Hallo,
vor kurzen hatte ich hier gepostet wg. Hund aus dem Tierheim. Jetzt ist es soweit. Heute ist der erste Tag uns unser Opi (7Jahre) macht sich gut. Etwas abspecken muß er, aber sehr anhänglich und lieb. Natürlich auch noch etwas nervös…aber das ist ja klar! Hat jemand von Euch noch gute Ratschläge oder Tipps zum besseren Eingewöhnen?°
Mal sehen, wie die Nacht wird!
Gruß Larah
Hallo Larah!!
Als wir unseren Hund damals vor 8 Jahren bekommen haben (als Welpe) war er total verängstigt und er musste erst mal aufgepeppelt werden (lange Geschichte)… Das erste was er bei uns gegessen hat, war ein Leberwurstbrot. Das ist jetzt irgendwie zum Ritual geworden, wenn wir Samstags und Sonntags alle gemeinsam Frühstücken, dann bekommen Pupsi sein Leberwurstbrot… Hat er anscheinend auch nicht vergessen.
Ansonsten würde ich die ersten Tage auf Besuch verzichten, damit er sich eingewöhnen kann.
Und bei unserem damals haben wir was „persönliches“ ins Körbchen gelegt, was nach uns gerochen hat (alte Decke, Socken
oder so).
Gruß und viel Spaß,
Nicki
Hallo Larah!!
zuerst einmal Glückwunsch und auch Respekt dass ihr einen älteren Hund genommen habt und diesem somit eine Chance gebt.
mein Hund, damals verstört und 8 Monate alt, hat zuerst einmal ein super kuscheliges bett bekommen und ganz viel Zeit (reden) sowie, komisch ein wienerle (denke das war ihr aller erstes) und das liebt sie heute noch über alles… dann hat sie nach und nach alles erkundigt.
Die erste Nacht war jedoch alles andere als schön, sie war sehr unruhig und hatte sehr viel angst, da bis dato schon 4 mal vermittelt…
Wünsche euch viel glück und vor allem viel spass
LG
es spräche ein Hund (wenn er denn könnte)
ich bin so aufgeregt
alles ist so neu
alles riecht so anders
ihr mögt mich, das spüre ich genau
ich mag euch (Hunde haben es mit der Rechtschreibung nicht so genau) auch
ich habe Durst
ich muss mal
und dann diese vielen vielen unbekannten Geräusche
ich muss schon wieder
und da draussen riecht auch alles neu
ich hab schon wieder Durst
könnt ihr mich hören?
könnt ihr mich verstehen
ich will ja alles machen was ihr wollt
heute Nacht, nur heute Nacht, nur diese einzige Nacht
würde ich gerne bei Euch im Rudel schlafen
ich habe Angst
Hallo Larah,
hörst Du ihn?
Hör mal genau hin!
Ich glaube der Hund meinte noch was von „Kuscheln“ (nicht zu nahe und am besten einfach im Sitzen auf dem Fussboden, einfach nur so Berührungen/Nähe/Rudel körperlich spüren) - im Hunderudelsinn…
Und ich glaube die eine Nacht in Eurem Schlafzimmer - muss ja nicht gleich im Bett sein
- tut der Sache keinen Abbruch. Es ist die spürbare Nähe - das nicht Alleinsein.
Das klappt dann schon… 
Ach ja, woher ich das weiss?
Ich bin mit Hunden aufgewachsen und habe selber jahrelang wie ein Hund gelebt 
Viel Glück wünscht Euch
Anonym
Hallo und herzlichen Glückwunsch zum Hundi!
Mein Tipp (hab selbst vor acht Wochen einen Tierheimhund bekommen): erstmal in Ruhe lassen. Guck, was der Hund will und mach die ersten Tage nicht viel Aufregendes - es sei denn, er möchte das von selbst! Sei einfach da, bring ihm Liebe entgegen, bedränge ihn nie, auch nicht mit Zuwendung.
Das „Ankommen“ kann dauern (wir sind auch noch dabei) - aber mit Geduld wird das am ehesten was, glaube ich.
Viel Spaß euch!
