war klar: beim letzten Bohrloch für die Langfeldleuchte treffe ich Stahl. Kein Ausweichen. Keine Alternative. Durch! *grummel*
Es folgte das übliche angstvolle, millimeterweise Rumgebohre mit dem teuren Stahlbohrer („isses noch Stahl oder doch schon Beton, versaue ich den Bohrer grade oder doch noch nicht…“).
Meine Frage: gibt’s nicht SDS(+)-Bohrer, die auch mal mit etwas Baustahl fertig werden? Ich wäre auch bereit und willens, dafür richtig Geld auszugeben!
Ich habe für meinen Akku-Schrauber sog. „Allmat“ Bohrer, die habe ich spasseshalber an dem bewussten Loch probiert, aber da war mir der Fortschritt gegenüber dem reinen Stahlbohrer zu gering (sprich: mir wären die Arme runtergefallen!)
Es gibt was, vielleicht finde ich in den nächsten Tagen die Anschrift??
Sonst zu kleinen regionalen Verkaufsmessen gehen. Vorführstand suchen, die Feilen durchbohren. Diese Bohrer kaufen. Sind ziemlich billig. Grund: Bohrer sind nicht ausgewuchtet, eiern also und das Loch wird etwas größer: also ggf. kleiner bohren!
(Die Feilen sind nicht im Schraubstock eingespannt. Wird es gemacht: bricht der Bohrer)
Aber in Beton arbeite eh keiner mit Bohrständer …
Diese Bohrer haben eine etwas anders geschliffene Hartmetallschneide. Das Material darf rotglühend werden ohne das es gleich stumpf wird. D.h. natürlich: Die Schneide verträgt auch an der Verbindungsstelle zum Bohrerschaft eine höhere Temperatur.
Nun zum Arbeiten:
In der Decke: Hinweis befolgen und Lederhandschuhe anziehen.
Mindestdrehzahl: 2500 Umdrehungen pro Minute, egal welches Material.
Im Beton: Kann (ist besser) muß kein Schlag zugeschaltet sein.
Kommt Stahl: d.h. es geht nicht weiter: Unbedingt das Schlagwerk ausschalten und mit Kraft bohren.
Jetzt ist man dankbar über die Handschuhe: Bei mir tropft der Baustahl als heiße Späne/Teile heraus und schmerzt nicht mehr auf der Haut.
Stahl durchbohrt: Schlagwerk wieder zuschalten.
Ic benutze diese Bohrer nur für diese Zwecke: Halten dadurch länger
Gruß Werner und viel Spaß beim nächsten Mal
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ähnliche Probleme hatte ich, als ich in den Stürzen unseres Anbaus die Löcher für die Befestigung der Isolierung bohren mußte.
Da die Weiten recht hoch sind, hat der Betonbauer fast gleiche Mengen Stahl wie Beton verbaut und es gab keum ein Loch, wocich nicht auf Stahl traf.
Ich hab es so gelöst, daß ich zwei Bohrmaschinen hatte, eine mit SDS-Bohrern fürs den Beton und wenn ich meinte, auf Stahl getoßen zu sein, hab ich eine zweite Maschine mit einem HSS-Bohrer genommen, bis ich meinte gleich wieder aus dem Stahl heraus zu kommen, dann wieder gewechselt.
Ich hatte recht schnell das Gefühl raus, wann welcher Bohrer nötig war und nur rund ein halbes Dutzend HSS-Bohrer und zwei drei SDS Bohrer ruiniert.
Selbst mein Leibundmagenwerkzeugladen hatte keinen Universalbohrer auf Lager und wußte auch nichts von einer praktikablen Lösung.
Also ich sage mal,
einen Hartmetallbohrer kaufen,
möglichst nicht im Baumarkt, besser im Baustofffachhandel.
Bei nur gelegentlicher Nutzung hast Du den ein Leben lang, und so teuer sind die auch nicht.
Dann Augen zu und durch.
Ein reiner Stahlbohrer macht da keinen Sinn, weil man je niemals nur im sauberen Stahl bohrt.
Sobald da bisschen Betonstaub an die Schneiden des Bohrers kommt,
ist der sofort stumpf.
Eine Firma hat bei mir eine Hebebühne aufgebaut,
die wurde auch auf dem Boden angedübelt.
Der Monteur hat da auch eine menge Armierungseisen durchbohren müssen. Ganz normal mit dem Beton-Hartmetallbohrer,
hat zwar 2 Stunden gedauert, bis die 10 Löcher drin waren,
aber das ist normal und üblich so.
Grüße, Steffen!
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Nabend,
hierzu hätte ich eine Frage. Wenn man diese Hartmetallbohrer nimmt, bohre ich durchgängig mit, oder ohne Schlag , oder Beton mit Schlag und Stahl ohne (wäre sicher das sinnvollste). Der Grund meiner Frage besteht darin, dass ich kürzlich gelernt habe, dass Hartmetalle bei wechselnder Belastung extrem bruchempfindlich sind. Sind ja auch hart und wenig zäh und der Schlag sorgt ja rein theoretisch für ziemliche Wechselbelastungen. Was kannst du denn da aus Erfahrung dazu sagen?
einen schönen Gruß
Sascha
Hallo!
Ich kann da nur sagen, dass bei mir die Monteure die Armierungseisen genauso mit Schlag und Druck durchgebohrt haben, wie den restlichen Beton.
Diese Leute machen das aber täglich, und benutzen logischerweise auch gute Bohrer.
Grüße, Steffen!
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Meine Frage: gibt’s nicht SDS(+)-Bohrer, die auch mal mit
etwas Baustahl fertig werden? Ich wäre auch bereit und
willens, dafür richtig Geld auszugeben!
hierzu hätte ich eine Frage. Wenn man diese Hartmetallbohrer
nimmt, bohre ich durchgängig mit, oder ohne Schlag , oder
Beton mit Schlag und Stahl ohne (wäre sicher das sinnvollste).
Nein, Hartmetallbohrer machen nur im Bohrhammer Sinn und
da wird eigentlich nicht gebohrt, sondern eben geschlagen.
Also wird auch der Stahl regelrecht „weggehämmert“.
Der Grund meiner Frage besteht darin, dass ich kürzlich
gelernt habe, dass Hartmetalle bei wechselnder Belastung
extrem bruchempfindlich sind.
Ja, bei Biegebelastung. Die Hartmetallschneideplatten werden
aber nicht auf Biegung, sondern auf Druck beansprucht.
Sind ja auch hart und wenig zäh
Ja, der Bohrerschaft soll aber zäh sein, damit der nicht bricht.
Deshalb sind solche Werkzeuge eben auch nicht aus homogenen Mat.
und der Schlag sorgt ja rein theoretisch für ziemliche
Wechselbelastungen.
Das ist nun mal so beim Bohrhammer.
Da ist der Stahl aber im Vergleich zum Splitt im Beton richtig
weiches Material. Dies ist dann aber auch das eigentliche
Problem. Der Stahl ist zäh, was das weghämmern etwas mühselig macht.
Was kannst du denn da aus Erfahrung dazu sagen?
Wie schon gesagt, auf Bau wird nicht mit den unsäglichen
Schlagbohrmaschinchen gearbeitet, sondern mit richtigen Bohrhämmern.
Die kloppen normal alles weg, was im Weg ist .