Wirkung des Drehmoment des Motors auf KFZ?

Hallo,
ein Motor erzeugt doch ein Drehmoment. Da dieses erhalten bleiben muss, würde sich der Motor dann entgegengesetzt der angetriebenen Welle drehen. Kann er aber nicht, da er in KFZs fest mit dem Fahrwerk verbunden ist. Aber trotzdem müsste man doch dieses Drehmoment dann an den Rädern spüren und zwar je nachdem, wie man den Motor einbaut.
Baut man ich quer ein, dann werden entweder die Vorderräder oder Hinterräder mehr belastet.
Baut man ihn längs ein, dann wird doch eine Seite mehr mit Kräften belastet, weil das Drehmoment, das sich auf das Fahrwerk überträgt ja letztendlich irgendwo abgestützt werden muss, oder?

Wie ist das bei einem Motorrad? Das müsste doch umfallen, weil das Drehmoment nicht seitlich abgefangen werden kann. Man lenkt doch doch unbewusst immer gegen, oder?
Deshalb laufen doch Motoren mit mehr Zylindern auch gleichmäßiger, weil das Drehmoment dann öfter gezündet wird und durch das Drehmoment nicht so oft unterbrochen wird und sich die Kraft dann an den Abstützpunkten weniger oft ändert, oder?

Danke
Tim

Hallo Tim
Also Drehmomente kann man nicht zünden, das geht wirklich nicht.
Die Wirkung läuft etwas anders ab, als du glaubst.
Die Kolben gehen nach unten und der Motor nach oben, wenn er nicht festgeschraubt ist; das wäre Deine Ansicht.
Aber selbst wenn man einen Motor völlig frei aufstellt und startet, gibt es nur einen kleinen Ruck in Querrichtung.
Die Kolbenbewegung wird im Motorgehäuse aufgenommen, lediglich die einsetzende Drehbewegung der Kurbelwelle löst ein kleines Moment aus, weil die Lagerreibung versucht, den Block mitzudrehen.
Im Getriebe werden alle Momente im Gehäuse gehalten, ebenso im Differential.
Wenn du das Rucken des Motors bei plötzlichem Gasgeben meinst, das ist wieder der Mitreiß Effekt der Lager, d.h. der Motorblock versucht in Drehrichtung der Kurbelwelle MITzudrehen.
Ein "Gegen"moment tritt nicht auf.
Gruß
Rochus

Hallo,
ein Motor erzeugt doch ein Drehmoment. Da dieses erhalten
bleiben muss, würde sich der Motor dann entgegengesetzt der
angetriebenen Welle drehen. Kann er aber nicht, da er in KFZs
fest mit dem Fahrwerk verbunden ist. Aber trotzdem müsste man
doch dieses Drehmoment dann an den Rädern spüren und zwar je
nachdem, wie man den Motor einbaut.
Baut man ich quer ein, dann werden entweder die Vorderräder
oder Hinterräder mehr belastet.
Baut man ihn längs ein, dann wird doch eine Seite mehr mit
Kräften belastet, weil das Drehmoment, das sich auf das
Fahrwerk überträgt ja letztendlich irgendwo abgestützt werden
muss, oder?

Hallo!

Wir mehmen mal einen ganz normalen BMW als Beispiel.
BMW hat normalerweise Hinterradantrieb.

Vorn im BMW ist der Motor mit dem Getriebe zusammengeschraubt.
Das ganze ist üblicherweise mit 4 Gummilagern auf einem Rahmen befestigt, der an der Fahrzeugkarosserie ev. nochmal mit Gummilagern befestigt ist.
Es ist richtig, dass sich der Motor bei Leistungsabgabe etwas zur Seite neigt, aber nicht allzusehr, das verkraften die Gummilager.

Weiter wird die Motorleistung über die Kardanwelle unter dem Auto entlang zum Hinterachs-Differential geleitet.
Da wird es interessant, weil da die Drehzahl der Antriebswelle noch mal mit einem enormen Übersetzungsverhältnis reduziert wird, und gleichzeitig das Drehmoment erhöht wird.
Von dem Hinterachs-Differentialgetriebe geht seitlich je eine Antriebswelle zu den Hinterrädern.
Und genau dort, entsteht das wirkliche Drehmoment,
mit dem die Reifen das Auto antreiben.
Beim BMW ist das Hinterachs-Differential und die Hinterräder / Radaufhängung in einem sehr massiven Rahmen / Träger eingebaut, welcher mit ganz stabilen Gummilagern an der Karosserie befestigt ist.
Und beim BMW ist eben dieser Hinterachsrahmen das Teil, was sozusagen als abstützendes Teil zum Antriebsdrehmoment wirkt. Das Auto sozusagen als Gegengewicht dazu.

Bei Auto’s mit Vorderradantrieb entsteht die Antriebskraft direkt im Getriebe,
da ist aber Motor und Getriebe immer fest verbunden,
und als Abstützung gegen das Drehmoment sind der Motor-Getriebeblock mit entsprechend stabilem Gummilagern im Auto befestigt.

