Ich hätte da mal eine frage:
Angenommen man erbricht sich und hat zuvor Medikamente genommen. Weiss jemand genaueres wie es mit dem Wirkungsverlust aussieht?
Wenn man z.B mehrere Medikamente zur Mahlzeit nimmt und später Unwohlsein und Erbrechen folgen, ist es dann so das das was zuletzt eingenommen wurde auch als erstes erbrochen wird?
Und wie sieht es aus wenn beispielsweise 2 Medikamente in einem bestimmten Verhältnis eingenommen werden müssen. Kann ein Erbrechen dazu führen das viel vom Wirkstoff des einen Medikamentes verloren geht und so letztlich eine ungünstige Mischung der beiden Wirkstoffe im Körper verbleibt?
Erbrechen hat selbstverständlich einen Einfluß auf die Wirksamkeit von Medikamenten. Bei der Pille ist es ja auch so, dass man diese schon vier Stunden im Körper haben sollte, bis man Durchfall haben oder erbrechen darf, ohne dass sich Sorgen über den Empfängnisschutz machen muss. Frag deinen behandelnden Arzt wenn du dir Sorgen machst. Aber Prinzipiell ist Erbrechen bei Medikamenten nicht gut und oft auch ein Zeichen einer Überemfindlichkeit oder einer Nebenwirkung.
Hallo,
wie Erbrechen die Aufnahme von oral eingenommenen Medikamenten beeinflusst ist im Grunde nicht voraussagbar.
Wie lange Nahrung und die darin enthaltenen Medikamente im Magen verbleiben ist sehr unterschiedlich. Vor einem Erbrechen kann es vorkommen, dass der Magen sich zunächst viele Stunden lang nicht entleert, auch nicht in den Darm, so dass ein mit der Nahrung aufgenommenes Medikament auch viele Stunden später immer noch nicht resorbiert ist - wenn es nicht zu denen gehört, die auch durch die Magenschleimhaut aufgenommen werden. Auch die Durchmengung ist kaum vorherzusagen. So dass bei einem unvollständigen Erbrechen des Mageninhaltes keiner wissen kann, wieviel des Medikamentes noch im Magen ist, es sei denn es geht um eine Magensaftresistente Kapsel, die ggf. vollständig erbrochen würde und so identifizierbar wäre.
Bei Erbrechen in zeitlicher Nähe zur Medikamenteneinnahme ist aber immer davon auszugehen, dass die Aufnahme des Medikamentes in den Organismus erheblich vermindert sein wird.