Wirtschaftskrise Japan

Hallo,

was war der Grund für die Wirtschaftskrise in Japan?

Danke

Gruß

josch

Auch hallo.

was war der Grund für die Wirtschaftskrise in Japan?

http://de.wikipedia.org/wiki/Japan#Wirtschaft
‚Business as usual‘: eine Volkswirtschaft wächst, stösst irgendwann an natürliche Grenzen, dadurch gerät die Rendite in Gefahr, andere Produkte mit höherer Rendite werden wie verrückt gekauft (wodurch deren Preis steigt), irgendwann kann auch hier eine Rendite nicht mehr gewährleistet werden, …
Irgendwann kommt was Neues auf den Markt um um die Gunst des Käufers zu buhlen.

Obwohl da schon mehr dazugehören müsste…

mfg M.L.

***Surftipp***
http://www.faz.net/s/Rub812F1B901A514F208C613F6B1B33…

Hallo,

was war der Grund für die Wirtschaftskrise in Japan?

laß Dich nicht irritieren: Markus ist ein Chatbot, der hier im Forum Urlaub macht. Der gibt zu allem eine Antrwort, vorzugsweise über Links, die er bei google zusammengeklaubt hat.

Die Ursache war die Boomphase der 80er Jahre, die insbesondere an den Börsen und auf dem Immobilienmarkt zu exorbitanten Preissteigerungen führte. Der Nikkei erreichte dabei Anfang der 90er rd. 40.000 Punkte und die Grundfläche eines Stadtviertels in Tokio kostete mehr als die Gesamtfläche Kaliforniens.

1992 platzte dann die Blase; der Nikkei rutschte in der Folge um mehr als 75% ab, was letztlich Symptom und Folge des Platzens der Blase war. Aufgrund des Preisverfalls bei Wertpapieren und Immobilien gab es eini kleines Kreditproblem, da Aktien und Immobilien als Sicherheiten für Kredite gestellt worden waren. Hinzu kam, daß sich teuer gekaufte Immobilien und Aktien nicht mehr verkaufen ließen, was ursprünglich fest zur Schuldentilgung eingeplant gewesen war.

In der Folge kamen etliche Banken und Versicherungen in Schwierigkeiten, weil Kredite nicht mehr bedient wurden und die Gelder der Versicherten in der Börsenflaute dahingeschmolzen waren. Die Folge davon war wiederum schwindendes Verbrauchervertrauen und der sog. credit crunch, d.h. die Banken schränkten die Kreditvergabe stark ein. Als Folge der Vertrauenskrise ging der Konsum deutlich zurück, so daß eh egal war, daß die Banken keine Kredite mehr vergaben, weil kaum jemand Kredite nachfragt, da Investitionen mangels Nachfrage nicht mehr notwendig waren.

Soviel zu den Ursachen , verzweifelte Gegenmaßnahmen des Staates gibts auf Nachfrage.

Gruß,
Christian

In der Folge kamen etliche Banken und Versicherungen in
Schwierigkeiten, weil Kredite nicht mehr bedient wurden und
die Gelder der Versicherten in der Börsenflaute
dahingeschmolzen waren. Die Folge davon war wiederum
schwindendes Verbrauchervertrauen und der sog. credit crunch,
d.h. die Banken schränkten die Kreditvergabe stark ein. Als
Folge der Vertrauenskrise ging der Konsum deutlich zurück, so
daß eh egal war, daß die Banken keine Kredite mehr vergaben,
weil kaum jemand Kredite nachfragt, da Investitionen mangels
Nachfrage nicht mehr notwendig waren.

Dazu kam, wenn ich mich nicht ganz irre, eine Deflation d.h. sinkende Preise was auch noch zu einem Einbruch der Binnennachfrage führte. Denn kein Verbraucher kauft heute wenn es morgen vielleicht schon wieder billiger ist.

Grüße
Chris

Dazu kam, wenn ich mich nicht ganz irre, eine Deflation d.h.
sinkende Preise was auch noch zu einem Einbruch der
Binnennachfrage führte. Denn kein Verbraucher kauft heute wenn
es morgen vielleicht schon wieder billiger ist.

Das ganze war und ist ohnehin ein einziger Tummelplatz für feldforschende Volkswirtschaftler. In der Tat kam es zu deflationären Tendenzen, aber die Konsumzurückhaltung war die Ursache und nicht die Folge. Die Immobilienpreise waren eh im Eimer und bei Verunsicherung spart als erstes da, wo mans kann. Opfer waren u.a. Unterhaltungselektronik, bei der es ja immer schon vor allem um den Preis ging. Deswegen sorge ich mich ja weiterhin um die „Geiz-ist-geil“-Nummer in Deutschland, weil damit die Einstellung in den Köpfen verankert wird, alles müsse möglichst billig sein bzw. billiger werden.

In Japan hat man dann später sogar Geld in Form von Gutscheinen an die Einwohner verschenkt, auf daß sie den Konsum wieder ankurbeln. Dummerweise hat man die Gutscheine für den ohnehin notwendigen Konsum verwendet und das dadurch gesparte Geld fein säuberlich im Futon versteckt. Wirkung null.

Japan erinnert mich insofern an die deutsche Bauindustrie, die auch schon seit 1995 ankündigt, im nächsten Jahr die Talsohle überschritten zu haben. In Japan hat man das letztes Jahr auch für 2005 erklärt, aber im März war die Party dann schon wieder vorbei. Jetzt sind aber schon wieder die ersten am jubilieren, daß es jetzt wirklich langsam besser werden würde. Der Journalist als solcher hat offensichtlich das Langzeitgedächtnis einer Stubenfliege.

Gruß,
Christian