Hallo
in verschiedenen „Amazonen“ Foren
lese ich immer wieder von der „neuen“ unabhängikeit der Frau vom Mann.
Jedoch sehe und höre ich immer wieder das Gegenteil.
Ich rede von der unteren weiblichen Mittel bis „Unterschicht“ sowohl im wirtschaftlichen als auch im geistigen.
Ich schätze mal dass diese Gruppe die Größte darstellt.
Ich bin der Meinung dass immer noch wirtschaftliche Aspekte das single dasein beenden.
Meine Frage nun: Gibt es Informationen Studien usw über dies.
Danke
daniel
Hi Daniel,
die wird es geben. Mir fällt momentan nur „Michel Foucault - Die Sorge um sich (Sexualität und Wahrheit 3)“ ein. Da wird die Ehe als ökonomisches Moment thematisiert. Es könnte aber sein, dass dir der Gegenstand dort zu historisch angehaucht ist und es nicht das ist, was du suchst. Außerdem könntest du mal „Macoby - Die Psychologie der Geschlechter“ überprüfen. Probier es aber lieber mal im Forum Gender Studies.
Viele Grüße
Hilmar
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hi,
Ich bin der Meinung dass immer noch wirtschaftliche Aspekte
das single dasein beenden.
Meine Frage nun: Gibt es Informationen Studien usw über dies.
es gibt natürlich zig Studien, die damit zu tun haben, aber ich kenne keine, die genau und ausschließlich das untersucht, das Du hier erfragst; es dürfte klar sein, dass es im Zeitalter des ausgebauten Wohlfahrsstaats keinen isolierten ökonomischen Zwang zur Partnerschaft gibt (auch nicht in den unteren Schichten), aber dass wirtschaftliche Überlegungen bis in die Liebesgefühle hineinspielen ist gut belegt, aber eben immer in Kombination mit anderen Faktoren.
http://www.amazon.de/Partnerwahl-Heiratsmuster-Sozia…
http://www.amazon.de/Wer-heiratet-wen-bildungsspezif…
hier gehts z.B. immerhin einigermaßen speziell um die Partnerwahl und die ökonomischen Erwägungen, die dahinterstecken.
Ansonsten: Blätter in der Bibliothek in einem aktuellen Überblickswerk zur Familiensoziologie …
z.B.
http://www.amazon.de/Familiensoziologie-Grundlagen-t…
oder
http://www.amazon.de/Soziologie-Zweierbeziehung-Eine…
(das hat fast 30 Seiten Literaturangaben; das obere liegt mir nicht vor)
… und such Dir die zutreffende weiterführende Literatur geziehlt raus, denn am ehesten werden sowieso einzelne Aufsätze in Fachzeitschriften am geeignetsten für Deine Fragestellung sein.
Viele Grüße
Franz
mir ist im Studium mal eine Studie über den Weg gelaufen, dass insbesodnere Frauen ohne Ausbildung, welche hauptsächlich am Fließband arbeiten sehr viel schneller heiraten als höher ausgebildete Frauen mit einem anspruchsvolleren Arbeitsplatz und diese Frauen aus der Unterschicht das Kinderbekommen als einzige Chance sehen ihre Lebenssituation zu verbessern, da Kinder zu bekommen besser ist als den Rest des Lebens am Fließband zu stehen. Für dieses Ziel begeben diese Frauen sich bewusst in eine Abhängigkeit ohne auch nur für sich einen doppelten Boden einzubauen, wenn der Mann dann irgend wann mal nicht mehr da ist. …die Studie ist insbesondere für AG interessant, da diese sich speziell für dieses Mileu weniger Gedanken machen müssen wegen Elternzeit, Familienfreundliches Unternehmen etc…und natürlich auch diese Frauen nicht über Gebühr ausbilden wird.