Wippschalter - Kondensator vorschalten

Um meinen PC ein- bzw. auszuschalten benutze ich einen beleuchteten Wippschalter. Diese Schalter geben regelmäßig „den Geist“ auf. Ich vermute, dass die Kontakte „zusammenbacken“ (komisches Geräusch beim Schalten).
Ein Bekannter meint, dass dies von dem hohen Einschaltstrom, den das PC Netzteil zieht, kommen könnte. Dies könnte man durch Zwischenschalten eines Kondensators verhindern. Näheres konnte er mir aber nicht sagen.
Hat jemand Erfahrung wie so etwas geht? Was für einen Kondensator brauche ich?

Hallo

Ich würde als Hobbyist sagen, der Schalter muß 1. ausreichend dimensioniert sein.

Außerdem kann man eine Funkentstörung zwischen Verbraucher und Schalter schalten.

Einen Einschaltstromstoss kann man nur schlecht vermindern, da dies Geräte- bzw. -konstruktionsbedingt ist. Man müßte also das Gerät unter die Lupe nehmen. Bei bestimmten Geräten ist es erforderlich, zu diesem Zweck Widerstände oder komplexere Schaltungen mit in den Stromkreis zu schalten, was wir aber natürlich erstmal vermeiden wollen.

Außerdem müssen die Kontakte schnell genug betätigt werden, ein paar mal zögerlich ein oder aus ist schon schädlich.

Ansonsten sollte der Kippschalter idealerweise mit 4 Anschlüssen sein, also 2 Leitungen auftrennen können.

Bei Fehlern korrigiert mich bitte.

MfG
Matthias

Hallo

Das Verhalten läßt darauf schließen, dass das Netzteil des PC noch nicht mit PFC ausgerüstet ist. Diese „Power Factor Correction“ reduziert auch die Höhe des Einschaltspitzenstrom. Vielleicht lohnt es sich ja ein moderneres Netzgerät einzubauen.

Gruß
HV

Hallo,

Um meinen PC ein- bzw. auszuschalten benutze ich einen
beleuchteten Wippschalter. Diese Schalter geben regelmäßig
„den Geist“ auf.

Die gleiche Erfahrung habe ich auch gemacht.

Ich vermute, dass die Kontakte
„zusammenbacken“ (komisches Geräusch beim Schalten).

Eher im Gegenteil. Das Zusammenbacken würde dazu führen, dass die Leiste nicht mehr auszuschalten ist. Erfahrungsgemäß lassen sie sich aber irgendwann einfach nicht mehr einschalten. Das Kontaktmaterial ist verbrannt und das Ergebnis ist eben leider nicht mehr leitfähig.

Ein Bekannter meint, dass dies von dem hohen Einschaltstrom,
den das PC Netzteil zieht, kommen könnte.

Da kann er recht haben.

Dies könnte man durch Zwischenschalten eines Kondensators
verhindern. Näheres konnte er mir aber nicht sagen.

Das kann ich verstehen - der Kondensator ist nämlich schlicht Unsinn. Der (genauer: ein R-C-Glied zur Funkenlöschung) würde nur helfen, wenn der Funken beim Ausschalten das Problem wäre. Normalerweise fährt man den PC aber erst runter und schaltet dann aus. Dann zieht er aber kaum noch Strom und der Mini-Funken ist dann kein Problem für den Schalter.

Hat jemand Erfahrung wie so etwas geht? Was für einen
Kondensator brauche ich?

Die einzige Chance wäre eine Leiste mit einem ausreichend dimensionierten Schalter. Den gibt es aber nicht im Billigsektor. Also: entweder mehr investieren oder öfter.
Mein Favorit bislang: eine Steckdosenleiste mit Fernschalter von einem Markenhersteller, wie zum Beispiel: http://www.reichelt.de/?ACTION=3;ARTICLE=97802:stuck_out_tongue_winking_eye:ROVI…. Bislang habe ich das Ding etwa 2 Jahre im Einsatz, mal sehen, wie lange es noch funktioniert…
Gruß
loderunner

Mein Favorit bislang: eine Steckdosenleiste mit Fernschalter
von einem Markenhersteller, wie zum Beispiel:
http://www.reichelt.de/?ACTION=3;ARTICLE=97802:stuck_out_tongue_winking_eye:ROVI….

Hallo loderunner,

die wird wahrscheinlich im Nulldurchgang schalten und damit das Problem weitgehend vermeiden. Ähnlich sollte man das von Master-Slave-Leisten erwarten.

Gruss Reinhard

Hallo,

die wird wahrscheinlich im Nulldurchgang schalten und damit
das Problem weitgehend vermeiden. Ähnlich sollte man das von
Master-Slave-Leisten erwarten.

wenn das Ding im Nulldurchgang schaltet, dann mittels Halbleiterschalter. Verbrannte Kontakte gibt es dann natürlich schon mangels Kontakt nicht. :wink:
Ich hab aber noch nicht reingeschaut - hat mich schlicht nicht interessiert. Und irgendwas anderes könnte ja auch trotzdem kaputt gehen.

Btw., bei induktiven Lasten ist der Einschaltstrom ja genau dann am größten, wenn man im Nulldurchgang schaltet (was einen ausreichend dimensionierten Halbleiterschalter aber nicht interessieren sollte). Ich habe keine Ahnung, wie sich ein PFC-Netzteil diesbezüglich verhält. Weißt Du da mehr? Schonmal sowas gemessen?
Gruß
loderunner

Hallo

Ein „normales“ Netzteil beginnt mit einem Brückengleichrichter und GROSSEN Kondensator am Ausgang. Dessen Aufladestrom verursacht die Stromspitze.
„Passive“ PFC verwendet nun eine Drossel in Serie zum Netzeingang und verbreitert damit die Stromspitze. Dadurch wird auch die Höhe reduziert.
„Active“ PFC hat nach dem Brückengleichrichter nur einen ganz kleinen Kondensator, der auch eine viel kleinere Spitze verursacht.
In beiden Fällen wird der Strom dann wohl nicht mehr zum verschweissen reichen.

Gruß
HV

Btw., bei induktiven Lasten ist der Einschaltstrom ja genau
dann am größten, wenn man im Nulldurchgang schaltet (was einen
ausreichend dimensionierten Halbleiterschalter aber nicht
interessieren sollte).

Ja so etwa, z.B. bei Trafos, die in die Sättigung gehen - es gibt wegen der externen Nebenwirkungen aber auch Halbleiterrelais, die die erste Halbwelle nicht im Nulldurchgang, sondern verzögert schalten. Was aber wo verbaut ist, weiss ich auch nicht, ich zerlege sowas nur, wenn es NICHT funktioniert.

Gruss Reinhard

Danke Euch beiden! (owt)
-nix-

Google mal nach Einschaltstrombegrenzung. Da steht einiges darüber.

Ein Kondensator hilft nichts, aber ein Widerstand in Reihe (10Ohm/7W)
der nach einer Sekunde von einem Relais überbrückt wird.

Der Einschaltstrom kann je nach Netzteil einige 100 A betragen.

Wenn du beim Einschalten zufällig genau auf den Höhepunkt der Sinusspannung vom Netz kommst, wirkt der primäre Ladeelko wie ein Kurzschluss und zieht den hohen Strom.

Gruß Albi B