Werte Gemeinde,
Die Festtage nahen und man hört nun wieder allerorten:
!Wir schenken uns nichts, den Streß tun wir uns nicht an."
Ehrlich gesagt, habe ich das nie verstanden und stelle das nunmehr in Frage:
Gemeint ist wahrscheinlich: „Wir muten niemandem zu, unseretwegen durch volle Hallen zu gehen, nur damit er etwas kauft, was wir schon mehrfach haben.“
Dem würde ich entgegenhalten: Es besteht das ganze Jahr über die Möglichkeit, an seine Lieben zu denken und für wenig oder kein Geld oder auch ganz im Grünen Andenken und Befreudungen für seine Mitmenschen zu sammeln.
Einige kann man direkt austeilen, andere kann man horten, bis die Feiertage da sind.
Mir kommt das Nicht-Schenken so vor, als fiele den Menschen gar nicht mehr ein, dass Geschenke weder im Dezember noch unbedingt käuflich erworben werden müssen?
Ich bin konsumtechnisch ein echter Geizkragen und es würde mir im Traum nicht einfallen „wertige“ Geschenke zu erwerben, weil sie im prospekt stehen.
Aber ich finde den Vorgang des Schenkens ungeheuer schön. Vor allem den des Beschenkens.
Tilli,
P.S. Auf der Suche nach Potlasch fand ich dies: http://www.philosophische-praxis.at/philosophicum.htm