Nina
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Hallo,
herzlichen Glückwunsch zum Hund im besten Alter. Ich habe seit 1,5 Jahren eine Hündin aus dem Tierheim, die angeblich 12 Jahre alt war.
Um den Aufbau einer Bindung zu „beschleunigen“ kannst Du den Hund in der ersten Zeit aus der Hand füttern.
Den Radius beim Gassigehen langsam vergrößern, nicht gleich Touren mit dem Auto machen, der Hund soll die nähere Umgebung kennenlernen, so dass er notfalls auch alleine nach Hause findet. Mit dem Ableinen solltest Du noch warten. Lasse den Hund an einer längeren Leine laufen und rufe ihn immer wieder zu Dir (so als wäre er abgeleint). Wenn er kommt, loben.
Versuche, vielen Hunden die in der Umgebung wohnen kurz zu begegnen. So lange der Hund sich noch nicht zuhause fühlt, hat er noch kein Revierverhalten und ist verträglicher.
Ein paar Stunden in der Hundeschule sind auch für einen erwachsenen Hund (und für Euch) sehr hilfreich.
Bei allem Mitleid für den armen Tierheimhund: er sollte jetzt nichts dürfen, was er später nicht auch darf. Also nicht ins Bett/aufs Sofa, wenn das nicht sowieso geplant ist. Er soll auch nicht jedesmal Aufmerksamkeit bekommen, wenn er danach verlangt. Man kann ihn ruhig mal ignorieren. Hört er dann auf den Fuß abzulecken, mit der Schnauze zu stupsen usw. und geht weg, kann man ihn zu sich rufen und streicheln.
Zum Thema abnehmen: das kommt meist ganz von selbst wenn der Hund wieder mehr Bewegung hat. Wähle ein fettarmes Futter und als Zwischendurch fettarme Sachen wie Rinderlunge, Rinderohren usw.
Hier mein Erfolgserlebnis:
http://www.napfsuelze.de/tinki.htm
Gruß,
Myriam
sehr sensibel und einfühlsam
Hallo Raymond,
danke für den sehr einfühsmen Text - mir sind ein wenig die Tränen gekommen.
Ich glaube der Hund meinte noch was von „Kuscheln“ (nicht zu
nahe und am besten einfach im Sitzen auf dem Fussboden,
einfach nur so Berührungen/Nähe/Rudel körperlich spüren) - im
Hunderudelsinn…
Vieleicht ein bischen „Hand auflegen“, Tellington Touch, Massage (wenn er mag) oder einfach nur Dasein und Nähe anbieten.
Und ich glaube die eine Nacht in Eurem Schlafzimmer - muss ja
nicht gleich im Bett sein- tut der Sache keinen Abbruch.
Warum nicht auf Dauer? Unsere beiden Hunde haben im Schlafzimmer zwei Kuschelecken - manchmal liegen sie dort und manchmal auch woanders in der Wohnung.
Ach ja, woher ich das weiss?
Ich bin mit Hunden aufgewachsen und habe selber jahrelang wie
ein Hund gelebt
Das merkt man.
Da wir auch vor einem Jahr eine 1,5 Jahr alte Hundin (kein Problemfall) aufgenommen haben, kann ich nur bestätigen : es dauert einige Wochen bis der Hund „ankommt“ und sein neues Zuhause nicht mehr als Übergangslösung betrachtet.
Viel Glück wünscht Euch
Anonym
Und ich Euch auch
gordie
Hallo Larah,
schön, daß du einem älteren Hund ein Zuhause gegeben hast.
Viele wenden sich ja leider schon ab, wenn der Hund älter als 2 Jahre ist…
Ich würde dir raten, dem Hund anfangs möglichst viel Ruhe zu gönnen. Sprich dich ihm drinnen nicht aufdrängen, möglichst nicht viel Besuch. Ich würde ihn auch nicht unbedingt gleich mitnehmen wenn ich andere Leute besuche oder zu einem Stadtbummel etc.
Halt „ankommen“ lassen, ihn beobachten. Auch grade im Zusammenhang mit anderen Hunden, Kindern, Katzen etc.
