinflusst. Der Bootmanager von Linux bindet Win
problemlos ein

Schön wäre es. Ich habe schon erlebt, dass ein Linux
Partitionsmanager absoluten Mist angestellt hat.

Nein, der Partitionsmanager macht genau das, was man ihm sagt. Also scheint der Fehler, wie auch oben, eher vor dem Bildschirm zu sitzen :smile: