Wirkungskreis für einen Koch

Hallo zusammen,

mein Freund ist bald ein fertiger Koch, der aber nicht unbedingt diese grausamen Arbeitszeiten weiterhin haben möchte, die er im Moment hat (von morgens früh bis abends spät, nachmittags evtl. ein paar Stunden Pause, aber auch nicht immer).

Wir sind jetzt auf Kantinen z.B. gekommen, wo man als Koch etwas humanere Arbeitszeiten hat. Hat jemand vielleicht noch andere Tipps (von solchen wie: „soll er doch den Job wechseln“ bitte ich abzusehen. Das ist jetzt seine zweite Ausbildung, er ist zusätzlich noch Konditor und fühlt sich zu alt, um noch eine dritte Ausbildung zu machen), wo man als (begeisterter) Koch arbeiten kann und trotzdem nebenher noch Zeit hat?

Vielleicht weiß ja einer was?! Wäre schön.

Gruß in die Runde von
Turbobine

Die besten Arbeitszeiten hätte er natürlich in Kantinen von Amtsgebäuden (Gericht, Polizei o.ä) ;O)

Krankenhäuser haben relativ frühe Öffnungszeiten der Küche, haben aber auch relativ früh Schluss. Die Arbeitsbedingungen sind im Vergleich zu normalen Kantinen besser, da hier auch auf Vorschriften verstärkt Acht gegeben wird. Man arbeitet im großen Team und ist von daher unabhängiger - hat z.B. bei der Urlaubsplanung keine Probleme.

Ich habe zuletzt im Fernsehen übrigens eine tolle Existenzgründungsidee für Köche beobachten können: Ein Koch macht einem Betrieb (z.B. kleine Werbeagentur, Architektenbüro, IT-Branche) ein Angebot, mittags im Betrieb zu kochen - auf die Wünsche der Belgeschaft abgestimmt. Der Koch fährt dann morgens in die Firma, um dort für die Angestellten ein Menu zu zaubern.

So weit erst mal,

Grüße Patrick

Hallo Turbobine,

ein sehr guter Anbieter in diesem Segment mit durchaus gehobenen Ansprüchen an die Qualität der Speisen ist folgende Firma:

http://www.eurest.de/

Sie arbeitet bundesweit und bietet auf Ihren sites auch eine Jobbörse.

Gruss
Eve*

Hallo Turbobine,

andere Tipps (von solchen wie: „soll er doch den Job wechseln“
bitte ich abzusehen.

Lieber Gott, hilf mir meine große Klappe zu halten… *lach* Nein, ernsthaft: hat er sich schon mal überlegt, ob er nicht irgendwas in Richtung Catering oder Party-Service für ihn wäre? Da kann er sich meistens auch als Konditor austoben und die Arbeitszeiten halten sich meines Wissens auch in Grenzen.

Beste Grüße

Tessa

@Tessa

Lieber Gott, hilf mir meine große Klappe zu halten… *lach*

Hallo Tessa,

…höhöhö, hat ja gut geklappt :wink:)). Nee, ich hatte das extra dabei geschrieben, weil ich mir schon dachte, daß da manch einer einen spitzen Kommentar zu hat… Ihm macht das Kochen ja auch großen Spaß. Nur leidet alles, was nicht mit Kochen zu tun hat, unter diesen Arbeitszeiten (meine Wenigkeit inklusive).

Lieben Gruß
von TurboBine

Hey Du,

Also es gibt doch da sehr viele Bereiche, in denen es „Kantinen“ gibt - Dinge wie Krankenhaeuser, Schulen, Fernsehsender was weiss ich. Das geht es dann zwar eher um die logistische Planung als um das schicke Kochen an sich, aber vielleicht liegt ihm ja sowas?

ODER

Ich weiss nicht wo Ihr wohnt, aber in jeder Grossstadt gibt es und fuer sich Viertel, die im Prinzip nur von Business-Leute von Montag bis Freitag bevoelkert werden. Die Restaurants da leben also von diesem Geschaeft, weshalb sie auch nur zu „normalen“ Buerozeiten auf haben.

ODER

Er faengt in einem groesseren Hotel an, in dem er dann in einem team arbeitet und meistens entweder Frueh- oder Spaetschicht hat, also Fruehstueck-Mittag oder Mittag-Abendbrot.

Mehr faellt mir grad nicht ein. :smile:

restaurant
hi turbobine,

restaurants in großen kaufhäusern haben höchstens zweischichtbetrieb!
außerdem kann er nach ein paar jahren außendienstmitarbeiter für gastrotechnikfirmen werden.
auch die feinkostabteilungen von kaufhäusern brauchen köche. hier in berlin kadewe, lafayette usw.
undin der gemeinschaftsverpfegung wie z.b. schulspeisung sind die arbeitszeiten auch etwas besser.

cu

strubbel

Frage:
Ist ein Koch nach der Ausbildung ein Koch?
Ich sage NEIN.
Kantinen , Behörden etc. fragen immer erst „Wo haben sie schon gearbeitet?“. Die erwarten Erfahrungen im Beruf. Alle Köche haben erst lange Wege durch andere Betriebe machen müssen bevor Sie sich „Koch“ nennen durften. Dies ist auch in anderen Berufen nicht anders.
In Behörden ? nun ja, wenn ich das richtige Parteibuch habe und die richtigen Beziehungen sicherlich :wink:)
Nüchtern gesagt: Als Konditor müsste dein Freund doch wissen das es ohne Berufserfahrung nicht geht.
Sorry für diese Worte, aber ich denke das was ich hier schreibe nur den Tatsachen entspricht.
Also, 1-2 Jahre durchhalten, dabei alle 4-6 Monate den Betrieb wechseln. Je mehr ein Koch Zeugnisse vorweisen kann (jeder Betrieb hat eigene Methoden) um so größer sind die Chancen in Kantinen oder bei einer Behörde unter zukommen. Kleinen Tipp noch. Dein Freund sollte in den Ortsverband , in der Nähe, vom VDK gehen.
Dies ist der schnellste weg einen Job zu ergattern in der Gastronomie. Oft sind da auch Mitglieder die eigentlich auf der suche nach Berufskräfte Ausschau halten. Eine direkte Frage in der Runde kann ganz schnell zum Erfolg führen.
Sollte er nichts finden, versuche es mal hier: http://www.job-power.tv

Viel Glück
Claude
PS: Bevor ich Böse Postings bekomme: VDK = Verband Deutscher Köche e.V. :wink:)
Noch was, gehört dieses Posting in dieses Brett ?

@alle ‚Antworter‘
Hallo und guten Morgen!!

Auf diesem Wege wollte ich mich schon mal bei allen bedanken, die geantwortet haben!! (was nicht heißen soll, daß wir keine Tipps mehr wollen :wink:)

Es kamen gute Anregungen, DANKE SCHÖN!!

Euch allen einen schönen Tag,

Grüße von
TurboBine