ich habe eine Frage, aber leider nicht sehr viel Hintergrundinfo. Eine Freundlin von mir (lebt in Spanien) hat im Oktober 2001 bei einer spanischen Bank einen AOL-Vertrag abgeschlossen, der einen Leih-PC und Internetzugang beinhaltete. Der Vertrag wurde fuer 1 Jahr abgeschlossen und die Leihgebuehr/Internetgebuehr im Voraus bezahlt.
Nach 2 Monaten hat sie den Vertrag zum Ende des Vertragsjahres per Fax gekuendigt. Seither hat sie nie wieder etwas von AOL oder der Bank gehoert. Der PC steht seitdem ungenutzt herum. Sie hat insgesamt 3 oder 4 mal im Abstand einiger Wochen an AOL gefaxt.
Nun wuerde ich ja einfach im Vertrag nachschauen. Dies ist leider nicht moeglich, da alle Unterlagen zum Thema beim Ehemann sind (Stichwort Scheidungskrieg).
Fragen:
Was muss sie noch tun? Und wie lange muss sie den PC aufbewahren?
Ich weiss, dass ich ohne genaue Info auch keine detaillierten Antworten bekomme, aber einige generelle Tipps waeren nett, damit sie schon mal einge Sorge weniger hat. Es muss ja nicht sein, dass AOL die russische Inkasso beauftragt
Die Angelegenheit wird sicher nach span. Recht abgehandelt werden. Da Du nix weisst, kann alles nur auf Mutmassungen basieren. Da ich gerade gute Laune und Zeit habe, will ich Dir mal meine auf Mutmassungen basierenden Antworten geben.
Eine Freundlin von mir (lebt in Spanien) hat
im Oktober 2001 bei einer spanischen Bank einen AOL-Vertrag
abgeschlossen, der einen Leih-PC und Internetzugang
beinhaltete. Der Vertrag wurde fuer 1 Jahr abgeschlossen und
die Leihgebuehr/Internetgebuehr im Voraus bezahlt.
Der Vertrag dürfte vermutlich nur mit einer sehr hohen Stornogebühr, die wahrscheinlich gleich hoch ist, wie der Betrag bis zum Ende der Vertragslaufzeit, zu kündigen.
Nach 2 Monaten hat sie den Vertrag zum Ende des Vertragsjahres
per Fax gekuendigt.
Böses Foul! Auch die Spananier kennen eingeschriebene Briefe. Es soll Faxgeräte geben, die direkt über dem Papierkorb stehen…
Seither hat sie nie wieder etwas von AOL
oder der Bank gehoert.
Was insofern nicht verwunderlich ist, weil sie a) wohl nur ein Fax geschickt hat, so dass nicht zwei antworten können und b) das Fax wohl nicht angekommen ist.
Der PC steht seitdem ungenutzt herum.
Das wird ihr vielleicht noch leid tun, dass sie etwas nicht nutzt, für das sie zahlt.
Sie hat insgesamt 3 oder 4 mal im Abstand einiger Wochen an
AOL gefaxt.
Nun stellen sich folgende Fragen:
An wen hat die Gute denn die Kündigung geschickt?
Warum hat sie denn nicht wenigstens mal zum Telefonhörer gegriffen?
Warum hat die Gute denn nicht mal ihren Astralkörper dahin bewegt, wo sie den Vertrag abgeschlossen hat?
Der Vertrag dürfte vermutlich nur mit einer sehr hohen
Stornogebühr, die wahrscheinlich gleich hoch ist, wie der
Betrag bis zum Ende der Vertragslaufzeit, zu kündigen.
Das wird wohl der Fall sein. Befristete Verträge kann man normalerweise nämlich nicht kündigen.
Nach 2 Monaten hat sie den Vertrag zum Ende des Vertragsjahres
per Fax gekuendigt.
Böses Foul! Auch die Spananier kennen eingeschriebene Briefe.
Es soll Faxgeräte geben, die direkt über dem Papierkorb
stehen…
Das seh ich nicht so tragisch. Per Fax gibt’s hoffentlich auch eine Sende und Empfangsbestätigung. Wenn das Fax beim Empfänger im Papierkorb landet, dann ist das sein Problem.
Das seh ich nicht so tragisch. Per Fax gibt’s hoffentlich auch
eine Sende und Empfangsbestätigung. Wenn das Fax beim
Empfänger im Papierkorb landet, dann ist das sein Problem.
das sieht das Bundesarbeitsgericht anders: Eine Sendebestätigung gilt mitnichten als hinreichender Beweis für die Zustellung eines bestimmten Schriftstücks. Das ist im übrigen auch nachvollziehbar: Wie oft wurden schon leere Seiten verfaxt, weil der Sender das Papier falsch herum in das Fax eingelegt hat.
Das gilt vielleicht nicht immer als Beweis, aber natürlich kann es als Beweis verwendet werden und ist wohl besser als ohne Sendebestätigung. Es kommt da natürlich auf den konkreten Fall an. Fixe Beweisregeln gibt es aber nicht.
Als Spanierin fällt mir noch etwas ein, zusätzlich zu dem was hier bereits gesasgt würde, nämlich:
Warum schreibt sie nicht einen Brief per Einschreiben mit Rückschein („Certificado con acuse de recibo“) indem sie mitteilt, daß sie den Vertrag zum soundsovielten kündigt?
Wäre das ein Vorschlag?
Schöne Grüße
Helena
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Eine Freundlin von mir (lebt in Spanien) hat
im Oktober 2001 bei einer spanischen Bank einen AOL-Vertrag
abgeschlossen, der einen Leih-PC und Internetzugang
beinhaltete. Der Vertrag wurde fuer 1 Jahr abgeschlossen und
die Leihgebuehr/Internetgebuehr im Voraus bezahlt.
Der Vertrag dürfte vermutlich nur mit einer sehr hohen
Stornogebühr, die wahrscheinlich gleich hoch ist, wie der
Betrag bis zum Ende der Vertragslaufzeit, zu kündigen.
Das verstehe ich jetzt aber nicht ganz. Der Vertrag wurde für 1 Jahr abgeschlossen und im Voraus bezahlt. Weiterhin wurde Vertrag zum Laufzeitende gekündigt. Da im Voraus bezahlt wurde und der Vertrag ordnungsgemäss (nicht vorzeitig) gekündigt wurde, wieso sollten dann Stornogebühren anfallen?
Allerdings sollte wohl irgendwo im Vertrag stehen, was mit dem PC nach Vertragsende passieren soll. Und per Fax zu kündigen, birgt halt ein gewisses Risiko, das ist sicher richtig.
Gruss Sebastian