Winter oder Allwetterreifen

und noch einen
Hallo Klaus,

(2a) An Kraftfahrzeugen - ausgenommen Personenkraftwagen - mit
einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t und einer
durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von mehr als
40 km/h und an ihren Anhängern dürfen die Räder einer Achse
entweder nur mit Diagonal- oder nur mit Radialreifen
ausgerüstet sein.

Mal abgesehen davon das Diagonalreifen schon seit Jahrzehnten(?) nicht mehr bei PKW Verwendung finden. Aber was solls. In der StVO gibts ja auch noch den Mann mit dem Handkarren auf der Strasse und die Pferdefuhrwerke.
In der StVZO ist sogar noch was über Eisenbereifung zu lesen :wink:
Ich werde den Verdacht nicht los, dass das ganze Machwerk nicht mehr so auf der Höhe der Zeit ist. Aber erstaunlicherweise noch gültig.
Gruss Sebastian

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Das ist eine Frage der Versicherung!
Hallo,
machst Du bei Glätte mit Sommerreifen einen „Bums“ gibt es Probleme mit der Versicherung. Bei Allwetterrreifen würde ich an Deiner Stelle bei Deiner Versicherung nachfragen.

Gruß
Hägar

hi,

wo steht das?

ist da allg. in den versicherungsbedingungen geregelt?

cu
alex

Hallo allerseits,

solcherlei Diskussionen verfolge ich regelmäßig mit einem gequälten Grinsen.

Besonders „amüsant“ finde ich, daß die Sommerreifenfront immer wieder darauf rumreitet, daß Winterreifenfahrer sich ja so sicher fühlen und deshalb wie die Säue über Eispisten galoppieren. Kann irgendein Reifen was für die Fahrweise seines Besitzers?

Auch die Aussage, daß ein neuer Sommerreifen besser ist als ein blankgefahrener Winterreifen, ist eine Binsenweisheit.

Äpfel mit Birnen zu vergleichen, ist unsinnig. Relevant ist der Vergleich von Sommerreifen und Winterreifen mit gleichem Profil und bei gleicher Fahrweise. Idealerweise beides in vernünftiger Ausprägung.

Fakt ist: Die Gummimischung von Sommerreifen verhärtet bei kalten Temperaturen, wodurch die Haftung verringert wird. Eine durchschnittlicher Grenzwert sind die berühmten +7 Grad. Je tiefer die Temperaturen sind, desto ausgeprägter ist die Wirkung. Bei 2 oder 3 Grad kann das bei einer Vollbremsung durchaus beim Bremsweg ein paar Meter ausmachen - womöglich den entscheidenenden Meter. Auch wenn man grenzwertig in eine Kurve reinfährt, könnte der kleine Unterschied auf einmal groß werden.

Ich rede hier von trockener oder nasser Fahrbahn, nicht vom Schnee. Auch wenn es in mancherlei Gebieten selten schneit, morgens auf dem Weg zur Arbeit werden überall in Deutschland Temperaturen in Gefrierpunktnähe nicht selten sein.

Die finanzielle Mehraufwendung hält sich durchaus in Grenzen. Ich habe sowohl meine Sommer- als auch meine Winterreifen auf Felge montiert, so daß ich im Frühjahr und Herbst nur die Räder zu wechseln brauche. Man muß also nur einmalig in die Felgen (plus Montage und Auswuchten) investieren. Man kann auch gut erhaltene gebrauchte nehmen, wenn das Budget knapp ist. Teure Werkstattbesuche entfallen daher. Da die Sommerreifen nur ein halbes Jahr gefahren werden, halten sie auch entsprechend doppelt so lange.

Ehrlich gesagt, mir sind die paar Euros die Sache durchaus wert. Isch kriesch aber Plack, wenn ich sehe, daß bei manchen Leuten das Geld für gute Reifen zu knapp ist, während gleichzeitig die Mucke nebst Lautsprechergedöns mehr wert ist als der Rest vom Auto.

Gruß
mowei

Hallo Mowei

Fakt ist: Die Gummimischung von Sommerreifen verhärtet bei
kalten Temperaturen, wodurch die Haftung verringert wird. Eine
durchschnittlicher Grenzwert sind die berühmten +7 Grad.

Allerdings ist dieser Grenzwert kürzlich etwas in die Kritik geraten:
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,379986,00.html

CU
Peter

Hallo Hägar,
das ist ein weit verbreitetes Ammenmärchen der Winterreifenhersteller.
Ich kenne einige Leute bei unterschiedlichen Versicherungen die diese Meldung ganz klar als Mumpitz abtun.
Lediglich wenn beweisbar ist, das der Unfall mit Winterreifen hätte vewrmieden werden können kann es Probleme geben. Aber das ist in der Praxis eben fast nie nachweisbar.
Gruss Sebastian

Hi,

Besonders „amüsant“ finde ich, daß die Sommerreifenfront immer
wieder darauf rumreitet, daß Winterreifenfahrer sich ja so
sicher fühlen und deshalb wie die Säue über Eispisten
galoppieren. Kann irgendein Reifen was für die Fahrweise
seines Besitzers?

Nein. Sicher nicht. Aber es ändert auch nichts an den Tatsachen.

Auch die Aussage, daß ein neuer Sommerreifen besser ist als
ein blankgefahrener Winterreifen, ist eine Binsenweisheit.

Naja. Ein Winterreifen ohne Profil bringt bei Schnee oder Schneematsch überhaupt nichts.

Äpfel mit Birnen zu vergleichen, ist unsinnig. Relevant ist
der Vergleich von Sommerreifen und Winterreifen mit gleichem
Profil und bei gleicher Fahrweise. Idealerweise beides in
vernünftiger Ausprägung.