Beim Motorrad entsteht das Antriebsdrehmoment am Kettenrad beim Hinterrad, indem die Kette daran zieht, und das Motorrad incl. Fahrer dient als Gegengewicht.
Der Motor selbst ist auch mit Gummilagern relativ fest eingebaut, der bewegt sich kaum im Rahmen.
Wenn man ein starkes Motorrad hat,
kann man, wenn man man es mit gasgeben übertreibt,das sogenannte „Gegengewicht“
des Fahrzeuges überwindet, auch schnell mal mit dem Vorderrad in der Luft fahren,
was ich als gelegentlicher Motorradfahrer nicht so erstrebenswert halte.

Hoffe mal,
dass das halbwegs verständlich ist.

Grüße, Steffen!

Hallo,

so einfach ist es nicht…nicht der Motor an sich,sondern der einzelne Kolben im Zylinder erzeugt ein Drehmoment…nämlich dadurch das die Kraft (der Explosion des Kraftstoff-Luftgemisches) im Zylinderkopf durch den Kolben auf die Kurbelwelle übertragen wird und dabei ein Drehmoment entstehtt …nämlich die Umdrehung der Kurbelwelle.
Da die Kurbelwelle aber in den Kurbelwellenlagern liegt,entsteht nicht nur ein Drehmoment sondern auch gleichzeitig ein (Torsions)Moment.
Zum Ausgleich dieser Kräfte werden deswegen Motoren mit Paaren von Zylindern gebaut ( 2-4-6-8-12 usw.) um eine reine Drehbewegung zu erhalten bis zu einer Höchstdrehzahl des Motors.

(der Explosion des
Kraftstoff-Luftgemisches)

Das Gemisch explodiert nicht, es verbrennt. Das ist ein Unterschied.

Zum Ausgleich dieser Kräfte werden deswegen Motoren mit Paaren
von Zylindern gebaut ( 2-4-6-8-12 usw.) um eine reine
Drehbewegung zu erhalten bis zu einer Höchstdrehzahl des
Motors.

Es gibt allerdings auch Einzylindermotoren.

Gruß TL

Bei Auto’s mit Vorderradantrieb entsteht die Antriebskraft
direkt im Getriebe,
da ist aber Motor und Getriebe immer fest verbunden,

Das ist auch bei Autos mit Heckantrieb so, also auch bei dem Beispiel-BMW.
Eine Ausnahme ist die Transaxle-Bauweise.
Soweit ich weiß, gab/gibt es die u.a. im Porsche 924, -44 usw., Aston Martin, Corvette, ein paar Ferrari usw.

Gruß TL

Hallo,

EXPLOSION:

Verbrennungen, bei der vorgemischte Systeme mit einer hohen Verbrennungsgeschwindigkeit, nahezu schlagartig und mit enormer Volumenzunahme (der gasförmigen Bestandteile) reagieren, bezeichnet man als Explosionen…

Bei den Vorgängen im Zylinder eines Motors handelt es sich um Kontrollierte Explosionen…meistens zumindest…wohl jeder Autofahrer hat schon einmal mit den unkontrollierten Explosionen zu tun gehabt
(selbstzündung/nachlauf des Motors)

EXPLOSION:

Verbrennungen, bei der vorgemischte Systeme mit einer hohen
Verbrennungsgeschwindigkeit, nahezu schlagartig und mit
enormer Volumenzunahme (der gasförmigen Bestandteile)
reagieren, bezeichnet man als Explosionen…

Aus Wikipedia (unter Explosion):
„In beiden Fällen ist jedoch der thermodynamische Vorgang derselbe: Die freigesetzte Energie führt zu einer rapiden Temperatur- und Drucksteigerung und damit zur Volumenausdehnung, die das umgebende Material auseinander sprengt.“

Bei einem Motor wird nichts auseinander gesprengt.

Diese Motoren heißen übrigens nicht umsonst Verbrennungsmotoren.

Gruß TL

Hallo,

ahhhh die Revolution im Motorenbau…warum dicke Zylinderköpfe bauen…es ist ja nur eine Verbrennung…da reichen dann doch wohl die 1 Millimeter Blech eines Gartengrilles aus…

Ich hatte es bereits geschrieben…es handelt sich um eine kontrollierte Explosion,mit der das Kraftstoff-Luftgemisch den Motor antreibt…und entgegen deiner Ansicht kann der Motor sehr wohl zerstört werden,wenn der Zündzeitpunkt dieses Gemisches zur früh erfolgt.
Das kennt die heutige Genration von Fahrzeugen mit ihrem Elektronik-Schicki-Micki zwar nicht mehr…aber alle noch mit einer mechanischen Zündanlage arbeitenden Fahrzeuge sehr wohl.

Zum Gruße,

Ich hatte es bereits geschrieben…es handelt sich um eine
kontrollierte Explosion,mit der das Kraftstoff-Luftgemisch den
Motor antreibt

Ja, das hattest du bereits geschrieben, aber auch durch die Wiederholung wird das Ganze nicht richtiger.
Es ist und bleibt eine Verbrennung.

Gruß TL

Gott ist unter uns…
Lieber Gott,

verzeihe mir armen Sünder und allen Ingenieuren des Kraftfahrzeugwesens das wir dir widersprechen…wir sind ja soo dumm…

wir sind ja
soo dumm…

Tja nun… Ich will dir ja nicht immer nur widersprechen.

Welcher Ingenieur behauptet denn das mit den Explosionen?
Link?

Gruß TL