Winterreifenverschleiss und Sicherheit

Hallo Fachleute und Experten!
Habe eine Frage zum Verschleiß und Unfall-Risiko von Winterreifen.
Ich bin der Ansicht daß man mit Winterreifen möglichst mit gleichmäßiger und nicht mit überhöhter Geschwindigkeit fahren sollte.
Außerdem bin ich der Ansicht daß eine gemäßigte Geschwindigkeit so um die 120 Kmh im Normalfall das Limit sein sollte.
Da die Gummimischung bei Winterreifen offensichtlich weicher ist als bei Sommerreifen,ist doch auch der Abrieb insbesondere bei trockener Fahrbahn stärker!
Bin ich da zu vorsichtig mit meiner Meinung?
Würde mich mal interessieren was sagt der Fachexperte
zu meiner Meinung?
Bitte um sachkundige erstgemeinte Zuschriften.

Das eigentliche Problem: Nach dem 3. maximal 4. Winter hat der Winterreifen eine erheblich geringere Griffigkeit und sollte erneuert werden.

Gruß Wolfgang

Hallo,

je höher die Geschwindigkeit, desto höher ist der Verschleiß. Man bremst stärker und die Fliehkräfte in den Kurven sind nun mal höher. Das gilt aber für WR und für SR.

Davon abgesehen Geraden glaube ich aber nicht, dass der Verschleiß eines WR bei - ich sage jetzt einfach mal - 180km/h wirklich messbar größer ist, als bei 120km/h. Natürlich solange der Reifen für die Geschwindigkeit zzgl. einer Notreserve zugelassen ist. Und solange die Außentemperatur winterähnlich ist und nicht spätsommerliche 20°C, so wie gestern.
Auch ist es nicht unerheblich, für welche Geschwindigkeit der Reifen zugelassen ist. Hochgeschwindigkeitsreifen, also bis oder sogar über 210km/h, haben eine andere Gummimischung, als Reifen bis max. 190 km/h, die ich heutzutage mal als Standard ansehe.

Bin aber mal auf weitere Meldungen gespannt
Guido

Hi

im allgemeinen haben Winterreifen nicht die Lebenserwartung / Laufleistungserwartung wie vergleichbare Sommerreifen.
Die neueren Gummimischung von Winterreifen nehmen es einem aber übel , wenn die im Sommer , bei Sommerlichen Temperaturen gefahren werden , dann fahren die sich sehr schnell ab.

Ansonsten haben Winterreifen ( ich rede von Markenreifen , nicht von Runderneuerten , oder Ebay Import-Billigschrott ) eine gwisse Reserve drin .
Mein Auto läuft schneller , als ein Winterreifen mit der maximal zugelassenen Höchstgeschwindigkeit von 210 .
ab und an , kommt es bei einem Überholvorgang vor , das ich nicht so genau hinschaue und das Limit kurzfristig überschreite .
Bis jetzt hat sich aus dem Grund noch kein Reifen verabschiedet , obwohl der Wagen inzwischen rund 380.000 km auf der Uhr hat .
davor hatte ich einen Volvo der mit 268.000 km verkauft wurde , davor
einen Pontiac Transsport der bei 256.000 weg ging usw usw …

vor vielen Jahren ( anfang der 80 Jahre ) hatte ich mal probleme mit Runderneuerten Reifen auf einem Opel Rekord mit 128 Ps , aber das ist sooooo lange her , die Technik verbessert sich und Runderneuerte Reifen kommen mir seit dem nicht mehr ins Haus .

Hallo!

Hallo Fachleute und Experten!
Habe eine Frage zum Verschleiß und Unfall-Risiko von
Winterreifen.
Ich bin der Ansicht daß man mit Winterreifen möglichst mit
gleichmäßiger und nicht mit überhöhter Geschwindigkeit fahren
sollte.

Ich hingegen meine, dass man mit Winterreifen wunderbar das Limit fahren kann, für welches sie hergestellt worden sind.
Mit meinen H-Winterreifen fahre ich die erlaubten 210 (also Vollgas). und das pro Saison 40.000 Km.
Keine Probleme bislang.
Die Winterreifen werden bei mir bei Erreichen von ca. 4mm Profiltiefe gewechselt.

Was das Unfallrisiko betrifft, so gilt für moderne Winterreifen, dass man im Vergleich zu Sommerreifen der gleichen Größe bei normaler Fahrweise so gut wie keinen Unterschied merkt. Auf meinem VW Passat sind 205/16 Räder für beide Saisontypen montiert.
Mit beiden sind Vollgas 220 nach Tacho auch bei Nässe kein Thema.
Ich wechsle die WR allerdings früher aus als die SR.

Außerdem bin ich der Ansicht daß eine gemäßigte
Geschwindigkeit so um die 120 Kmh im Normalfall das Limit sein
sollte.

Ich nicht. Hierfür gibt es auch keine (vernünftige) technische Indikation.
Der Hersteller gibt ein Limit an, welches man mit den Winterreifen auf jeden Fall fahren kann. Man sollte also WR wählen, deren Speedindex oberhalb der Vmax des Fahrzeuges lt. Fahrzeugschein liegt. Dann kann nichts passieren.

Da die Gummimischung bei Winterreifen offensichtlich weicher
ist als bei Sommerreifen,ist doch auch der Abrieb insbesondere
bei trockener Fahrbahn stärker!

So ist es, der Verschleiß ist etwas höher. Allerdings auch nicht nennenswert. Sommer- und Winterreifen halten bei meinem VW Passat beide immer ca. 60.000 Km.
Die Ursache hierfür ist, dass sich Reifen bei tiefen Temperaturen verhärten. Der weichere WR bewegt sich also im Winter auf dem „Härteniveau“ eines SR im Sommer.

Bei Wetterlagen wie den 20°C letztes Wochenende steigt natürlich der Verschleiß von Winterreifen. Bei einer Wegstrecke von ein paar hundert Km macht das jedoch nicht viel aus, ausser ich rase voll beladen 300 Km Bergpässe rauf und runter…

Bin ich da zu vorsichtig mit meiner Meinung?

Absolut.
Sie mag für die Reifentechnik in den 1950er Jahren richtig gewesen sein.
Heute ist es kein Problem, die saisonal korrekten Reifen zu wählen und seine Fahrweise den Witterungs- und Verkehrsverhältnissen anzupassen, nicht aber langsamer zu fahren, nur weil man WR montiert hat.

Würde mich mal interessieren was sagt der Fachexperte
zu meiner Meinung?
Bitte um sachkundige erstgemeinte Zuschriften.

Ob ich nun als autoaffiner Kaufmann mit ca. 1,1 Mio. Km Fahrerfahrung „sachundig“ bin, weiss ich nicht. Ernst gemeint ist mein Text jedoch.

Gruß,
M.