Das ist sicher richtig.

Ich rede hier von trockener oder nasser Fahrbahn, nicht vom
Schnee. Auch wenn es in mancherlei Gebieten selten schneit,
morgens auf dem Weg zur Arbeit werden überall in Deutschland
Temperaturen in Gefrierpunktnähe nicht selten sein.

Trotzdem ist angepasste Fahrweise deutlich mehr wert als ein Winterreifen. Ich habe jetzt (nach 22 Jahren Sommerreifen) auch Winterreifen für meinen Firmenwagen. In der Praxis merke ich kaum einen Unterschied. Ob das vielleicht daran liegt, das ich bei schlechtem Wetter im Winter wenig Lust verspüre die Grenzbereiche auszutesten?

Die finanzielle Mehraufwendung hält sich durchaus in Grenzen.
Ich habe sowohl meine Sommer- als auch meine Winterreifen auf
Felge montiert, so daß ich im Frühjahr und Herbst nur die
Räder zu wechseln brauche. Man muß also nur einmalig in die
Felgen (plus Montage und Auswuchten) investieren. Man kann
auch gut erhaltene gebrauchte nehmen, wenn das Budget knapp
ist. Teure Werkstattbesuche entfallen daher. Da die
Sommerreifen nur ein halbes Jahr gefahren werden, halten sie
auch entsprechend doppelt so lange.

Hmm. Ansichtssache. Ungeübten Fahrern würde ich vielleicht auch Winterreifen empfehlen. Aber warum nur habe ich selbst bei heckgetriebenen Autos mit Automatik und Sommerreifen im Winter keine Probleme?

Ehrlich gesagt, mir sind die paar Euros die Sache durchaus
wert. Isch kriesch aber Plack, wenn ich sehe, daß bei manchen
Leuten das Geld für gute Reifen zu knapp ist, während
gleichzeitig die Mucke nebst Lautsprechergedöns mehr wert ist
als der Rest vom Auto.

Na aber, aber. Wenn man schon mit schmackes gegen den Baum klatscht, dann doch bitte mit stilvoller Beschallung :wink:
Gruss Sebastian

Hallo,

ich pack die Antworten auf Sebastian und Dich mal zusammen.

Klar, ein neuer Sommerreifen ist besser als ein blanker Winterreifen, und der beste Winterreifen nützt nichts bei unangepaßter Fahrweise. Hab ich ja auch so geschrieben. Aber das ist kein Argument pro SR und contra WR. Wenn, dann muß man unter gleichen Bedingungen vergleichen.

Ich hab mich zu der 7°-Geschichte etwas im Internet umgetan, da der Spiegel-Artikel kostenpflichtig ist. Zu diesem kann ich also nichts sagen. Auto-Bild soll ebenfalls auf trockener und nasser Fahrbahn Sommerreifen favorisieren, dazu ist die folgende Diskussion in einem Forum nachzulesen:
http://www.cbr1000rr.de/fireblade_forum/thread.php?t…

Allerdings habe ich weder bei Auto-Bild Online noch auf der Seite des ADAC was dazu gefunden. Beide empfehlen bei Niedrig- bzw. Minustemperaturen Sommerreifen, ohne auf den ominösen Test einzugehen. Der im Forum zitierte ist mir - wie vielen anderen dort - zu dünn. Die 7°-Marke ist jedoch nicht genannt, allerdings hatte ich ihn auch nur als Durchschnittswert angegeben. Sicher wird niemand morgens das Thermometer neben das Auto legen und nach der Temperatur mal eben die Reifen wechseln. Im übrigen immer beachten: Am Boden liegt die Temperatur öfters mal ein paar Grad niedriger als in Augenhöhe.

Sollte ein solcher Test unter wissenschaftlichen Bedingungen aber die Schlagzeile bestätigen, dann bin ich gerne bereit, alles nochmal zu überdenken. Auf jeden Fall rechtfertigt es aber nicht die Fahrt mit SR auf Schnee, weil dafür die Fakten zu eindeutig sind.

Davon abgesehen gibt es hier im Moseltal auch eher weniger Schnee. Also argumentieren viele, die ich kenne, damit, daß sich WR nicht lohnen und daß sie bei Schnee das Auto stehen lassen. Sämtliche Verfechter dieser Praxis sind mir aber schon mehrfach im dicksten Schneegestöber begegnet. Dafür fehlt mir dann echt das Verständnis.

Gruß
mowei

ich wohne in der nähe von Köln, also kein reines
Schneegebiet,*grins* was ist der Unterschied zwischen den 2
Reifen? Ich fahre jeden Tag über die Autobahn zur Arbeit eine
Tour über 30 km.

Liebe Britta,
Duisburg ist ja nun auch nicht gerade der Großglockner. Trotzdem habe ich mich nun (nach zugegeben vielen Jahren) endlich zu einem Satz WR entschlossen. Das neue Auto hat ABS, ESP, ASR, einen Fahrer inclusive Hirn - warum nicht das Paket komplett machen ?
Letztendlich koste der Satz incl. Felgen für 185/HR15 88 schlappe 400€. Für Verschleißteile, die ich eh´ brauche (OK, außer die Stahlfelgen).
Und 30 km BAB können höllisch lang werden, wenn es auf frischem Schnee oder Eis ein bißchen bergauf geht…

Gruß
Bernd

Hi!

Keine Diskussion:

in Nord- und Mittel-Europa verwendet jeder ansatzweise verantwortungsbewusste Fahrer Allwetterreifen oder extra Winterreifen. Alles andere ist leichtsinnig und gefährdet Dich und andere.

Grüße,

Mathias