Hallo Experten,
in einem Abstand von nur 500 m von einem Wohngebiet plant meine Heimatgemeinde einen Windpark mit zunächst 9 Windkraftwerken.
Wer hat den Versuch schon hinter sich dies zu verhindern? Wie ist die rechtliche Situation. Welcher Verein kann helfen?
Gruß olaf
Hallo Olaf,
Du kannst mal einen gewissen Walter Niemand fragen ([email protected]). Er hat schon in zahlreichen ähnlich gelagerten Fällen Gutachter gespielt und ist in der „Szene“ recht bekannt. Vielleicht hat er ein paar Tips parat.
Normalerweise ist er in Norddeutschland tätig, wenn Du da wohnst, kann er Dir also wohl am besten helfen.
Gruß, Kubi
Hallo Olaf,
etwas provozierende Frage: Ist Dir ein Kernkraftwerk in 20 Km Entfernung lieber?
Rolf
*derjedentagvondüsenjägerngeplagtwird*
Hallo Rolf,
meine Antwort wäre: je nachdem. Es ist nämlich alles andere als ein Spaß, im Schatten und Geheule der Windräder sein Dasein zu fristen, wenn diese dumm stehen. Die Lebensqualität leidet halt auch unter regelmäßigem Schattenwurf, und daran denkt als Konsequenz meist keiner.
Und von einem AKW in 20 km Entfernung wirst Du nicht gestört (es sei denn, es gibt 'nen Unfall…)
Gruß, Kubi
Hallo Olaf Schmidt,
es gibt zwei Möglichkeiten, die Rechtmäßigkeit der Erstellung des Windparks zu überprüfen:
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Für den Windpark ist die Erteilung einer Baugenehmigung erforderlich. Zuständig hierfür ist die Baugenehmigungsbehörde der Stadt oder des Landkreises. Sie wird Auskunft und Akteneinsicht geben, wobei die dort befindlichen Immissionsgutachten (Lärm, Schatten usw.)die interessantesten Unterlagen sein dürften. Falls Sie die Gutachten selbst nicht interpretieren können oder die Baugenehmigungsbehörde Ihnen nur unzureichende Auskunft hierzu gibt, sollte Sie einen Gutachter mitnehmen oder damit beauftragen.
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Grundlage für die unter Nr. 1 angegebene Baugenehmigung ist eine Bauleitplanung der Stadt oder der Gemeinde (eine Änderung des Flächennutzungsplanes und/oder die Aufstellung eines Bebauungsplanes). Bei der Aufstellung dieser Planungen sind ganz bestimmte rechtliche und formelle Verfahren einzuhalten. Ein Rechtsexperte müßte diese Verfahrensakten einsehen und prüfen, ob über ein gerichtliches Prüfungs-Verfahren (Normenkontrolle)ein solcher Fehler anerkannt und zumindest der Investor wegen der kostspieligen Zeitverzögerung nicht auf die eine wohnnahe Windkraftanlage auf dem Verhandlungswege verzichtet.
Gruß
Hans-Jürgen Plascher
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Hi Kubi,
na ja, soweit ich weiss gibt es Mindestabstände die auch die Lärmentwicklung der Windräder berücksichtigen.
Über die Sicherheit der AKW´s streiten andere ja schon seit 50 Jahren, auf jeden Fall ist mir ein Windrad lieber als ein dreiköpfiges Schaf auf der ruhigen Wiese mit zwei Meter großen Gänseblümchen.
Mittlerweile wurde übrigens nachgewiesen daß eine Initiative zur Bekämpfung der Growiane und Klewiane von der Elektroindustrie massiv unterstützt bzw. sogar betrieben wird…
Ich such mal nach dem Artikel (Spiegel?).
Rolf
Nachtrag
Im Spiegel-Archiv hab ich nix gefunden aber dafür:
http://www.cleanenergy.de/News_archive/07_12_97ger/2…
http://www.jungewelt.ipn.de/1998/09-05/005.htm
Natürlich kann man diese Artikel auch nicht als Mass aller Dinge nehmen aber wenn ich so etwas mitkriege dann unterstelle ich mal, daß hier massive Meinungsmache betrieben wird und zwar NICHT von von den Beführwortern.
Bye
Rolf
Hallo Rolf,
nur noch ein paar Sachen zur Klarstellung:
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Ich bin nicht gerade ein heißer Befürworter von Atomkraft (und mit dem völligen Ausstieg, der gerade geplant wird, voll einverstanden), finde aber auch, daß man die Kirche im Dorf lassen sollte. Wilde Panikmache bringt da auch nichts. Und fest steht, daß unsere Meiler weltweit mit die sichersten sind.
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Sicherlich kann Windenergie nützlich und sinnvoll sein, aber das heißt nicht, daß man jetzt die ganze Republik mit diesen Viechern zupflastern muß. Gerade in Küstennähe (viel Wind etc.) nehmen die Räder in geradezu erschreckendem Tempo zu, und man kann fast nirgendwo mehr hinfahren, ohne in der Nähe einen Windpark zu haben. Das ist schlicht übertrieben und bringt bald genauso viel Schaden wie Nutzen.
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Die meisten der großen Windparks werden von den E-Werken betrieben, so daß die wohl kaum an Hetze dagegen interessiert sind. Das betrifft eher die einzelnen Anlagen, die von privat errichtet werden. Und ich kann Dir versichern, daß der Gutachter, den ich oben erwähnt habe, garantiert kein Anhänger, Lobbyist oder sonstwas der E-Werke ist, sondern nur aus eigener leidvoller Erfahrung begonnen hatte. Sicher gibt es auch „getürkte“ BIs, aber viele davon sind auch „echt“ und wollen nicht im Schatten von Windrädern leben.
Das nur, weil ich nicht weiß, ob Du mich irgendwo mißverstanden hast. Ich hoffe, daß jetzt alles klar ist.
Gruß, Kubi
Huhu Kubi,
nix für ungut, ich bin mitnichten ein Streithansel. Nur durch den Bericht über den getürkten Verein bin ich, was Ablehnung von Windkraftwerken betrifft, sensibel geworden. Das war eigentlich der einzige Grund für mein Posting.
Wie von Hans-Jürgen mittlerweile gepostet wurde gibt es ja Vorschriften deren Einhaltung man Prüfen kann… dagege hab ich goarnix.
Bye
Rolf
*derimmergernklarstellt*