Verona Feldbusch - Kurzbiografie
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Geburt und Herkunft
Verona Feldbusch wurde am 30. April 1968 als Tochter eines deutschen Maschinenbautechnikers und einer bolivianischen Friseuse in La Paz, Bolivien, geboren, wuchs aber in Hamburg auf, wo ihre Mutter zeitweise einen Frisiersalon betrieb.
Ausbildung
Bis 1990 besuchte F. (ohne Abschluss) in Hamburg die Handelsschule Holstenwall, danach begann sie eine Schneiderlehre. Zeitweise soll sie sich auch an einem Modedesign-Studium versucht haben.
Berufliches Wirken
Schon als Fünfzehnjährige versuchte sich die attraktive und durchaus karrierebewusste F. als Model. Als Neunzehnjährige wurde sie „Miss Hamburg“, als Zwanzigjährige eröffnete sie ein eigenes Modeatelier in Hamburg. Daneben versuchte sie sich trotz ihrer „schlecht ausjustierten Singstimme“ (FAZ, 25.2.1998) mit einigem Erfolg als Popsängerin und spielte mehrere Singles ein. Mit ihrem Titel „Ritmo de la Noche“ brachte sie es 1990 sogar (unter dem Künstlernamen „Chocolate“) zu einer Goldenen Schallplatte. 1993 wurde sie zur „Miss Germany“ gewählt, 1994 zur „Miss Intercontinental World“, 1995 als erste Deutsche zur „Miss American Dream“. Dazu kamen erste kleine Rollen in TV-Serien.
Anfang 1996 lernte F. den deutschen Musikproduzenten und Popsänger Dieter Bohlen („Modern Talking“) kennen, den sie wenig später, im Mai des Jahres, in Las Vegas heiratete. Die Verbindung hielt nur vier Wochen, sorgte aber dank mehrerer erfolgloser Versöhnungsversuche und spektakulärer öffentlicher Auseinandersetzungen (u. a. reichte F. eine einstweilige Verfügung ein, dass ihr Mann sie nicht mehr schlagen dürfe) monatelang für Schlagzeilen in der Regenbogenpresse, die der bis dahin kaum bekannten F. zu breiter Popularität verhalfen. Im Mai 1997 wurde die Ehe endgültig geschieden. Bereits im Aug. 1996 hatte F. als Moderatorin der RTL2-Erotiksendung „peep!“ eine überraschend steile TV-Karriere begonnen, obwohl die Kritik nicht müde wurde, sowohl die Qualifikation der Moderatorin als auch die Show selbst („erotisch wie eine Hühnerauktion“) in Frage zu stellen. Zeitweise wurde F. als neues Sexsymbol mit Kultstatus gefeiert, obwohl sie sich im Juni 1999 von der Erotik-Show mit der Begründung zurückzog, das Magazin sei ihr „zu pornographisch“ geworden. Bereits im Aug. 1998 hatte sie bei RTL unter dem Titel „Veronas Welt“ eine eigene Late-Night-Comedy-Talkshow erhalten, die der Fernsehproduzent Till Stein nach dem Motto „Ihre Schwächen sind ihre Stärken“ eigens für sie konzipiert hatte und die Lob und Kritik gleichermaßen herausforderte. Tatsächlich wird F., die außer wenigen Vorbereitungsstunden bei der renommierten Moderatorin- und Schauspieler-Trainerin Prof. Helga von Wangenheim keinen Schauspielunterricht genossen hat, eine ganze Reihe von Unzulänglichkeiten nachgesagt, die von sprachlichen Problemen bis zu einem schwachen Kurzzeitgedächtnis reichen. Die Woche (28.5.1998) entdeckte bei ihr eine „süße Mausimäßigkeit“ und machte ihr zum Vorwurf, sie habe den „frenetischen Dilettantismus zur Kunstform erhoben“. Die FAZ (25.2.1998) attestierte ihren Moderationen „eine solch erbarmungswürdige Dürftigkeit und Steifheit, dass man F. für eine Parodie halten muss“. Der SPIEGEL (12/1998) apostrophierte sie als „frivoles Comicgirl der Mediengesellschaft“. Andere wiederum sagten ihr coole Cleverness und geniales PR-Geschick nach, darunter auch F. selbst, die keine Identitätsprobleme zu kennen scheint: „Meine naive Art ist eine Marktlücke.“ Und der Medienexperte Lutz Hachmeister meinte: „Sie lässt Kritik gar nicht erst zu, ist gegen alle Vorbehalte immun, da sie sich selber auf die Schippe nimmt“ (Schw. Z., 6.8.1998).
Neben ihrer Fernseharbeit bemühte sich F. mit wachsendem Erfolg auch um schauspielerische Aufgaben. U. a. sah man sie als deutsche Geheimagentin in der US-Serie „Acapulco Heat“ und als schlagkräftiges Dorfmädchen Tarr in der US-Serie „Conan“. Mit „Wer liebt, dem wachsen Flügel“ drehte sie 1998 ihren ersten Kinofilm. 1999 sah man sie neben Ulrich Noethen in dem Streifen „Die polnische Jungfrau“. Im Okt. 1999 zeigte RTL ein einstündiges TV-Porträt der Künstlerin unter dem Titel „Verona Feldbusch ungeschminkt“. Auf sich aufmerksam machte F. auch mit Werbespots für die Firmen Iglu und Telegate.
18. - 19. Mai 2000 - Verona Feldbusch absolviert in Köln einen PR-trächtigen Auftritt im „Big-Brother“-Haus von RTL2.
Juli 2000 - Die Geschäftsleitung der Weltausstellung Expo 2000 in Hannover startet angesichts der enttäuschenden Besucherzahlen eine Werbekampagne mit Sir Peter Ustinov und Verona Feldbusch. Die beiden sollen als „Weiser“ und als „Neugierige“ in sechs Spots in Sketchform neues Interesse an der Expo wecken. Für die Kampagne stehen 50 Mio. DM zur Verfügung. Expo-Chefin Breuel räumte zuvor erstmals ein, dass die angestrebte Gesamtbesucherzahl von 40 Mio. nicht erreicht werden könne. Statt wie erwartet 350.000 Besucher kamen bislang täglich nur 80.000 bis 100.000. Es wird ein Milliardendefizit befürchtet. Ursprünglich ging man von Verlusten von 400 Mio. DM aus. Die Expo-Sprecherin Wibke Bruhns wirft Bund und Ländern eine falsche Kalkulation vor.
Werke und Publikationen
1999 - Verona Feldbusch: „Kochen mit dem Blubb. Mein erstes Spinatkochbuch aller Zeiten“
Literatur
Jürgen Roth: „Verona Feldbusch. Geschichte eines Lebens. Unautorisierte Biographie“ (2000)
Familie/Interessen/Hobbies
F. war von 1996 bis 1997 mit dem Musikproduzenten Dieter Bohlen (s. o.) verheiratet; die Ehe wurde geschieden. Ungeachtet ihres TV-Images als Erotik-Star führt sie seither ein praktisch skandalfreies Privatleben.
Gruß!
Chris