Wirkmechanismus Abends-keine-Kohlenhydrate

Hossa :smile:

Mit Kalorien muss man sehr vorsichtig rechnen. Der Kaloriengehalt eines Lebensmittels wird bestimmt, indem es verbrannt wird und die dabei frei gewordenen Energiemenge gemessen wird. Unser Körper „verbrennt“ das Essen jedoch nicht wie es eine Flamme tut, sondern zerlegt die Nahrung in ihre Bestandteile. Entsprechend kommt beim Stuhlgang auch keine Asche heraus, sondern etwas, was man sogar noch gut als Dünger verwenden kann. Mit anderen Worten, Kalorienangaben sind sehr ungenau und jeder Mensch verdaut ein wenig anders. Theoretisch müsste man das Verdauungsendprodukt seinerseits mit einer Flamme verbrennen und den Energiegehalt messen. Diesen Wert müsste man von den Kalorien des Lebensmittel abziehen und dann weiß man genauer, was im Körper eigentlich an Energie entnommen wurde.

Als Faustregel gilt, dass 1g Kohlehydrate etwa 4kCal und 1g Fett etwa 9kCal liefert. Fett liefert also etwa doppelt so viel Energie wie die gleiche Menge Kohlehydrate.

Wenn du Kohlenhydrate zu dir nimmst, reagiert der Körper mit einer Insulin-Ausschüttung. Dieses Insulin verhindert, dass der Körper Fett aus den Fettzellen zur Energiegewinnung abbauen kann.

Dem Abends-keine-Kohlehydrate-Prinzip liegt also die Idee zu Grunde, dass man mit niedrigem Insulin-Spiegel im Blut schlafen gehen soll, damit der Körper über Nacht die Möglichkeit hat, an seine Fettreserven zu gelangen.

Abnehmen funktioniert daher nicht, indem du einfach abends auf Kohlehydrate verzichtest. Damit erreichst du nur, dass dein Körper an seine Fettreserven gehen kann. Das tut er aber nur dann tatsächlich, wenn du im Laufe des Tages ein Defizit an Energie aufgebaut hast, also tagsüber weniger Energie mit der Nahrung aufgenommen hast.

Abends-keine-Kohlehydrate beschleunigt daher das Abnehmen, wenn du dich zu einer Diät entschlossen hast.

Viele Grüße

Klasse erklärt. owt
gar nix