Hallo,
ein Motor erzeugt doch ein Drehmoment. Da dieses erhalten
bleiben muss, würde sich der Motor dann entgegengesetzt der
angetriebenen Welle drehen. Kann er aber nicht, da er in KFZs
fest mit dem Fahrwerk verbunden ist. Aber trotzdem müsste man
doch dieses Drehmoment dann an den Rädern spüren und zwar je
nachdem, wie man den Motor einbaut.
Baut man ich quer ein, dann werden entweder die Vorderräder
oder Hinterräder mehr belastet.
Baut man ihn längs ein, dann wird doch eine Seite mehr mit
Kräften belastet, weil das Drehmoment, das sich auf das
Fahrwerk überträgt ja letztendlich irgendwo abgestützt werden
muss, oder?
Hallo!
Wir mehmen mal einen ganz normalen BMW als Beispiel.
BMW hat normalerweise Hinterradantrieb.
Vorn im BMW ist der Motor mit dem Getriebe zusammengeschraubt.
Das ganze ist üblicherweise mit 4 Gummilagern auf einem Rahmen befestigt, der an der Fahrzeugkarosserie ev. nochmal mit Gummilagern befestigt ist.
Es ist richtig, dass sich der Motor bei Leistungsabgabe etwas zur Seite neigt, aber nicht allzusehr, das verkraften die Gummilager.
Weiter wird die Motorleistung über die Kardanwelle unter dem Auto entlang zum Hinterachs-Differential geleitet.
Da wird es interessant, weil da die Drehzahl der Antriebswelle noch mal mit einem enormen Übersetzungsverhältnis reduziert wird, und gleichzeitig das Drehmoment erhöht wird.
Von dem Hinterachs-Differentialgetriebe geht seitlich je eine Antriebswelle zu den Hinterrädern.
Und genau dort, entsteht das wirkliche Drehmoment,
mit dem die Reifen das Auto antreiben.
Beim BMW ist das Hinterachs-Differential und die Hinterräder / Radaufhängung in einem sehr massiven Rahmen / Träger eingebaut, welcher mit ganz stabilen Gummilagern an der Karosserie befestigt ist.
Und beim BMW ist eben dieser Hinterachsrahmen das Teil, was sozusagen als abstützendes Teil zum Antriebsdrehmoment wirkt. Das Auto sozusagen als Gegengewicht dazu.
Bei Auto’s mit Vorderradantrieb entsteht die Antriebskraft direkt im Getriebe,
da ist aber Motor und Getriebe immer fest verbunden,
und als Abstützung gegen das Drehmoment sind der Motor-Getriebeblock mit entsprechend stabilem Gummilagern im Auto befestigt.
Beim Motorrad entsteht das Antriebsdrehmoment am Kettenrad beim Hinterrad, indem die Kette daran zieht, und das Motorrad incl. Fahrer dient als Gegengewicht.
Der Motor selbst ist auch mit Gummilagern relativ fest eingebaut, der bewegt sich kaum im Rahmen.
Wenn man ein starkes Motorrad hat,
kann man, wenn man man es mit gasgeben übertreibt,das sogenannte „Gegengewicht“
des Fahrzeuges überwindet, auch schnell mal mit dem Vorderrad in der Luft fahren,
was ich als gelegentlicher Motorradfahrer nicht so erstrebenswert halte.
Hoffe mal,
dass das halbwegs verständlich ist.
Grüße, Steffen!