Ich habe meinen Arno auch mit 6 Jahren adoptiert und wer ihn in den ersten Tagen erlebt hat, meinte, er würde sich schon zuhause fühlen. Er ist auch am 2. Tag gleich problemlos einige Stunden allein geblieben (war nicht anders lösbar).
Aber so nach ca. einem halben Jahr hat man dann deutlich den Unterschied gemerkt und im Vergleich konnte man sagen, daß er anfangs doch recht angespannt war, aber eben auf seine Art.
Ich wußte damals auch so gut wie nix über ihn außer das er abgegeben wurde, weil er immer abhaute. Und ich habe so manche Überraschung mit ihm erlebt…Sind halt ein bißchen Wundertüten die Hunde mit Vergangenheit.
Was hier auch schon gesagt wurde, wie beim Welpen sollte man auch bei erwachsenen Neuankömmlingen von Anfang an das einhalten was man später zur Regel machen möchte.
Und keine Angst, Hunde sind bis zum Ende lernfähig. Meiner durfte z. b. früher auf dem Sofa liegen (habe ich später mal erfahren) und hat das hier in meiner Gegenwart nie versucht, weil es von Anfang an tabu war. Nur bei Besuch versucht er dann mal zu schummeln 
Auch andere Regeln hat er schnell akzeptiert.
Das schwierigste ist eigentlich die Bindung draußen. Da kann eine lange Leine und das arbeiten mit Futter sehr hilfreich sein.
Kommt aber natürlich alles auch auf das Vorleben an. Ich hatte in den ersten Monaten quasi zwei Hunde: Drinnen fast problemlos (bis auf das Mülleimer leeren) und draußen kannte Arno mich quasi nicht. Aber man schafft es und es ist die Mühe wert.
Lieben Gruß
Wilma und Arno, der sein zweites Leben genießt und immer viel jünger geschätzt wird
Sag auch mal Hallo meint Charly und stubst mir vielsagend mit seiner feuchten Nase gegen den Arm. Charly und ich sind seit fast einem Jahr ein Team und er meint ein glückliches. Ich sehe das allerdings genauso. Damals im November war es erst 10 Tage her, dass meine süße Bonsai - Dogge Bellinchen für immer von mir ging. 14,5 Jahre waren wir zuvor eine wunderbare Gemeinschaft.
So war es jedenfalls nicht geplant, obwohl mir in den 10 Tagen wirklich elend zumute war. Der Zufall wollte es aber, dass von einem Tiervermittlungsverein der Stadt eine Veranstaltung durchgeführt wurde. Der Tierarzt hatte mir zuvor geraten dort einmal anzurufen. So wußte man, dass ich nicht allzulange allein sein wollte, allerdings nicht nur um den Schmerz besser bezwingen zu können. Immerhin hatte ich den ersten Hund vor weít über 40 Jahren, an meiner Seite.
Irgendwann sprach mich die Chefin des Vereins an und meinte: „Wir haben einen Hund dabei den können sie sich ja mal anschauen“! Kurz darauf stand das kleine schwarze Kerlchen vor mir und ein Blickaustausch genügte, da war mir klar, den nehme ich mit, um alles in der Welt. Zufällig hätte es ein Kind von meiner Kleinen sein können, das gab aber nicht den Ausschlag. Dort hätten allerdings hundert andere Hunde sein können, ich wäre vielleicht alleine nach Hause gefahren.
Bei der Frage ob ich ihn mal haben kann, war sein Schicksal eigentlich schon besiegelt. Nun rumorte es in mir, denn ich wollte ihn unbedingt mit mir nehmen und nicht das übliche Prozedere durchstehen müssen, wie stundenweise gassi gehen und ähnliches. Ich schaffte es dann tatsächlich ihn mitzubekommen. Ich glaube das war unser Glück, denn am übernächsten Tag wurde er in der Tageszeitung vorgestellt und das hätte es gewesen sein können.
Heute freue ich mich jedesmal wenn uns oft fremde Menschen ansprechen und mir sagen, dass es der Charly gar nicht besser hätte treffen können.
LG Karona
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