Hallo zusammen,
(könnt Ihr das noch ertragen?)
nachdem Du so wunderschön das Lehrbuch zitiert hast *duck*,
es gibt glatt gute Lehrbücher, die dann auch sagen, daß (siehe weiter unten)
Wenn Du einmal Windpocken hattest, bist Du ein Leben lang
immun.
man eben nicht unbedingt ein Leben lang immun ist. Die Windpocken sind Ausdruck der Erstinfektion durch das Virus, die im allgemeinen (!) zu sehr langanhaltender Immunität (nicht immer lebenslänglich!) führt. Beim Zoster (Gürtelrose) handelt es sich um eine Spät-Manifestation bei Menschen, die nach länger zurückliegender Windpockenerkrankung nur noch eine Teilimmunität besitzen.
Zu einer Herpes zoster-Infektion kann es allerdings -
gerade (wie Du bereits erwähntest) bei geschwächtem
Immunsystem - immer wieder kommen. VZV hat nämlich die überaus
tückische Angewohnheit, sich in den Spinalganglien einzunisten
und unter bestimmten Voraussetzungen wieder in Erscheinung zu
treten.
Na, ich kann ja nicht gegen alles meckern *g*
Wichtig wäre vielleicht noch zu erwähnen, daß sich direkt mit
Herpes zoster nur jemand anstecken kann, der keine Windpocken
hatte, also noch nie mit VZV in Berührung gekommen ist.
Mein Klugschießmodus ist noch an!
Beim Zoster handelt es sich um eine Neuinfektion oder Reaktivierung einer occulten Infektion.
Bei den Windpocken, mit denen man sich in der Regel zwischen dem 2. und 6. Lebensjahr ansteckt, steckt man sich normalerweise durch Tröpfcheninfektion bei direktem Kontakt zu den Kranken an; es sind aber auch Übertragungen des Virus bis zu 10 Metern Entfernung beobachtet worden (durch Luftschächte, offene Fenster und Türen.
Puuh! Schweiß abwisch! Jetzt endlich en Klugscheißmodus abstell!
Beste Grüße
Tessa
Ganz liebe und gesunde Grüße
Sabine