Wintereinbruch

Hallo,

die Schneefälle in der letzten Woche habenmeinem Garten schwer zugesetzt. Einige Bäume, auch größere Eichen, sind abgeknickt aber am meisten dauert mich die Beschädigung meines Hamamelisstrauchs. Der war ursprünglich fast 3 m hoch, aber die Schneelast hat Armdicke Äste abgebrochen am Ansatz herausgehebelt. Ich habe diese Äste zwar abgesägt, aber was kann ich machen, um die ausgefransten Bruch- und Schnittkanten zu schützen, damit nicht der ganze Strauch geschädigt wird. Glatt absägen ist nicht, denn dann würde ich die gesunden Äste beschädigen.

Gruss

Iru

Hallo und keine Panik!

die Schneefälle in der letzten Woche habenmeinem Garten schwer
zugesetzt. Einige Bäume, auch größere Eichen, sind abgeknickt

wenn es ganz schlimm ist und für Gartennutzer Lebensgefahr darstellt, bevor Dir die Bäume auf den Kopf fallen, vom Fachmann entsorgen lassen.

Übrigens kann man auch vom Schneebruch gestutzte Eichen kosmetisch ausschneiden. Gestutzte Äste wachsen über die Jahre nach.

aber am meisten dauert mich die Beschädigung meines
Hamamelisstrauchs. Der war ursprünglich fast 3 m hoch, aber
die Schneelast hat Armdicke Äste abgebrochen am Ansatz
herausgehebelt.

auch wenn es Dir seltsam vorkommt: solche Bruchstellen sind für einen Strauch fast besser zu verkraften. Weil die Verletzung nämlich in der Wuchsrichtung des Holzes erfolgt.

Ich habe diese Äste zwar abgesägt, aber was
kann ich machen, um die ausgefransten Bruch- und Schnittkanten
zu schützen, damit nicht der ganze Strauch geschädigt wird.

Ich würde jetzt gar nichts schützen. Es ist wesentlich besser abzuwarten, was der Winter noch auf der Platte hat. Zum Trost: Hamamelis würde sogar neu austreiben, wenn Du den gesamten Strauch dem Erdboden gleich machst.

Glatt absägen ist nicht, denn dann würde ich die gesunden Äste
beschädigen.

Wie oben gesagt - da der Strauch nun sowieso eine Ruine ist, solltest Du beherzt die wirklich stark beschädigten Äste bodengleich absägen und die Überlebenden auf Kniehöhe. Allerdings nicht jeden Ast wie mit der Schnur gezogen. Die Natur ist erstaunlich regenerationsfähig.

Damit Du es glaubst: wir haben vor einigen Jahren einen ebenfalls 3 Meter hohen, sehr, sehr ausladenden Flieder ohne Not im Frühjahr auf einen halben Meter über dem Boden und 5 Äste zusammengekürzt. Im Jahr darauf war der Busch wieder übermannshoch und dicker als je vorher.

Also nut Mut!
Geli

Hallo Geli,

danke für dei Tipps und aufmunternden Zeilen.
Der Winterinbruch hat es auch wirklich böse gemeint. Nicht nur bei mir, sondern auch in den umliegenden Wäldern (Ostsachsen) hat er richtig Schäden angerichtet. Da die Bäume noch alle Blätter haben, konnte richtig viel Schnee hängen bleiben und als er regnete, saugte er sich voll Wasser und wurde zu schwer und die Äste brachen. Teils wurden Waldwege gesperrt, weil Lebensgefahr bestand.
Erstaunlich aber die Apfelbäume, trotz einer zentnerschweren Last von Äpfeln bogen sie sich unter dem Schnee, brachen aber nicht.

Gruss

Iru